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31 Mar 2014
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Techno Classica 2014 in Essen

Techno Classica 2014 in Essen

Techno Classica 2014 in Essen

Zahlreiche Oldtimerenthusiasten fanden ihre Klassiker ausgeschlachtet auf dem Messegelände vor. Wie konnte es dazu kommen? Was sagen die Betroffenen dazu? Und wie sieht der aktuelle Ermittlungsstand der Polizei aus?

Techno Classica 2014 in Essen
Ponton in einem jämmerlichen Zustand!
Torben G. traute seinen Auge kaum, als er zu Messebeginn am Donnerstag den Stand des Fusselforums, einer namhaften Vereinigung von Old- & Youngtimer-Freunden, die besonders für Ihre gepflegten Fahrzeuge bekannt sind, betrat. Dort fand der gelernte Karosseriebauer seinen VW Derby in einem desolaten Zustand vor. Anbauteile wie Stoßstangen, Kühlergrill die charakteristische Zierleiste an der Haube des Klassikers fehlten. Der größte Schock war allerdings der Verlust der Dachhaut. Die dreisten Diebe schnitten sie einfach an Ort und Stelle heraus und ließen das Fahrzeug unbedeckt zurück! Er sollte aber nicht das einzige Opfer an diesem Tag bleiben. Seinen Foren- und Ausstellerkollegen „Grimm“ und Nils erging es nicht besser: An dem von Herrn Grimm ausgestellten Exponat, einem sehr seltenen VW Passat 32b Variant, fehlten ebenfalls der Grill und die Stoßstangen und an der Rarität von Nils' VW Buggy wurde das 30 PS starke Käfertriebwerk einfach entfernt.
Techno Classica 2014 in Essen
Torben G.freut sich über die Schützenhilfe seiner Kollegen. "Dank ihnen habe ich wieder ein Dach über dem Kopf."
Techno Classica 2014 in Essen
Techno Classica 2014 in Essen

„Gott sei dank gibt es in unserem Forum einen großen Zusammenhalt und so schafften wir es, die Fahrzeuge in einen vorzeigbaren zustand zu versetzen“, gibt Herr G. erleichtert zu Protokoll. „Wir starteten im Forum einen Spendenaufruf und so kamen schnell einige Teile zusammen. Hier schauen Sie!“, Torben G. deutet auf den Passat seines Kollegen. „Wir konnten bei diesem Wagen 100% der Fehlteile ersetzen. Das die nicht immer original sind, dürfte kaum jemandem hier auffallen. Und bei dem Buggy haben wir einfach einen Ford V6 installiert.“
Techno Classica 2014 in Essen

Techno Classica 2014 in Essen
Der Buggy mit neuem Herz.
Auf die Frage, wie er die Dachhaut seines Derby so schnell instandsetzen konnte, erklärt der Norddeutsche nur kurz mit einem süffisanten Lächeln : „Wissen Sie, in einer Gemeinschaft ist sowas kein Problem, ein Twingofaltdach, etwas Spachtelmasse und ein paar Blisterverpackungen für die Verglasung reichten aus, um den Wagen vorerst zu komplettieren.
Techno Classica 2014 in Essen
Herr Grimms Passat 32b. Fast wie Neu steht er nach der Spendenaktion auf den 145er Sportreifen.
So glimpflich das ganze für die Fusseltuner auch ausgegangen sein mag, sie waren nicht die einzigen Opfer.
Techno Classica 2014 in Essen
Techno Classica 2014 in Essen
Techno Classica 2014 in Essen
Techno Classica 2014 in Essen
Techno Classica 2014 in Essen
Um Spuren zu verwischen wurde diese Pagode in Brand gesetzt.
Überall auf dem Messegelände fanden sich Spuren der nächtlichen Schlachtaktion. Dass die Täter dabei sehr koordiniert und schnell vorgegangen sein müssen, beweist alleine die Anzahl und das Ausmaß der Schlachtungen.
Techno Classica 2014 in Essen
Die Polizei gibt nur widerwillig Informationen heraus.
Doch was sagen die zuständigen Behörden zu solch besitzverachtender Dreistigkeit? Zunächst wollte uns die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskünfte geben. Dem investigativen Gonzo-Journalismus seitens unserer Mitarbeiter hier bei Bamako Motors, ist es geschuldet, dass Herr Wachtmeister F. aus E. hinter vorgehaltener Hand zugab, dass wenig Hoffnung bestünde, die Täter dingfest zu machen: „Wir konzentrieren unsere Ermittlungen auf das Restauratorenmilieu. Die Szene ist allerdings sehr unübersichtlich. Da besteht wenig Grund zur Hoffnung.“
Bei all den Hiobsbotschaften gab es aber auch ein kleines Happy-End. Eines der seltensten und wertvollsten Fahrzeuge der Messe blieb unangetastet. Es wäre auch wirklich schade um diesen Sierra gewesen. 
Techno Classica 2014 in Essen
Text/Fotos: CVS
Korrektur: WFE/DRB

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2014/03/techno-classica-2014-inessen-zahlreiche.html

Created Montag, 31. März 2014 Tags 2014 | Ford V6 | Fusselforum | Satire | techno classica Document type Article
02 Dec 2013
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Essen Motorshow

Essen Motorshow

Essen Motorshow
Ein Sierra. Wer liebt sie nicht?

Das Tuningevent des Jahres … nicht. Die Motorshow ist ein wenig wie das Dinner for One. Alle Jahre wiederkehrender Wahnsinn. Und man weiß genau was Sache ist.

Essen Motorshow
Ein Fox aus Brasilien. Bis auf die Felgen kann der schon was.
Zja. Ist wirklich so. Man weiß einfach nicht mehr, was man dazu noch sagen soll. Und trotzdem fährt man brav dahin, und macht Bilder. Das geht mir inzwischen bei einigen Events so. Ein professioneller Journalist, der ich nicht bin, würde nun Highlights herauspicken und einzelne Autos beschreiben. Aber da lasse ich lieber die Bilder für sich sprechen. Und die Profis. Wir wollen hier ja ohnehin eher aufs Feeling eingehen.
Essen Motorshow
Mal kein Imprezza. Optisch leider eine Terz zu laut für meinen Geschmack.
Wenn es doch immer das angeblich gleiche ist, warum fährt man dann überhaupt auf Veranstaltungen wie die Motorshow? Dafür gibt es triftige Gründe:
Erstens fährt man ja nicht allein dahin. Wenn man dann mit nem Rudel Kollegen die Messe unsicher macht, dann macht das schon Spaß.
Essen Motorshow
Aero und Kübel mit Stil.
Essen Motorshow
Zweitens: Lästern und Staunen. Ja, man staunt. Manchmal, weil einige Umbauten so grandios dumm und unsinnig sind, dass einem zwar kein Quäntchen Respekt übrig bleibt, aber die Kinnlade vor Verwirrung nach unten fällt. Verchromte Bremsscheiben zum Beispiel. Oder Motoren die niemals laufen werden, weil es dem Gold auf dem Krümmer nicht gut täte. Andererseits, dass muss man sich auch eingestehen, steckt da zum Teil sehr viel Kreativität, Können und Stilbewusstsein in einigen Projekten, Und manchmal ist ein Autos zwar nicht mein Sil, aber dennoch schön. Nach dem Motto: Ich mag Miniröcke … aber nicht an mir.
Essen Motorshow
Mini im Minirock. Ok, den würde ich mir auch anziehen.
Essen Motorshow
Drittens: Die jagt nach den Perlen. Bevor man rumrennt und nur ablästert, schaut man lieber auf Details oder auch nach kompletten Autos, die einem wirklich gefallen. Kann man durchaus als eine Art Spiel sehen. Und es macht das Ganze deutlich interessanter.
Essen Motorshow
Zwei Perlen. Ein schöner 200er Volvo und ein - was auch immer das sein mag. Aber geil isser schon. Wenn man da Flokati drüber ziehen würde -, und aus GFK große Ohren basteln? *gnihihi*
Essen Motorshow
Für Leute, die keine Lust haben stundenlang suchen zu müssen, seien die folgenden Orte empfohlen:
- Die Oldtimerhalle 1,mit schönen Klassikern. Ok, Porsche 911 und son Kram stehen natürlich im Vordergrund. Aber auch hier gibt es sehr schöne Wägelchen.
- Der Lamborghinistand, ebenfalls in der Halle 1. Die Klassiker dort machen Spaß. Auch wenn mit die Karren nicht wirklich schön finde, entdeckt man bei den Modellen aus den 60ern und 70ern wunderschöne Details, die es so nur bei Lambo gab.
- Die Galeria: Ein lichtdurchfluteter Schlauch, gefüllt mit Customs, Lowridern, Hot-Rods und Ratten. Die Galeria sollte auf jeden Fall einer der ersten Anlaufpunkte sein.
- Der Keller (Halle 1A): Hier findet man die mitunter wahnsinnigsten Karren. Etwa ein Golf (Golf 5, 6 oder 7, die Scheiße sieht sich doch eh zum Verwechseln ähnlich) der im Dunkeln leuchtet, exotische Volkswagen aus Brasilien und Musclecars in harmonischer Coexistenz mit auf dem Boden geworfenen Youngtimern. Nie lagen Synapsentango und Freude so nah beieinander.
Essen MotorshowEssen Motorshow
Schlussendlich nun die Frage, ob man sich die EMS antun sollte. Ich sage ja, aber besser alle zwei Jahre, wenn man kein echter Szenenerd ist. Es gibt dort wirklich was zu sehen. Vieles zum Lachen, anderes zum Kopfschütteln und manches eben auch zum Staunen. Mit ner Pause zwischendurch würde es bestimmt auch mehr pfeffern. Naja, das wäre es an sich. Ich lasse jetzt die Bilder sprechen, bevor ich mich wiederhole... 
Essen Motorshow
Essen Motorshow
Essen Motorshow
Der Trabbi von unserem Leser Herrn Schöne.
Essen Motorshow
Der Golf von Rat Look Germany ist inzwischen auch kein Unbekannter mehr.
Bild und Text: CW

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/12/essenmotorshow-ein-sierra.html

Created Montag, 02. Dezember 2013 Tags 2013 | Bamako Motors | Brasilia | Custom | Essen Motor Show | hot rod | hotrod | Kei Car | Kei-Car | Ratcar | Ratlook | Ratten | Spießer | Tuning | Volvo | vw golf Document type Article
22 Nov 2013
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Medienkrieg

Medienkrieg

Medienkrieg

Es ist Geschmackssache, welches Medium man nutzt. Soll es das gute alte Tape sein? Oder doch lieber die empfindliche (Audio-)CD? Für den praktisch Veranlagten gibt’s ja auch noch MP3. Also, wer soll dein Herzblatt sein?


INFO: Die Schallplatte und das Radio haben wir mal ausgespart. Schallplattenspieler fürs Auto gibt es zwar, sind jedoch eher exotisch. Das Massenmedium Radio ist nicht in der Wertung, weil man sich das Programm nicht selber zusammenstellen kann.

Das Tape

Medienkrieg

Sound: Die Tonqualität ist erst mal die schlechteste von allen. Das muss man sich eingestehen. Jedoch hat ein Tape auch einen gewissen Charme. Ähnlich wie bei Schallplatten ist er im Vergleich zur Konkurrenz deutlich wärmer.
3 von 5
Haltbarkeit: Grundsätzlich hält son Tape im Alltagsgebrauch mehrere Jahre. Ich habe welche, die über zehn Jahre alt sind und noch immer tadellos abgespult werden. Leiernde Kassetten habe ich selten erlebt. Achtung bei Bier und zuckerhaltigen Getränken. Fällt aus Versehen das Getränk des Beifahrers in die Kassettenkiste, sind schnell mal mehrere Tage Arbeit unwiederbringlich zerstört. Grundsätzlich sind sie aber wetterfest und trotzen auch extremeren Temperaturen. Musikkassetten eignen sich übrigens hervorragend, um die Scheibe während der Fahrt von innen freizukratzen und laufen danach noch immer. Darum grandiose
5 von 5
Zeitaufwand beim Erstellen:Je nach eigenem Anspruch gehen auch mal 6 bis 8 Stunden bei einem guten Mix drauf. Davon alleine 1,5 Stunden fürs aufnehmen. Das Konzept fürs Tape aufstellen, Übergänge abpassen, Songs auswählen, eine geniale Idee haben und feststellen, dass einem das Lied in der Bibliothek fehlt, nach genauerem Suchen dann doch den Song finden und weiter machen, sind da die größten Zeitfresser. Darum faire 1 von 1 Punkte für den Zeitaufwand.

Wiederspielwert und Skipfrequenz:
Wenn man mehrere Stunden in ein Band investierte, wird es so gut sein, dass man es Problemlos ohne Vorspulen (Überspringen, Skippen) viele, viele Male hören kann. Passt es nicht zur Situation, wird es ausgetauscht. Da die Skipfrequenz praktisch bei Null liegt, hier ein Wert von 5 von 5 Punkten.

Audio-CD

Medienkrieg

Sound:Die Tonqualität ist gut bis sehr gut. Je nach Ausgangsmaterial. Die CD passt am besten zu guten Anlagen. Darum 5 von 5 Punkte
Haltbarkeit: CDs können lange halten. Im Auto, wo gegessen, getrunken und geschlafen wird, alles auf kleinstem Raum, sind sie allerdings erhöhten Belastungen ausgesetzt. Besonders gebrannte CDs überstehen extremere Temperaturen mitunter sehr schlecht, so dass die Trägerfolie abplatzt. Nicht als Eiskratzer oder Untersetzer verwenden, wenn man das gute Stück nochmal abspielen will. Auch gepresste Datenträger sind sehr kratzempfindlich. Daher eher unpraktikabel. Einer von 5 Punkten.
Zeitaufwand: Brennen geht schnell. Man ist oft nach 10 Minuten damit durch. Die Zusammenstellung der Musik geht auch schneller von der Hand als beim Tape, da eine Kassette mit A- und B-Seite im Prinzip zwei Konzepte erfordert, die CD hingegen nur eines. Eine liederlich zusammengewürfelte CD benötigt inklusive Brennen höchstens 30 Minuten. Eine mit Bedacht gemachte zumindest schon mal 2 Stunden. Darum eine Wertung von 4 von 5 Punkten.

Wiederspielwert und Skipfrequenz:
Je nach Aufwand, den man sich beim Erstellen gemacht hat, ist die Skipfrequenz niedrig. Allerdings ertappt man sich häufiger dabei, dass man den besten Song nochmal hört. CDs haben einen weniger hohen Wiederspielwert, weil sie kürzer sind als ein 90 Minuten Band und damit schneller auf die Nüsse gehen. Schlampig kombinierte CDs haben im Prinzip nur eine Daseinsberechtigung: Wenn Rock Lobster oder Surfin Bird drauf ist, kann man sie von Hamburg nach Berlin auf Repeat hören. Sonst sind sie eher Müll.
Besonders gefährlich sind betrunkene Beifahrer, die dazu neigen, höchstens 30 Sekunden eines Liedes zu hören und dann weiterdrücken, weil es ja soooo spannend ist, was da noch kommen mag. In Partymobilen darum unbedingt Kassetenradios einbauen oder eine versteckte Position für den CD-Spieler wählen.
2 von 5 Punkte.


MP3

Medienkrieg

Sound:
Je nach Quelle (von You Tube gerippt oder bei Amazon gekauft?) schwankt die Qualität sehr stark. Geht man von legalen Käufen aus, dürften MP3 die beste Soundqualität haben.
5 von 5 Punkte.

Haltbarkeit:
Schweres Thema. Digitale Medien müssen ja zunächst mal auf einen Datenträger. Spielt man sie auf eine Kassette ist man natürlich auf der sicheren Seite. Aber inzwischen kann man ja auch den PC ans Autoradio anklemmen oder zumindest eine externe Festplatte. Eins weiß ich aber: Mit ner MP3 Datei bekommt man keine Scheibe frei.
Kleiner Tipp: Kauft MP3 Dateien nur bei Händlern, die euch erlauben, die Dateien unbegrenzt zu verwenden. Anbieter wie I-Tunes sind da in meinen Augen die schlechteste Wahl – geradezu unserös. Man zahlt eher fürs Leihen. Bei anderen Händlern darf man die Musik verwenden wie man will. Also wie beim Kauf einer Audio-CD oder Schallplatte.
Keine Wertung möglich.
Zeitaufwand: Einfach die MP3 Sammlung auf Datenträger werfen. Fertig. Je nach Datenmenge dauert das 10 bis 10000 Sekunden. Darum 5 von 5.

Wiederspielwert und Skipfrequenz:
EinenWiederspielwert gibt es an sich keinen und gleichzeitig ist er unbegrenzt. Man hat da nen bunten Salat am Radio hängen, der wohl möglich sogar per Zufallswiedergabe abläuft. Aus diesem Grunde hat man beinahe nie die passende Musik zur Laune, wodurch man permanent am Skippen ist. Positiv: Kommt dann doch mal das richtige Lied zur Situation, ist man überglücklich.
1 von 5

Fazit:


Ach, das mit den Punkten ist Mist. Ich mag alle drei Medien. Im Luxusschlitten mit der tollen 6 Boxen Opelanlage von 1986 höre ich gerne CDs, weil der Sound einfach klasse ist. In meinem Dailydriver am liebsten Kassetten, weil sie was wegstecken können und zuhause – na da sind es die MP3, mit denen man Stunden verbringen kann, um ein neues Tape aufzunehmen. Nur ins Auto kommen sie mir in ihrer Ursprungsform nicht. Das wäre mir zu nervig und anstrengend. Da kann man auch gleich garnichts hören. Und wie sieht es bei euch aus?

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/11/medienkrieg-es-ist-geschmackssache.html

Created Freitag, 22. November 2013 Tags auto | CD | Kassete | MC | MP3 | Musik Document type Article
15 Nov 2013
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Holgers und Pias Bohse Eurostar.


Holgers und Pias Bohse Eurostar.

Holgers und Pias Bohse Eurostar.

Die Geschichte um ein skurriles Gefährt, einen Landkreis flacher als Mario Barths Witze und ein Paar, dass sich einen Traum erfüllte.

Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Ich war gerade auf Heimaturlaub. Die Nacht war hart und lang und ich wollte an und für sich nur mal schnell Kippen kaufen, war ungeduscht und hatte nicht mal Socken an. Und so fuhr ich miefend durch die Meppener Innenstadt als ich plötzlich ein Ufo am Straßenrand ausmachte. Sofort das Auto geparkt, die Spiegelreflex rausgeholt und Bilder gemacht. Klitz, klitz, klitz machte die Kamera und ich tauchte immer weiter in die Details dieses merkwürdigen Fahrzeugs ein. Sind das nicht Lada Scheinwerfer? Hmm, die Rücklichter kommen offensichtlich auch von Lada. Und der Radstand und die Proportionen stimmen ebenfalls.
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Von meinen Aktivitäten angelockt stand dann auch kurze Zeit später Holger neben mir. Was der wohl gedacht hat, als er den strubbeligen Typen neben seinem Auto herumfuhrwerken sah. Was auch immer in seinem Kopf vorging, er verscheuchte mich nicht, sondern offenbarte nach kurzem Smalltalk, in dem ich offenbar durchblicken ließ, wie cool ich das Gerät finde, dass er der Besitzer ist und dass er und seine Frau Pia ohnehin noch Bilder machen wollten. So kam nach und nach Licht ins Dunkel.
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Reisen wir in das Emsland der 80er Jahre. Da gab es einen kleinen Hersteller von Spezialkarossen Namens Bohse. Dieser stellte Freizeit- und Spaßfahrzeuge her. Und der Name des Fahrzeugs lautete Eurostar. Hört sich in meinen Ohren eher nach einen Lastwagen an als nach einem Auto, welches Spaß machen sollte. Naja, so sind die Emsländer halt. Grundsätzlich haben sie gute und mitunter auch ausgefallene Geschäftsideen. Aber bei Firmen- und Produknamen sind sie so oft etwas nüchtern, wenn sie nicht gerade auf Erzeugnisse aus Haselünne* zurückgreifen.
(*Für den weniger versierten Schnapskenner: In Haselünne werden unter anderem Rosche und Berentzen gebrannt.)
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Ursprünglich basierte das Auto auf dem Golf 1, von dem sich die Firma Bohse gebrauchte Exemplare zulegte. Diese mussten erstmal zerschnitten, verlängert und versteift werden, was einen hohen Arbeitsaufwand bedeutete. Zudem war die Technik natürlich nicht ladenneu. Und so machte sich Bohse auf die Suche nach einer anderen Basis. Schlussendlich wurden sie beim damaligen Klassenfeind fündig und die die Wahl fiel auf den russischen Lada Nova.
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Er war robust und billig. Für knappe 5000 Mark konnte die Firma unverzollte Exemplare bei Lada beziehen. Nun hatte man einen fabrikneuen Ausgangspunkt mit den richtigen Proportionen. Wie auch beim Golf wurden Teile der Karosserie heruntergeschnitten und der Rest versteift. Zudem hielt ein Überrollkäfig Einzug und zum Schluss wurde das GFK-Häuschen übergestreift.
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Der Wagen kam vom Werk aus sehr nackt daher. Luxus wie ein Autoradio, ein Verdeck oder gar Türen kosteten Aufpreis. Und so wurde dieser windige Geselle auch offiziell nur im Ausland angeboten. In sonnigen Ländern gab es durchaus einen kleinen Markt für solche Fahrzeuge. Insgesamt konnten dann auch 300 Exemplare ausgeliefert werden.
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Holgers Eurostar hingegen kommt aus Kassel. Schon früh interessierte ihn der Wagen, von dem er irgendwann in seiner Kindheit mal gelesen hatte. Der Name geriet mit der Zeit in Vergessenheit, aber niemals das Auto. Und wie das so ist, rückt plötzlich ein Kindheitstraum wieder in den Fokus. Genau dann, wenn man nicht damit rechnet. Beim Stöbern in diesem ominösen Internetz stieß er auf eine Anzeige, in dem ein Eurostar inseriert wurde. Das Auto stand wie gesagt in Kassel, sollte 3000 Flocken kosten und war Holger und Pia dann doch zu teuer. Mit der Zeit sank der Preis und als er dann bei 1000 Euro angekommen war, schlug das Paar zu. Wallstreet Style, könnte man sagen. Manchmal zahlen sich Geduld und Nervenstärke eben aus.
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Und das war wirklich ein guter Kauf. Technisch gab es zwar das Eine oder Andere zu machen und etwas Patina hatte der Gute auch angesetzt, aber das Ladablech unter dem Kunststoff hatte die Jahre gut überstanden. lediglich im Fußraum gab es was zu tun und ein kleiner Riss in der GFK-Karosserie musste auch geflickt werden.
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Pia kümmerte sich um Detailarbeiten, während Holger sich auf die Suche nach Ersatzteilen für die Technik machte. Günstig sollte es sein und so war der erste Gedanke, dass Gebrauchtwaren eingekauft würden. Das stellte sich schnell als Blödsinn heraus, da es für den Nova alles neu für kleines Geld gibt. Und so geriet Holger in Shoppinglaune.
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Inzwischen genießen die beiden ihren Targa Pickup bei gutem Wetter und manchmal auch bei schlechtem. Die Heizung hat keine Chance bei niedrigen Teperaturen, so dass man sich auch bei geschlossenem Verdeck dick einmummeln muss. Interessant ist allerdings, dass man, solange man fährt, nicht nass wird.
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Tja, was ist das Beste an diesem Auto? Ist es sein Seltenheitswert? Ist es, dass er skurriler nicht sein könnte? Ist es der Freiluftspaß? Immerhin kann man Z1 like ein Bein während der Fahrt herausbaumeln lassen. Für Pia und Holger dürfte es wohl alles zusammen sein. Denn wenn die Karre läuft, der Wind durch die Haare weht und die Passanten gaffen, als wäre da gerade ein Ufo gelandet, ja spätestens dann hat der emsländische Lada gnadenlos jeden Pagoden Benz weggerockt.
PROST!
Holgers und Pias Bohse Eurostar.
Mehr Infos zur Emsländischen Altautoszene bekommt ihr unter anderem auf www.kult-blech-szene.de - Schrauber mit Toleranz. Egal ob rattiger T2, spitzen Sierra, 1993er E-Klasse oder getunter 1er Golf. Bis auf Spielverderber sind dort fast alle willkommen.
Fotos/Text: CW

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/11/holgers-und-pias-bohse-eurostar.html

Created Freitag, 15. November 2013 Tags Bohse | BOHSE EUROSTAR | Buggy | Eurostar | Kultblechtreffen | lada Document type Article
02 Nov 2013

Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter

Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter 

Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter

Man muss ja nicht immer alles verbasteln. Besonders wenn man etwas besonderes hat. Und manches ist von Natur aus schon so schön, dass es auch gar nicht nötig ist. Wie Church, Ninas, W123.

Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter

Leichenwagen sind etwas Besonderes. Jeder für sich ist ein Einzelstück, und egal, ob man diesen noch weiter individualisiert oder ihn im Originalzustand erhält, man hat die Gewissheit, etwas Einzigartiges zu bewegen. Das obendrein noch besonders praktisch ist. Kistenweise Bier für die Party? Ein Studentenumzug in die neue WG? Feuerholz für den Winter rankarren? Kein Problem. Da kommt nicht mal ein Volvo 740 mit. Nachdem ich nun die Vorzüge dieser überaus praktischen Fahrzeuggattung aufzählte, nun die schlechte Nachricht: Für all das missbraucht Nina ihr Schätzchen in der Regel nicht.
Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann BestatterNina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter
Doch keine Angst, zu sehr verhätschelt wird der Großraumkombi auch nicht. An schönen Tagen nimmt sie die 100 Kilometer zur Arbeit mit dem Benz in Angriff, auf Treffen und Veranstaltungen kommt der Wagen natürlich ebenfalls mit. Je nach Anlass wird dann darin geschlafen. Und so addieren sich die einen oder anderen Tausend Kilometer jedes Jahr auf den Tacho.
Moment? Je nach Anlass wird darin geschlafen? Ja, denn wenn Nina ihren Sarg dabei hat wird natürlich nicht im Auto genächtigt. Zu wenig Platz und im Sarg schläft man noch früh genug. Die Kiste hat sie zu Demonstrationszwecken dabei. Erstens vervollständigt er das Bild und zweitens kann sie so die Funktionsweise des Be- und Entladens demonstrieren. Da Nina leider bei unserem Shooting den Sarg nicht dabei hatte, beenden wir aber besser mal das Thema. Das Dingen ist ja auch sackschwer und steht zuhause im ersten Stock. Da kann man ihr auch verzeihen, dass sie wenig Lust hatte, Möbel zu schleppen.
Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter
 Der Mercedes ist übrigens ein Basismodell. Gut, er hat neu trotzdem umgerechnet knappe 25.000 Euro gekostet, was heute zwar nicht viel ist - dafür bekommt man aus deutscher Produktion gerade mal nen Kleinwagen - damals, anno 1980, aber schon eine Stange Geld war. Basismodell bedeutet in diesem Fall, dass es zum Beispiel keinen Sargschlitten gibt, sondern nur zwei am Boden verschraubte Holzleisten, welche die Kiste in Position halten. Ein anderes Element wäre das „Vinyldach“. Das ist werksseitig gefakt und nur mit Strukturlack auflackiert. Ein Detail, was nur auf den zweiten Blick auffällt. Merke: Auch wenn man spart, darf der Stil nicht leiden.
Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter
Bremslicht aus? Knopfdruck genügt.
Richtig genial ist das Bremslicht, welches man auf Knopfdruck deaktivieren kann. Ist sogar eingetragen und konnte so geordert werden. Das ganze hatte ursprünglich den Sinn, dass bei Trauerzügen nicht permanent die Bremslichter aufblitzen.
Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter
Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter
Und wo wir gerade beim „Aufblitzen“ sind. Das machen auch Ninas Augen, wenn sie von ihrem Mercedes redet. Wie kommt man als junge Frau dazu, einen Leichenwagen zu fahren? Angefangen hat die Faszination für das Morbide, als Nina mit zarten 10 Jahren anfing, Bücher von Stephen King zu lesen. In den folgenden Jahren begann die Saat Früchte zu tragen und so entdeckte sie mit der Zeit ihre Liebe zu Metal, Horrorstreifen, Tattoos und eben Bestattungswagen. Beruflich schlug sie obendrein einen passenden Weg ein und wurde Medizinisch-Technische-Laborassistentin. Vom Ehrgeiz gepackt setzte sie eine Zusatzausbildung als Sektions- und Präparations-Assistentin obendrauf und ist nun in der Pathologie eines Krankenhauses tätig. Respekt vor Leuten, die sich ihren Traum erarbeiten.
Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann BestatterNina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter
2006 kaufte sich Nina dann ihren wahren Traumwagen. Auch ein Mercedes /8 mit Pollmann Aufbau. Leider hatte dieser zu viele Baustellen, um die sich gekümmert werden musste und die sie nicht alleine stemmen konnte. Weder handwerklich noch finanziell. Also musste Ersatz her. Zunächst ein Audi 100 und nun Chruch - der W123, der seit 2010 in der Einfahrt steht.
Nina möchte ihren Chruch, benannt nach der Katze aus Friedhof der Kuscheltiere, so original wie möglich erhalten. Es geht ihr nicht darum, Eindruck zu schinden. Viel mehr möchte sie den einzigartigen Transporter erhalten und ihm seine Würde lassen. Recht hat sie. Denn rockige Bestattungsfahrzeuge gibt es zur Genüge. Da darf man auch mal einen lassen wie er ist. Vor allem, da Nina auch für Veranstaltungen wie beispielsweise am Tag der Offenen Tür beim Bestatter zur Verfügung steht. Zusammen mit Bekannten und Freunden aus dem Leichenwagenforum. Und da möchte man nicht negativ auffallen.Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter
Nina ist auch einfach nicht der typische Selbstdarsteller. Ihren Alltagswagen hat sie zwar matt gerollt und einen Totenkopf drauf gemalt, aber sie kann auch gut drauf verzichten. So ein Bestattungsfahrzeug spricht ja auch für sich.
Nina und „Church“, ihr W123 Pollmann Bestatter


Text/Bilder: CW

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/11/nina123.html

22 Oct 2013

Er ist zwischen 50 und 100 Jahre alt und meistens männlichen Geschlechts: Der passionierte Meckerer und Oberlehrer.

Er ist zwischen 50 und 100 Jahre alt und meistens männlichen Geschlechts: Der passionierte Meckerer und Oberlehrer.

Er ist zwischen 50 und 100 Jahre alt und meistens männlichen Geschlechts: Der passionierte Meckerer und Oberlehrer.

Ich überlege schon eine ganze Weile, wie ich dieses Thema in den Blog einbinden und eine Diskussionsgrundlage schaffen kann, ohne mich oder Andere als Jammerlappen in der Opferrolle darzustellen. Es brennt mir einfach unter den Nägeln.
„Gut, eventuell liegt es an mir“, habe ich in den letzten Jahren des Öfteren gedacht. Ich bin von der Großstadt in die Provinz gezogen und polarisiere vermutlich auch ein wenig in einer vom Schützenfest und alten Werten geprägten Gegend. Um es mal positiv auszudrücken, denn gegen Schützenfeste und Werte habe ich grundsätzlich nichts einzuwenden. Dabei bin ich noch nicht mal ein bewusster Provokateur, der es darauf anlegt, Andere auf die Palme zu treiben. In der Regel sehe ich mich eher als freundlichen Menschen. Ach Mist. Jetzt hab ich es doch gemacht. Mich selbst in die Opferrolle gesteckt. Scheiße. Liegt vermutlich daran, dass ich mich auch in einer solchen sehe.
Er ist zwischen 50 und 100 Jahre alt und meistens männlichen Geschlechts: Der passionierte Meckerer und Oberlehrer.
Ein Beispiel: Ich fahre eine Einbahnstraße entlang, ein Herr gehobenen Alters stellt sich mit seinem Krückstock wie Gandalf der Graue in den Weg und wirft mir ein „Du kannst nicht passieren, dies ist eine Einbahnstraße!“ entgegen. Ich versichere ihm, das ich mir dessen bewusst bin aber ich in die richtige Richtung fahre. Der Herr lässt sich nicht beirren. Den Hinweis, dass er doch selber mal nachschauen solle, tut er ab. Er hält sich für clever und unterstellt mir, dass ich ihn nur von der Straße locken wolle. Letztenendes lege ich den Rückwärtsgang ein und nehme einen anderen Weg.
Ein anderer Rentner beschwert sich bei meinen Nachbarn darüber, wie ich parke, dabei wohnt er noch nicht einmal auf meiner Straße. Oder neulich bei nem Shooting, als wir unter Androhung einer Anzeige wegen unerlaubtem Betretens von Privateigentum weggejagt werden, obwohl wir lediglich am Fahrbahnrand einer öffentlichen Straße stehen. Um weiteren Stress zu vermeiden, ziehen wir Leine.
Und dann bin ich über Folgendes gestolpert:
„Rentner versperrt Sanka mit verletztem Kind den Weg“
(Quelle: Merkur Online)
Zusammengefasst: Ein 66 Jähriger besteht auf sein „Recht“ auf Vorfahrt und gefährdet das Leben eines Kindes in einem Krankenwagen. Selbst vor Gericht zeigt er sich uneinsichtig.
Ich frage mich, was diese Menschen dazu bewegt. Gut, wie gesagt, für manche sehe ich komisch aus, fahre eigenartige alte Autos, die angeblich keinen TÜV haben können (auch schon gehört) und bin überhaupt ein totaler Chaot (in 11 Jahren 0 Punkte), aber meine Güte, einen Krankenwagen mit eingeschaltetem Martinshorn nicht durchlassen? Ich bin kein Psychologe, aber da muss doch in der Vergangenheit echt was schief gelaufen sein. Ein Leben ohne Liebe? Oder noch schlimmer, 40 Jahre beschissene Ehe und ein beschissener Job? Keine Ahnung. Eventuell macht man sich auch einfach nur schuldig durch seine (relative) Jugend.
Das Problem an dem Ganzen ist nur Folgendes: Man geht immer als Verlierer aus solchen Konfrontationen heraus. Entweder lässt man dem garstigen Ziegenbock sein vermeintliches Recht und legt, wie ich, den Rückwärtsgang ein, oder man sucht die offenen Diskussion, was ich auch schon ausprobierte. Und das kann schon mal mit Strafanzeigen wegen Beleidigung enden. Für den Einen wie den Anderen. Doch vollkommen egal wie man es dreht und wendet, der Gandalf wird sich immer im Recht fühlen. Egal wieviel Unrecht er hat. Das hat ja auch der Fall mit dem Krankenwagen gezeigt.
Wir würden gerne eure Meinung und Erfahrungen hören, beziehungsweise lesen. Wie sind eure Erfahrungen, wie denkt ihr über das Thema und was meint ihr, wie ein Mensch so werden kann? Ist das gar nachvollziehbar? Schreibt es in die Kommentare, gerne auch auf Facebook. Ich freue mich auf euer Feedback!

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/10/er-ist-zwischen-50-und-100-jahre-alt.html

04 Oct 2013

Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda

Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda

Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda

Manchmal bindet man sich Dinge ans Bein, bei denen man sich wenig später fragt, warum man das nur gemacht hat. So geht es Bernd mit seiner „Sackratte“. Ein mit Sackleinen bezogener Fiat Panda. Es folgt eine Geschichte über Leid, Ehre, Hass und ein klein wenig Liebe.

Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda

„Jedes Auto ist erstmal eine Basis.“
Ui, ich kann mich noch gut daran erinnern, als Bernd auf seinem Blog das erste Mal über den Fiat berichtete. Da war durchaus Skepsis in der regen Leserschaft vorhanden.
„Warum kauft der sich jetzt 'nen Fiat?“
Jemand, der unter anderem durch extreme Umbauten diverser Passat und dem ruchlosesten Mercedes /8 Leichenwagen Deutschlands eine gewisse Bekanntheit erlangte, fährt nun einen Schuhkarton? In einem dem stetigen Aufschwung gewidmeten Land ist das schwer nachvollziehbar.
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
Zunächst: KLE und Fiat Panda. Das ist kein unbeschriebenes Blatt. Sein erstes Auto war einer dieser kleinen Italienern. Darum wusste er, auf was er sich einlässt. Auf nie enden wollendes Leid. Dazu aber später mehr. Zweitens: Man kann sich bei ihm darauf verlassen, dass er selbst aus dem „letzten Scheiß“ etwas total Kreatives zusammenschustert. So auch aus dem Fiat. Ich vermute übrigens in diesem Zusammenhang, dass es KLE genetisch unmöglich ist, einen Gegenstand so zu belassen wie er ihn bekommen hat. Allen voran Autos.
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
 Und während die skeptische Leserschaft den einen oder anderen „Hater-Kommentar“ verfasste, beschloss ich, mich zurückzulehnen und die Show zu genießen. Das Problem an Projekten von Dritten, die man lediglich als Beobachter verfolgt, ist ja folgendes: Man hat einfach nicht das Bild im Kopf, welches der Besitzer des Projektes hinter der Fontanelle hat. Und wenn man dann wochenlang den Aufbau passiv verfolgt, denkt man sich oft, dass das ja nix werden kann. Oh, was hab ich damals den Kopf geschüttelt, als Bernd seinen Pirat gebaut hat. Das Projekt fand ich alles andere als gelungen, bis die Karre beinahe fertig war und nur noch Details fehlten. Und da musste ich mir eingestehen, dass der Schlitten doch ganz schön genial geworden ist.
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
 Und so ist das auch beim Panda gewesen. Nur das ich dieses Mal schlauer war und abwartete, bevor ich urteilte. Und nun zurück zum Panda. Das sind ja eher Autos für Puristen. Manche würden sogar sagen Masochisten. Wobei ich grundsätzlich zum positiveren Attribut tendiere, muss man leider im Falle dieses speziellen Exemplars sagen, dass es sich um die Hölle auf Rädern handelt. Zunächst musste der Fiat durch den TÜV, altwagenübliche Reparaturen und ein paar eingenietete Bleche später war das vergleichsweise problemlos abgehandelt und der Aufbau konnte losgehen.
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
Als erstes wurde der ehemals signalrote Italiener beige gerollt. Dann experimentierte Bernd mit verschiedenen Sorten Sackleinen, mit denen letzten Endes das ganze Fahrzeug bezogen wurde. Neun Liter Klarlack gingen noch drauf, um das Gewebe zu konservieren, bis dann die Details folgten. Der Innenraum wurde auch gehörig in die Mangel genommen. Beispielsweise mussten neue Sitze her, damit der 2-Meter-Mann überhaupt anständig im Fiat Platz nehmen konnte. Und damit es standesgemäß und auch ein wenig dekadent wird, entschied man sich für beige Ledersessel. Ursprünglich sollten das Jaguarsitze sein, aber nachdem der Verkäufer die schon weggeben hatte, bekam Bernd einen Satz Alfa-Hocker aus Leder. Gleicher Preis, besserer Zustand. Auch nicht übel!
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
An sich werden wir dem gesamten Umbau hier gar nicht gerecht. Aber so ist das ja immer. Too much to list. Wenn ich jetzt anfange die ganzen Details, wie die Vorfaceliftstoßstangen und Fiat 131 Felgen aufzuzählen, da wären wir nächste Woche noch nicht fertig. Erschwerend kommt der Umstand hinzu, dass jedes Bauteil seine eigene Geschichte erzählen könnte. Doch Moment, jedes Bauteil hat dank des Blog-Logbuchs ja seine eigenen Geschichte. Puh, Glück gehabt, dann muss ich nicht alles wiederholen.
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
Bernd „KLE“ Franks Fiat Panda
Nach all diesen Umbauten war die „Sackratte“ an sich fertig. Aber Ratten treiben sich ja gerne in Katakomben und Hallen herum. Und darum wollte dieses spezielle Exemplar wohl auch nicht seinen Bau verlassen und entschied sich kontinuierlich kaputt zu gehen. Ob nun der Motor nicht richtig lief oder das Auto rollig wurde und sich mit anderen Ratten paaren wollte. Der Wagen schien bis in die kleinste Schraube verhext zu sein. Jeder andere hätte diesen Haufen direkt in den Schredder gegeben. Doch nicht Bernd. Dem ging es an die Ehre und er beschloss, sich nicht verarschen zu lassen. Nicht von einem Fiat.
Darum passt das Ende auch perfekt: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann schrauben sie noch heute...!
Text/Fotos: CWKorrektur: DRB


Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/10/bernd-kle-franks-fiat-panda-manchmal.html

Created Freitag, 04. Oktober 2013 Tags fiat | Fiat Panda | Fusselblog | Fusselforum | Fusselshop | Fusseltuning | panda | Sackratte Document type Article
16 Sep 2013

Renés /8


Renés /8

Renés /8

Der „Motor“ meines Fiat verstummte nach 470 Kilometern Autobahn. Technobeats und Rockrythmen erfüllten die Luft. Und um uns herum das geordnete Chaos. Wir fanden uns in der Warteschlange zum Rust and Roll wieder. Ich stieg aus und ließ meinen Blick schweifen. Golf 1, 2, 3, 4 und Polos in allen Verwesungszuständen soweit das Auge reichte. Doch etwas stimmte nicht. Ich stutzte, und dann sah ich es. Inmitten dieser homogenen VW-Zombiehorde lauerte ein Monster und entließ schwarze Rauchschwaden in den strahlend blauen Sommerhimmel.  Kurz darauf kam mein Kollege auf mich zu. Er war seinerseits mit einem Mercedes Diesel angereist und schon ein paar Stunden eher da gewesen. „Ich hab da schon was, was wir unbedingt fotografieren müssen!“ Und ich wusste schon was er sagen würde. Der Purple Diesel Eater. 

Renés /8
Renés /8
Manchmal gibt es Dinge, die hauen einen aus den Socken. Das kann eine musikalische Neuentdeckung sein, ein geiler Film oder die süße Rothaarige auf der Tanzfläche. Und oft eben auch Autos. Was mich sofort an dem Benz faszinierte, war das Offensichtliche und Namensgebende: die lilafarbene Lackierung. Ich steh drauf, wenn man Farbe bekennt. Mattschwarz ist natürlich auch ne schöne Option, aber längst nicht die einzige. Viel schwerer wiegt für mich ohnehin, dass es inzwischen zum Silbermetallic der Möchtegernoutlaws geworden ist.
Renés /8
Renés /8
Die Geschichte wie der Benz zu seiner Farbe kam ist übrigens nicht alltäglich. Der Stricher war im original Farbton ahorngelb. Das war René zu langweilig. Und in einer Nacht- und Nebel-Aktion im Dezember 2012 (immerhin waren es +3℃ ) sind er und ein guter Kumpel, der übrigens auch René heißt, auf die Idee gekommen, dass der Wagen eine andere Farbe benötigt. Und wo gibt’s die geilsten Matttöne? Genau! Im Graffitizubehör! Also ab zum nächsten Sprayerladen und eine Farbe ausgesucht, die besser zur Laune passt. Knallen sollte es auf jeden Fall. Die Wahl fiel damals schon auf auf dieses purple. Nur waren davon nur noch zwei Kannen im Regal. Und man braucht ja mindestens 6 bis 7 Kannen.
Renés /8Renés /8
Also haben die Jungs was anderes ausgesucht. Ihre Wahl fiel auf "Sangria". Ein, wie René sagt, sehr tolles altrosa. Die Message war klar. Und ich kann mich da so was von mit identifizieren, weil ich es genau so mache:
„Fuck Mattschwarz. Die Welt ist finster genug!“
Renés /8
Renés /8
So rosa blieb der Wagen auch erst mal. Bis zum Juli 2013. Da trat René eine automobile Rundreise durch die Schweiz, Italien, Frankreich und letztendlich auch Monaco mit einem BMW Z4 an. Fragt mich nicht, wie man darin schläft oder auch sonst leben soll. Aber der Mann ist offensichtlich leidensfähig. Oder hat Hotels genutzt. Wie auch immer, Ich schweife schon wieder ab.
Vor dem Urlaub fragte Renés Kumpel René (jetzt wird’s kompliziert), ob er den Wagen für die Zeit seiner Abwesenheit über die Straßen scheuchen dürfte. Unter anderem auch zum Bockhorner Oldtimer Markt, weil das H-Kennzeichen freien Eintritt bedeutet. Seine Antwort:
„Na klar! Aber leg ihn vorne noch tiefer wenn du Zeit hast."
Renés /8
Der Urlaub verging und Rene, also der Besitzer des Sternenkreuzers, wollte sein Auto wieder zurück. Bei seinem Kumpel auf dem Hof angekommen, hat er sich erstmal nen Bier aufgemacht. Und voller Erwartung schaute er sich um. Doch kein Stricher zu sehen. René wurde etwas unruhig. Doch dann die Erlösung: Um die Ecke beim Nachbarn auf dem Rasen, in der hintersten Ecke, da stand er in lila mit einem kupferfarbenen Dach, frisch tiefergelegt und mehr Sound dank Auspufftuning. Alles in der Zeit seines Urlaubes gemacht von seinen Kumpels René und Jens.
Fazit: Auto verleihen kann auch toll sein.
Renés /8
René fährt den 75er /8 übrigens seit Oktober 2012 und hat seitdem knappe 40 000 Kilometer zu den geschätzten 400 000, die die Karre eh schon hat, dazu addiert. Daran kann man schon ablesen, dass das Auto nicht geschont wird. Er ist dazu da, von A nach B zu kommen – nur halt mit etwas mehr Stil, als es ein Auto von der Stange bieten könnte.
Renés /8
Dass der 240D gerade mal 80 PS aus drei Litern Hubraum liefert, ist dabei halb so wild. Dafür säuft er ja nur 11- 13 Liter Diesel. Kommt also nicht von ungefähr der Name „Purple Diesel Eater“. Und wenn der Mercedes mal losgelassen wird, brüllt er wie Godzilla auf Steroiden und der Himmel verfinstert sich. Schade, dass Fotos keinen Ton haben, aber ich habe selten einen Diesel gehört, der so einen geilen Sound hat. Hubraum sei dank.
Renés /8
Dass René nichts über Hubraum geht, verrät auch der Spruch auf der Heckscheibe. „Heil Hubraum“. „Ei“, dachte ich, „voll in die Fresse.“ Dass ein paar Buchstaben so sehr provozieren können. Ich kam da erst mal gar nicht drauf klar. Aber René provoziert ja absichtlich damit. Es geht nicht um die Politik, sondern ist Renés vor Sarkasmus triefender Beitrag zur Bildhetzkampangne von vor ein paar Wochen. KLE berichtete HIER und HIER. Also ruhig Blut. Sonst hätten wir den Benz auch nicht hier.
Rene, will seinen Kollegen für das unverhoffte Geschenk auf diesem Wege noch danken. Die Chance soll er haben:

Ein Fettes danke an René und Jens.

Renés /8
Renés /8
Bild und Text: CW

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/09/purple.html

Created Montag, 16. September 2013 Document type Article
08 Sep 2013

Sandmanns Welt

Sandmanns Welt

Sandmanns Welt

Hach. Ein kleiner Spießer ist er schon, der Sandmann. Ist aber nicht schlimm, denn Humor und Stil wiegen das problemlos wieder auf. Ich entdeckte den Herrn erst vor wenigen Tagen und habe bereits die eine oder andere Stunde auf seinem Blog verbracht.
Was sich dahinter verbirgt, beschreibt er selbst am besten:

„Meine Geschichten drehen sich um Kleinigkeiten des Alltags, liebenswerte Details, manchmal schräg und manchmal auch traurig. Das Leben bietet viel mehr als nur Autos, aber sie umgeben mich und ich lebe mit ihnen.“

Und das macht den Blog so gut. Denn alte Autos sind mehr als Zahlen, Technik und Modellgeschichte. Altwagen sind eine Passion. Und das bringt der Sandmann vorzüglich rüber. Klickt auf:
http://www.sandmanns-welt.de

 

Fusselblog

Für alle, die ihn noch nicht kennen, müssen wir natürlich unseren Kumpel Bernd „KLE“ Frank nochmal anpreisen. Auf seinem Blog http://www.fusselblog.de stellt er beinahe täglich Neuigkeiten aus seiner „Schrauberhölle“ genannten Werkstatt vor. Sein besonderes Steckenpferd sind alte Passat, was nicht bedeutet, dass die automobile Welt für ihn dort endet. Ein aktuelles Projekt ist beispielsweise ein Hot Rod auf Framobasis. Wichtig ist ihm dabei immer, dass man möglichst günstig ans Ziel kommt. Deshalb wird auch mit der namensgebenden Fusselrolle lackiert. Schön ist, dass der symphatische Chaot stets mit einer Priese Selbstironie an die Sache herangeht und sich auch nicht zu schade ist einzugestehen, dass er Scheiße gebaut hat. Das macht die ganze Schose erst wirklich sympathisch. Wer Spaß am unkonventionellen Umgang mit Old- und Youngtimern hat sollte sich dort unbedingt mal umsehen.
http://www.fusselblog.de

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/09/fusselblog-fur-alle-die-ihn-noch-nicht.html

Created Sonntag, 08. September 2013 Tags | | | | | | | | | Document type Article
03 Sep 2013

Erwins Passat


Erwins Passat

Erwins Passat

Ein Mann, eine Vision. Erwin wollte einen Passat haben, der einzigartig daher kommt. Die Inspiration: amerikanische Kustomcars der 50er und 60er.

 

Ein Passat 35i ist nun nicht gerade eine ideale Basis für ein derartiges Unterfangen. Die Form stimmt einfach nicht. Und was soll daran anders sein, als bei den ganzen anderen gepimpten Passat auf Deutschlands Straßen? Doch Stopp! Bevor wir die Idee weiter durch den Dreck ziehen erst mal Fakten überprüfen!

Erwins Passat
Erwins Passat

Denn man muss sich schon eingestehen, dass auch heute noch auf die alten Rezepte zurückgegriffen wird. Teilweise ohne zu wissen, dass es so ist. Wollen wir mal vergleichen: „Echte“ Kustoms kommen oft mit glatten Karossen daher. Auch das ist schon Jahrzehnte Usus bei europäischen Neuwagentunern. Da wird weggecleant was geht. Die Front oder der Grill eines anderen Autos? Auch nicht unbekannt. Buickgrill im Chevy? Selbstverständlich. Audi Singleframe im Kadett E? Ebenso selbstverständlich. Aufwändige Showlackierungen? Naja, ihr wisst worauf ich hinaus will. Die Wahrheit tut halt manchmal weh. Zudem: Als seinerzeit die „original“ Kustoms entstanden waren es zum Teil auch Neuwagen oder zumindest junge Gebrauchte. Was soll also das Gedisse? Ja ich weiß, früher war trotzdem alles besser – und aus Holz.
Erwins Passat
Erwins PassatErwins Passat

Ihr seht, die Dinge ändern sich in ihren Wurzeln nicht, jedoch haben sich die Stilmittel in ihren Details verändert. Und natürlich die Basisfahrzeuge. Das war es aber auch schon. Lange Rede kurzer Sinn: Was will Erwin nun an seinem Passat anders machen?

Ganz einfach: Da es alles bereits gab mischt er einfach die Stilrichtungen und greift geschickt auf alte Variationen bestimmter Mittel zurück. So hat er die Nuancen genutzt um eben jenen durchaus schicken Kustompassat auf die Räder zu stellen. Da sticht gleich zu Anfang direkt die gerollte Lackierung in das Auge. Mintgrün und son' cremiges Türkis, garniert mit einem grünen Dach in Metalflake. Rote Zierstreifen und Felgen sorgen für Akzente. Das könnte durchaus damals so gemacht worden sein. Ein weiteres Stilelement sind die Weißwandreifen. Einfach schön anzusehen.
Erwins Passat
Erwins Passat

Insgesamt macht der Passat also farblich alles richtig. Doch was ist mit den Details? Louvers auf der Haube und Dummyspotlights an den A-Säulen sind weitere Reminiszenzen an die alte Schule. Gecleante Embleme und die getunnelte Antenne stellen die i-Tüpfelchen dar und runden das Bild gekonnt ab.
Erwins Passat
Erwins Passat

Der Innenraum ist allerdings weiterhin Baustelle. Zum Zeitpunkt des Spontanshootings war der Kofferraumausbau gerade in Planung. Inzwischen hat sich darum auch einiges verändert. Ein Plattenspieler und anderes Hifizubehör hielten Einzug. Der schöne Dachhimmel war allerdings schon drin. Von meinem Lieblingsdetail habe ich absichtlich kein Foto gemacht. Zu privat. Aber unter uns Gebetsschwestern: Hinter der Sonnenblende befindet sich kein Pin-Up sondern ein Bild von Erwins Freundin die ihm auch beim Aufbau des Passats zur Seite stand. Schon romantisch, mein Lieber.
Erwins Passat
Erwins Passat

Erwin ist halt mit dem Herzen dabei. Und es schlägt für Rock'n'Roll, heiße Miezen in Petticoats und dicke Schlitten. Er baut den Passat nicht um weil „Oldschool“ gerade hip ist, sondern weil er es lebt. Und wenn ich ehrlich bin, macht es das Auto für mich darum erst interessant. Ein Wagen muss halt zu seinem Besitzer passen. Das schreibe ich ja nun nicht zum ersten Mal. Und so wie ich Erwin kennengelernt habe geben sie ein Tolles Team ab - der Passat und er.
Erwins Passat
Erwins Passat

Nachgereicht:

Erwins Passat
Um euch den Kofferraumausbau nicht Vollends zu unterschlagen hat Erwin euch noch zwei Schnappschüsse nachgeliefert. Der war ja wie gesagt beim Shooting noch nicht vorhanden. Die Kombination aus rosa Basskiste und Plattenspieler ist schon spitze. Das PVC könnte er aber trotzdem mal ordentlich verlegen.
Erwins Passat

Fotos/Text: CW
Korrektur: bnoob

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/09/erwins-passat-ein-mann-eine-vision.html

Created Mittwoch, 04. September 2013 Tags 35i | Bamako Motors | Fusselforum | Pettycoat | retro | Rock and Roll | Variant | Vintage | VW Passat Document type Article
 
25 Aug 2013

Oldtimertankstelle Hamburg


Oldtimertankstelle Hamburg

(Tankstelle Brandshof)


Oldtimertankstelle Hamburg
Hamburg. Eine grandiose Stadt. Besonders wenn man weiß, was man will. Keine Frage, ein Landei wie mich beeindruckt die große Stadt bei jedem Besuch aufs Neue, und Tourihotspots wie die Speicherstadt oder Landungsbrücken vermitteln immer noch das Gefühl der großen weiten Welt. Aber wenn man das alles schon abgefrühstückt und seine Lieblingsorte gefunden hat, beginnt die wahre Entspannung. Für mich war das bis gestern unangefochten das Schanzenviertel. Bereits bei meinem ersten Besuch war es wie nach Hause kommen. Aber jetzt ist noch etwas dazu gekommen: Die Oldtimertankstelle Brandshof.

Oldtimertankstelle Hamburg
Oldtimertankstelle Hamburg
Oldtimertankstelle Hamburg

Erwartungshaltung

Aus dem Netz und den Medien wusste man ja schon das eine oder andere. Aber wenn man schon mal vor Ort ist, kann man sich das Ganze ja auch persönlich ansehen. Aber was muss man sich unter einer „Oldtimertankstelle“ vorstellen? Nur mal so: Wenn mir jemand erzählt, er hätte seine Wohnung im Stil der 50er eingerichtet, erscheint vor meinem inneren Auge direkt ein Wimmelbild, vollgestopft mit Kitsch und Nierentischen, Plattenspielern und Neonreklamen, Leopardenfell und Pinups. Kann ja auch richtig toll sein. Aber dem Stil der 50er entspricht das ungefähr so weit, wie ein New Beetle ein Käfernachfolger ist. Es ist eher eine Karikatur und im günstigsten Fall ein Schrein oder eine Schatzkiste. Tja. Und all das ist dieser Ort nicht.
Oldtimertankstelle Hamburg
Oldtimertankstelle Hamburg

Ein Schatz

Dieser Ort ist eher ein Schatz innerhalb dieser Schatzkiste. Alles ist glaubhaft. Man findet überall Anleihen an die Vergangenheit, aber man findet keinen Kitsch. Das beste Beispiel ist das kleine Restaurant. Komplett ausgestattet mit zeitgenössischen Devotionalien oder (das unterstelle ich mal) stilechten Repros. Hier passt alles zusammen. Man kommt sich im wahrsten Sinne des Wortes vor wie in einer anderen Zeit. Und das gelingt den Machern halt auch darum, weil auf Nippes verzichtet wurde. Oldtimertankstelle Hamburg

Oldtimertankstelle Hamburg

Zustand 2

Mit ins schöne Gesamtbild passt der Zustand des seit 1953 bestehenden Geländes. Hier und da eine abgeplatzte Fliese, die mit etwas Putz kaschiert wurde, der Teerbelag ist auch nicht erst gestern gemacht worden und der Rasen entspricht mit Nichten den Standards eines Golfclubs. Gut so. Denn diese kleinen Makel sorgen dafür, dass das mit viel Liebe zum Detail restaurierte Gebäude lebendig wirkt.
Oldtimertankstelle Hamburg

Hat auch Tüv

Bislang haben wir zusammengefasst einen ehrlichen, unverbastelten Oldtimer der Note Zwei. Aber diese Karre wird gnadenlos im Alltag genutzt. Die "Werkstatt" ist nicht nur Deko, sondern eine offizielle GTÜ Prüfstelle, welche von der H-Abnahme bis zur Wohnmobil Gasprüfung allerlei bietet. Der Prüfer Befindet sich 5 Tage die Woche von 9 bis 18 Uhr im Haus. Außerdem gibt es das erwähnte Restaurant – oder wie es die Betreiber nennen – den Erfrischungsraum.
Oldtimertankstelle Hamburg

Immer volles Haus

Bei unserem Besuch fanden sich auch wieder zahlreiche Klassiker ein. Das es sich dabei vordergründig um ein kleines Fordtreffen handelte, schreckte allerdings niemanden ab, mit „Fremdmarken“ zu erscheinen. Das schien aber auch niemanden zu stören – anders, als man es teilweise von anderen Veranstaltungen kennt. Insgesamt entstand dadurch ein ziemlich buntes Bild. Vom (Ford) Hot Rod über den allgegenwärtigen Käfer bis zum Triumph, Opel oder Jeep.
Oldtimertankstelle Hamburg
Oldtimertankstelle Hamburg

Fazit

Die Macher hinter der Tanke haben anscheinend alles richtig gemacht. Der Standort in Hamburg ist perfekt, Service und Preise in der Gastronomie sind super (Kaffee 1,50), rund ums Auto wird viel geboten und die ganze Sache läuft stilsicher ab. Wenn ich das nächste mal in Hamburg bin, guck ich wieder vorbei. Zu sehen gibt’s ja immer etwas.
Infos:
Webseite und Facebookprofilder Oldtimertankstelle.
Text/Bilder: CW

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/08/oldtimertankstelle-hamburg-tankstelle.html

Created Sonntag, 25. August 2013 Tags ford | Granada | hamburg | hot rod | hotrod | käfer | kaffeetasse | oldtimertankstelle | opel | taunus Document type Article
19 Aug 2013

Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck

Rust 'n Roll - Ratten & Retro Car Meeting 2013 in Pößneck

Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck

Wer meckern will wird auf jeden Fall etwas finden. Mimimi, viel zu viele Autos mit Roter Nummer. Mimimi, viel zu viele konzeptlos zusammengeklöppelte Ratten. Mimimimi, viel zu teuer. Aber mal ehrlich, wer meckert ist selber Schuld!

Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck
Im Konvoi reist es sich doch angenehmer.

Anreise

Viele sind bereits am Bonustag, also am Donnerstag, angereist. Was in jedem Fall eine gute Idee war. Einen Tag mehr Party, Staub und Anarchie - das lohnt sich schon. Als um 18 Uhr die Tore des Geländes geöffnet wurden standen bereits geschätzte 200 plus X Karren vor der Tür. Wenn das nicht mal nen Kompliment an die Veranstalter ist. Insgesamt ging das mit dem Einlass auch schnell von der Hand. Erstens hatte man als Besucher ja bereits in der Warteschlange angefangen zu feiern sowie erste Freunde und Bekannte getroffen und zweitens schleusten die Crewmitglieder die Gäste auch recht schnell auf das Gelände, ohne das man sich abgefertigt vorkam. Denn obwohl die Jungs und Mädchen zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Tage oder Wochen in das Event gesteckt hatten, war die Begrüßung wirklich herzlich.
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck

Party on!

Programm war dann ja auch genug da. Freitag gab es die grandiose Electroparty mit den Altölrockern, die mir nun ein Paar Schuhe schulden, und dann der komplett vollgepackte Samstag. Da gab es zunächst das Hillclimbing und danach die Ausfahrt. An letzterer habe ich nicht teilgenommen. War mir zu stressig. Trotzdem toll, dass das überhaupt geht. Man stelle sich 500 Ratten vor, die im Konvoi durch die Gegend fahren. Das ist schon ne Show. Abends war der Tag dann nochmal so richtig vollgepackt. Zwei Bands heizten den Besuchern ordentlich ein, darunter die Rock'a'Billy Combo Boppin'B, Classic Rock wurde vom DJ Modde aufgelegt. Bei DJ Modde handelt sich um den amtierenden Bürgermeister von Pößneck. Schon alleine das gehört gefeiert. Und was machte die Crowd? Richtig, sie feierte. Die Pokalvergabe für's Hillclimbing und Besucherkarren waren dann das Finale des Abends.
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in PößneckRust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck

Kindergarten

Verdammt, es war einfach immer etwas los. Auch für Kinder wurde etwas angeboten, so dass das Event langsam aber sicher immer familienfreundlicher wird. Zum Beispiel Kettcars oder Trampoline. Wer also statt geruhsamen Schwarzwaldurlaub oder Zooausflug seinen Sprösslingen mal an Altblech heranführen will, nutzt das Rust and Roll. Ratten sind für Kinder einfach – wie soll man sagen – magisch? Sie sind verrückt, komplett abseits dessen was man im Alltag sieht. Sie sind bunt, schrill und laut. Das spricht Kinder an. Und Menschen die das Kind in sich bewahrt haben. Jedoch muss man bei dem Ausdruck „familienfreundlich“ ja immer an „weichgespült“ denken. Aber den Eindruck hat's nicht hinterlassen. Es war einfach nur ne schöne Geste mit dem Kinderprogramm. Gut gemacht , Sourkrauts!
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck

Bei dem Programm brauchte man auch zwischendurch mal eine Auszeit. Dafür bot sich das Freibad in Pößneck an, das auf den Ansturm von Auswärtigen bereits gefasst war. Abends wurde auch ein Shuttleservice angeboten. Und auch hier: Die Angestellten waren durch die Bank gut drauf und freundlich.
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck

Anarchie light

Anarchie ist das was du draus macht. Naja. Wir haben was draus gemacht. Dennoch gab es Sicherheitsbestimmungen auf dem Festivalgelände. Burnouts waren verboten, Schrittgeschwindigkeit geboten. Wer zwei Mal gegen Regeln verstieß flog raus. Aber da musste man sich schon dumm für anstellen.
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck

Viel Licht, viel Schatten?

Wie schon gesagt, waren die Preise nicht von schlechten Eltern. Damit meine ich nicht die 30 Euro für das Gesamtevent. Drei Nächte auf nem Campingplatz sind auch nicht unbedingt günstiger. Und da gibt es nicht ne fette Show. Wenn man das also mal so aufsattelt ging der Preis mehr als klar. Allerdings waren die Getränke und Speisen verdammich teuer, aber (abgesehen vom Kaffee) auch von guter Qualität. Ich fand's trotzdem happig was für das Essen genommen wurde. Aber man musste ja auch nicht. Denn wem es zu teuer wurde, konnte ja auch auf selbst mitgebrachte Vorräte zurückgreifen. Halb so schlimm also.
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck

Fahrender Schrottplatz

Mal ehrlich? Was erwartet man von einem Event wie dem Rust and Roll? Um es vorweg zu nehmen: ich mag die ehrlichen Ratten lieber. Also die, die auf schwarzer Nummer laufen und im Alltag bewegt werden. Und am allerliebsten sind mir jene, die gereift sind. Zum Beispiel ein schön verwitterter Kadett C. Andererseits: wenn hinter einer (fahrbaren) Trailerqueen oder einem Fünftageskandidaten ein geiles Konzept steht, bei dem man sieht dass jemand Arbeit und Gehirn investiert hat, ja warum denn nicht? Es geht um den Spaß und nicht um Fame. Denn wer nur auf Pokale aus ist, der hat beim Rust and Roll schon verloren!
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck
Rust 'n Roll - Ratten Retro Car Meeting 2013 in Pößneck

Wollen wir mal ehrlich sein. Ich bin momentan nicht in der Lage sachlich zu bleiben. Und das will ich auch gar nicht. Das Rust and Roll ist einfach ein Muss. Und mich wundert das wirklich. Denn ich bin weder ein Fan von Autotreffen noch von Festivals. Warum gefällt mir das R'n'R also so gut? Es ist wohl das Gesamtkonzept was das ganze so gelungen macht. Also,man sieht sich – spätestens 2014.
PS: Wer noch mehr zu dem Thema Lesen will schaut mal beim KLE vorbei. Und für Tonnenweise Bilder wäre die Facebookseite von- RAT LOOK Germany - eine tolle Option.

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/08/rust-n-roll-ratten-retro-car-meeting.html

Created Montag, 19. August 2013 Document type Article
04 Aug 2013
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Sarah und ihre Saab 96

Sarah und ihre Saab 96

Sarah und ihre Saab 96

„Wenn ich sie mir so ansehe, muss ich immer an dicke Kinder denken.“

Sarah, 2012


Von Pietscher und seinem Rekord schrieben wir ja bereits. Seine Partnerin Sarah hat auch noch das eine oder andere zu bieten. Zum Beispiel zwei dicke, runde Dinger. Genannt Saab 96.

 Sarah und ihre Saab 96Sarah und ihre Saab 96
Sarah hat die Angewohnheit ihre Autos zu tapezieren oder zumindest mal so richtig schön bunt zu gestalten. Sie liebt es halt bunt. Egal ob Kleidung, Tattoos oder Autos. Man hat den Eindruck, dass sie erst so richtig zufrieden ist wenn die Farben wie Blumen im Frühling sprießen. Nur eines hat sie bislang noch nicht eingefärbt. Ihre beiden Saab 96. Das sind für sich gesehen aber ohnehin bunte Hunde, auch ohne bonbonfarbenen Lack.
Sarah und ihre Saab 96
Sarah und ihre Saab 96

Keine Tapete

Die Zurückhaltung hat aber auch einen Grund. Als sie vor 8 Jahren ihren gelben und ersten Saab namens Carlsson erstand, ging ein Traum für sie in Erfüllung. Nur leider musste sie versprechen das Ding nicht zu tapzieren. Nun, das fiel ihr damals auch recht leicht, denn es war ja kein beliebiges Auto was da auf dem Hof stand. Allerdings brauchte der Schwede jede Menge andere Arbeit. Diese war noch längst nicht erledigt, als sich 2012 ein zweiter 96er Saab hinzugesellte. Dieser ist Baujahr 1977 und hört auf den klangvollen Namen Falkenhorst.
Sarah und ihre Saab 96
Sarah und ihre Saab 96

Carlsson und Falkenhorst

Beide Schweden brauchen neben Liebe und Luft noch handfeste Zuwendung. Carlsson und Falkenhorst benötigen unter anderem einiges an neuem Blech am Unterboden. Und auch sonst sind noch viele Dinge im argen. Falkenhorst, also der Erbsensuppengrüne Saab, hat eine Gasanlage und ist ein Niederlandeimport. Ob die Gasanlage eintragungsfähig fürs H-Kennzeichen ist, muss sich erst noch Zeigen. Darum sind auch keine Bilder in freier Wildbahn möglich gewesen. Trotzdem wollten wir euch die Wagen nicht Vorenthalten.
Sarah und ihre Saab 96
Sarah und ihre Saab 96

Saab 96? Nie gehört.

Der 96 war das zweite Modell von dem inzwischen dahingeschiedenen Autohersteller aus Trollhättan. Anfänglich brillierte der von 1960 bis 1980 gebaute Wagen mit einem 3 Zylindrigen Zweitaktmotor und einem am Saab 93 angelehntem, aber modernisierten, Design. Das tat dem Umstand keinen Abbruch, dass der 96er wie sein Vorgänger designtechnisch eher etwas für Exzentriker als für Horst Jedermann aus Bochum war (für den gab es etwas später ja den stilsichereren Kadett A). Trotz allem verkaufte sich der kleine Schwede inklusive Kombivariante über die 20 Jährige Bauzeit verteilt knappe 650.000 mal. Ab 1966 wurde ihm das Stinken abgewöhnt, denn ab diesem Zeitpunkt gab es ihn dann auch mit V 4 Motor und Viertakt.
Zja, und heute scheint er fast Vergessen. Schaut man sich die gängige Old- und Youngtimerberichterstattung an, bekommt man rasch den Eindruck, dass er nur und Ausschließlich den Saab 900 Turbo gab. Sicherlich ein geiles Ding. Und aus heutiger Sicht bestimmt mit mehr Sexappeal als der 96. Jedoch auch weit weniger besonders.
Sarah und ihre Saab 96
Sarah und ihre Saab 96

Klischees und wie man sie umgeht

Wo wir gerade bei Klischees sind. Sarah ist Grundschullehrerin. Und was passt zu einer Pädagogin besser, als ein schwedisches Auto? Aber anders als in der allgemeinen Vorstellung nimmt sie auch selber den Schraubenschlüssel in die Hand.
Sarah und ihre Saab 96
Typisch Holland: Gasanlage im Kofferraum des 77er Saab.
 Sarah ist ein Mädchen, dass sich beschäftigen muss. Voller Ideen und Tatendrang. Und wenn sie gerade nicht bunte Kuchen backt, ihre Hasen füttert oder etwas näht schraubt sie halt an Carlsson und Falkenhorst. Ihr Lebensgefährte Pietscher hilft ihr natürlich bei dem Aufbau ihrer Schätzchen. Aber Sarah möchte in Zukunft noch mehr an ihren Autos eigenhändig richten. Darum erfüllte sie sich jüngst einen weiteren Wunsch. Sarah absolvierte einen Schweißkurs um einen professionell angeleiteten Einstieg zu bekommen. Natürlich ist ein Kurs nicht alles, aber mit der Zeit wird noch viel Können durch Erfahrung hinzukommen - doch der Grundstein ist gelegt. Denn es sind ihre Autos und immer auf andere angewiesen zu sein stört einfach. So schön es auch ist gemeinsam Hand anzulegen.
Sarah und ihre Saab 96

Zja, da die kleinen Schweden noch nicht fertig sind, wird es hoffentlich noch mehr zu berichten geben. Wir freuen uns auf weitere Fortschritte. Haut rein Sarah und Pietscher und haltet uns auf dem Laufenden!
Sarah und ihre Saab 96

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/08/sarah-und-ihre-saab-96-wenn-ich-sie-mir.html

Created Sonntag, 04. August 2013 Tags 96 | Bamako Motors | blog | saab | Saab 96 | V4 Document type Article
23 Jul 2013

Wir alle kennen sie: die typischen Posen beim Autofahren. Da gibt es ja die eine oder andere... Manche sind eher lustig, manche cool, manche dämlich. Und während man in dem einem Moment noch denkt „Was für'n Hansel“ erwischt man sich im nächsten A


Wir alle kennen sie: die typischen Posen beim Autofahren. Da gibt es ja die eine oder andere... Manche sind eher lustig, manche cool, manche dämlich. Und während man in dem einem Moment noch denkt „Was für'n Hansel“ erwischt man sich im nächsten A

Wir alle kennen sie: die typischen Posen beim Autofahren. Da gibt es ja die eine oder andere... Manche sind eher lustig, manche cool, manche dämlich. Und während man in dem einem Moment noch denkt „Was für'n Hansel“ erwischt man sich im nächsten Augenblick selber dabei.

 

Wie es schon der grandiose Film „High Fidelity“ mit John Cusack vormachte, geht alles besser, wenn man es in eine Top 5 zusammenfasst. Darum hier, mit einem Augenzwinkern, unsere Top 5 - Posen beim Autofahren. Fehlen euch noch Posen? Schreibt es in die Kommentare. Und wenn ihr euch selber wiedergefunden habt, keine Bange, dem Autor geht es ebenso.
Wir alle kennen sie: die typischen Posen beim Autofahren. Da gibt es ja die eine oder andere... Manche sind eher lustig, manche cool, manche dämlich. Und während man in dem einem Moment noch denkt „Was für'n Hansel“ erwischt man sich im nächsten A
Diese, mit einer Sehschwäche und Haltungsschäden gestraften Menschen, sind wirklich nicht zu beneiden. Für sie sieht die Umwelt ungefähr so aus wie Gemälde von Edvard Munch. Surreal und verzerrt wie sein bekanntestes Werk „Der Schrei“ (in Wahrheit sind es vier Bilder. Aber genug OT). Darum muss man es ihm auch verzeihen, dass er, egal ob Autobahn oder Spielstraße, in jedem Fall ein Verkehrshindernis darstellt. Er kann doch nichts dafür!
Wir alle kennen sie: die typischen Posen beim Autofahren. Da gibt es ja die eine oder andere... Manche sind eher lustig, manche cool, manche dämlich. Und während man in dem einem Moment noch denkt „Was für'n Hansel“ erwischt man sich im nächsten A
„Too much Monkey Business“ sangen vor über 40 Jahren die Yardbirds. Und sie hatten Recht. Denn dieser Typ ist mitverantwortlich für das verschwinden diverser Kultautos der letzten Jahrzehnte. Besonders diverse Opelmodelle mussten darunter leiden. Aber auch vor Oberklassekarossen von BMW oder Mercedes machte der Affenmann nicht halt. Der salzhaltige Achselschweiß setze Schwellern und Türen so sehr zu, dass in den 70ern bereits Neuwagen nach nur 2 bis 3 Jahren stark korrodierten. Erst die Einführung verzinkter Karossen von Audi und Porsche sorgten für eine Entspannung der Lage. Leider zog Opel erst in den späten 90ern nach, so dass zukünftige Klassiker wie der Vectra A oder das Astra F Cabrio bereits heute vergleichsweise rar sind.
Wir alle kennen sie: die typischen Posen beim Autofahren. Da gibt es ja die eine oder andere... Manche sind eher lustig, manche cool, manche dämlich. Und während man in dem einem Moment noch denkt „Was für'n Hansel“ erwischt man sich im nächsten A
Das Kinn auf der Faust abgelegt cruist er leicht in sich zusammengesunken über Parkplätze, durch 30 Zonen oder den Mc Drive. Warum macht er das? Ist er wirklich in Gedanken? Oder ist von dem schieren Gewicht des Gehirns die Muskulatur des Nackens überlastet? Nein, nein. Der Denker ist ist ein ganz schüchterner. Und da er sich dessen bewusst ist, bemüht er sich seine Verlegenheit durch Coolness auszugleichen. Und was gibt es da Besseres als einen "auf tiefsinnig" zu machen? Leider nur ziemlich unsinnig. Denn man durchschaut recht bald, dass dieser Mensch nicht nachdenkt, sondern nur kaschiert. Was ihn ziemlich dumm aussehen lässt.
Wir alle kennen sie: die typischen Posen beim Autofahren. Da gibt es ja die eine oder andere... Manche sind eher lustig, manche cool, manche dämlich. Und während man in dem einem Moment noch denkt „Was für'n Hansel“ erwischt man sich im nächsten A
Da gibt es nicht viel zu zu sagen. Die Rückenlehne im 90 Grad Winkel. Die Wirbelsäule gestützt durch einen tief im Unterleib verankerten Stock. Das ist der Aufrechte. Bemüht seine Bandscheiben zu schonen und den Überblick zu behalten versucht er die Geometrie für sich zu nutzen.
Wir alle kennen sie: die typischen Posen beim Autofahren. Da gibt es ja die eine oder andere... Manche sind eher lustig, manche cool, manche dämlich. Und während man in dem einem Moment noch denkt „Was für'n Hansel“ erwischt man sich im nächsten A
Mit letzter Kraft klammert sich der Ertrinkende an den Rettungsring (Lenkrad). Lediglich die Nasenspietze, Hutkrempe oder Elvis-Tolle lugt über die Fensterkante, wie die Rückenflosse eines Hais. Nur was steckt wirklich dahinter? Ist es die entspannteste Form des Autofahrens? Macht es der Fahrer etwa nur, um die Instrumente im Auge zu behalten. In ständiger Sorge um den Öldruck und die Wassertemperatur? Ich bin mir nicht sicher.
Nun, fassen wir die Fakten zusammen. Für den Außenstehenden ist der Schiffbrüchige praktisch unsichtbar - wären da nicht die Finger an der Oberseite des Lenkrades. Darum verfolge ich die Theorie, dass es sich in Wahrheit um einen Ninja handelt. Unsichtbar für die Außenwelt schlägt er aus dem verborgenen zu. Und wenn man ihm in die Augen schaut, ist es zu spät.
 Text/Bilder: CW, DRB

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/07/wir-alle-kennen-sie-die-typischen-posen.html

19 Jul 2013

Pietscher und sein Rekord D Millionär.


Pietscher und sein Rekord D Millionär.

Pietscher und sein Rekord D Millionär.

Eine kleine Geschichte von Zweien, die sich gefunden haben. Denn anders als die Durchschnittsehe hält die Beziehung zwischen Pietscher und seiner Opellimousine schon einige Jahre.

Pietscher und sein Rekord D Millionär.
Pietscher und sein Rekord D Millionär.
Ich gebe es zu. Ich habe ein wenig recherchiert. Ich weiß. Das ist sonst nicht mein Stil. Ich schreibe meistens einfach so drauf los und suche mir dann noch nötige Informationen zusammen. Aber zum Rekord und zum Besitzer gibt es halt das Eine oder Andere zu sagen.
Pietscher und sein Rekord D Millionär.
Pietscher und sein Rekord D Millionär.

Opel an der Spitze

Fangen wir mit dem Wagen an. Ein Opel Rekord D, Sondermodell „Millionär“. Schon nett, dass es das überhaupt gab. Vor beinahe 40 Jahren (Ja, solange sind die 70er schon her) waren Verkaufswerte von einer Million Exemplaren aber noch etwas Besonderes. Auch bei Volumenmodellen wie dem ab 1971 gebauten Rekord D. Heute müssen dies Verkaufsschlager einer großen Marke innerhalb kurzer Zeit schaffen. Ohnehin waren die späten 60er und frühen 70er sehr gute Zeiten für Opel. Opel erklang den Olymp der Zulassungsstatistik, wurde der größte Hersteller Deutschlands und verdrängte VW auf den undankbaren zweiten Platz. Like a Boss. Schade, dass das heute nichtmehr so ist. Denn die Modellpalette ist, wenn man Neuwagen mag, schön anzusehen. An dem Kurzen Erfolg hatte besonders der Rekord D seinen Anteil. Nettes Design und so.
Pietscher und sein Rekord D Millionär.
Pietscher und sein Rekord D Millionär.

Selbstzünder und innovative Scheibenwischer

Opel war zwischen Innovation und bekannter Hausmannskost gefangen. Beispiele für innovative Ideen waren die Vollversenkten Scheibenwischer bei der KAD (Kapitän, Admiral, Diplomat) Baureihe. Oder, um beim Rekord zu bleiben, dass sie als zweiter deutscher Automobilhersteller Deutschlands, nach Mercedes Benz, Dieselmotoren anboten. Man wollte auf dem Taximarkt bessere Chancen haben.
Während die Konkurrenz hingegen bereits moderne Hinterachskonstruktionen einsetzte, verbaute Opel beim Rekord weiterhin eine (sehr gut abgestimmte und durchdachte) Starrachse. Irgendwann muss man auch an den eigenen Geldbeutel denken.
Pietscher und sein Rekord D Millionär.
Pietscher und sein Rekord D Millionär.

Zeitsprung

Tja, soviel zum Modell an sich. Ist ja auch allet nix Neues. Ende der 90er, vor etwa 15 Jahren, fanden dann der 1977er Rekord Millionär und Pietscher zusammen. Die Karre stand bei seinem Hallenkollegen rum und war halt ein alter, aber inzwischen immer seltener werdender, Gebrauchter (ähnlich wie heutzutage ein Senator B oder Omega A). Da dieser Hallen-Mit-Nutzer beim Vermieter schon lange nicht mehr mit dem monatlichen Obolus rumkam wurde sein untergestellter Kram aufgelöst. Pietscher griff tief in die Tasche, fand allerdings nur 'ne silberne Münze mit der Prägung „Eine Deutsche Mark“ (für alle die nicht wissen was das ist, das ist die Währung die wir hier vor dem Euro hatten, Eine Mark entsprach 2002 ca. 50 Cent) legte sie auf den Tisch und nahm Papiere und Schlüssel vom Rekord mit. Dazu kam dann nochmal das gleiche Modell (Rekord D, Millionär, 4-trg Limousine, ocker-farbend), welches vom Vermieter aufgrund fehlender Zahlungen vom unliquiden Mieter entsorgt werden sollte. Pietscher nahm sich auch seiner an und - wie viele weitere Autos in Pietscher's Scheune – wartet er auf Reanimation, schön unter einer gesunden Staubschicht...
Pietscher und sein Rekord D Millionär.
Pietscher und sein Rekord D Millionär.

Gemach, gemach

Da Pietscher ein Mann ist, der eher gemächlich an die Dinge herangeht, brauchte er über eine Dekade für die Restauration. Gefühlte 1000 Bleche mussten in den Schnapper eingeschweißt werden bis die Karosse wieder in einem H-tauglichen Zustand war. Außerdem stand dann auch eine Motorrevision an und vor nicht allzu langer Zeit wurde der Wagen von Automatik auf Handschaltung umgebaut. Das ist jetzt hier nur ein Textabsatz, aber - wie gesagt - im echten Leben mehr als 15 Jahre. Dabei wurde der Wagen nur leicht optisch modifiziert. Die Frontschürze vom Commodore B wäre da mal als Beispiel genannt.
Pietscher und sein Rekord D Millionär.Pietscher und sein Rekord D Millionär.

Daily Driver

Wer jetzt denkt, dass die zweitürige Limousine nun gut behütet in der Garage vor sich hin dämmert und auf milde Sonntage wartet, der irrt. Pietscher nutzt den Wagen Tag ein Tag aus um zu seinem Arbeitsplatz zu kommen. Er parkt auch nicht in der Garage, sondern auf dem ehemaligen Campingplatz vor dem kleinen blauen Häuschen in dem sein Besitzer wohnt. Und wenn man dort angekommen ist merkt man, dass Pietscher nicht einfach nur Altautos fährt weil er sich vom normalen Straßenverkehr emanzipieren will. Es gehört für ihn und seine Lebenspartnerin Sarah wie selbstverständlich dazu. Da ist nichts aufgesetzt, es ist normal. Und mit diesem, als Kompliment gedachten, Satz beenden wir unseren kleinen Bericht an dieser Stelle. Denn über Sarah und ihren schwedischen Schätzchen berichten wir bald, versprochen!
Pietscher und sein Rekord D Millionär.

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/07/pietscher-und-sein-rekord-d-millionar.html

Created Freitag, 19. Juli 2013 Tags 1977 | Bamako Motors | opel | Opel Rekord D | rekord Document type Article
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11 Jun 2013

Christian und Mario mit ihren Gölfen

Christian und Mario mit ihren Gölfen

Christian und Mario mit ihren Gölfen

Es wird Zeit, dass wir hier auf Bamako Motors mal die Standartrattenbasis unter die Lupe nehmen und etwas mit dem Strom zu schwimmen. Den VW Golf 2. Doch Golf ist nicht gleich Golf und Ratte ist nicht gleich Ratte. Wie wir an diesen beiden Exemplaren sehen werden.

 


Christian und Mario mit ihren Gölfen
Christians Zweier
 Wie schön das einleitende Wortspiel doch passt. Der Namensgeber für den Golf ist, wie jeder weiß, nicht die Sportart, sondern der Golfstrom. Dieser wiederum bezieht im namensgebenden Golf von Mexico seine Energie. Ahaaa, und wer wird in Mexiko gebaut? Richtig, der Golf. Ach, wie klein die Welt doch ist. So lebenswichtig der Golfstrom für uns Europäer ist (er stellt praktisch die europäische Zentralheizung dar) so lebenswichtig ist sein automobiler Namensvetter für das Wolfsburger Unternehmen. Und was ist der beste Golf? Der rostige Golf 1? Der rostige Golf 3? Oder die elktronikverseuchten Nahfolger? Nein. Natürlich ist es die Nummer zwei der Modellhistorie. Praktisch unkaputtbar, und wenn etwas im Eimer ist, ist er doch relativ einfach zu flicken. Und der Gammel? Zwar kein Fremdwort, doch die ersten werden bereits 30 Jahre. Da darf man auch mal Gilb ansetzen. 
Christian und Mario mit ihren Gölfen
Horscht, der Golf von Mario.
Schon ein wenig Ironisch, dass ausgerechnet der beste aller VW in seinen alten Tagen nun von einer Horde Jugendlicher verstümmelt wird. Noch scheint es allerdings einen nie enden wollenden Strom an Nachschub zu geben. Da darf man auch mal den einen oder andere Letzthandeimer nach Herzenslust versauen. Stellt man sich also die Standartratte vor, so muss die Basis schon mal ein Golf 2 sein. Doch was dann kommt, ist immer anders. Darum wollen wir im Folgenden auch nicht vergleichen, sondern einfach mal die mögliche Vielfalt bei einer Basis und ähnlicher Zielsetzung, nämlich einer Ratte, aufzeigen.
Christian und Mario mit ihren Gölfen

An das Rezept gehalten und verfeinert

Christian hat sich am ehesten an das gängige Rattenrezept gehalten. Will heißen: Rostige Anbauteile und ein Dachgarten. Doch es steckt trotzdem eine Menge kreativer Energie im Auto. Begonnen hat das alles jedoch sehr sehr 08/15. Denn der Wagen sollte nur eine Notlösung sein. 

Christian und Mario mit ihren GölfenChristian und Mario mit ihren Gölfen

Ein Vehikel um Christian täglich zur Arbeit zu bringen. Es war darum nicht geplant großartig Energie in das Auto zu stecken. Aber dann konnte er doch nicht die Finger davon lassen. Und der Grundstein wurde gelegt:
Christian und Mario mit ihren GölfenChristian und Mario mit ihren Gölfen

„Ne Ratte draus zu machen war nie der Plan. Wir haben die Haube abgeschliffen und einen Teil schwarz-matt lackiert... und ein Gewindefahrwerk verbaut.Da ich schon immer auf Sticker stand, kamen die auch noch drauf. Der Dachgepäckträger war der Punkt... Jetzt gehts los, wir bauen eine Ratte.“ 
Christian und Mario mit ihren Gölfen
Christian und Mario mit ihren Gölfen
Klar, bis hier war es unspektakulär. Doch nach und nach sammelten sich die Details wie es bei jeder guten Collage der Fall ist. Eine Ratte entsteht halt nicht eben so. Gemacht wurden das Fahrwerk, das fortan so tief war, dass es nicht mehr feierlich war. Dann eine bunte Mischung aus Echtrost und Rostlack. Der Innenraum wurde auch nach und nach aufgepeppt. Unter anderem mit einem Holzschalthebel, einem Sportlenkrad, Schilfmatten im Kofferraum und diversem anderen Gedönse. Außen ging es mit einer Unmenge an Kleinigkeiten weiter. Die Stoßstange aus Bierdosen sei da mal als Beispiel genannt. 
Christian und Mario mit ihren Gölfen
 Wichtig war es Christian immer im Detail zu bleiben:
„Rost alleine reicht da nicht“, sagt er. Recht hat der Mann. Denn auch wenn man nun unkt, ach, alles schon gesehen, so tut man dem Auto und dem Besitzer Unrecht. Bei solchen Projekten machen es oft die Feinheiten.
Christian und Mario mit ihren Gölfen
Christian und Mario mit ihren Gölfen

Marios Fesselsuppe nach Art des Hauses

Mario verfolgte da eine andere Richtung. Überhaupt ist es nicht ganz klar, ob man bei seinem Auto von einer richtigen Ratten sprechen kann. Immerhin fehlen Attribute wie der Dachgarten. Nun, ich behaupte ja, man kann es.
Christian und Mario mit ihren Gölfen
 Auch dieser Golf ist eine Notlösung. Und wie das bei Notlösungen so ist, halten sie oft am längsten. Mario ist passionierter Sciroccofahrer. Sein Exemplar nennt er nun schon über 7 Jahre sein eigen. Doch zum alltäglichen Gebrauch war das Coupé dann doch zu schade. Also her mit dem praktischen Bruder. Dabei mag Mario den Golf so sehr wie der Teufel das Weihwasser.
Christian und Mario mit ihren Gölfen
„Hatte ich schon erwähnt, dass ich nie nen Golf fahren wollte? Ich hab echt ne Antipathie!
Und nun habe ich zwei Stück am Start!“

Tja Mario. Eventuell hasst du dich noch mehr als den Golf und bestrafst dich auf diese Weise selbst? Wer weiß? Und eventuell ist auch das der Grund warum sein Gefährt inzwischen nicht mehr viel mit der üblichen norddeutschen Provinzmassenware gemein hat. 
Christian und Mario mit ihren Gölfen
Christian und Mario mit ihren Gölfen
Aufzulisten, was dem Freak alles eingefallen ist, um Horscht, so der Name des Golf, zu verändern, ist endlos. Am auffälligsten ist die Camouflagelackierung. Schön mit der Rolle aufgetragen und dank der Farbwahl weniger militärisch. Hat eher was von Kotztarn mit einem Hauch von Galle. Mario hat sich natürlich was dabei gedacht. Er wollte halt seinen Gefühlen Ausdruck verleihen. Und eigenartigerweise ist der Wagen der Erste, bei dem die Zubehörrücklichter in Grün nicht deplatziert wirken. Gratulation!
Christian und Mario mit ihren Gölfen
Christian und Mario mit ihren Gölfen
Anders als Christian, der bewusst einzelne Bauteile durch Entlackung zerstörte, ergänzte Mario viel Metall. Hier ein Lochblech reingebraten. Dort der Haube durch Metallstreben mehr Profil verleihen und am Heck auch das Eine oder Andere verändert. Dann natürlich die typische Aufkleberdusche mit einer gehörigen Portion Selbstironie und fertig war der Horscht. Das coolste Feature ist und bleibt natürlich der Auspuff, der vor dem linken Hinterrad die Abgase in die Umwelt entlässt.
Christian und Mario mit ihren Gölfen
Christian und Mario mit ihren Gölfen
Einen handfesten Vorteil hat der Golf laut Mario übrigens:

„Im Rocco schlägt man sich dauernd den Schädel an. Da ist der Golf gesünder.“ Na wenn das so ist, wünsch ich sowohl Christian als auch Mario noch viele Kilometer in ihren abgedrehten Kisten. Und vielen Dank, dass wir hier mal eure Autos exemplarisch für die Vielfalt eines Themas mit ein und derselben Basis hernehmen durften.
Christian und Mario mit ihren Gölfen

Christian und Mario mit ihren Gölfen

Vielen Dank übrigens an unsere Fotografen. Besonders an Jano für seine tollen Fotos von Christians Wolfsburger und Dirty White Boy für das Kontakteknüpfen. Und natürlich an Mario: Du hast nen klasse Job bei den Bildern abgeliefert! Gerne wieder ihr Drei!

Text: CW
Bilder: Jano PTGY , Mario

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/06/christian-und-mario-mit-ihrengolfen-es.html

Created Dienstag, 11. Juni 2013 Tags Ratcar | Ratlook | Ratte | Ratten | Volkswagen | vw golf | VW Golf 2 Document type Article
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02 Jun 2013

Frivoles miteinander auf dem

Frivoles miteinander auf dem

Frivoles miteinander auf dem

Das Kustom Kulture ist wie die meisten schönen Dinge im Leben. Das erste Mal ist unvergesslich. Und man will es danach immer wieder. 

Frivoles miteinander auf dem
Brüder im Geiste. Admiral und Chevelle.
Frivoles miteinander auf dem
Vor dem Eingang war ordentlich was los. Ob diese Käfer...
Als ich vor ein paar Jahren das erste mal die Veranstaltung besuchte, war es einfach ein totaler Overflow an Eindrücken. So was hatte ich in meinem damals noch jungen Leben noch nicht erlebt. Fauchende V8 Motoren, die abgedrehtesten Kisten, Freaks über Freaks (im positiven Sinne) und Atmosphäre pur. Doch mit den Jahren nutzte sich das ganze etwas ab.
Frivoles miteinander auf dem
...oder dieser Kübel. Luftgekühlt geht halt immer. Das ist übrigens keine Fotomontage. Das Ding stand da wirklich so.
Frivoles miteinander auf dem
Nicht falsch verstehen. Es war immer noch töfte. Mal heißer als Brigitte Bardot und ein anderes Mal sumpfiger als die Watergate Affäre. Aber immer spannend. Doch die Location ließ immer mehr zu wünschen übrig. Denn wenn man Jahr für Jahr im besagten Schlamm versinkt, mag das ja dem geneigten Rock am Ring-Besucher ein Gefühl von „nach Hause kommen“ geben. Den Autofan hingegen nervt es, weil letztes Jahr gefühlte 40% des Platzes nicht belegt waren. Es ging schlicht nicht, weil man sonst das Deutsche Archäologische Institut zur Bergung der Hot Rods hätte hinzuziehen müssen.
Frivoles miteinander auf dem
Euros waren auch willkommen. Zum Beispiel dieser Buckelvolvo.
Frivoles miteinander auf dem
Wenn ich den Grill richtig deute müsste das ein BMW sein. Was auch immer. Er ist der Beweiß das Kleinwagen in mattschwarz nicht immer "möchtegern" aussehen müssen.

Frivoles miteinander auf dem
Und der hier müsste ein Citroen sein.

Stellungswechsel

Naja. Und wie es bei vielen schönen Dingen so ist, tut der Stellungswechsel manchmal ganz gut. So wanderte der Roddercircus kurzerhand nach Herten auf die Zeche Ewald ab. Und mein Gott, das ganze Festival war weit mehr als in den vergangenen Jahren. Die Veranstalter nutzten klug die Begebenheiten des Geländes und vor dem Haupteingang ging die Show bereits los.
Frivoles miteinander auf demFrivoles miteinander auf dem

Gratisvergnügen

Neben „wunderschönen“ französischen Neuwagen parkten dort auch diverse Old- und Youngtimer aus Europa und den Staaten. Richtig krasse Rods und Customs gab es bereits hier zu sehen. Und das Ganze ohne einen Penny Eintritt. Wer das Gratisvergnügen ausweiten wollte, drehte noch eine Runde über das Campingareal. Was manchen auch durchaus reichte. Doch ich behaupte, man verpasst trotzdem so einiges.
Frivoles miteinander auf dem
Verrückte Volkswagen mit V8 gab es auch.

Frivoles miteinander auf dem
Einmal sogar mit dem Motor am "richtigen" Ende.

Frivoles miteinander auf dem

Mehr als Petting

Wer mehr als Petting wollte, musste aber tief in die Tasche greifen. 20 Euro kostete die Tageskarte. Das kann man jetzt sehen wie man will. Nach ner guten Stunde hatte man gefühlt alle Karren begutachtet. Weil permanent Exponate hinzukamen oder das Gelände verließen, hatte man auch noch Stoff für die nächsten 1,5 Stunden. So gesehen war der Eintritt zu teuer. Ich behaupte allerdings, dass der Preis gerechtfertigt war. Denn neben dem üblichen Swapmeet fand eine kleine Tattooconvention in einem wunderschönen Teil der Zeche statt, zudem gab es Shows und Party an jeder Ecke. Und es gab die Zeche.
Frivoles miteinander auf dem
Frivoles miteinander auf dem
Frivoles miteinander auf dem
Details, Details, Details. Wer nur mit dem Handy schnelle Fotos macht, und sich keine Zeit für die Karren nimmt, ist - mit verlaub - ein IDIOT. Davon gabs übrigens genug.
 Die machte viel vom Charme der diesjährigen Ausgabe des Kustom Kulture aus. Alles fügte sich harmonisch zusammen und es gab überall etwas zu entdecken. Stilecht in einen Gebäudeteil schmiegte sich eine Halfpipe, als hätte sie nie woanders gestanden, dort ein kleiner Stand für exquisite Einzelanfertigungen, daneben wieder eine geile Karre. Wer es unbedingt schlechtmachen will sagt, dass alles sehr versprengt war. Doch das sehe ich anders. Da war durchaus ein Konzept hinter. Und eben dieses Neuentdecken macht ja Spaß, wie wir wissen.
Frivoles miteinander auf dem
Frivoles miteinander auf demFrivoles miteinander auf dem

Von Gummi und Kopfbedeckungen

"Safety first" war leider nicht überall angesagt. Oder zum Glück? Permanent tuckerten Chopper herum – auch auf öffentlichen Straßen. Leider unbehelmt. Das sorgte zwar dafür, dass man sich an die Zeit der freien Liebe erinnert gefühlt hat, war aber natürlich illegal. Kann mir aber egal sein. Ist ja nicht meine Birne die sich auf dem Asphalt verteilt. Für den Zuschauer ebenfalls stimulierend waren gelegentliche Burnouts auf der Zufahrtsstraße. Das hörte sich in etwa so an: WRRRROOOOOOAAAAAMMMMMMMMM, QUIIIIITSCH gefolgt von einem wütenden HUUUUP. Denn die Burnies wurden mitten im öffentlichen Verkehr mit Anbindung zum nahegelegenen Wohnviertel gezogen. Ich behaupte, dass sich damit einige der coolen Outlaws ins eigenen Fleisch schnitten. Denn die Polizeipräsenz nahm immer weiter zu. Und wer weiß, welche Auflagen dadurch für das nächste Jahr entstehen könnten. Ich hoffe auf das Beste und darauf, dass es auch nächstes Jahr diese endgeniale Sause wieder geben wird.
Frivoles miteinander auf dem
Best of Show. Zumindest meiner Meinung nach.
Frivoles miteinander auf dem

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/06/frivoles-miteinander-auf-dem-das-kustom.html

Created Sonntag, 02. Juni 2013 Tags Buggy | Chevy | Custom | hot rod | käfer | Kustom Kulture | opel | V8 | Volkswagen Document type Article
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23 May 2013

Der Kaffee ist auf.

Der Kaffee ist auf. 

Machs gut, Motor Maniacs.

Der Kaffee ist auf.

So sehr ich zuletzt auch über die "Maniacs" gemeckert habe, umso mehr bedaure ich den Entschluss dieses Format einzustellen. Vor einigen Jahren hielt ich das erste Magazin in den Händen. Und ich war begeistert. Auch die Monate und beinahe Jahre danach nahm die Begeisterung nur leicht ab. Rocker-Opel, Amischlitten und kranke Benz-Kreationen zusammen mit abgerockten Japankarren. Das hatte kein anderes Mag zu bieten.
Ich bekam fast Nasenbluten vor Frust, wenn mein Zeitschriftendealer seine Regale zum Release noch nicht aufgefüllt hatte. Doch woher kam die anfängliche Begeisterung? Daher, dass die Maniacs, anders als beispielsweise Chrom und Flammen oder die Youngtimer, auf verschiedene Pferde setze. Es war Abwechselung vorhanden. Zwischendurch ein Hauch von gefühlter Anarchie bei der Themenauswahl. Zumindest im Vergleich mit anderen Zeitschriften, die das Thema Altauto behandelten.
Zudem fand ich es immer begeisternd, dass die Texte größtenteils eine persönliche Note hatten. Unvergessen bleibt für mich der rührende Artikel über den Rollstuhlfahrer der mit viel Geduld und der Hilfe seiner Freunde seinen Traum von eigenen Dragracer auf Audi V8 Basis erschuf. Mit Ami V8 statt Audipower. Das rührte einen und sorgte dafür, dass man sich mit dem Auto und dem Fahrer – und nicht zuletzt auch mit dem Magazin – verbunden fühlte. Diesen Kunstgriff beherrschen nicht Viele.
Außerdem gab es da noch die Fotos, nicht so Hochglanz wie das Abgefahren-Magazin aber trotzdem immer eine Augenweise. Das Gesamtkonzept stimmte.
Als dann auch noch meine Karre bei den Leserbriefen dick und fett abgebildet wurde und auf der Webseite als Opener für diese Kategorie erschien war dann natürlich besonders toll für mich. Dabei war das nur ein schnöder Omega A. Außerdem war das Mag auch immer eine Inspiration für Ideen und lehrreich auf verschiedenen Ebenen. Aber nicht nur für mich.
Als ich ältere Ausgaben Kindern aus dem Bekanntenkreis überließ, damit die mal sehen wie echte „Hot Wheels“ ausschauen, erntete ich große glänzende Augen. Immer und immer wieder lasen wir zusammen die alten Schinken durch bis sie beinahe auseinanderfielen. Mit den Mädels schnitt ich zum Schluss Bilder aus und bastelte die coolsten Handtaschen der Nachbarschaft daraus und die Jungs konnten gar nichts anderes mehr malen als vergammelte Hot-Rods statt verspoilerte Rennwagen.
Irgendwann geriet die Balance ins Wanken. Plötzlich waren nur noch kleinere Kaufberatungen über "Euros" vorhanden und der ganze Rest wurde (gefühlt) mit Amischlitten und Hot Rods aufgefüllt. Versteht mich nicht falsch. Auch diese Karren sind toll. Aber es wurde zu einheitlich. Es passierte genau das, was mich bei den ganzen anderen Mag's störte. Die bunte Mischung wich immer mehr einem zielgruppenorientierten Einheitsbrei. Noch immer mit kleineren Ausnahmen wie den Leichenwagen vom KLE oder verrückten Buggys. Aber ihr merkt schon. Man kann es leicht aufzählen. Ob das der Todesstoß war? Keine Ahnung. Ich stecke da ja nicht drin. Da mag es tausende Gründe geben. Darum lasse ich weitere Spekulationen und würdige die Arbeit der Autoren und Fotografen, die sich ja nun leider auch erst mal andere Plattformen suchen müssen. Besonders die freien Mitarbeiter.
Aber trotz aller Häme der letzten 1,5 Jahre habe ich trotzdem meine Motor Maniacs vom Bahnhofskiosk abgeholt. Schade das auch dieses Ritual jetzt obsolet ist. Mach es gut Motor Maniacs. Und danke für die tollen Stunden mit dir.

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/05/der-kaffee-ist-auf.html

Created Donnerstag, 23. Mai 2013 Tags blog | Fusselblog | Motor Maniacs Document type Article
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06 May 2013

Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.

Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.

Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.

Besser Spät als nie. Was schon die New Yorker Dockarbeiter in "Ghostbusters", bei der Ankunft der Titanic sagten, kann man auch auf uns übertragen. Hier unsere Nachlese zur 2013er TC in Essen, auch wenn das Thema komplett durch ist. 

 

Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.

Messepest Take 3

Auf dem dritten Platz landen mit wenig Abstand jene Gesellen, welche ihre Neugierde nicht durch Fragen stillen, sondern rücksichtslos jede Tür öffnen, unter die Autos kriechen und Kleinteile solange befingern bis sie diese in ihren gierigen Griffeln halten. Nennt mich Spießer, aber das ist uncool. Und wenn man nett fragt, darf man bei uns auch ruhig mal die Karren genauer in Augenschein nehmen.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.

Patina und Unewöhnliches

Anscheinend geht auch bei Hochpreisklassikern der Trend zur Originalpatina. Das bedeutet, je nach Fall, das Auto möglichst unangetastet in einem ansehnlichen und fahrbereiten Zustand zu versetzen. Dabei sollte aber sehr behutsam vorgegangen werden und möglichst viel historische Substanz gerettet werden. Der Hintergrund ist an sich ganz in Ordnung. Man möchte schlicht, dass ein Auto so original wie möglich bleibt, damit die Essenz des Autos, und damit auch die damals erbrachte Leistung erhalten bleibt. Ähnlich wie man versucht, historische Gemälde so behutsam wie möglich zu restaurieren, damit es ein original bleibt und keine Karikatur daraus wird.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.
500 SL in schnieke....
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.
und 300 SL in rostig. Hat ja beides seinen Charme.
Gut, man will also den historischen Hintergrund sichern und Patinafans wie ich bekommen auch noch was zum gucken.. Finde ich natürlich toll. Gerade weil mir manchmal schon das Herz blutet wenn da ein wunderschön verfallener Ferrari steht und das Schild klar macht, dass der noch restauriert wird. Ich muss mir aber auch widersprechen, denn ich mag auch restaurierte Karren, wenn ein Auto wie aus dem Showroom in seinem Entstehungsjahr da steht. Ganz einfach, damit man mal einen Eindruck bekommt, wie das damals war. Wie man sich gefühlt haben mag, wenn man sich als erster in diesen, sagen wir mal 1970er Opel Commodore gesetzt hat.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.

Am Volvo Clubstand trumpften unter anderem diese wunderschönen Umbauten auf.

Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.

Volvo sehr speziell

Naja, jedem das seine, und für mich bleiben ja auch genügend restaurierte Letzthandkarren aus den 90ern und 80ern übrig. Kommen wir zurück zum Messegeschehen: Überzeugen konnte mich dieses Jahr besonders Volvo. Einerseits der separate Clubstand, und andererseits der offizielle Volvostand. Auf beiden Ständen bekam man leckere Spezialkarossen zu gesicht. Vom aufwändig umgebauten 6 Zylinder Kombi, über Pick-Ups bis zum Hot-Rod. Einfach genial. Da konnte man sich wirklich lange aufhalten.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.
Genialer und medial bekannter Volvo Hot Rod sowie ein Buckelvolvo LKW Umbau. Das gab es unter anderem am offiziellen Volvostand
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.
 Lange aufhalten. Das ist wirklich so ein Thema. Anscheinend leben wir nicht nur im Web 2.0 sondern der Welt 2.0. Etliche Leute gingen angeödet durch die Gänge und machten sich nicht mal die Mühe sich anzusehen wofür sie teuer Eintritt hingelatzt hatten. Die ganze Zeit ihr Handy vor der Nase und „Klitz, Klitz, Klitz“ ein verwackelter Schnappschuss nach dem anderen. Nur damit man sich das ganze zuhause erneut gelangweilt ansehen kann. Verstehe ich nicht. Muss ich aber auch nicht.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.

What ever.

Achjaaa. Wir hatten ja auch nen Stand. Um genau zu sein natürlich nicht Bamako Motors. Wir sind aus dem Fusselforum hervorgegangen und waren dieses Jahr, offiziell vom Forum als Thema so gewünscht, zusammen mit dem Autohaus Fickfrosch auf einem Stand. Alles organisiert und betreut vom besagten Fusselforum. Und es war wiedermal ein riesen Spaß. Doch das gehört hier nicht hin.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.
Der Meister am Platz. KLE, Manager des Autohauses Fickfrosch, am Schreibtisch. Der eine oder andere Patient glaubte tatsächlich das das Autohaus existiert.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.
T3 Last Limitied Schlag mich tot von unserem Mitautoren und Korrekturleser Daniel.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.
KLEs Passat
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.
Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.Das Beste zum Schluss. TC 2013 Nachlese.

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/05/das-beste-zum-schluss.html

Created Montag, 06. Mai 2013 Tags | | | | | | | | | Document type Article
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20 Apr 2013

Unser Messebericht zur

 Unser Messebericht zur

Unser Messebericht zur

 In diesem Teil kümmern wir uns mal um die Youngtimer. Davon gab es auch den einen oder anderen.Unser Messebericht zur


Aus dem Tagebuch eines Standbetreuers:

Das wirklich schlimme jedoch sind die Messebesucher die soviel Ahung von der Materie haben wie ich von japanischer Kampfkunst. Man sitzt fröhlich an seinem Stand, der Kaffee dampft. Und dann plötzlich wieder dieses Schlurfen, gefolgt von einem "Ähhm, so einen hatte ich auch mal. Das ist doch ein Renault, oder?" Du sparst dir nun eine Antwort und schlürfst an deinem Kaffee. Oder du gibst ihm Recht. Auf eine Diskussion will man es nicht ankommen lassen. Soll der Trottel doch glauben, das er einen Renault vor sich hat und keinen 70er Jahre Passat an dem dick und fett geschrieben steht was er ist. 

 
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Genialer Mazda mit Wankelmut.
 Eine Unterart dieser Gäste ist die, die an sich nur von sich selbst erzählen will. Das sieht dann so aus: „Ich hatte auch mal so einen. Mit Turbo. War Baujahr 1972. Das war ein Geschoss.“ „Den gab es erst ab 1973. Und einen Turbo hatte der nie.“ Das ist natürlich ein kapitaler Fehler. Niemals Antworten. „Doch, doch.“ beteuert der ungebetene Gast. Und Fügt hinzu: Den gab es schon 1972. Ich hatte einen Ex-Polizeiwagen. Die gab es auch mit Turbo.“ Auch wenn es weh tut. Keine Wiederworte geben. Den Passat gab es bereits 1972, und zwar mit Turbo. In der Fantasie geht alles.
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VW stellt Fiat aus? Gut möglich. Doch in diesem Fall ists dann doch ein Seat.

Youngtimer Mania

Um es vorweg zu nehmen. Wer lebensechte Youngtimer sehen will, und seinen Fokus darauf hat, ist auf der TC natürlich Falsch. Aber wie erwähnt findet man auf den Clubständen, sowie den Ständen der Hersteller, durchaus die eine oder andere coole Karre. Mein Lieblingsexponat war ein Kadett E Stufenheck, Mausgrau mit 1,6 Diesel. Die Karre war dermaßen deplatziert das ich sie unglaublich gefeiert habe. Der Wagen stand übrigens am Stand der Querlenker, Deutschlands ältester schwuler Oldtimerclub. Die hatten sie dieses Jahr auf ihre Regebeogenfahnen das Motto „Underdog“ geschrieben und Citroen Visa, Suzuki Alto und eben diesen Kadett auf den Stand gestellt. Das war ne Aktion die mir wirklich gefallen hat.
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Opel enttäuscht

Bodenständiger, mit Elick auf „Everybodys Darling“, ging es an den meisten anderen Clubständen ab. Eine besondere Enttäuschung sehe ich als Opelfan am Opelclubstand. Ein paar nette Vorkriegsklassiker, ein Neuwagen ein Rekord Cabrio und ein Monza Cabrio.
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 Mal ohne Witz. Opel blickt auf eine tolle Cabriogeschichte zurück. Das was aber da stand war nicht die Spur repräsentativ. Klar, der Monza war grandios. Aber wieder nur ein Exot. Und der Rest hat sicherlich auch seine Anhäner. Aber was ist mit dem Kadett C Aero? Dem Kadett E als Cabrio (gut, verstehe ich schon, dass man den Totschweigen will). Oder den offiziell bei Opel erhältlichen Ascona C Aufschnitt? VW beherrscht seine Vergangenheitsbewältigung einfach um Lichtjahre besser.
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Ford rockt

Scheiß der Hund drauf. Da fand ich den Auftritt bei Ford wesentlich besser. Schicke Youngtimer (FORD SIERRA), und tolle Rennwagen. Außerdem eine eifrige und hilfsbereite Crew. Das hat gerockt und Spaß gemacht. Danke Ford.
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Sehr selten. Zweitürer mit Vollausstattung, ohne Rost und mattschwarzem Baummarktlack.
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SIERRA!!!!!!

Citroen wie jedes Jahr einen Blick wert.

 Es gibt zwei große Citroen Stände. Einmal die Firma an sich und einmal ein Clubstand, traditionell in halle 9.1. Und dieser ist jedes Jahr mehr als einen Blick wert, weil die Clubs dort wirklich ungewöhnliches anschleppen. Cool war der BX. Auch wieder ein Außenseiter den kaum jemand auf der Rechnung hat. Dieser befand sich optisch im Zustand eines jungen Gebrauchtwagens, stellt aber in wirklichkeit den ältesten in Deutschland zugelassenen BX überhaupt dar. So ein Raumschiff täte mir auch ganz gut gefallen. Als GTI zum Beispiel - wie in "Die Flodders". Da werden Kindheitserinnerungen wach...
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BMW mit toller Auswahl

Bei Mercedes habe ich beinahe keine Fotos gemacht. Dabei hätte es dort interessante Autos für uns gegeben. Aber Bilder waren meistens einfach nicht Möglich. Zudem war der Stand riesig. BMW hatte auch viel Platz gebucht, doch wirkte alles kompakter. Und der Aufbau war so gestaltet, dass Fotos auch in der Hauptbesucherzeit möglich waren. Und der coolste BMW aller Zeiten, nämlich der erste 7er, war auch am Start.
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Der erste 7er. Einfach die coolere S-Klasse
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BMW E28. Ausnahmweise nicht im Endverbraucherlook sondern aus em Ei gepellt.
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Baur Cabrio
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Ich bekomm bei Autos aus dem Oberallgäu ja immer lust auf Schokolade...

 Skoda mit Kuschelfaktor

Ebenfalls toll fand ich die Leute bei Skoda. Auch hier viel zu viel Vorkriegsschrott der zwar schön anzusehen ist aber dadurch uninteressant ist, dass man damit einfach nicht täglich zur Arbeit jukkeln kann. Das Rapid Coupe, auch wieder mausgrau, war wiederum genau das Richtige. Und das der da mit Tiegerfelloptiksitzen Stand war so Bad Taste, dass ich einfach fragen musste ob sie mir den Wagen aufschließen. Was sie dann auch gemacht haben. Echt nette Aktion.
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Idioten mit dicken Kameras haben es leichter.

Ich könnte jetzt lange so weitermachen. Generell kann man aber sagen: Hat man ne dicke Kamera auf nem Stativ dabei, und ist da wohl möglich noch ein fetter Blitz drauf, werden alle so Hilfsbereit als wäre man vom RTL höchstpersönlich. Ganz egal wie gut man in Wirklichkeit mit dem Werkzeug umgehen kann. Echt super für mich.
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Jensen Interceptor. Kein wirklicher Youngtimer. Viel mehr ein echter Klassiker. Das Musclecar für den englischen Landadel. Einfach cool!
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Vermutlich war dieser Omega kein Exponat. Da er auf dem Gelände stand konnte ich als Fahrer eines solchen Stückes deutscher Fahrzeugkultur nicht daran vorbei gehen. Schon alleine weil Rekord und Co GARNICHT zu finden waren.
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Aber wir müssen und noch was für den dritten Teil aufsparen! Da gibt’s dann alles weitere, was bislang nicht so recht passte.

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/04/messebericht-zur-diesem-teil-kummern.html

Created Samstag, 20. April 2013 Tags | | | | | | | | | Document type Article
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17 Apr 2013

Unser Messebericht zur


Unser Messebericht zur

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Diese Messe war der Knaller. Nicht unbedingt wegen der Exponate, sondern weil wir inzwischen das dritte Mal mit dem Fusselforum richtig Party gemacht haben. Doch nicht nur unser Stand war sehenswert. Kommt mit auf unseren Messerundgang.

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Aus dem Tagebuch eines Standbetreuers:

Du bewegst dich langsam, behände, immer darauf bedacht nichts und niemanden zu berühren. Vor dir schlurfen unförmige Individuen. Sie bleiben plötzlich, ohne ersichtlichen Grund, stehen. Ein vorbeikommen scheint unmöglich, denn die Gruppe breitet sich über den gesamten Gehweg aus. Die Gestalten drehen sich mal dahin, mal dorthin. Und der Gestank von Verwesung dringt penetrant in deine Nase. 

 
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Es handelt sich nicht um Zombies im Einkaufszentrum, sondern um Besucher auf der TC. Und zwar um eine spezielle Gruppe. Ein Haufen älterer Männer mit Verdauungsproblemen und jeeeeeeeeeder Meeeeeenge Zeit. Die nerven ja schon einzeln in der Supermarktschlange oder in der Apotheke, aber auf der Messe werden die Jungs zur echten Seuche. Sich an einer dieser Gruppen vorbeizuschleusen zu müssen gehört während der Hautpbesucherzeiten zu den unumgänglichen Übeln. Denn anders als der durchschnittliche Besucher, der auch mal darauf bedacht ist Rücksicht walten zu lassen, gehören diese Clübchen zu den wahren Übeln des Ausstelleralltags.
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Immer der gleiche Schmu?

Ich hab im Vorfeld mal den Messebericht vom letzten Jahr, sowie diverse andere Artikel zur diesjährigen Messe gelesen. Und im Prinzip gibt es genau zwei Meinungen. Die coolen Typen meckern über die zu hohe Dichte von Mercedes, Porsche und Co. und die Mainstream-Medien finden es göttlich sich im Porschehimmel zu wähnen. Ich sehe das Ganze nach drei Jahren Fotosafari eher distanzierter.
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Wegfindung

Wenn man sich ein Spiel draus macht und sich die Perlen heraussucht, kann die Nummer wirklich spannend werden. Tipp eins: In Halle 1a beginnen. Diese befindet sich "im Keller". Und wie es auch das Eichhörnchen macht, macht es die Siha (Veranstalter der TC): die wahren Schätze wandern unter die Erde, damit sie ja keiner finden möge. Weiter geht es dann durch die Clubhalle 8.1. Die ist wiederum im Obergeschoss. Und ja, auch die bösen Herstellerstände sind eindeutig einen Blick wert. Denn dort stehen wirklich schöne Youngtimer-Exponate, egal wie sehr man sich über die "Neuwagen" dort aufregt. Den Rest muss man sich selbst erschließen. Denn überall befindet sich versteckt die eine oder andere Überraschung.
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Die Jungs von Creme 21 mit ihrem schnieken Irmscher Monza.

Dieses Jahr gibt's GFK!

Dieses Jahr gab es eindeutig noch mehr GFK als in der Vergangenheit. Dabei beschränkten sich die Ausstellungsstücke mit verbreiterten Karossen natürlich größtenteils auf schicke Rennwagen auf Basis von 70er-Jahre-Kisten. Beispielsweise waren etliche Ascona, Opel GT und Ford Capri am Start. Da war so mancher Leckerbissen bei: Original wiederhergestellte Renner wie der GT aus Italien mit Querstromvergaser oder der Irmscher Monza in meiner Lieblingsfarbgebung bei diesem Modell: Brauner Lack, Braunes Edelvelours.
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Aber auch zivile Karren mit "dicken Backen" und "Katzentreppe" (Heckfenster-Spoiler) waren anwesend. Lasst die Bilder auf euch wirken. Im nächsten Teil geht’s dann mit Youngtimern und ungeliebten Kisten weiter. Viel Spaß.
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Die Leute von BMW haben das Prinzip verstanden.

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/04/unser-messebericht-zur-diese-messe-war.html

Created Mittwoch, 17. April 2013 Tags Fusselblog | Fusselforum | Fusseltuning | TC 2013 | techno classica Document type Article
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29 Mar 2013

Denis und sein W124

Denis und sein W124Denis und sein W124

Wenn es ein Auto gibt, dass auf Bamako-Motors.de seine Berechtigung hat, dann ist es der W124 mit seinem unverwüstlichen 5-Zyl. Dieselaggregat. Dass dieses Exemplar abseits der Liebhabergesellschaft schwimmt und als komplett durchkonzeptionierte Endzeit-Copkarre daher kommt passt uns natürlich besonders gut.

Denis und sein W124
Die erste E-Klasse, werksintern W124 genannt, hat sich für viele bereits als DER letzte echte Mercedes etabliert. Das war nicht immer so. Als der bis 1996 gebaute Stuttgarter noch ein junger Gebrauchter war, schimpfte das Volk noch ganz gerne über den Wagen. Es ginge ja nichts über den W123er. Und dieser erschreckend glanzlose Plastikschrott wäre ja eh nie das gewesen, was der beste Mercedes aller Zeiten, also der W123, selbst in seinen schlechtesten Tagen war. Aber die Dinge ändern sich. Inzwischen ist der Benz locker im Youngtimerolymp angekommen. Sammler sicherten sich bereits die Exemplare, die ihnen feuchte Träume bereiten. Dazu zählen die Karren mit dem richtigen Papierkram: Volles Scheckheft, volle Ausstattung, kaum Kilometer und möglichst wenige Vorbesitzer. Alles im Bestzustand eben.
Denis und sein W124
Und dann gibt es noch eine weitere Gruppe, die total auf diese alten Mercedes fliegt. Die Exporteure. Sie haben schon früh das Potenzial der schwäbischen Mittelklasse erkannt, und ebenso früh angefangen, Exemplare in jedem Zustand aufzukaufen. Systematisch wurde (und wird) der deutsche Markt abgeerntet. Einzige Bedingung: Der "letzte Preis" stimmt. 
Denis und sein W124
 Und so dürften viele Sternenkreutzer auch heute noch den schwarzen Kontinent, Afghanistan (das Land mit der höchsten Mercedesdichte und zugleich eines der ärmsten auf diesem Planeten) den Orient und viele andere arme Regionen mobilisieren. Es kommt halt auf Nachhaltigkeit an.
Denis und sein W124
Moment? Nachhaltigkeit? Sind wir hier nun bei den Grünen gelandet? Müsste man da nicht einen Lupo 3l oder Prius fahren? Das sind Luxusprobleme über die ein Malinese vermutlich nur erstaunt die Augenbrauen heben könnte. Nachhaltig bedeutet im automobilen Armutsfall: Die Karre muss laufen! Egal wie verbeult und ausgelutscht sie ist. Der Wagen muss anspringen. Und wenn es dann noch ein Mercedes ist - um so besser! Da ist auch der Malinese ganz deutsch: Statussymbol für die Nachbarn und Qualität für den Alltag. Der Rest ist egal.
Denis und sein W124
Mit einem ähnlichen „scheiß der Hund auf die gepflegte Optik“-Gedanken ist Denis an seinen Benz gegangen. Denis kennt der eine oder andere Leser bereits aus dem Ratteninterview, in dem er brav Rede und Antwort zum Thema Rattenkultur stand. Und dabei kamen drei Dinge heraus:
1. Er legt wert auf den richtigen Stil.
2. Er nimmt sich und seine Autos nicht allzu ernst.
3. Er ist skrupellos.
Denis und sein W124
Natürlich würden die wenigsten Menschen der dritten Welt auf die Schnappsidee kommen absichtlich einen Benz so hinzurichten. Die Wagen sehen früh genug verhurt aus. Aber jener, auch auf die Heimat übertragbare Gedanke, macht eben diesen Reiz aus. Ein ehemals sündhaft teures deutsches Qualitätsprodukt derartig zu „verschandeln“, dazu gehören einfach Eier. Oder eben die erwähnte Skrupellosigkeit. Man könnte da jetzt natürlich ein politisches Statement hineininterpretieren. Aber ich glaube Denis wollte einfach nur ein wenig die Leute schocken und seinen Spaß haben. Das reicht ja auch.
Denis und sein W124
Dabei ging er geplant planlos vor. Wie jede richtige Ratte wuchs das Auto mit der Zeit. Bald nach dem Kauf wurde die Flex ausgepackt und Hauben und Dach von ihrer weißen Farbe befreit. Der Rest wurde dann in ein fiktives Highway Patrol Car aus der Hölle verwandelt. Zunächst in Blau, später in braun.
Denis und sein W124
Und da so ein Projekt von den Details lebt, lies sich unser kreatives Köpfchen so manches einfallen.
Gewehrhalterung mit Spielzeugflinten, CB-Funk, ein Trennnetz zwischen Fond und Fahrer, Highjacker und vieles vieles mehr, was man hier einfach nicht auflisten kann.
Denis und sein W124
 Der Benz konnte übrigens unter anderem seine Geländeeigenschaften auf dem berühmt berüchtigten R'n'R zur Schau stellen. Dort ging es schonungslos über den Dirttrack. Aber auch abseits von Party und Unsinn stand der betagte Herr seinen Mann. Denn er musste auch im Alltag bestehen. Eine Ratte muss halt leidensfähig sein und Technisch Funktionieren. Egal wie sie ausschaut.

Denis und sein W124
 Leider musste der Benz, der mehr als 500 000 Kilometer hinter sich hatte, inzwischen gehen. Denis liebt die Abwechselung, und so stand ihm der Sinn nach einem neuen Projekt. Und was passierte mit dem Cop Car Mercer? Der ging - Oh Wunder! - in den Export. Vermutlich um im Sinne des Nachhaltigkeitsgedanken als Ersatzteilspender zu dienen. Ein ehrenvolles Ende.
Denis und sein W124


Denis und sein W124

Denis und sein W124

Denis und sein W124

Denis und sein W124

Denis und sein W124

Denis und sein W124

 Denis ist, wie ihr wisst, ja hier Mitglied:
(Bild anklicken)
Denis und sein W124

Wenn ihr Bock habt könnt ihr ja mal vorbeiklicken. Die Jungens würden sich sicherlich freuen!
Text und Bilder: CW
Gegengelesen MS und DRB

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/03/denis-und-sein-w124-wenn-es-ein-auto.html

Created Freitag, 29. März 2013 Tags 2013 | Bamako Motors | Diesel | export | limousine | mercedes | mercedes benz | Old Cars Young Blood | Opel Ratte | W124 Document type Article
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24 Mar 2013

Kultkarrentreffen in Bottrop

Kultkarrentreffen in Bottrop

Kultkarrentreffen in Bottrop

Die Jungs riefen zum Saisonauftakt ... und wir kamen. Ob das so gewollt war? Ich weiß es auch nicht.

Kultkarrentreffen in Bottrop
Zeitgeist aus den 70ern.

Der Pott ist kultig, dreckig, runtergekommen und in seinen Wurzeln heiter bis spießig. Son bisschen wie ein alter Rekord. Und so passt das Kultkarrentreffen an sich super in diese Region.
Kultkarrentreffen in Bottrop
SL kann jeder. Wirklich selten ist dagegen dieser "Exot". Hundeknochen Escort als Tournier.
Dass das Ganze auf dem Hof eines noblen bayrischen Autobauers stattfand, wollte sich nicht so ganz in das Gesamtbild einfügen. Da es sich bei dem Autohaus um einen offiziellen Partner von Kultkarren handelt ging das aber auch klar. Es hatte zudem den großen Vorteil, dass gepflegte WCs zur Verfügung standen. Ebenso leicht unpassend wirkten der Parfümstand und ein Handtaschendealer im Showroom. Ganz toll waren die Angebote für die Kleinen. Die konnten zum Beispiel mit einer ganzen Armada Bobbycars die Verkaufshalle unsicher machen.
Kultkarrentreffen in Bottrop
5er in tollem Zustand und genialer Farbgebung.
Insgesamt erinnerte die ganze Schose an eine Landmaschinenschau in Groß Hesepe. Etwas angestaubt. Was für junge Familien, die am Samstagvormittag nach dem Autowaschen nichts Anderes vorhaben. Da kann Vaddi dann mal seinen liebevoll gepflegten Kadett an die Sonne holen und mit Muttern und Max noch was schönes unternehmen.
Kultkarrentreffen in Bottrop
3er im Trainingsanzug. Der Radlaufchrom darf ruhig bleiben. Passt super zum Zeitgeist.
Aber wir wollen ja mal nicht gemein sein. Denn das alles konnte man ja auch ausblenden, wenn man damit nichts anfangen konnte und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Zu den großen Pluspunkten gehörte die Wurstbude mit der obligatorischen Currywurst (die soll sogar sehr lecker gewesen sein, ich hab nur ne Krakauer gegessen) und natürlich die anwesenden Kultkarren.
Kultkarrentreffen in Bottrop
Passat meets Kameai. Sehr maskulin, mein Freund.
Ob DeLorean, C-Rex, Ente, R5 Turbo oder der allgegenwärtige Rattengolf. Sie alle waren da. Interessant war zudem, dass nicht nur Old- und Youngtimer die Stellplätze füllten, sondern auch neumodisch getunte Karren. Am besten haben mir allerdings die echten Ruhrpottcruiser vom Schlage 3er BMW, Granada, und Manta B gefallen. 
Kultkarrentreffen in Bottrop
Ein Blickfang war auf jeden Fall dieser Buick Custom.
Für den richtigen Showeffekt gab es einen sehr trashigen Custom im original 80s-Look (Haubenairbrusch inklu) und diesen goldenen Mercedes SEC im Kalle Grabowski Stil, der auch schon mal in der Motor Maniacs vorgestellt wurde. Davon habe ich nur leider kein Foto gegeschossen. War nicht so mein Ding. LED und Glitterlack passen einfach nicht zum SEC. Egal, was da für ein Name hinter Steht. Aber dafür hab ich von Petras Astra ein Foto gemacht.
Kultkarrentreffen in Bottrop
Petras Astra. Fast so toll wie ein SEC mit LED.
Insgesamt muss ich sagen, dass die Fahrzeugauswahl wirklich super war. Wunderbar restaurierte Schätze wechselten sich mit Alltagsoldies und zum Teil schön patinierten Kisten ab. Wie erwähnt gab es alles von S-Klasse bis Ente, Manta bis Matra, Polo bis Buick. Und die Idee den Damen und Kindern auch etwas zu bieten war auch schön. Das nächste Mal aber bitte mit Hüpfburg. Die haben wir schmerzlich vermisst. Und nun viel Spaß mit den restlichen Bildern: 
Kultkarrentreffen in Bottrop
Es fällt schwer sich den dummen Spruch zu sparen der einem als erstes in den Sinn kommt. Trotzdem ein spktakuläres Auto.

Kultkarrentreffen in Bottrop
Multikulti. Schwedische Eltern, in Holland gebaut und ein französisches Herz.
Kultkarrentreffen in Bottrop
Wo wir gerade bei französischen Herzen sind. Einer von zwei anwesenden R5 Turbo.
Kultkarrentreffen in Bottrop
Quak im Vordergrund und Youghurtbecher im Hintergrund.
Kultkarrentreffen in Bottrop
Eine Golf 2 Ratte durfte natürlich nicht fehlen. Diese glänzte zum Teil mit tollen Details.
Kultkarrentreffen in Bottrop
Wo immer Bamako Motors auf einen Sierra trifft, muss ein Foto gemacht werden. Da bringt es auch nichts wenn er sich als Darth Vader verkleidet.
Kultkarrentreffen in Bottrop
Kultkarrentreffen in Bottrop
KATZENTREPPE!!!!!
Kultkarrentreffen in Bottrop
Kultkarrentreffen in Bottrop

  Fotos und Text: CW

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/03/kultkarrentreffenin-bottrop-die-jungs.html

Created Sonntag, 24. März 2013 Tags 2013 | Bamako Motors | Kultkarrentreffen | mercedes | opel | Opel Rekord D | Passat 32 | Ratcar | Ratte | Spießer | Tuning Document type Article
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11 Feb 2013

Interview mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema

Interview mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von "Old Cars - Young Blood" zum Thema

Interview mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema

Es geht weiter. In zweiten Teil stellen sich KLE, Crissi und Denis Themen wie Ideenklau, Trailerqueens und Traumtänzerei. Wer nicht weiß, wer die drei Chaoten sind, klickt einfach den ersten Teil an. Dort wird jeder kurz vorgestellt. 

 

BAMAKO MOTORS: Ihr seid ja alles einfallsreiche Menschen, deren schöpferische Ader sich nicht nur auf Autos beschränkt. Darum mal ein etwas prekäres Thema: Es gibt seit neuestem ja dieses Internetz, welches viele Möglichkeiten eröffnet. Unter anderem kann man sich hier leichter denn je Inspiration holen. Das geht allerdings manchmal nach hinten los. Man kann das Rad nicht immer neu erfinden und kopiert beinahe zwangsläufig Vorhandenes. Aber manchmal gehen die Leute einen Schritt weiter und klauen das gesamte Konzept. Habt ihr damit schon Erfahrung gemacht?
Und wenn ja: Wie geht ihr damit um?

KLE:Ich habe das Rad ja auch nicht neu erfunden – für manche Details habe auch ich mich von anderen inspirieren lassen. Ich bin bisher nur in einem Fall echt sauer geworden, als einer meinen Slow Motion Schriftzug von meinem 32BQP 1:1 kopiert hat. Da wäre ich am liebsten nach Österreich gefahren und hätte dem Depp das persönlich vom Auto gerissen – was ich natürlich nicht gemacht habe.


Denis:Also bisher noch gar nicht.

Crissi:Zum Glück habe ich damit noch keine Erfahrung gemacht. Ich denke - oder hoffe – auch, dass die Leute der Ratten-Szene nicht so schlimm sind wie in der normalen Tuning-Szene. Also ich selber würde es ok finden, wenn mein Rudi jemand anderen inspirieren würde. Allerdings eine 1 zu 1 Kopie würde ich schon Scheiße finden und sehr einfallslos. Für mich wäre es prinzipiell aber schon in Ordnung. Ich schau ja auch ab und zu bei Anderen... und dann kommen mir die Ideen dazu. 1 zu 1 würde ich persönlich aber nicht kopieren wollen.
Interview mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema
An Rudi, dem Audi von Crissi, ist so ziemlich jedes Klischee eingeflossen und wurde dadurch wirklich einzigartig.
(Foto: Kollektivmaschine)

BM:Daraus ergibt sich noch ein anderer Gedanke: Manch einer fragt unverblümt nach Ideen. Etwa „In welcher Farbe soll ich mein Auto lackieren und welche Felgen soll ich nehmen?“ Das geht in soweit ja noch klar, wenn man sich nicht zwischen OZ und BBS entscheiden kann. Doch der eine oder andere bittet um komplette Konzepte. Sollte man da das Basteln nicht lieber gleich sein lassen und sich auf ausgeprägtere Talente besinnen? Ist das gar ein Symptom unserer Zeit, in der alles schnell gehen muss und man zu faul zum selber Denken ist?

KLE: Manche machen es sich einfach zu einfach, sehen das Internet als Selbstbedienungsladen, lassen andere für sie denken. Ich sage den Leuten immer, sie sollen sich an einem Filmauto, einem Einsatzwagen, etc. orientieren und einfach ins kalte Wasser springen und einfach mal machen. Manche entdecken dabei die eigene Kreativität, andere verlieren schnell die Lust. Es ist nicht jeder zum Fahrzeuggestalter geboren. Das muss der einzelne für sich selbst entdecken.


Denis:Puh, ööhm... wenn man merkt, dass dieser Jemand Spaß daran hat aber einfach nicht weiß, wie er es angehen soll, fände ich es nicht schlimm, wobei ich da einfach nur raten würde: "Mach es, so wie es DIR gefällt!"

Crissi:Also wenn man mal Hilfe braucht, ist das in Ordnung. Aber wenn man für Alles jemand anders braucht, würde ich persönlich sagen: „Hör auf damit und kauf dir ein stinknormales Auto!“
Oder geh zum Fachmann und bezahle halt dafür...
Interview mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema
Rosthaube und Stickerbombing. Für manche ist es einfach Mainstream oder abgekaspert. Man kann aber das Rad nicht immer neu erfinden. Darum darf man auch gerne gängige Stilelemente mit einbringen.
BM:Wo wir schon leise Kritik einfließen lassen. Wo erreicht euer Stilempfinden seine Schmerzgrenze, wenn es um fremde Karren geht? Denn auch wenn man aufgeschlossen ist, muss man sich manchmal eingestehen: „Nichtmal mit 'ner Papiertüte über dem Kopf würde ich da einsteigen.“
KLE:Ja, es gibt Karren, die ich nicht ohne Tüte überm Kopf fahren würde. Aber wo die Schmerzgrenze ist, das kann ich nicht pauschal definieren. Ich definiere das für jeden Einzelfall anders. Manche Umbauten z.B. finde ich an der einen Karre vollkommen untragbar, der selbe Umbau kann aber an einem anderen Auto so herrlich ironisch wirken, dass ich ernsthaft erregt bin.

Denis:Jeder wie es ihm gefällt, das Einzige wo ich mich etwas schämen würde, wäre so ein "ATU-Bomber" oder etwas in der Art.

Crissi:Also was bei mir gar nicht geht, sind übertriebene Spoiler-Kisten. Airbrushes wie Indianerköpfe und Co... Baaaah, da krieg ich Gänsehaut wenn ich dran denke. Und in einem Fiat Multipla, da würde ich mich auch schämen...
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Denis 124er Benz im rostigen Bullenlook

BM:Was haltet ihr von reinen, sog. Trailerqueens, die nur durch Fremdeinwirkung oder gerade eben noch selbstständig ihren Transporter verlassen können. (Hier geht es nicht um eine Straßenzulassung, sondern den Umstand, dass diese Autos nicht fahrbereit sind)
KLE:Grundsätzlich sind Fahrzeuge zum Fahren da, deshalb finde ich Trailerqueens eigentlich komplett daneben. Ich mache aber Ausnahmen. Gewisse Fahrzeuge, wie etwa den Golf 1 Hotrod, kann man in Deutschland eigentlich nicht mit TÜV bauen. Denen verzeihe ich, daß sie den Wagen nur trailern.

Denis:Hmmm, schwer. Also als Rods gar keine Frage, aber sonst? Das ist für mich keine richtige Ratte im eigentlichen Sinne. Für mich sollte 'ne Ratte im Alltag bewegt werden (können).

Crissi: Es gibt zwar wundervolle Trailerqueens aber ich halte ich nix davon... Meistens sind die Leute eh nur auf Pokale aus und mir kommt es vor, als hätten die den Spaß an der Sache vergessen.... Ich möchte mein Auto fahren und fühlen.
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Trailerqueen und Spaß dabei. Manche von ihnen werden ja auch benutzt. So wie der Bad Luck Golf Rat Rod.
 BM: Das soll es ja auch geben: Man bringt es nicht übers Herz, ein Auto grundlegend zu modifizieren. Warum würdet Ihr euer Fahrzeug keinesfalls umbauen? Egal ob zur Ratte, Fusselkarre oder Kustom.

KLE:Ich habe ja so einen Patienten in der Garage, den 474. jemals gebauten Passat im unrestauriertem Originalzustand. Da kann ich mich echt beherrschen. Vor Autos mit einer besonderen Historie habe ich beispielsweise Respekt. Es gibt so viele Grotten da draußen, um die es nicht schade ist. Ich nehme gerne Autos als Basis, die sonst keiner will.

Denis: Wenn es ein historisches Fahrzeug wäre, was so wie es da steht vom Band gelaufen ist. Oder ich da eine 70.000€-Karre stehen hätte.

Crissi:Also wenn es eine originale, reine und schöne Seltenheit ist (z.B. Toyota 2000GT), dann würde ich den Wagen so lassen wie er ist. Obwohl ... selbst da (Toyota 2000 GT) sind andere Felgen, oder breitere Radkästen nicht verkehrt. Naja, schwieriges Thema...
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KLEs Interpretation einer Polizeikarosse. Basis Passat, Inspiration Mad Max, Ergebnis: Einzigartig.
BM:Jeder von Euch hat einen ausgeprägt eigenen Stil. Verratet den Lesern doch mal wie euer Traumprojekt aussehen könnte.
KLE:Mein Traumprojekt ist immer das aktuelle. Und mein Kopfkino spielt jeden Tag einen anderen Film. Sicherlich findet aber irgendwann noch ein Transporter und ein trashiger Ami Station Wagon den Weg zu mir…

Denis: VW Käfer oder Bulli "rotze-platt" auf der Straße, mit ordentlich Dampf im Maschinenraum, dabei aber von außen eher unscheinbar.
Crissi:Also für mich wäre es ein 1964er Ford (Sekretärinnen-) Mustang. Den als Ratte machen, das wäre so mein "Traumprojekt" Ich mag den 64er Mustang nicht wirklich im Orginalzustand. Ich meine, so ein 69er Mach 1 z.B, der wäre ja im Original ok (sehr maskulin und schön), aber die 64er?! Jeder fährt voll drauf ab und das nur, wenn sie wie geleckt sind.
Darum würde er mich als Ratte voll reizen! Wieso kann man sich bestimmt denken. Wie die genaue Gestaltung eines Crissi-64er-Mustang aussieht, das kann ich erst sagen wenn der Auserwählte vor mir steht. Nur etwas kann ich jetzt schon verraten, sehr viel Rost, Beulen, schlechter Lack, aber topp Technik!

BM:
VIELEN DANK!

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Bilder: Kollektivmaschine, CW
Gegegngelesen von: DRB

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/02/interview-mit-kle-miss-sixsixsix-und.html

Created Montag, 11. Februar 2013 Document type Article
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02 Feb 2013

Interview (Teil 1) mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema

Interview (Teil 1) mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von "Old Cars - Young Blood" zum Thema

Interview (Teil 1) mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema
Ratten sind ein Phänomen. Im Internet bekommt der geneigte Konsument sehr schnell das Gefühl, dass sie inzwischen zum Alltag gehören. Und online sowie auf Treffen trifft das sicherlich auch zu. In der freien Wildbahn, also in der Realität, gehören diese Autos jedoch noch lange nicht zum allgemeinen Straßenbild. Selbst im Vergleich zu „konventionell“ getunten Kisten. Weswegen man damit auch vorzüglich auffällt und ganz und gar nicht zum Tuning-Establishment passt. Gehört zu dieser Subkultur eventuell doch mehr als man auf den ersten Blick erkennen kann?

Um dieser und noch ganz anderen Fragen auf den Grund zu gehen haben wir mal drei Nagetierbändiger ins Verhör genommen. Jeder mit seinem ganz persönlichen Hintergrund und jeder mit seinem ganz eigenen Stil.
Hier unsere Protagonisten in der Schnellvorstellung:
Interview (Teil 1) mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema

Crissi, auch bekannt als Miss SiX SiX SiX, ist schon lange in der Tuningszene unterwegs. Ob Ratte, exotische Oldtimer oder Bling-Bling. Ihr ist nichts fremd und nicht viel peinlich. Als Modell, Fotografin und Kreativallroundtalent schießt sie mit Vergnügen über das Ziel hinaus und trifft damit direkt ins Schwarze. Wer sich für ihre Arbeiten interessiert, sowohl als Modell als auch als Fotografin, sollte mal HIER nachsehen.
Interview (Teil 1) mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema

Bernd „KLE“ Frank ist ebenfalls ein Mensch, bei dem man unweigerlich das Gefühl bekommt, dass er explodieren könnte, würde er mal zwei Wochen lang kein Auto versauen. Wie auch Crissi ist auch KLE nicht auf Ratten abonniert. Als Mitbegründer des „Fusseltunings“ hatte er aber schon immer einen Hang, Autos sehr individuell herzurichten. Kostengünstig und je nach Projekt auch ruhig mal Hochglanz, matt oder in Sackleinen. Wenn Bernd gerade nicht in seiner Schrauberhölle (so nennt er liebevoll seine Werkstatt) neues Material für seinen Blogproduziert, pflegt er seinen Onlineshopoder kniet sich für seine Firma 907 media rein. Dass er Diplom Designer ist, hilft ihm sicherlich manches Mal weiter.
Interview (Teil 1) mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema
Denis ist der Jungspund in der Runde. Stellvertretend für seine Kumpels von „Old Cars, Young Blood“ steht er hier Rede und Antwort. Dass er Lackierer ist, wird an seinen Autos nicht unbedingt deutlich. Aber dafür sind Hobbys ja da, um aus seinem Arbeitstrott auszubrechen. Seine Spezialität sind alte Wolfsburger, er hat aber nicht einen Hauch Skrupel auch einen dicken Benz gehörig in die Mangel zu nehmen.

TEIL 1


BAMAKO MOTORS: Der Begriff „Ratte“ ist ja nun eher erst seit kurzem in aller Munde. Aber die Liebe zu alten, abgewrackten Autos gibt es schon ewig. Sei es die US-VW-Szene in Kalifornien mit ihren luftgekühlten Bugs, die Hot-Rodder, bei der der Ratlook schon ewig (neben edel aufgebauten Autos) eine wichtige Rolle spielt oder die Rocker, welche in ihren alten Ford und Opel deutsche Großstädte wie Hamburg, Berlin oder den Pott unsicher machen. Theoretisch ist der „Rat Look“ also eher ein alter Hut. Was war euer erster Berührungspunkt zur Rattenkultur?
KLE: Meine erste Ratte fuhr ich so um 1989 herum. Das war ein total verhurter Scirocco 1, den ich komplett mit Graffiti lackiert hatte und mit aufgenieteten Blechen, Bauschaum und anderen Pfuschmethoden künstlich am Leben gehalten habe. Und ehrlich? Ich weiß nicht mehr genau, ob wir das damals schon Ratte genannt haben.

Denis:Also den ersten echten Kontakt zur Rattenkultur hatten wir auf auf dem Rust 'n Roll 2011. Ansonsten nur über das Internet oder an unseren eigenen "Ratten".
Crissi:Also mein erster Berührungspunkt war 1996, als ich einen 1966 Morris Mini - der total verranzt war - gesehen habe. Ich habe mich sofort in sein heruntergekommenes Erscheinungsbild verliebt. Danach habe ich angefangen, mich für solche Autos stärker zu interessieren. Damals gab es halt nur die Ami-Szene, aber da waren schon geniale Sachen dabei. Anschließend kam die Hoodride-Szene und heute natürlich die Ratten-Szene - dort bin ich dann ja auch gelandet! 
BM: Wie würdet ihr „Rat Look“ in knappen Worten einem Außenstehenden erklären, der noch keinerlei Kontakt zu dieser Art Autoveredelung hatte?

KLE: Es gibt ja verschiedene Ratten-Philosophien. Aber grundsätzlich würde ich sagen: Absichtlich abgerockte Optik kombiniert mit komplett funktionierender Technik und Verkehrssicherheit.


Denis: Wir hocken uns lieber auf unser Autodach und trinken 'nen Bierchen als auf einem Treffen den ganzen Tag unsere Felgen mit der Zahnbürste zu putzen.
Crissi:Rostig... tief... beklebt... verrückt... anders... geil Interview (Teil 1) mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema
Interview (Teil 1) mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema
Ratten müssen keinem allgemein gültigem Rezept folgen. Die können auch mal so aussehen wie dieser Hot-Rod Käfer. (Aufgenommen auf der Techno classica in Essen 2012 am Stand des Fusselforums)
BM: „Schade um die Zeit (und um das Auto)“. Das äußert so mancher Zeitgenosse wenn es ums rat-o-mizing geht. So genießt es in manchen Kreisen wenig bis gar kein Ansehen, weil man es schlicht als billigen Pfusch ansieht. Tatsächlich könnte ja auch ein technisch unversierter Schrauber mal eben eine Ratte zaubern. Oder steckt hinter einem guten Konzept doch mehr als nur angeschliffene Motorhauben?

KLE:
Auch beim klassischen Tuning gibt es Könner, die Tuningkonzepte ausarbeiten und Junx, die einfach im Katalog ankreuzen. Und so gibt es auch im Rattenbereich Leute, die einfach abkaspern, was man eben so Ratte nennt und andere entwickeln richtig schön schräge Konzepte. Ratte ist nicht gleich Ratte. Da gibt es gewaltige Qualitätsunterschiede.

Denis: Auf jeden Fall! Gut, einfach nur rostig kann (fast) jeder, aber es sollte schon noch STVO-tauglich sein und vor allem im Alltag bewegt werden. Mit einer Ratte, die auf 'nem Trailer kommt, kann ich in den wenigsten Fällen was anfangen. Das Konzept muss einfach stimmen, nicht mal hier die Türe rostig, die andere mit Karomuster, hier und da noch was Klebeband drauf, da ein Schild dran nieten. Kein wahlloses Mischmasch, es muss im Gesamtbild einfach stimmen.

Crissi:
Oh ja! Und ob da mehr hinter steckt! Sehr viel Liebe im Detail, sehr viel Zeitaufwand und auch je nach Herangehensweise sehr viel Geld, was manch einer, der keine Ahnung hat, leider nicht weiß. Eine Ratte zu gestalten ist, wenn es gut werden soll, kein billiger und einfacher Scheiß.
Interview (Teil 1) mit KLE, Miss SixSixSix und Denis von Old Cars - Young Blood zum Thema
Typisch Ratte: Wirkt zusammengestoppelt, passt aber trotzdem zusammen. (Aufgenommen auf dem  R'n'R 2012)
BM: Uns fasziniert die Kreativität, die manch einer in ein Fahrzeug einfließen lässt. Wie geht ihr an ein neues Projekt heran? Habt ihr vorher einen Plan/Motto oder baut ihr drauf los und das Auto entwickelt sich mit der Zeit? Entspricht das Ergebnis dem Anfangsgedanken?
KLE: Ich habe meist eine grobe Idee, auf die ich hin baue. Aber oft sieht das Auto am Ende komplett anders aus, weil mir beim Bauen neue Ideen kommen. Für mich ist auch wichtig, daß man auch einmal Ideen verwerfen muß, wenn man merkt, es sieht nach nix aus, oder es funktioniert nicht so, wie man es sich vorher ausgedacht hat. Das Aufbauen eines Autos ist bei mir immer ein kreativer Prozess.

Denis: Ganz unterschiedlich: mal ist ein Plan oder eine Idee da, schon bevor man ein passendes Auto hat und manchmal eben genau umgekehrt.
Crissi:Also bei Rudi (Audi 80 Rat) haben wir einfach losgelegt und nach und nach unser Gesamtkunstwerk gestaltet. Die Hauptelemente wie die Türen hatten wir vorab besprochen. Aber auch hier veränderte sich das Design beim „machen“.
Der Rest kam halt so dazu. Eines stand für mich aber vorab schon fest: Es musste was blutiges und plüschiges dran … und jetzt ist es dran. Und wir sind immer noch bei den Feinheiten!
BM:Wenn ihr ein fertiges Projekt kaufen würdet: Könntet ihr die Finger davon lassen oder müsstet ihr den Wagen an euch anpassen?
KLE: Ich kaufe keine fertigen Projekte genau aus diesem Grund.

Denis: Fertiges Projekt? Das ist für andere.

Crissi:
Da das gerade bei uns der Fall ist (wir haben die Tage noch einen '87er VW Santana gekauft, der schon schwarz matt ist). Nein, es muss noch was dran gemacht werden … er MUSS unsere persönliche Note haben!
BM:Aus welchen Gründen fahrt ihr massiv individualisierte Autos? Purer Lifestyle oder steckt noch mehr dahinter?
KLE:Ich lebe das. Keine Ahnung warum, sicherlich ist ne gewisse Art von Selbstdarstellungsdrang dabei. Ein normales Auto kann ich einfach nicht fahren…


Denis:Spaß! Einfach nur der Spaß, sowas zu fahren oder herzurichten und es nicht schlimm finden, mal 'ne Delle abzubekommen.

Crissi:Also ich stehe nicht so auf neue Autos, den ganzen Show and Shine-Kram habe ich hinter mir gelassen und provoziere gerne. Ich stehe einfach nicht auf normale Autos, sondern viel mehr auf auf Young- und Oldtimer. Hinter diesen Dingen steckt natürlich mehr! Normal ist für mich langweilig. Eine Ratte bietet einem so viel... Von Bewunderung über Entsetzen bis Neid oder Anerkennung ist alles dabei.

TEIL 2


Vielen Dank an die Kollektivmaschine, dass sie uns die Bilder vom KLE und Crissi zur verfügung gestellt hat und das wir sie digital versauen durften!
Bilder: Kollektivmaschine, CW
Gegegngelesen von: DRB

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/02/interview-teil-1-mit-kle-miss-sixsixsix.html

07 Jan 2013

Wolfgang und sein Volvo 240

Wolfgang und sein Volvo 240

Wolfgang und sein Volvo 240

Was macht man als 19 Jähriger Azubi ohne Geld und überdurchschnittlich viel Stil? Man kauft sich 'nen 240er Volvo und motzt ihn so richtig auf! Wolfgang hat das zumindest so gehandhabt und lag goldrichtig damit! Und das ganz ohne Cordsacko.

Wolfgang und sein Volvo 240
Gleich zu Anfang: Nichts gegen Cordsackos. Ich liebe Cordsackos. Und wenn ich gerade keinen Mantel trage, trage ich ein ebensolches. Damit passe ich auch schon perfekt in die Volvo 240er Liebhaberecke, denn - tatsächlich - er gehört seit ewig und drei Tagen zu meinen Favoriten. Und als ich Wolfgangs 240 im Fusselforum sah, musste ich ihn unbedingt porträtieren. Das Problem war nur, dass der Wagen samt Besitzer irgendwo in Bayern herumlungert und damit vollkommen außerhalb meiner Reichweite lag. Wolfgang ließ sich aber nicht lumpen und setzte sich mit seinem Kollegen Jano zusammen und organisierte ein Shooting. Dabei sind die wunderschönen, stimmungsvollen Bilder entstanden die ihr hier seht. Zum Fotografen schreibe ich aber später noch etwas. Jetzt soll es erst mal um das Auto gehen.

Wolfgang und sein Volvo 240
Wie eingangs erwähnt, kaufte sich Wolfgang den Wagen als junger Stöpke. Während der Durchschnitts-Fahranfänger feucht von 'ner geilen Karre träumt und nach dem Erwachen die GFK-Schürze an den Polo 6N schraubt, macht Wolfgang Nägel mit Köpfen und erfüllt sich zum 19. Geburtstag einen Kindheitstraum. Damals konnte der KFZ-Mechaniker Lehrling den Wagen noch nicht unterhalten und restaurierte ihn erst mal ein knappes Jahr bevor er ihn fahren konnte. Aber das nimmt man gerne in Kauf, wenn man sich einen Traum mit viel Herzblut erfüllt.
Wolfgang und sein Volvo 240
Volvo 240 mit brachialen 116 PS aus 2,3 Litern Hubraum. Für viele nicht nachvollziehbar, aber ich bekomme gerade eine Gänsehaut. Wer jemals mit so einem Auto gefahren ist und es gut fand, weiß warum. Ganz klar, Temperament sieht anders aus. Aber man hat das Gefühl in einem Panzer zu sitzen. Wenn die Tür satt in's Schloss fällt kommt kein Auto, auch kein Mercedes, mehr mit. Wenn der knorrige Motor zum Leben erwacht, macht sich umgehend das Gefühl von absolutem Vertrauen breit. Umgeben von perfekter "Lego-Behaglichkeit".
Wolfgang und sein Volvo 240
Nicht umsonst ist der 240 inzwischen offizielles Kulturgut. Und wie kaum ein anderer PKW der Mittelklasse, welcher bis in die 90er gebaut wurde, erfährt er einen Wertzuwachs von dem europäische Staatsanleihen nur träumen können. Zum Glück schlug Wolfgang früh genug zu und begann auch gleich mit den Umbauten. Dabei setzte er komplett auf "OEM". Nie gehört? OEM, "Original Equipment Manufacturer", bedeutet im Grunde einfach ein Auto nur mit konzerneigenen Teilen umzubauen. Sehr beliebt ist dies zur Zeit in der VW/Audi-Szene, da hier auf ein großes Sortiment zurückgegriffen werden kann. Zum Beispiel Bugatti 21"-Felgen an einen Golf 3 basteln, um nur einen der aktuellen Trends zu nennen. Da Volvo damals ziemlich allein auf weiter Flur stand und moderne Fordparts nicht unbedingt passen würden, machte sich der heutige Industriemechaniker auf die Teilesuche.
Wolfgang und sein Volvo 240
Man muss dazu wissen, dass die Amis mindestens genauso scharf auf den Schweden sind wie die Schweden selber. Und so kam es teilweise zu absurden Situationen. Das eine oder andere Teil ließ sich Wolfgang regulär aus den Staaten einschiffen, manches bekam er nur über Umwege. Die Reflektorblende zwischen den Heckleuchten fand er zwar in dem US-Forum, hinter dem Deal steckte allerdings ein Schwede, welcher die Teile in die USA exportiert. Also als Deutscher in den USA gesucht und dort gefunden, aber aus Schweden zugeschickt. Hoch lebe das Internet.
Wolfgang und sein Volvo 240
Aber auch ansonsten montierte der Bayer viel Zubehör, welches heute nicht einmal mehr für Geld und gute Worte erhältlich wäre. Ein dezentes Detail ist der Lederbezug für den Faltenbalg des Schalthebels. Den gab es so nur für den Volvo Bertone, ihr wisst schon, der mit dem Top Chop ab Werk. Da Wolfgang eine tief sitzende Abneigung gegen orange Blinker hat, tauschte er diese gegen weiße. Außerdem hielten ein Heckscheibenrollo, diverse seltene Fahrwerksparts und eine Sportauspuffanlage von Simons Einzug. All das verbaute Zubehör aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Wichtig zu wissen ist nur Folgendes: Alles original Volvo oder zumindest über Volvo seinerzeit vertrieben. So kommt ein sehr harmonisches Gesamtbild zustande. An sich fehlen ja nur noch US-Scheinwerfer.
Wolfgang und sein Volvo 240
Um das ganze stilgerecht in Szene zu setzten, wurde oben genannter Jano mit seiner Kamera bemüht. Im richtigen Leben lautet sein Name Jan und er ist Spezialist für Konzertfotografie. Was er allerdings auch nur als Hobby betreibt. Der Mann hat leider einen sehr engen Terminplan und musste sich für das Shooting erst mal was freischaufeln. Aber als es dann klappte war ich ganz ehrlich sprachlos! Vielen Dank für die schönen Bilder und dass du uns damit die Chance gibst, diesen deliziösen Schweden gebührend zu feiern.
Wolfgang und sein Volvo 240
Und Wolfgang: Auch wenn du keine Cordsackos trägst, Lederjacken passen ja auch ganz gut zu deiner Karre.
Wolfgang und sein Volvo 240
Wolfgang und sein Volvo 240
Wolfgang und sein Volvo 240
Wolfgang und sein Volvo 240
Wolfgang und sein Volvo 240
Wolfgang und sein Volvo 240

Text: CW
Bilder: JANO
Gegengelesen: DRB/VH

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2013/01/wolfgang-und-sein-volvo-240-was-macht.html

Created Montag, 07. Januar 2013 Tags Bamako Motors | Fusselforum | Jano | limousine | OEM | Spießer | Volvo | Volvo 240 Document type Article
19 Dec 2012

Zu Gast bei

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Er war etwas wirr, unser Besuch bei den Jungs und Mädchen von „Old Cars Young Blood“. Doch das eine oder andere Foto konnten wir ergattern. Vorhang auf für Steffens freshen 32er Passat und den Golf 2 von Marcella, der Dame des Hauses – oder besser der Halle?

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War das eine chaotische Tour. Ich habe schon gar nicht mehr damit gerechnet, dass wir an dieser Halle im Nirgendwo aufschlagen würden, denn nach einer Vollsperrung auf der Bahn standen wir erst mal ne ganze Weile. Man glaubt es kaum. Trotz tausender Autobahnkilometer mein erstes Mal in einer Vollsperrung. Erinnerte irgendwie an Szenen aus einschlägigen Endzeitfilmen und so vertrieben wir uns mit viel Spinnerei die Zeit. Während wir also mehr oder weniger fröhlich im Stau steckten (meinem Fahrer hat das weniger Spaß gemacht, da er kein Bier dabei hatte), schmorten in einer Halle ein paar nette Leute und glaubten schon nicht mehr so recht an unser Erscheinen.
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So wunderte es uns auch nicht, dass statt des 73er Passat mitten in der Halle ein 35i(iihh) stand, der auf eine Lackierung wartete. Steffen wollte gerade mit dem Abkleben beginnen, als wir hereinplatzten.
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Dann ging aber alles ganz locker von der Hand. Unsere Verspätung war schnell vergessen und der Pampersbomber tauschte seinen Platz in der ersten Reihe mit dem Oldtimer. Und der war mal richtig nach meinem Geschmack. Mit Stolz trägt er seine Blessuren, Narben und andere Kampfspuren: Hier und dort ausgebessert, ein unlackierter Kotflügel, ein paar Dellen und Kratzer. Halt alles, was so ein bewegtes Autoleben mit sich bringt. Aber er war nicht verlottert. Man sah ihm sofort an, dass er gepflegt und gehütet wird. Und da der Schesen bereits seine beinahe 40 Jahre auf dem Buckel hat, wurde er eben nicht erst seit Gestern so behandelt.
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Steffen hat den Volkswagen vor zwei Jahren in einem großen Onlineauktionshaus aufgetan. Laut Brief stand das Auto davor 10 Jahre und hat das große Glück gehabt, seine ersten Dekaden von ein und der selben Hand gehütet zu werden. Zwischendurch sollte er von einer dritten Partei restauriert werden, was diese aber verwarf und ihn dann zum Verkauf anbot. Und dann stand er halt eines Tages vor der Tür von „Old Cars Young Blood“.
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Wenn man die Form mit einem Mercedes, Ford, BMW oder Opel aus diesen Tagen vergleicht, stinkt so ein Passat leider gnadenlos ab. Sorry Steffen. Aber dafür hat er etwas ganz eigenes. Einerseits extrem bieder, andererseits sogar spannend. Und wenn man sich die Form im Detail ansieht, entdeckt man seine Highlights. Am besten gefällt mir die dicke C-Säule mit den scharf ausgeschnittenen großflächigen Fenstern. Und man bemerkt ganz schnell, dass das Auto damals auf der Höhe seiner Zeit war. Genau die gleichen Details entdeckt der Betrachter bei Exoten wie Lotus oder Lamborghini. Glatte, gespannte Flächen, scharfe Linien und große Fensterflächen. Eigentlich ein richtiger Sportwagen! Nein, so weit wollen wir dann bei dem mit werksseitig 55PS ausgestatteten Boliden doch nicht gehen.
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Viel Arbeit hatte sein Besitzer übrigens nicht mit dem Auto. Ein Blech musste eingeschweißt und eine Sicherung erneuert werden, dann kam der obligatorische Ölwechsel. Das reichte für knappe 20 000 Kilometer Fahrspaß alleine in der Saison 2011. Und das ohne Mucken. 2012 wurde wieder ein großer Service durchgeführt. 
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Der 1,3 Liter Motor wollte neue Zündkerzen, neues Öl und 'nen neuen Zahnriemen. Die Bremsen sowie das Vierganggetriebe wurden ebenfalls mit neuen Betriebsmitteln ausgestattet. Kleine Designelemente konnte sich Steffen natürlich auch nicht nehmen lassen. So wurde zB auf den Scheiben ausgiebig beklebt, ein kleiner Dachgarten mit Kram aus der Epoche des Fahrzeugs angelegt und in den Kühlergrill zwei gekreuzte Ventile, sozusagen als Mahnmal für die Anderen, eingelassen.
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Allerdings machte Steffen dieses Jahr eine weniger schöne Entdeckung. Unter der Gummifußmatte blüht der Gilb. Aber da wird er sicherlich auch noch eine Lösung finden.
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Kommen wir zum Golf von Marcella. Sie ist Künstlerin. Genauer gesagt Tattoowiererin. Und an ihrem Golf bin ich erst mal vorbeigegangen. Ganz schön dumm von mir. "Naja, halt mal wieder son Golf 2" hab ich mir ehrlich gesagt gedacht. Dabei ist er nach dem gleichen Prinzip wie meine eigene Karre aufgebaut. Auf den ersten Blick ziemlich "Stock" wie der Kenner sagen würde, doch an vielen Ecken und Enden dezente bis - wenn man sie denn entdeckt hat - richtig auffällige Details verbaut.
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Das coolste – und ich glaube kaum das ich das sage - war die Basskiste im Kofferraum. Nicht einfach so'n dümlicher mit Filz bespannter Pressholzwürfel, sondern dezent und stilvoll in einen uralten Koffer eingelassen. Solche Dinge begeistern mich einfach, da man zwei Mal hinsehen muss um den Gag zu erkennen.
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Ebenfalls schön fand ich die passende Individualisierung des Schaltknaufs. Eine schöne, alte Spulen-Tattoo-Maschine (die, die noch mit Elektromagneten laufen und dieses mehr oder weniger schöne Rattergeräusch von sich geben) ziert die Spitze des Gangwählhebels. So muss die Wagenlenkerin selbst beim Auto fahren nicht ganz von ihrer Lieblingstätigkeit ablassen!
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Die Front hat dann ein paar schmucke Details in Form eines gelben Zusatzscheinwerfers und eines selbsgemachten Stickerbombings erhalten. Die Tellerminenfelgen noch farblich abgesetzt, den Wagen durch ein Gewindefahrwerk bodennah abgelegt, so dass die standard Rad/Reifen-Kombination trotzdem sehr schön wirkt und fertig war der zwar individuelle aber nicht überladene Alltagsschlitten. An sich genau richtig. So hat man das Gefühl nach Hause in sein Revier zu kommen aber es glotzt einem auch nicht jeder Depp hinterher wie Kühe einem Zug.
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Text/Bilder: CW
Gegengelesen: DRB

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2012/12/zu-gast-bei-es-war-etwas-chaotisch.html

Created Mittwoch, 19. Dezember 2012 Document type Article
02 Dec 2012

Essen Motor Show 2012

Essen Motor Show 2012

Kevin lädt zum Tanz

Essen Motor Show 2012

 Sie haben Stil, sie sind jung und sie sehen super aus. Für alle Kevins dieser Welt und alle, die an Kevins Welt interessiert sind, ist die Motor Show in Essen einfach ein Muss! Und so sind wir da natürlich auch mal hingefahren. Man muss ja auf dem Laufenden bleiben.

Essen Motor Show 2012

Wie das Intro schon vermuten lässt, gibt es Solche und Solche. Die Einen rennen mit stolz geschwollenem Bizeps durch die Hallen, geschultert haben sie eine Monsterface Stoßstange für ihren Polo 6n, und der Andere steht ratlos daneben und fragt sich, was das alles soll. Und dann gibt es die, die sich das Spektakel als Gesamtes einfach antun wollen.
Essen Motor Show 2012
So ging es mir. In den letzten Jahren habe ich es aus Langeweile nicht geschafft, auf die EMS zu gehen, doch dieses Jahr musste es mal wieder sein. Und ich war durchaus positiv überrascht. Während ich bei meinen letzten drei Besuchen das Gefühl hatte, dass sich da rein gar nichts tut, gab es dieses Mal beinahe mehr Interessantes zu sehen als auf der Techno Classica. Und leider auch das genaue Gegenteil.
Essen Motor Show 2012

In die Beliebigkeit individualisiert

Überhaupt scheint die Messe noch bunter geworden zu sein. Gut, wenn man durch die Hallen wandelt, beschleicht einen oft das ungute Gefühl, dass man schon mal an dieser und jener Stelle vorbeigekommen ist, besonders wenn man keinen Lageplan dabei hat. Das hat den Grund, dass auch dieses Jahr diverse Autos von verschiedenen Ausstellen dann doch mehr als identisch aussahen. Ist da etwa Werksspionage im Spiel oder ist man da zu sehr dem Trend hinterhergelaufen? Ich tippe auf Letzteres. Gerade und ganz besonders war es bei den kommerziellen Ausstellern der Fall, dass die Karren teilweise sehr beliebig daherkamen und auf Fotos nur durch die Werbebeschriftung zu unterscheiden sind. Darum erspare ich euch die auch.
Essen Motor Show 2012
Ich sag mal nicht was mir zu diesem Ding eingefallen ist. Toll find ichs nicht.

Die echte Show machen die Enthusiasten

Dicke Titten, Klamotten, die für viel kleinere Personen geschneidert worden zu sein scheinen, Dubstep und bunte Lichter. Das sind die kommerziellen Stände. Will man aber wirklich etwas zu sehen bekommen, etwas, wo Ideen, Visionen und Kreativität drin steckt, dann hat man nur die Möglichkeit, das Stockwerk zu wechseln und zu den Privatleuten zu gehen. Oben, in den Hallen 8.1 und 9.1 waren diverse Clubs anzutreffen. Außerdem der eine oder andere Teilehöker und Werkzeugfachmann. Besonders interessant sind die Stände der Clubs, die hier aufschlagen.
Essen Motor Show 2012
Gut, der Rod gehört genau wie der Van zu einem Shop. Sie waren trotzdem eine wohltuende Abwechselung.
Essen Motor Show 2012
Essen Motor Show 2012

Zum Beispiel der Saab Club. Ein wunderschöner 96er im Rallyetrimm und ein eher dezent aufgemachter 900 Turbo. Da war die Mehrleistung an sich nur durch den Ölkühler zu erahnen. An die Saableute: Entschuldigt nochmal, dass ich eure halbe Standdeko bei meinem kleinen Unfall umgeworfen habe.
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Ratten im Keller

Jeder, der nicht das erste Mal auf der EMS ist, weiß, dass man für den richtig heißen Scheiß in den Untergrund gehen muss. In die berüchtigte Halle 1A . Bei Ausstellern eher verschmäht, weil sich relativ wenig Messebesucher hierher verirren, bei sachkundigen Gästen hingegen beliebt. Und so war auch der Keller wieder mein erklärtes Ziel des Tages. Besonders da ich wusste, dass sich 14 Ratten dorthin verirrt hatten.
Essen Motor Show 2012
Essen Motor Show 2012
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Ganz ehrlich? Die Jungs waren die beinahe einzigen, die sich wirklich Mühe mit der Standgestaltung gegeben haben. Das sage ich nicht, weil ich ohnehin Sympathie zu dieser Clique hege. Das müssen sogar Leute anerkennen, die Ratten komplett über finden.
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Wie es typisch für die Scene ist, wurde mit Müll und Schrott nur so um sich geworfen. Die Dachgärten gediehen in voller Pracht, ebenso der Rost am Golfradlauf. Aber es machte auch einfach Spaß, sich die ganzen Details genauer anzusehen. Ebenfalls als positiv anzusehen ist der realistische Querschnitt der ausgewählten Fahrzeuge. Diverse Golf 2 und 3 sowie ein Trabant von den Hood Ridern, etwas Luftgekühltes aus Wolfsburg und ein Mini von den Kultblechleuten. Es fehlte an sich nur ein 3er BMW von den Kings of Cruising.
Essen Motor Show 2012
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Auch der Rest der Katakomben war töfte. Viel kultiges Altblech, schön und verbastelt. Allerdings mit Qualität. Auch wenn vieles nicht unbedingt meinen Geschmack getroffen hat, war es toll zu sehen, was die Leute an Hirnschmalz in ihre Vehikel investieren.
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Gamers paradise

Computerspiele sind schon lange in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Und spätestens, seit es LCD-Bildschirme gibt, gehören sie auch beim Autotuning zum guten Ton. So fand man an jeder Ecke die Gelegenheit zu zocken, einen Simulator zu betreten oder eben Autos, die das Gamerherz höher schlagen lassen. Etwa ein Lupo mit mit einem halben weiteren Lupo als Anhänger, der zum Gamingtempel umgebaut wurde. Die perfekte Lösung, wenn das Autotreffen ins Wasser fällt oder die anderen Leute einem am Arsch vorbei gehen.
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Driften bis der Arzt kommt

Dann gab es natürlich noch die Driftstrecke für die, welche ein Auto nicht nur in „Gran Tourismo“ unter Kontrolle halten können. Leider waren die ganze Zeit derartig dichte Menschentrauben um die Driftfahrzeuge gedrängt, dass es keine reelle Chance auf ein anständiges Bild gab. Dafür habe ich in einem ruhigen Moment mal die Offroadkisten abgelichtet. Die waren mit meine Lieblinge des Tages. Zweckmäßig, stabil, brutal und zudem ziemlich cool.
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Essen Motor Show 2012
Essen Motor Show 2012
Für einen Blick über den Tellerrand hat sich das ganze auf jeden Fall gelohnt. Und zur Essen Motor Show gehören eben nicht nur die Autos, Dubstep oder Fleischbeschau. Da gehören auch die Leute dazu. Und das war auch ganz großes Kino.
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 Text und Bilder: CW

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2012/12/essen-motor-show-2012-kevin-ladt-zum.html

Created Sonntag, 02. Dezember 2012 Tags 2012 | Bamako Motors | Essen Motor Show | Ratten | Tuning Document type Article
21 Nov 2012

Der Polo vom Chef

 Der Polo vom Chef

Der Polo vom Chef

Während ich ganz professionell bei Instantcappucino, selbst gedrehten Kippen und einem leiernden Cash-Tape hier sitze und diesen Text schreibe, denke ich mir, dass genau das die Essenz dieses Polos sein könnte. Endlich habe ich eine Textidee! Ach ja. Es geht um den Wagen des Chefs von Bamako Motors. 

 

Der Polo vom Chef
Den Charme einer Sparkassenfiliale Mitte der 90er. Allerdings etwas runtergekommen und in das Jetzt gerettet, ohne einmal ernsthaft gestrichen worden zu sein. Es gibt so viele grandiose Beschreibungen für diesen wunderschönen Polo. Aber diese gefällt mir richtig gut.
Der Polo vom Chef
Da hat man gleich ein Bild vor Augen und muss sich unwillkürlich ein Gähnen verkneifen. Auch dieses leichte Unwohlsein, welches einen beim betreten dieser muffigen Einrichtungen beschleicht, ist direkt vorhanden. Dabei tut man dem Auto unrecht. Hmm, naja. So wirklich unrecht tut man ihm nicht.
Der Polo vom Chef
Dank Gasanlage ist der Polo vom Cheffe mindestens so temperamentvoll wie die frustrierte Mittvierzigerin hinter dem Bankschalter unserer fiktiven Sparkassenfiliale. Und er versteht sich genau so gut im Geld sparen. Die Tankrechnung zaubert dem Headquarter zwar nicht gerade ein Lächeln ins Gesicht, immerhin handelt es sich um eine Rechnung, sie sorgt aber für weit weniger Sorgenfalten als bei Superbenzin. Da das Auto ein Kilometerfresser ist und täglich genutzt wird, muss das auch so sein.
Der Polo vom Chef
Eine sichere Bank ist das Steilheck ohnehin. Technisch befindet es sich in einem ziemlich guten Zustand und dank volkswagenseitiger Rostvorsorge steht es auch noch gut im Blech. Ich, als eher Richtung Schweden oder Rüsselheim gepolter Mensch, muss das ja auch mal neidlos anerkennen. Golf 2 oder eben Polo 2 sind wirklich sehr dankbare Autos und gehören mit zu dem besten, was Langzeithaltbarkeit angeht. Und es tut nur ein ganz bisschen weh, das zuzugeben.
Der Polo vom Chef
Für den Fall, dass da doch mal was zu Bruch geht, hortet der Besitzer genug Ersatzteile um sich mindestens einen weiteren Polo zusammenzuschweißen. Bitte wörtlich nehmen. In den Katakomben der Bamako Motors Doppelgarage lagert der Legende nach ein in Einzelteile zerflextes weiteres 86c Steilheck. Sicher ist sicher.
Der Polo vom Chef
 Das dachte sich auch das Headquarter und verbesserte kurzerhand den Rostschutz um geschätzte 1000 weitere Lebensjahre. Fluid Film und Perma Film sei dank!
Der Polo vom Chef
Das der weiße Wolfsburger im Vergleich zu den restlichen Bamako Karren sehr dezent daher kommt fällt schon wieder auf. Er ist schlicht das Arbeitstier und keine Showkarre. Dabei sah er zwischenzeitlich wesentlich rattiger aus und wurde schließlich zurück gerüstet. Der Grund ist auch hier wieder die gesteigerte Alltagstauglichkeit. Fällt man weniger auf, kommt man auch ungestörter von A nach B. Und man muss im Daily ja auch nicht immer im Mittelpunkt stehen. Original ist das Auto trotzdem nicht. Die fette Beule im rechten Seitenteil, notdürftig geflickt mit dem, was gerade an Farbe da war, stammt vom Vorbesitzer und hat natürlich weitere Euros bei der Anschaffung eingespart.
Der Polo vom Chef
Als Bastler kann man selbstredend nicht alles original lassen. Darum ist das Innere auch den Bedürfnissen angepasst. Käferlenkrad, verlängerter Schalthebel und Käferknauf. Außerdem ist der Beinfahrersitz rausgeflogen. Wer braucht den schon? Dafür hat man nun viel mehr Ladekapazität oder wahlweise genug Platz für den selbst gemachten Cupholder.
Wer weiß. Eventuell wird die Kiste ja mal so ein Experiment nach dem Motto „Wie lange lebt ein Auto?“ und er sieht auch in zwei Dekaden noch so aus wie jetzt. Ähnlich wie bei diesen Angestellten in den Geldinstituten, bei denen man sich nach jedem Besuch wundert, dass die schon mindestens 30 Jahre wie 50 aussehen.
Der Polo vom Chef

Text/Bilder: CW
Gegengelesen von Simon

Original http://bamako-motors.blogspot.com/2012/11/polo-vom-chef-wahrend-ich-ganz.html

Created Mittwoch, 21. November 2012 Tags 86c | 90er | Bamako Motors | erdgas | Steilheck | Volkswagen | vw polo Document type Article