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25 Mar 2012

Probefahrt: Chevrolet Camaro V8

Disclaimer für die Transparenz: Chevrolet Deutschland hat mir den Camaro als Presse-Testfahrzeug zur Verfügung gestellt. Wer meint, dass dies mein Urteil beeinflusst, sollte den nachstehenden Artikel erst gar nicht lesen.

“Es tut mir Leid doch ich muss leider gestehen es gibt Dinge auf der Welt, die sind – leider geil. Auto’s machen Dreck, Umwelt geht kaputt doch ‘ne fette neue Karre is’ – leider geil.” heisst es in dem neuen Song von Deichkind. Leider geil. Genau das denke ich ständig während ich im Chevrolet Camaro sitze. Erwartet hatte ich ein Fahrzeug, welches sich mit Charles Bukowski vergleichen lässt. Obzsön bis zum Umfallen, dabei saufend und rauchend. Doch der Camaro hat mich vollkommen überrascht.


Erster Eindruck

Ein kurzer Rundgang um den inferno orangenen (eine nicht gerade unauffällige Farbgebung) Chevrolet Camaro. Der Wagen ist wuchtig. Durch und durch. Und kantig. Ich mag das. Die beleuchteten Scheinwerferringe betonen dies an der Front, die bislang nur auf dem europäischen Markt verbauten LED-Rückleuten unterstreichen das markante Heck. Die fensterrahmenlose Tür schwingt weit auf und ich lasse mich in den Fahrersitz gleiten. Manch einer mag von dem Cockpit erschlagen werden. Die Amerikaner haben eben einen anderen Geschmack. Mein erster Eindruck – mein letzter USA-Urlaub mit Leihwagen liegt schon ein Weilchen zurück – ist auch “Was für eine Plastikwüste”.

Der Sitz lässt sich 6-fach elektrisch verstellen (Bedienelemente am Sitz außen, lassen sich auch während der Fahrt probelmlos erreichen) und ich fühle mich darin sehr wohl. Schlüssel ins Zündschloss und los. Nach dem ersten Rasten reagieren die Instrumente. Alle Zeiger wandern erst einmal in Maximalstellung. Das HUD-Display meldet sich mit einem Camaro-Logo online. Ich bin versucht “K.I.T.T. – bring mich nach Düsseldorf” auszusprechen. Stattdessen drehe ich den Zündschlüssel weiter. Der V8 erwacht und röhrt einmal kurz auf. Die Schwingungen des Motors spüre ich im Sitz. Ein erstes keckes Grinsen macht sich auf meinem Gesicht breit.

Für die ersten Meter vom Parkplatz bediene ich mich eines Einweisers. Zu unübersichtlich und ungewohnt ist der Chevy Camaro für mich. Dann auf der Straße, versuche ich meinen Gasfuß in Einklang mit der Reaktion des Motors zu bringen. Eine zu ungestüme Bewegung des Fußes quittiert der Camaro mit einem Motorröhren, was den Wagen zeitgleich nach vorne katapultiert. Den Dreh habe ich aber schnell raus und kann bequem im Stadtverkehr mitschwimmen. Recht schnell führt mich mein Weg auf die Autobahn. Die Beschleunigung des Chevrolet Camaro ist atemberaubend. 200 km/h sind schnell erreicht. Mit einem dicken Grinsen im Gesicht. Dabei bleibt es im Innenraum – ganz gegen meine Erwartungen – so leise, dass man sich ganz locker unterhalten kann. Die Qualität des Fahrbahnbelags gibt der Chevrolet Camaro ungefiltert an den Fahrer weiter. Als “Bretthart” empfinde ich das Fahrwerk. Auf dem Beifahrersitz fährt es sich bequemer. Mein erster Eindruck: Das Auto macht Spaß und ist genau dafür gebaut worden.

Alltagstauglichkeit

Ich finde die Wuchtigkeit des Camaro sexy. Ich habe mich des öfteres dabei erwischt, wie ich an der Balkontür gestanden und minutenlang auf das Heck des Camaro gestarrt habe. Wuchtig. Anders. Sexy. Sitzt man auf dem Fahrersitz kommt diese Wuchtigkeit auch im Innenraum an. Denn der Camaro ist alles andere als übersichtlich. Vorne eine Schießscharte, hinten eine Schießscharte. Die kleinen Fenster zwischen B- und C-Säule sind zwar defacto vorhandern, beim Schulterblick sieht man trotzdem nichts. Die vordere Schießscharte verliert dann auch noch ein paar Zentimeter durch die angedeutete Hutze. Im Vergleich zur Fensterfläche sind die Rückspiegel gigantisch. Sie sorgen dafür, dass man stets die breiten hinteren Kotflügel im Blick hat. Und verdammt will ich sein, ich finde das cool und sexy.

In den USA ist bekanntlich alles größer. Die Straßen sind breiter, in die Parkplatzbuchten kann man zwei handelsübliche deutsche Autos stellen. In unseren Breiten sind die Abmessungen des Camaro nicht wirklich passend. Zwar hilft die Rückfahrkamera mit dem im Rückspiegel integrierten Display ungemein bei Rückwärtsfahren, des öfteren hätte ich mir aber auch Kameras links, rechts und vorne gewünscht. Gut, ich hatte den Chevrolet Camaro gerade mal 72 Stunden bei mir und es ist zu erwarten, dass man sich nach ein paar weiteren Tagen an die Abmessungen gewöhnt.

Auf die Rücksitze passt ein Kindersitz – davor noch ein Heranwachsender oder Erwachsener, so konnte ich beide Kinder an Schule und Kita in einem Rutsch verteilen. Erwachsenen (auch nicht Teenagern) möchte man (zumindest längere) Mitfahrten auf den hinteren Sitzen nicht zumuten, denn von Beinfreiheit kann hier nicht gesprochen werden. Für die Fahrt ins Kino oder zur nächsten Zappelhalle sollte es aber reichen. Der Kofferraum ist gar nicht mal klein (384 Liter) und man kann bei Bedarf auch noch die Rücksitzlehnen umklappen. Allerdings ist die Öffnung – vor allem im Vergleich zu allen anderen Dimensionen – winzig. Unseren Wocheneinkauf haben wir gut verstauen können, die Einkaufskiste wieder aus dem Kofferraum zu heben, forderte allerdings etwas Geschick.

Ausstattung und Infotainment

Der Neuwagenkauf in den USA unterscheidet sich grundlegend von unseren Gepflogenheiten. Car-Konfigatoren hat ein amerikanischer Hersteller erst jüngst als den neuen heiligen Gral angekündigt. Der Duruchschnittsamerikaner fährt zu einem Händler und sucht sich dort ein vorhandenes Fahrzeug aus. Ist die Wunschfarbe nicht verfügbar, guckt er beim nächsten Händler. Die Ausstattung kann man nicht konfigurieren, das Fahrzeug wird in der Regel in Vollausstattung verkauft. Lediglich ein paar wenige Features sind optional. Und ebenso wird der Chevrolet Camaro auch in Deutschland verkauft. Cabrio oder Coupé. Schalter oder Automatik. Farbe (Metallic 800 Euro Aufpreis, Premium-Lackierung 1000 Euro Aufpreis). Ende der Entscheidungskette. Drei weitere Zusatzoptionen kann der deutsche Käufer wählen: Glashub-Schiebedach (1000 Euro), Rallye-Streifen (500 Euro), polierte Felgen (500 Euro) und Lederausstattung in Schwarz mit Inferno Orange (500 Euro – die anderen Lederfarben sind nicht aufpreispflichtig). Bei einem Grundpreis von 40.990 Euro für das Coupé mit Automatikgetriebe, eingebautem Schiebedach, schwarzen Rallye-Streifen, Sonderfarbe Inferno Orange und gleichfarbiger Lederausstattung kostet mein Chevrolet Camaro also 42.990 Euro.

Serienmässig sind Einparkhilfe hinten (Piepser, Kamera und Display im Rückspiegel), Isofix-Halterungen hinten, ABS, ESP, Gurtkraftbegrenzer, Xenonlicht, Lederrenkrad, Head-Up-Display, Bordcomputer, Schaltwippen, Reifendruckanzeige, CD-Radio mit 9 Lautsprechern, manuell verstellbare Lenksäule, elektrische Außenspiegel (beheizt und automatisch abblendent), Diebstahlwarnanlage, Klimaanlage, Pollenfilter und 20 Zoll-Alufelgen. Da bleibt eigentlich kaum ein Wunsch über – lediglich Parkpiepser vorne wären aus meiner Sicht noch wünschenswert.

An die oben genannte Plastikwüste habe ich mich nach dem dritten Einsteigen gewöhnt. Ich empfinde sie nicht mehr als ungewöhnlich, sondern kann ihr sogar etwas abgewinnen. Einmal erwische ich mich dabei, wie ich die in Wagenfarbe lackierte Plastiktürverkleidung streichle. Ich mag es, wenn sich so viel Lack im Innenraum wieder findet.  Zudem sind die oberen Kanten der Verkleidung illuminiert, was voll und ganz meinen Geschmack trifft.

Die Ausstattungsfeatures von denen man erwartet, dass sie funktionieren, funktionieren. Heckscheibenheizung und auch die beheizten Spiegel sogar sehr gut und schnell. Das HUD-Display finde ich genial und vermisse es jetzt in meinem Alltagsfahrzeug. Die Geschwindigkeit auf der Autobahn stets im Auge zu haben, ist extrem angenehm – im Chevy besonders, weil sich die Instrumente tagsüber nicht wirklich toll ablesen lassen. Das HUD-Display rockt! Die Funktionstasten auf dem Lenkrad sind sinnvoll angeordnet und lassen sich auch gut bedienen. Bei der geballten Motorleistung würde man sich vielleicht noch die Funktion eines Geschwindigkeitsbegrenzers wünschen. Die Zusatzinstrumente in der Mittelkonsole sollen wohl die Sportlichkeit des Autos unterstützen. Hier wäre nach deutschem Geschmack weniger vielleicht mehr gewesen. Das Testfahrzeug hatte 15.000 km auf der Uhr. Ich behaupte mal, dass 15.000 km in einem Pressetestfahrzeug einer Belastung von etwa 30.000 km bei normaler Nutzung entsprechen. Nichts wirkte abgenutzt und vor allem – weil hier ja durchaus Vorurteile gegenüber amerikanischen Autos vorherrschen – nichts klapperte.

Das Infotainment-Paket ist von Boston Acoustics® und besteht aus einem RDS CD-Radio mit MP3-CD-Abspielmöglichkeit und 9 verbauten Lautsprechern. Der Austausch des Radios durch ein anderes Gerät ist nicht ohne weiteres möglich. Für audiophil-anspruchsvolle Musikliebhaber stellt die Anlage nicht wirklich die Speerspitze des technisch Machbaren dar. Ordentlich abgemischte Musik gibt das System gut wieder, matschige Tonaufnahmen machen hingegen keinen Spaß. Rock und HipHop funktionieren hervorragend. Die Maximal-Lautstärke ist ausreichend und übertönt zu jeder Zeit auch den Motor.

Die Anbindung des iPhones als Telefon zur Nutzung der Freisprechfunktion per Bluetooth erfolgt schnell, zuverlässig und unspektakulär. Man wird verstanden, die Wiedergabe meines Telefonpartners fand ich einen Hauch zu dumpf. Die Einbindung des iPhones als Musikquelle kann auf zwei Arten erfolgen: Entweder ebenfalls per Bluetooth – hier muss im iPhone ein zweites Gerät erkannt und genutzt werden. Oder aber per USB-Anschluss der sich im Fach unterhalb der Armlehne befindet (Strom reicht nicht aus, um ein iPad zu laden, ein iPhone selbstverständlich schon). Bei der kabelgebundenen Nutzung hat man den Vorteil, dass die Namen von Interpreten und Musikstück auch im Display (sogar beim ersten Anspielen verkürzt im HUD-Dispaly) angezeigt werden. Die Steuerung des iPhones über das Radio ist selbsterklärend und einfach. Wer nicht gerade stundenlang die Playlisten studieren will, erledigt das locker bei der Fahrt. Mir würde die verbaute Anlage vollkommen ausreichen. Ein Navigationssystem ist nicht vorgesehen. Es befinden sich aber zwei Stromquellen im Innenraum, die Vordere am Anfang der Mittelkonsole spendet dem iPhone an der Fronscheibe Strom und die Hintere im Fach unter der Armlehne kann der Beifahrer sein Telefon noch USB aufladen.

Fahrvergnügen und Außenwirkung

Wann schreibt der Kerl denn endlich etwas über den Motor? Jetzt. Aus 6.132 Liter (!!!) Hubraum schöpft der Chevrolet Camaro 405 PS (der Selbstschalter hat 432 PS). Bei jedem beherzten Druck aufs Gaspedal wird man dabei in die Sitze gepresst. Selbst bei 120 km/h. Bei 259 km/h meldet das HUD, dass jetzt abgeregelt wird (laut Navi sind das dann 250 Navi-km/h). Ohne, dass ich jetzt tägich hochmotorisierte Autos fahre, finde ich die Beschleunigung bemerkenswert. In Zahlen ausgedrückt beschleunigt der Camaro laut Herstellerangabe in 5.4 (Schalter 5.2) Sekunden von 0 auf 100 km/h. Gefühlt macht er das deutlich schneller. Umso angenehmer finde ich das HUD. Gerade in der Stadt beschleunigt man ungewollt schnell mal auf 80 km/h, das Display zeigt das gesetzliche Fehlverhalten deutlich.

Auf der Autobahn liegt der Camaro wie ein Brett. Ab 230 km/h empfinde ich die Geschwindigkeit als anstregend. Auf der Landstrasse habe ich keine Probleme – auch wenn ich den Camaro nicht in irgendwelche Grenzregionen bringe. Aus der Sicht eines “normalen” Autofahrers eben, der sich ein sportliches Auto wünscht fährt sich der Camaro unspektakulär einfach. Den Weg über die holperige Landstrasse würde ich allerdings meiden – wie wohl auch jeder andere der mit einem hart eingestellten Sportfahrwerk unterwegs ist.

Die Automatik schaltet in der Regel irgendwo zwischen 2000 und 3000 Umdrehungen. Je nachdem wie fest und lange man das Gaspedal in Richtung Bodenblech drückt, schaltet das System zurück. Das klappt sehr ordentlich. Lediglich oberhalb der 200 km/h habe ich da ein-zwei Mal eine Unstimmigkeit gespürt. Für den noch sportlicheren Fahrer gibt es den manuellen Modus, bei dem der Motor bis in den roten Bereich dreht oder eben bis man die Schaltwippe betätigt. Unnötig festzuhalten, dass diese Form der Fahrweise den Verbrauch auch proportional ansteigen lässt.

Die Außenwirkung des Chevrolet Camaros ist interessant. Ich hatte das Gefühl, dass die Leute sich eher verstohlen umsehen, wenn sie sich aber unbeobachtet fühlen, dem Wagen freundlich interessiert hinterher gucken. Im direkten Gespräch war fast immer die zweite Frage “Was verbraucht der denn?”. Bei einem Teil der anderen Verkehrsteilnehmer löst der Camaro wohl einen kurzzeitigen Testosteron-Ausstoß aus. Als wir auf dem Supermarkt-Parkplatz Fotos schossen, fuhr jeder zweite Pilot – ob Micra oder E-Klasse – sehr sportlich an uns vorbei. Auf der Autobahn überholte mich ein Porsche in einer 100 km/h Zone sehr langsam, und liess es sich nicht nehmen, ein paar Mal den Motor aufheulen zu lassen.

Gestern, als ich den Wagen wieder zurück brachte, hatte ich einen ganz anderen Effekt auf der Autobahn. Das Überholprestige ist enorm. Die Leute machten sofort Platz, wenn ich von hinten kam. Camaro-Fahrer müssen niemals dicht auffahren, da ist immer Platz. Noch viel schöner aber – niemand drängelt von hinten. Ich bin einen Großteil der Strecke mit 130 km/h gecruise’t. Wenn ein Überholmanöver mal ein wenig länger dauerte, weil die zu überholende Fahrzeugschlange etwas länger war, hielt alles, was da von hinten kam, ganz gebührend Abstand. Was für ein entspanntes Fahren.

Der Camaro lädt durchaus zum Cruisen ein. Mit 55 km/h durch die nächtliche Stadt, dabei den Soundtrack von Fast-n-Furious in nahezu voller Lautstärke aus der Anlage dröhnend- unbezahlbar. Aber der Camaro verleitet auch – zumindest mich – immer mal wieder “die Sau rauszulassen”, an der Ampel das Gas mal eben etwas mehr durchzudrücken. Nicht um mit quietschenden Reifen anzufahren, sondern nur, damit man in die Sitze gepresst wird und der V8 sich lautstark meldet. Das macht einfach richtig Spaß. Und wenn ich “richtig Spaß” schreibe, dann meine ich das genauso. Der Chevrolet Camaro macht schlicht und einfach eine Menge Spaß!

Dazu vielleicht ein kleine Geschichte am Rande. Eine zweispurige Straße irgendwo in Bielefeld. Die Ampel wird rot, man ordnet sich brav auf der freien rechten Spur ein. Wenig später rollt ein SL auf die linke Spur. Der kurze Seitenblick wird von dem SL-Fahrer mit einem belustigten Grinsen quittiert. Die Ampel springt auf Grün, der Fuss auf das Gaspedal. Während der Schall das Geräusch von sich am Asphalt reibenden Gummi neben dem SL formt, ist der Camaro schon über die Kreuzung geschossen. Meine Frau bremst den Camaro etwas ab, schaut zu mir auf den Beifahrersitz und grinst über das ganze Gesicht. Das macht Spaß. Von wegen Männerauto …

Kosten

Was den Fahrspßs trübt, ist der Durst des Camaros. Innerorts gibt Chevrolet den Verrauch mit 18.9 l/100 km an. Außerorst sollen es 9.7 Liter sein, kombiniert 13.1 Liter. Ich habe hier auf 150 km Stadt- und Landfahrt einen Verbrauch von 20 Litern gehabt. Ich gestehe aber, dass dies nicht als exemplarisch zu sehen ist, weil ich – aufgrund der knappen Zeit – doch öfter mal Gas gegeben habe, wo ich nicht musste. Bei den 300 km in den Süden auf der Autobahn hatte ich einen Verbrauch von 14 l/100 km. Das war eine Mischung zwischen 120 km/k und einigen Vollgasstrecken (zwischen 200 und 259 km/h). Ich behaupte aber, dass ich den Camaro im Alltag bei 12 Litern bewegen kann. Mein Ford S-Max nimmt etwas über 11 Liter – da ist der Unterschied nicht mehr so gross wie 6.1 Liter Hubraum und über 400 PS denken lassen. Getankt wird im Idealfall übrigens SuperPlus.

Ich würde den Verbrauch aber nicht überbewerten. Der Camaro ist kein Familienkombi sondern eindeutig ein Spaßauto. Ein Spaßauto, was man auch alltäglich fahren kann. Und wenn es einen dann packt, muss man sich eben klarmachen, dass das Hobby jetzt gerade Geld kostet. Zudem sollte man auch immer mal an die Reifen denken. Auf der Hinterachse sind 275/40ZR20 montiert, die kosten – eben gerade bei einem beliebigen Anbieter geguckt – mal eben locker 750 Euro das Stück. Die vorderen Gummis, deren Wechsel wohl weniger oft erfolgen muss, in der Dimension 245/45ZR20 liegen bei 200 Euro.

Vater Staat will 512 Euro jährlich vom Camaro-Inhaber sehen. Versicherung für mich bei jeweils 100% SF und Vollkasko kostet pro Jahr um die 2.100 Euro (Jeder weiss, dass dies nur ein völlig pauschaler Richtwert ist und man sich das individuell selbst berechnen lassen muss).

Betrachtet man den Kaufpreis, so kann man wohl kaum preiswerter einen V8 Big Block fahren. Dass die Unterhaltskosten für so ein Auto nicht auf Opel Corsa-Niveau liegen, wird wohl auch jedem klar sein. Wer nach einem besonderen Auto sucht und nicht oder nur bedingt auf eine Familie Rücksicht nehmen muss, bekommt mit dem Chevrolet Camaro ein verdammt spaßiges und interessantes Auto. Mich würde durchaus noch das Cabrio interessieren. Der Aufpreis gegenüber dem Coupé liegt bei 5.000 Euro.

Mein Fazit

72 Stunden war der Schlüssel des Chevrolet Camaros in meinem Besitz. Nicht wirklich genug Zeit für einen ausgiebigen Test. Nicht mal wirklich genug Zeit für ordentliche Bilder oder gar ein Video. Wohl aber genug Zeit, um meine erste Frage zu beantworten: Bringt Dich der Wagen zum Grinsen? Ja! Wer sich für den Camaro entscheidet, bekommt meines Erachtens ein extravagentes, sportliches Auto, was er/sie auch im Alltag fahren kann. Die laufenden Kosten bewegen sich eben auf Sportwagen-Niveau. Für den Kaufpreis gibt es nicht viele gleichgeartete Alternativen.

Ich hatte in dem Chevrolet Camaro mit seinem V8 auf jeden Fall eine Menge Spaß.

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Original: "Auto .. geil"

Created Sonntag, 25. März 2012 Created by Jan Categories Timeline Tags 2012 | Big Block | bilder | camaro | chevrolet | fotos | inferno orange | Probefahrt | Probefahrten | Testfahrt
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20 Oct 2014
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Werbung: Nissan bietet “Freistrom” für alle Elektroautos – Marke egal!

Werbung: Nissan bietet “Freistrom” für alle Elektroautos – Marke egal!

Irgendwie will es ja in Deutschland nicht so recht voran gehen mit der Elektrifizierung unserer Mobilität. Während in vielen anderen Europäischen Ländern Elektroautos längst zum alltäglichen Straßenbild gehören, haben hier die lautlosen Stromer Seltenheitswert und werden nur milde belächelt.

Dabei sind es doch gerade die Deutschen, die in der Vergangenheit immer mit Innovationen glänzten und über kurz oder lang diese auch adaptierten. Und wenn man hier einem Trend gefolgt ist, dann aber so richtig. Warum will die E-Mobilität hier nicht so recht funktionieren?

Die Menschen sind reserviert, haben meist unbegründete Vorurteile gegenüber der Technik und vor allem Berührungsängste. Ich bin selbst einen Nissan Leaf über zwei Wochen im Alltag gefahren und musste schockiert feststellen wie argwöhnisch ich war. Aber nach dem ersten Kontakt sah es ganz anders aus.

Damit in Zukunft noch deutlich mehr Menschen den Kontakt zur E-Mobility nicht scheuen, hat Nissan nun bekanntgegeben, dass zukünftig bei allen Vertragspartnern kostenloser Strom für Elektroautos angeboten wird. Seit dem 3. Oktober ist dies bereits der Fall.

Warum das so wichtig ist? Es beantwortet eine der Ängste der potentiellen Kunden: “Was mache ich wenn ich mal eine längere Strecke fahren muss?” gepaart mit “Was mache ich wenn ich nicht die Kundenkarte für einen der regionalen Ladestations-Betreiber besitze?”. Durchaus zwei wichtige Fragen, denn tatsächlich wird es in so einem Fall unangenehm. Einfach irgendwo laden funktioniert in der Praxis nicht.

Ab jetzt weiss man aber, dass man einfach zu einem der 230 Nissan Vertragspartner auf den Hof fahren kann und sein Elektroauto laden kann. Die Marke des eigenen Elektroautos spielt dabei keine Rolle. Zusätzlich fördert Nissan den weiteren Aufbau der Schnellladestationen, denn nicht jeder Vertragspartner hat eine solche bisher verfügbar. Mit dem Leaf als meistverkauftes Elektroauto der Welt sollte Nissan was das angeht auch mit gutem Beispiel voraus gehen. Denn nur mit einer Schnelladestation ist die volle Ladung innerhalb kürzester Zeit möglich. So oder so: Der Ladevorgang ist für den Kunden vollkommen kostenlos!

Je nach Vertragspartner stehen Ladestationen vom Typ 2, DC-Schnellladesäulen mit CHAdeMO-Schnittstelle und/oder Schuko-Steckdose zur Verfügung.

Bildquelle: Nissan

WERBUNG für Nissan

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Original http://driversgroove.com/werbung-nissan-bietet-freistrom-fuer-alle-elektroautos-marke-egal/

Created Montag, 20. Oktober 2014 Tags autos Document type Video
Categories Timeline Author Can Struck
20 Oct 2014
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Zurück auf Feld 1, Hyundai i20-1571

«Sitzprobe» Hyundai i20

Hyundai i20

Wir durften ihn ja fahren, den neuen Hyundai i20. Aber wir mussten unterschreiben, dass wir vor dem 17. November keine Fahreindrücke beschreiben. Sonst dürfen wir alles in Worte fassen, einfach nicht, wie sich das Teil fährt. Wenn wir denn nun schreiben: es ist dies, also das Fahrerlebnis, eh nicht der Rede wert, schreiben wir dann schon zu viel?

Die deutschen Medien, vor allem die Onliner, haben ja was ganz Neues entdeckt in den vergangenen Monaten: die so genannte Sitzprobe. Da wird also irgendwo auf der Welt ein Automobil vorgestellt - und dann setzt sich der verantwortliche Herr Redaktör dann rein. Auf den Sitz. Und macht wohl noch so ein Geräusch wie: Brumm, brumm. Und das einzigartige Gefühl, das er dann sowie dabei verspürt, wird dann in Worte gefasst, so: irgendwie. Aber Hauptsache, man ist Erster. Ob gscheit oder schön oder klug oder für den Leser irgendwie auch sinnvoll, das ist nicht wichtig. So wurde Deutschland ja auch Fussball-Weltmeister. Und es heisst ja nicht, wenn wir etwas nicht verstehen, dass dies grundsätzlich falsch sein muss.
Dann machen wir also auch mal eine «Sitzprobe» im neuen Hyundai i20. Und merken sofort: kein Louis-XV-Stuhl, sondern - ein Automobil. Ganz leicht zu erkennen am Lenkrad, das sich vor dem erprobten Sitz befindet. Louis XV, besagter, sagte einmal: «Da musste ich 50 werden um zu merken, dass es kein Knochen ist.» Er spielt damit sicher auf das Dings rechts an, das da in die Luft ragt. Oder haben wir jetzt schon wieder etwas falsch verstanden?

Schmerz beiseite.

Zurück auf Feld 1. Dahin, wo Hyundai uns anscheinend auch haben will. Nachdem die Koreaner in den vergangenen zwei, drei Jahren Vollgas gegeben hatten, schalten sie nun einen Gang zurück. Oder auch zwei. Konsolidieren heisst das dann. Wir tun dazu: kondolieren.

Hyundai i20

Nein, wir sind ihn nicht gefahren.

Hyundai i20

Wirklich nicht.

Der neue i20 ist eines der langweiligsten, drögsten Autos, das wir seit langem gesehen haben - und es fehlt uns jegliches Verständnis für die neue Strategie. Neben dem i30 und dem i40 sieht der neue i20 wie aus den 80er Jahren, und die waren bekanntlich für die Koreaner nicht gerade glorreich. Irgendein Teufel muss sie geritten haben, den neuen Wagen derart konservativ zu gestalten - wir hoffen jetzt einmal, das hat nicht mehr der Ernennung von Peter Schreyer zum Hüter des guten Design-Geschmacks in der Hyundai-Kia-Gruppe zu tun. Denn das wäre gar kein gutes Zeichen für die Zukunft. Hyundai behauptet, die grösste Auswahl an Farben zu bieten in diesem Segment - ob es das reissen wird? Und dann darf man sich auch gleich die Frage stellen, was sie mir das Ding dann unbedingt in katzendurchfallbraun hingestellt haben, etwas Fröhlicheres würde den Betrachter, in dessen Auge die Schönheit ja liegt, wahrscheinlich wohlgemuter stimmen.

Hyundai i20.

Nein, wir sind ihn nicht gefahren.

Hyundai i20.

Wirklich nicht.

Hyundai i20.
Hyundai i20.
Hyundai i20.

Von aussen sieht der i20 also aus wie eine nicht besonders gelungene Kopie des Peugeot 206. Ok, 207, wir wollen ja jetzt auch nicht übertreiben. Und innen ist er eine geschrupfte Version des i30. Gegen den i30 ist ja nun nichts einzuwenden, auch innen nicht, doch die nun zu mächtige Mittelkonsole passt einfach irgendwie nicht in einen Kleinwagen, wie es der i20 nun halt einmal bleibt. Und wir staunen auch ein bisschen über die Ideenlosigkeit, wenn man dann den i20 mit dem ebenfalls ganz neuen Corsa vergleicht, oder dem neuen Skoda Fabia, oder dem eine Stufe darunter agierenden Twingo, oder dem das Feld bei den kleineren Fahrzeugen weiterhin beherrschenden Fiat 500. Und dann stellt man sich schon die Frage, was das soll. Also, was soll das?

Es fehlt dem i20 in allen Belangen an Innovation. Skoda gibt sich ja wenigstens Mühe, den Fabia mit so ein paar «simply clever»-Sachen vom Polo zu unterscheiden. Und ja, vielleicht ist Polo auch das richtige Stichwort für den i20: irgendwie haben die Koreaner anscheinend das Gefühl, angekommen zu sein. So wie VW beim Polo den Rahm (schweizerdeutsch für: Schlagsahne, Schlagobers) der Kundschaft einfach absahnen zu können. Dem ist aber nicht so, da liegen sie komplett falsch in ihrer Einschätzung. Die Rolle als Herausforderer hat viel besser zu Hyundai gepasst, so haben sie den Markt aufgemischt, haben den Erfolg gesucht, so ein bisschen erzwungen, und dann auch geschafft. Um das Tempo jetzt schon rauszunehmen, ist es viel zu früh. Wir wollen da jetzt nicht auch wieder einen Fussball-Vergleich heranziehen...

Die Sitze sind übrigens anständig, auch beim Fahren, was ich ja jetzt nicht schreiben dürfte. Das Platzangebot, auch hinten, ist nicht überdurchschnittlich in diesem Segment (dafür gibt es ja den Fabia), mit 326 Liter ist aber immerhin der Kofferraum quasi auf gleicher Höhe mit dem Skoda (1026 Liter sind es bei abgeklappter Rücksitzbank, da fällt er dann deutlicher zurück). Mit 4,03 Metern ist er aber auch etwas länger als der Tscheche, der wohl sein härtester Konkurrent werden wird (auch wenn wir noch keine Ahnung haben von den Preisen).

Hyundai i20.

Ja, Motoren gibt es auch. Und Getriebe ebenfalls. Und ein Fahrwerk. Doch wenn wir nichts über das Fahrgefühl schreiben dürfen, dann schreiben wir auch nichts über diese Dingers. Auf den Markt kommt er dann irgendwann 2015, und wenn wir jetzt noch dichten würden, dass wir es kaum erwarten mögen, dann würden wir glatt lügen.
Ach, hätten sie mich doch einfach einen Fahrbericht schreiben lassen.

Mehr (und vor allem: spannendere) Hyundai gibt es im Archiv.

Original http://www.radical-mag.com/erfahrungen/hyundai-i20-1571/seite_1-2

20 Oct 2014
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Grosser Aufwand, 100 Jahre Maserati - die Ausfahrt-1821

100 Jahre Maserati - die Party

100 Jahre Maserati

Totgeglaubte leben länger. Maserati stand so oft am Abgrund, dass es mehrfache Wunder brauchte, um die Marke kurz vor dem Ruin immer wieder auferstehen zu lassen. Jetzt, zum hundertsten Geburtstag, geht es der Firma so gut wie nie zuvor und man kann mit Stolz auf die bewegte Geschichte zurückschauen. So scheute man keine Kosten, um Händler und Journalisten aus der ganzen Welt in die Emilia Romagna einzuladen. Aus China, dem zweitgrössten Exportmarkt, kamen gleich zwei Dutzend, aber auch Japan, Korea, Neuseeland und natürlich die USA als wichtigster Markt waren vertreten.  Drei Tage lang Glanz und Gloria, kein Aufwand schien zu gross zu sein.

Die Reise begann in der Altstadt von Bologna, wo in einem höhlenartigen Atelier die Marke ihren Anfang nahm. Am 14. Dezember 1914 hatte Alfieri die Officine Alfieri Maserati hier gegründet, ein Garagenbetrieb, um Kundenautos schneller zu machen. Die Brüder Ernesto und Ettore folgten Alfieri nach dem Ende des Grossen Krieges und Bindo kam nach dem Tod von Alfieri 1932 dazu. Die Söhne von Ettore und Ernesto, Carlo und Alfieri Maserati, standen den Besuchern Red und Antwort zur Familiengeschichte. «Wir stammen aus Voghera, aber unsere Wurzeln sind in Bologna. Unser Onkel Mario war Künstler und hat als einziger nicht im Betrieb mitgearbeitet. Aber er hat das Logo mit dem Dreizack entworfen, zu dem ihn der Neptun-Brunnen in Bologna inspiriert hat.» Die beiden älteren Herren zeigten sich sichtlich stolz auf die Familiengeschichte. «Im Krieg begann man mit der Produktion von Zündkerzen, welche die Flugzeugmotoren zuverlässiger machten. Die Brüder waren hochtalentierte Techniker, aber Carlo, der Aelteste, der schon 1910 starb, war auch ein guter Rennfahrer und wurde von Fiat, Isotta-Fraschini, Bianchi und Junior eingesetzt.» 1926 schliesslich entstand der erste Maserati, der Tipo 26.

100 Jahre Maserati
100 Jahre Maserati

Schon im gleichen Jahr erreichte dieses Auto bei der Targa Florio einen Klassensieg und wurde, mit verschiedenen Motoren bestückt, zum Verkaufserfolg bei Privatfahrern. 43 Exemplare konnten über die folgenden Jahre abgesetzt werden. «Ausser den Pneus und den Instrumenten wurde alles im Hause konstruiert», erzählten die betagten Söhne enthusiastisch, «und niemand musste das finanzieren.» Vielleicht am Anfang, denn später soll der Marchese de Sterlich als Mäzen in der Not immer wieder zum Checkheft gegriffen haben. Auch ob der Verkauf der Marke an den Industriellen Adolfo Orsi 1937 so freiwillig geschah, wie die Maseratis das heute darstellen, darf bezweifelt werden. Mangel an Geld sei es nicht gewesen, se non e vero…, aber den wahren Grund wollen sie nicht preisgeben. «In zehn Jahren vielleicht», war die Antwort dazu.

100 Jahre Maserati
100 Jahre Maserati
100 Jahre Maserati
100 Jahre Maserati
100 Jahre Maserati

Orsi hatte beim Kauf die Maserati-Brüder als leitende Ingenieure für zehn Jahre verpflichtet. Aber da die Kriegsjahre dazwischen kamen und man sich eher um die Zündkerzenproduktion kümmern musste, konnten sie ihre Talente nicht zur Geltung bringen. Es scheint auch, dass sie und die Orsis das Heu nicht auf der gleichen Bühne hatten. Sie verliessen ihre Firma 1947 und gründeten mit OSCA eine neue Marke, die bis zu ihrem Verkauf an MV Agusta 1963 kleine Sport- und Rennwagen auf Fiat-Basis produzierte.  Adolfo Orsi und sein Sohn Omer hatten zuvor die Firma nach Modena verlegt und schon 1940 entschieden, dass man zukünftig Strassenfahrzeuge herstellen will. 1947 erschien mit dem A6 die erste einer langen Reihe von Luxuskarossen. Battista «Pinin» Farina hatte die Karosserie entworfen und begründete damit die lange Maserati-Tradition, dass unabhängige  Karosseriebauer die Autos für das Werk einkleiden sollten: Allemano, Frua, Bertone, Ghia, Touring, Scaglietti, Fantuzzi, Michelotti, Monterosa, Vignale,  schlicht alle Norditaliener, die Rang und Namen hatten.

In Modena empfing uns Adolfo Orsi jr., der Enkel des einstigen Käufers. Er ist Kurator des Museo Enzo Ferrari, wo gerade eine Sonderschau zum Maserati-Jubiläum stattfindet. «Um den Rennbetrieb aufrecht zu erhalten brauchten wir ein festes Standbein durch die Strassenfahrzeuge», erklärte er. «Wir hatten grosse Erfolge mit den Sportwagen 200S und 300S, aber vor allem mit dem 250F in der Formel 1, mit dem Juan Manuel Fangio 1957 Weltmeister wurde».  Aber Ende 1957 war Schluss mit dem Rennsport, vier zerstörte Werksautos beim letzten grossen Rennen in Caracas bedeuteten den Sargnagel. Die Orsis hatten den Rennsport lange genug subventioniert, dazu kamen die unbezahlten Rechnungen nach Argentinien nach dem Sturz des Präsidenten Peron. «Wir sind sehr stolz, was wir für Maserati getan haben» meinte denn auch Orsi. «Der Quattroporte war eine riskante Entscheidung. Unsere Konkurrenten Lagonda und Facel-Vega sind damals zugrunde gegangen».

100 Jahre Maserati

Orsi ist Spezialist für klassische Maseratis. «Im Vergleich zur Konkurrenz» –damit meint er Aston-Martin- «sind sie viel zu billig. Sie werden gewaltigen Wertzuwachs haben». Ein Wink mit dem Zaunpfahl. Also, worauf warten wir noch, schnell das Sparschwein zertrümmern!

Als Citroën bei Maserati anklopfte, um 25 Motoren täglich für ihr neues Luxusmodell SM zu bestellen, sah Omer Orsi den Zeitpunkt zum Verkauf gekommen. «Die Investitionen wären viel zu gross gewesen. Dazu kamen die Crashtests und Abgasvorschriften, die für eine Kleinfirma unerschwinglich waren. Ferrari ging an Fiat, Iso-Rivolta, Aston-Martin, Bizzarrini und Lamborghini wurden verkauft oder gingen ein.» erinnerte sich Adolfo jr. Citroën übernahmen zunächst 60 Prozent. «Aber sie haben die Firma nicht so geführt, wie wir uns das vorgestellt haben. Es war die richtige Zeit, um alles zu verkaufen.» Das war 1968, fünf Jahre später während der grossen Oelkrise ging auch Citroën in die Knie. Für Maserati begann eine harte Zeit unter der Führung von ex-Rennfahrer und Industriellen Alejandro de Tomaso, der die Firma vorwiegend mit Staatsgeldern erworben hatte. Er entschied sich für die Serienproduktion der Biturbos, die der Marke vor allem Garantiearbeiten und einen schlechten Ruf einbrachten, bis Fiat 1993 übernahm.

Obwohl Modena bis heute die Heimatstadt von Maserati bleibt, verlagerte sich damit die Entscheidungsgewalt Richtung Westen nach Turin. Auf dem Weg dorthin am Steuer eines brandneuen Quattroporte im Konvoi machten wir zunächst einen Zwischenhalt in Cremona, wo vor den Toren der Stadt Baconin Borzacchini mit dem V4 Grand Prix 1929 einen Weltrekord mit 246 km/h über die fliegenden 10-Kilometer aufgestellt hatte. «Bitte nicht nachmachen» warnte Maserati-Sprecher Luca Del Monte noch vor der Abfahrt, denn die Carabinieri warteten schon auf die Verrückten, die da vorbeikommen werden. Auf der Piazza vor dem Dom der Geigenbauer-Stadt hatten sich bereits die rund 200 Klassiker aufgestellt, deren Besitzer aus ganz Europa angereist waren. Ghibli, Merak, 3500GT, 5000GT, Indy, Mexico, Bora, Khamsin, sogar ein Boomerang – kaum ein Modell, das fehlte. Schliesslich weiter nach Turin, die Stadt mit dem Hauptsitz von Fiat. Im Vorort Grugliasco in den Hallen des ehemaligen Karosseriebauers Bertone wird inzwischen mit modernsten Anlagen die Mehrzahl der Maserati gebaut.

Der feierliche Abschluss für die 600 Gäste fand schliesslich im Schloss des ehemaligen Königs Umberto statt, Abendessen mit Black Tie. Was soviel wie Smoking bedeutet, aber nicht für den Gastgeber Sergio Marchionne, der wie immer einen Pullover trug, diesmal in schwarz, versteht sich. Dafür hatte er gute Nachrichten zu verkünden: «Wir werden bis 2018 fünfmal so viele Autos verkaufen wie 2013, nämlich 75‘000.» In zwei Jahren soll der SUV Levante und der Supersportwagen Alfieri ins Programm genommen werden. Gut möglich, dass Marchionne damit Recht behält.

Herzlichen Dank an Hans Treml.

Eine Sammlung der schönsten Maserati gibt es: hier.

Original http://www.radical-mag.com/news/100-jahre-maserati---die-ausfahrt-1821/seite_1-2

20 Oct 2014
Zu den Favoriten hinzufügen [1 Benutzer]   Bernd Frank  

Bericht/Bilder Altautotreff Darmstadt Oktober 2014

T-Shirtwetter im Oktober - wie geil ist das denn? Das dachten sich am gestrigen Sonntag viele und holten den Klassiker aus der Garage für den Altautotreff. Eine Parkreihe reichte in Darmstadt nicht aus für die Fahrzeuge. Und die Mischung war wieder sehr abwechslungsreich.

Werner holte seinen Ponton Benz mal wieder ans Sonnenlicht.

Mercedes Ponton

Dieser Custom war das erste Mal da.

Altautotreff

Mit ihm im Konvoi kam ein fett motorisierter Pickup.

Altautotreff

Escort MK4 Cabrio - ja auch die Dinger kommen in die Jahre.

Ford Escort Cabrio

Der Fahrer fuhr bisher einen anderen regelmäßigen Treffpunkt an, der sich aufgelöst hat und dachte, warum nicht einmal den Altautotreff testen - er ist hier herzlich willkommen!

Der Fahrer dieses Chevy Pickup fragte mich, ob wir ein Problem damit haben, dass sein Pickup neuer ist.

Altautotreff

Haben wir nicht wirklich. Interessantes Auto, er parkte am Rand, so dass man die alten Autos schön auf ein Gemeinschaftsbild bekommt und es waren auch andere mit Alltagsautos da, die dann eben eine Reihe weiter parkten. Es geht nicht nur um Autos, es geht auch um die Leute. Und wenn der Klassiker nicht einsatzbereit ist, dann kann man sich trotzdem mit den anderen Altblechschraubern unterhalten. Genau, wie man einfach zum Sehen kommen kann, wenn einen das Thema interessiert. Wenn im Winter mal wieder Schnee liegen sollte, steigt das Durchschnittsalter der teilnehmenden Fahrzeuge meist drastisch.

Cabriowetter - das dachten sich gleich 3 BMW E30 Fahrer, die auf dem Platz waren.

BMW E30 Cabrio

BMW E30 Cabrio

Ob das Sondermodell Etienne Aigner vom VW Erdbeerkörbchen wirklich dazugehört hat, oder zufällig da geparkt hat, kann ich nicht sagen.

VW Cabrio

Selten ist das Sondermodell auf jeden Fall.

Ich will jetzt nicht zu jedem Auto etwas schreiben - mehr Bilder in der Galerie.

Der harte Kern blieb, bis es schon dunkel wurde auf dem Parkplatz. War wieder ein sehr entspannter Sonntagnachmittag auf dem Burger King Parkplatz.

Der nächste Altautotreff ist am 16.11.2014, dann in Darmstadt wieder zur Winteranfangszeit 15 Uhr. Wir sehen uns auf dem Parkplatz!

Original http://www.fusselblog.de/index.php/bericht-bilder-altautotreff-darmstadt-oktober-1?blog=14

20 Oct 2014
Zu den Favoriten hinzufügen [1 Benutzer]   Peter Ruch  

Das Ende vom Ende, Ein Aufruf zum Verzicht-1570

Ein Aufruf zum Verzicht

Audi RS7 piloted driving concept

Audi beschert uns jetzt also den ersten «Rennwagen», der ganz allein um den Rundkurs brettern kann. Das sicher bestens kann - und der endgültige Beweis ist, dass es komplett danieder geht mit der Auto-Industrie. So etwas wie ein Rennwagen ohne Fahrer - an Idiotie ist solches wohl kaum mehr zu übertreffen. Wenn es noch eines weiteren Zeichens bedurfte, dass sich eine ganze Branche auf dem falschen Weg befindet, dann dieses «Audi RS7 piloted driving concept».
Dass ausgerechnet Audi den hirnrissigen Gedanken trägt, die Piloten durch Computer zu ersetzen, das passt irgendwie. Der Mensch, also: der Kunde ist den Ingoldstädtern sowieso zuwider, die haben eigene Wünsche und Vorstellungen und machen dann noch Sachen an den so wunderbaren Meisterwerken kaputt, mit denen Audi die Weltgeschichte bereichert. Eigentlich gehören so Audi ja in Ausstellungen und fest montiert auf eigens gekennzeichnete Parkplätze vor den schicksten Bars und Restaurants der Stadt; man soll sie nicht fahren, sondern es als Ehre empfinden, sie besitzen zu dürfen. Und wenn da auch kein fehleranfälliger Rennfahrer mehr im Rennwagen sitzt, der dann auch noch den ganzen Ruhm einheimsen will, dann können die Ingenieure an der Box endlich beweisen, dass sie sowieso alles besser können. Allmachtsträume, eine Psychose, die nicht nur im Volkswagen-Konzern verbreitet ist.

Eine «reizvolle» Aussicht, wenn dann vielleicht Elektrofahrzeuge fahrerlos auf einer Induktionsschiene hintereinader her gleiten. Oder noch besser: Am Sonntag um 14 Uhr veröffentlichen die Hersteller die am Computer errechnete bestmögliche Rundenzeit, die ihre Ingenieure gemäss Reglement X erreichen können. Sieger ist, wer am meisten Facebook-Friends hat sowie die grösste Masse an Tweets absetzt. Dann kann man endlich auch die blöden Zuschauer ausschliessen, die Pappbecher auf den Boden werfen, sich nur über die zu hohen Eintrittspreise beklagen und auch noch Spass daran haben wollen, wenn sich zwei Piloten einen Kampf um eine Position liefern.

Audi RS7 piloted driving concept
Audi RS7 piloted driving concept

Doch es geht ja noch um weit mehr. Der Audi ist ja nur ein weiterer, wenn auch ziemlich perverser Ausdruck einer unglückseligen Entwicklung, die einerseits das autonome Automobil, also die komplette Entmündigung des Autofahrers, seine Degradierung zur zahlenden Puppe zum Ziel hat, andererseits den absolut gläsernen Kunden schaffen will, mit dem sich auch dann Geld verdienen lässt, wenn er gar nicht im Auto sitzt. Und wahrscheinlich ist es längst zu spät, das alles noch zu verhindern.

In den vergangenen Jahren haben die Auto-Konzern wahrscheinlich mehr Ressourcen, geistige wie finanzielle, darauf verwendet, aus den Fahrzeugen Computer zu machen als sie in die Entwicklung alternativer (oder nur schon modernerer) Antriebe, in besseres Design, menschenwürdigere Arbeitsbedingungen in ihren Fabriken und vor allem die Verbesserung der Kundenzufriedenheit investiert haben.

Audi RS7 piloted driving concept
Audi RS7 piloted driving concept
Audi RS7 piloted driving concept
Audi RS7 piloted driving concept
Audi RS7 piloted driving concept

Die nach aussen kommunizierte Strategie nannte sich immer: die zukünftigen Käufer wollen das. Dass das nicht stimmt, ist mehr als nur offensichtlich: die jungen Leut können sich solche 2,5 Tonnen schweren Smartphone/Tablets gar nicht leisten. Müssen sie ja auch nicht, ein neues Smartphone, das technologisch mindestens drei Schritte weiter ist als jeder Audi, BMW, Tesla, kostet in der Luxusvariante 500 Euro, wird nach spätestens zwei Jahren wieder ersetzt - und wird immer mehr können als jedes Automobil. Bei dem ja allein schon der Software-Update mehr kostet als ein cooles Tablet.

Ausserdem sind die jungen Menschen sehr sensibel, was den Datenschutz betrifft, sie wissen sehr genau, was noch so einigermassen akzeptabel ist und was sie zum Datendepp macht. Die zukünftige Kundschaft hätte bedeutend lieber einfachere Gefährte, bastelfreundliche Fahrzeuge, an denen sie auch selber wieder etwas machen könnten - und die nicht so unglaublich teuer sind, weder in der Anschaffung noch im Unterhalt. Computer, Tablets, Smartphones, Spielkonsolen, alles ist den vergangenen Jahren günstiger geworden - ganz im Gegensatz zum Automobil.

Es hatte ja alles ganz langsam und sogar sinnvoll begonnen, ABS war ein erster Schritt, er diente der Sicherheit und war deshalb wohl berechtigt. Doch es kamen immer mehr Sicherheits- und Assistenzsysteme dazu, ESP, Spurhalter, Cupholder mit eingebauter Warnfunktion, wenn sich die Flasche langsam leert. Ob das alles wirklich der Sicherheit dient, darf man durchaus bezweifeln - es ist eher so, dass sich viele Fahrer in Sicherheit wiegen und sich deshalb nicht mehr voll auf die Strasse und das Geschehen auf ebendieser konzentrieren. Ob das besser werden wird, wenn das Automobil Facebook-Nachrichten vorlesen kann oder SMS beantwortet oder das .pdf des jüngsten Geschäftsberichts interpretiert, ist dann nochmals eine ganz andere Frage. Doch es geht halt um die Sonderausstattungen, da lässt sich noch Geld holen - auf den Rest des Automobils werden ja sonst irrsinnige Rabatte gegeben.

Audi RS7 piloted driving concept

Selbstverständlich gibt es auch die guten Lösungen, Staumeldungen und die entsprechenden Umfahrungen, den Hinweis auf das nächste Wartungsintervall (an dem dann der Garagist, der sich in die entsprechende App hat aufnehmen lassen, Geld verdient), die Anzeige freier Parkplätze (an der dann das Parkhaus, das sich in die entsprechende App hat aufnehmen lassen, Geld verdient), günstiges Tanken (an dem dann die Tankstelle, die sich in die entsprechende App hat aufnehmen lassen, Geld verdient), Online-Musik (auch nur ganz selten frei von Hintergedanken). Oh nein, da geht es nicht um Verschwörungstheorien, da geht es ganz einfach um Kohle - da kopieren die Auto-Hersteller nur die höchst einträglichen Geschäftsmodelle von Google, Apple & Co.. Auf 170 Milliarden Dollar schätzt die Beratungsagentur McKinsey den Markt rund um das vernetzte Automobil im Jahre 2020 - verständlich, dass da jeder Hersteller und Zulieferer gern ein Stück von diesem Sahnekuchen hätte.
Und ja, wir Kunden sind auch selber schuld, dass dieser Entmündigungs-Wahnsinn nicht bloss fortschreitet, sondern sich auch immer schneller dreht. Für ein neues Smartphone verkaufen wir unsere Seele, für einen billigeren Tarif oder ein paar müde Euro bei einem günstigeren Versicherungstarif oder beim nächsten Service die Grossmutter auch gleich noch dazu. Wir schenken den Autos über Bluetooth alle Telefonnummern sowie E-Mail-Adressen unserer Freunde und sämtliche Musik, die wir mit viel Liebe von CDs oder aus Online-Shops heruntergeladen haben; der Hersteller weiss auch immer, wo ich gerade bin, wenn ich das Navi eingeschaltet habe. Und theoretisch könnte die Polizei bereits Bussen schicken, wenn ich auf der Strasse schneller fahre als erlaubt.

Gut, ist für mich jetzt nicht so ein Problem, ich fahre nie zu schnell, parkiere höchstens einmal pro Woche vor dem Puff und hab auch noch nie illegal Musik runtergespitzt. So denken viele, und das ist auch kein falscher Ansatz - aus dem gewaltigen Wust an Daten, den ich zum Beispiel über die grösste Internetsuchmaschine verbreite, hat es Google noch nie geschafft, mir auch nur ein einziges vernünftiges Angebot zu unterbreiten. Doch darum geht es nur am Rande. Ich würde aber gern weiterhin Restaurants suchen können, die meinem eigenen Geschmack entsprechen - und nicht solche angezeigt bekommen, die ein paar Euro für einen Listenplatz abdrücken. Im Auto ist das Umgehen solcher Praktiken viel schwieriger als am Bildschirm: die Apps der Hersteller sind gesteuert, und das lässt sich nicht umgehen - weil es ja um Geld geht.

Es geschieht dies alles auch im Namen der Sicherheit. Und der Sauberkeit. Dabei waren wir noch nie so sauber und so sicher unterwegs wie jetzt. Doch es geht immer mehr, mehr, mehr, der Staat will das ja auch: noch mehr Kontrolle in erster Linie, mehr Limiten, mehr Macht über den einzelnen Bürger. Wenn dann alle Autos in Einer-Kolone hintereinander her fahren, dann gibt es keine Verkehrsunfälle mehr (ausser, der Computer versagt, oder hat ein Virus, aber das geschieht ja nie...). Und sauberer ist es auch, dann reichen 35 Pferdchen. Wofür es dann noch individuelle Mobilität braucht? Keine Ahnung. Und für was braucht es dann überhaupt Autos wie die Tesla, die i8, die i-Miefer, die ja vielleicht einigermassen CO2-neutral fahren, aber in der Herstellung mehr Ressourcen und seltene Erden verschwenden als ganz viele konventionelle Automobile zusammen? Auch da stehen wir vor einem Rätsel.

Es führt da kein Schritt zurück - ausser der Verzicht. Der Ferrari 458 Speciale, den wir kürzlich bei #radical14 bewegten, hatte kein Navi, kein Radio, keinen Bordcomputer - und wir haben rein gar nichts vermisst. Der Alfa 4C, den wir kürzlich bei #radical14 fahren durften, hatte keinen Spurhalte-Assi und keinen Kaffeetassen-Wärmer und keinen Abstandswarner - und wir haben ihn (und uns) trotzdem heil zurückgebracht. Es braucht wieder einfachere Autos, solche, die uns die reine Freude am Fahren vermitteln - keine Trutzburgen, kein Connectivity-Wahn, keine gläsernen Daten-Autobahnen. Es geht um die eigene Verantwortung, die das Individuum selber tragen muss - und auch kann. Wer das nicht schafft oder nicht will, soll mit der Bahn fahren. Oder noch besser: daheim bleiben. Wir kaufen uns unterdessen wieder Strassen-Karten.

Unbedingt lesenswert: David Staretz in «Auto Revue Gremium» zu: Das Auto in der verletzten und vernetzten Welt.
Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Original http://www.radical-mag.com/forum/ein-aufruf-zum-verzicht-1570/seite_1-2

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19 Oct 2014
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Four Hundred at Bonneville by Will Roegge

Four Hundred at Bonneville by Will Roegge

We thought it would be a fitting closure to our special August Speed theme to release a new Will Roegge film. Entitled "Four Hundred", it's a quick snapshot of the Nish Land Speed Record team and their Royal Purple Streamliner.

The film also brings you a little closer to the experience of Bonneville...

... and allows you to ride along with the Speedhunters team as we set about shooting at the event.

We hope you enjoy this new film and the exclusive access we arranged with Nish Motorsports. Perhaps it will inspire even a few of you to come out to the Salt Flats next year. We'll see you there!

Special thanks to Will Roegge for putting this fantastic film together! I also need to thank our own Rachel Kelly for her help in organizing the trip and Rugged Media for their production support at the event.

Enjoy.
In album Editor's Pick

Original http://www.chromjuwelen.com/de/photos-a-videos/v/videos/editorsPick/Four_Hundred_at_Bonneville_by_Will_Roegge.html

19 Oct 2014
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Muscle Car Of The Week Video #70: 1971 Dick Harrell 454 Camaro

Muscle Car Of The Week Video #70: 1971 Dick Harrell 454 Camaro
<iframe class="youtube-player" type="text/html" width="694" height="390" class="lazy" data-src="http://www.youtube.com/embed/sKpmPhsaMUs?fs=1&hd=1&autoplay=1" frameborder="0"> </iframe><br>http://www.musclecaroftheweek.com - Some Muscle Cars are cool because they came with the goods from the factory, while others are standouts because of modifications they received after leaving the line. In this case, this 1971 Camaro started life as a 350 powered SS car, but a trip to the Dick Harrell Performance Center was all it needed to be a monster Muscle Car built by one of the legends in Chevrolet racing. Add to the pedigree the fact that the car is an unrestored survivor with approximately 6000 miles on the clock, and you've got a winner in every way possible. It's one of only a handful built, and it still has the power to burn the hides at will. There are many souped-up cars in the Brothers Collection, but this Harrell car is one of the coolest!
In album Editor's Pick

Original http://www.chromjuwelen.com/de/photos-a-videos/v/videos/editorsPick/Muscle_Car_Of_The_Week_Video_70__1971_Dick_Harrell_454_Camaro.html

19 Oct 2014
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DC SHOES: WES KREMER EXTRA CRUSTY

DC SHOES: WES KREMER EXTRA CRUSTY

Wes Kremer's Extra Crusty is all the raw footage, slams, unseen tricks and alternate angles you didn't see in "Crusty By Nature". Sit back and enjoy!

Watch Crusty by Nature at https://www.youtube.com/watch?v=PIY-qD8rUmw

Get Wes' shoe at http://dcshoes.com

Get more Wes at http://dcshoes.com/initialswes

Follow DC Shoes:
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In album Editor's Pick

Original http://www.chromjuwelen.com/de/photos-a-videos/v/videos/editorsPick/DC_SHOES__WES_KREMER_EXTRA_CRUSTY.html

19 Oct 2014
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Mercedes-Benz TV: The Schoeckl.

Mercedes-Benz TV: The Schoeckl.

The Schoeckl mountain in Graz, Austria – for G-Class only! A place where driver and vehicle can let go, uphill as well as downhill. An off-road experience almost tailor made for the Mercedes-Benz G-Wagon. More information here: http://mb4.me/fU1Ok0/

Experience the world of Mercedes-Benz: http://benz.me/international/

Subscribe to Mercedes-Benz on YouTube: http://www.youtube.com/subscription_center?add_user=MercedesBenzTV

G 350 BlueTEC: Fuel consumption combined: 11.2 l/100 km;
combined CO₂ emissions: 295 g/km.*

Product may vary after press date on 17.10.2014.

*The figures are provided in accordance with the German regulation "PKW-EnVKV" and apply to the German market only. Further information on official fuel consumption figures and the official specific CO₂ emissions of new passenger cars can be found in the EU guide "Information on the fuel consumption, CO₂ emissions and energy consumption of new cars", which is available free of charge at all sales dealerships, from DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH and at www.dat.de.
In album Editor's Pick

Original http://www.chromjuwelen.com/de/photos-a-videos/v/videos/editorsPick/Mercedes-Benz_TV__The_Schoeckl.html

19 Oct 2014
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Questionable Road Usage - /DRIVE on NBC Sports EP02 PT2

Questionable Road Usage - /DRIVE on NBC Sports EP02 PT2

Episode 4 of /DRIVE on NBC Sports is all about odd cars. The slow and the strange. They don't hustle a corner or jolt heart rates, and they don't try to. But does that mean they aren't good, exciting, or fun? Hardly.

Watch as Mike Musto tests a tractor-power rat rod that looks like something the devil would drive, and that makes his 6'5" 245lb frame look small.

Then Chris Harris tests his newest -and weakest- car: a 1957 Citroen 2CV that has 12 whole horsepower.
In album Editor's Pick

Original http://www.chromjuwelen.com/de/photos-a-videos/v/videos/editorsPick/Questionable_Road_Usage_-__DRIVE_on_NBC_Sports_EP02_PT2.html

 
19 Oct 2014
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Questionable Road Usage - /DRIVE on NBC Sports: EP04 PT3

Questionable Road Usage - /DRIVE on NBC Sports: EP04 PT3

Episode 4 of /DRIVE on NBC Sports is all about odd cars. The slow and the strange. They don't hustle a corner or jolt heart rates, and they don't try to. But does that mean they aren't good, exciting, or fun? Hardly.

Watch as Mike Musto tests a tractor-power rat rod that looks like something the devil would drive, and that makes his 6'5" 245lb frame look small.

Then Chris Harris tests his newest -and weakest- car: a 1957 Citroen 2CV that has 12 whole horsepower.
In album Editor's Pick

Original http://www.chromjuwelen.com/de/photos-a-videos/v/videos/editorsPick/Questionable_Road_Usage_-__DRIVE_on_NBC_Sports__EP04_PT3.html

19 Oct 2014
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Stig Controlled G-Wiz (HQ) - Top Gear - Series 10 - BBC

Stig Controlled G-Wiz (HQ) - Top Gear - Series 10 - BBC

Richard has decided to make a full size remote control car using the electric G-Wiz. But first its going to need a few modifications, and then its over to The Stig. Clip taken from series 10, episode 9.

Subscribe for more awesome Top Gear videos: http://www.youtube.com/subscription_center?add_user=Topgear

Top Gear YouTube channel: http://www.youtube.com/topgear
TopGear.com website: http://www.topgear.com

Top Gear Facebook: http://www.facebook.com/topgear
Top Gear Twitter: http://twitter.com/BBC_topgear

This is a channel from BBC Worldwide who help fund new BBC programmes.
In album Editor's Pick

Original http://www.chromjuwelen.com/de/photos-a-videos/v/videos/editorsPick/Stig_Controlled_G-Wiz__HQ__-_Top_Gear_-_Series_10_-_BBC.html

Mehr lesen von : Jan Gleitsmann

Current Article

24 Sep 2013

Jan Gleitsmann

Meine Name ist Jan Gleitsmann, ich bin Anfang 40 und seit damals™ autobegeistert. Als Steppke bin ich immer artig mit dem Fahrrad zu den Auto-Händlern unserer Stadt geradelt und habe alle Prospekte eingesammelt und dann zu Hause eingehend studiert (Hätte ich damals schon gewusst, dass es ein eBay geben wird, hätte ich die nie weggeworfen und wäre heute reich …). Mein erstes Auto war ein ’72 Fiat 500, der damals schon ein Klassiker war. Seitdem gibt es eigentlich immer einen Oldtimer in unserem Haushalt. Meine komplette Autobiographie kann man nachlesen. Ich fotografiere viel und leidenschaftlich, was sich in diesem Blog auch wiederspiegeln wird. Wer mehr von meinen Foto-Arbeiten sehen will, sollte sich mal bei Funky Photography umsehen.

Website: auto-geil.de

Created Dienstag, 24. September 2013 Created by Jan Gleitsmann Categories Autoren
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16 Oct 2014

Nordschleife in 7:25 min! Michelin und der Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series

mercedes-benz-sls-amg-black-series

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Ich finde es sehr bedauerlich, dass Mercedes-Benz die Produktion seines Supercars, dem Mercedes-Benz SLS AMG eingestellt hat. Ein paar letzte Exemplare der limitierten “Final Edition” sind möglicherweise noch zu haben, aber die Chancen des sportlichen Flügeltürer noch als Neuwagen zu erstehen schmelzen gerade dahin. Besonders zum Träumen hat auf jeden Fall die schärfste Version des sportlichen Stern eingeladen, der Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series. Die Anfang 2013 vorgestellte Version des SLS galt als Verbindungsstück zwischen der “zivilen” Ausgabe und der erfolgsgekrönten Rennversion, dem SLS AMG GT3. Runter mit dem Gewicht, hoch mit der Leistung war die Devise. Eine Leistungssteigerung von mal eben 60 PS bekam das 6.2 Liter V8 Triebwerk spendiert. Den Sprint von 0 auf 100 km/h absolvierte der leer nur noch 1550 kg wiegende Supersportler mal eben in 3.6 Sekunden, in der Vortrieb wurde erst nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit bei 315 km/h begrenzt.

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Das Maximale Drehmoment liegt bei 5500/min, 635 Nm werden dann an die Hinterachse weitergegeben und wollen über die 20″ Alufelgen auf die Strasse gebracht werden. Um auch hier dem Piloten die optimale Leistung bereitstellen zu können, hat man sich bei der Entwicklung des Mercedes-Benz SLS AMG Coupé Black Series als Partner den französischen Reifenhersteller Michelin ins Boot geholt. Gemeinsam hat man einen Reifen eigens für den Supersportler entwickelt, den Sportreifen Michelin Pilot Sport Cup 2, den in den Dimensionen 325/30 R 20 hinten und 275/35 R 19 vorne für optimalen Grip und einen sportlichen Kurvengrenzbereich sorgt.

Als Beleg der fruchtbaren Zusammenarbeit haben die beiden Partner auf der 20,6 km langen Nordschleife eine Rundenzeit von 7 Minuten und 25 Sekunden in den Asphalt gefräst, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 166 km/h entspricht. Besonders beeindruckend ist dies im Vergleich zu den Zeiten von anderen Fahrzeugen.

Michelin hat bereits im Juli einen sehr ansehnlichen Clip auf Youtube gestellt, der den Verlauf der Zusammenarbeit bei der Entwicklung beschreibt. Ich mag diese Form der Reportagen durchaus, weil sie auch die Menschen hinter dem Produkt zeigt, die man sonst als Konsument ja nicht zu Gesicht bekommt. So sorgen eben diese engagierten Mitarbeiten von Mercedes-AMG und Michelin dafür, gemeinsam und sehr erfolgreich so hoch performante Produkte.

Foto: Jens Stratmann, Michelin

Original http://auto-geil.de/2014/10/16/nordschleife-in-725-min-michelin-und-der-mercedes-benz-sls-amg-coupe-black-series/

15 Oct 2014

Markteinführung: Start frei für das neue 2014 Audi TT Coupé

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Seit der ersten Markteinführung im Jahre 1996 hat der Audi TT sehr viele Freunde und Liebhaber gefunden. Es gibt zahlreiche Personen, die ihn gar als Design-Ikone bezeichnen. In diesem Jahr hat Audi nun die dritte Produktgeneration seines Sportcoupés vorgestellt und präsentiert dem geneigten Kunden auch gleich noch ein paar technische Leckerbissen.

Das wäre zum einen das Matrix-LED-Licht, was Fans der Marke wie Fachleute bereits aus dem Ingolstädter Flaggschiff, dem Audi A8 kennen. Weiter hat man das analog anmutende Rundinstrument entfernt und auch auf ein Infotainment-System verzichtet. Beides wird nun von einem einzigen Display hinter dem Lenkrad ersetzt, welches Audi “virtual cockpit” getauft hat. Der Fahrer kann wählen, welche Informationen ihm besonders dargestellt werden sollen, wie beispielsweise die animierte Anzeige der Route des Navigationssystems. Die Informationen auf dem 12,3 Zoll Monitor sind wirklich gut abzulesen – so kann ich von meiner Probefahrt berichten.

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Auch im Innenraum wurde im Vergleich zum Vorgänger renoviert und nicht nur neu gestrichen. Das Dashboard stellt von oben gesehen eine Tragfläche dar, in der die Lüftungsdüsen wie Turbinen hängen. Auch hier eine Neuheit – die komplette Klimatisierung steuert man nunmehr über die Lüftungsdüsen selbst, in denen kleine Displays eingelassen sind.

advertorial-audi-tt-01

Das neue Audi TT Coupé steht ab der 43. Kalenderwoche bei den Händlern. Alle weiteren Informationen zur neuen Version von Audis Sportcoupé findet ihr in den Online-Showrooms hinter den Links zum Audi TTS und Audi TT Coupé.

Foto-Quelle: Audi Deutschland

Original http://auto-geil.de/2014/10/15/markteinfuehrung-start-frei-fuer-das-neue-2014-audi-tt-coupe/

15 Oct 2014

2014 Chevrolet Corvette C7 Stingray – Fahrbericht meiner Probefahrt

Als mir der Überführungsfahrer vor ein paar Wochen mit leuchtenden Augen und einem breiten Grinsen den Zundschlüssel der roten 2014 Chevrolet Corvette C7 Stingray überreicht, bin ich ungemein gelassen. Eher ungewöhnlich, habe ich mich doch schon sehr lange auf diese Begegnung gefreut. Allerdings liegen 4 Tage Fahrspass in einem McLaren 650 P hinter mir, der für mich ein absolutes Traumauto in Sachen Fahrspass darstellt. Da muss die Corvette jetzt erstmal zeigen, was sie kann. Los, zeigs mir Stachelrochen!
Tut er aber nicht. Zu keiner Zeit. Die Corvette C7 liegt wie ein Brett auf der Strasse. Und auch in den langgezogenen Kurven auf der A2 habe ich keinerlei Probleme, kann auf Höchstgeschwindigkeit bleiben. Lediglich einmal reisst eine leichte Fahrbahn-Unebenheit mächtig an dem amerikanischen Sportwagen. Weil sich meine Hände aber schon seit dem Start in das griffige mit Alcantara bezogene Lenkrad krallen bleibt es bei einem Peak in meinem Adrenalin-Protokoll. Der Mode-Drehregler hat natürlich nicht nur Einfluss auf die Soundentwicklung, auch die Fahrwerks- und Lenkungseigenschaften ändern sich spürbar. Gibt sich das Fahrwerk in Track unbarmherzig hart, so dass man Rollsplitkiesel zählen kann, ist es in ECO ansatzweise komfortabel. Langstreckentauglich. Aber ja, ich wiederhole mich. Magnetic Selective Ride Control nennt Chevrolet das System und gibt an, dass System wertet die Beschaffenheit der Straße aus und stimmt die Stoßdämpfer blitzartig darauf ab. Nun denn. Mit der Lenkung war ich mehr als zufrieden. Direkt mit viel Rückmeldung. Gut.Was denn? Ach ja. Ich habe noch keine Fakten rausgehauen. Na denn. Der Smallblock-V8 (Typ: LT1) in der 2014 Chevrolet Corvette C7 Stingray protzt mit 6.2 Litern Hubraum. Lediglich 466 Pferden werden aktiviert und die Sorgen für ein maximales Drehmoment von 610 Nm. Die ganze Kraft wird artig an die Hinterachse weitergegeben. An dieser drehen sich übrigens 20″ Aluräder, während vorne 19 Zöller fürs Lenken zuständen sind. Hinter den Rädern sorgt eine Luftgekühlte Brembo-Bremsanlage mit 4-Kolben-Sattel und geschlitzten Bremsscheiben (ø 345mm vorne, 338mm hinten) für ein anständiges Verzögern. Keinerlei Kritik an den Bremsen von meiner Seite.Und die Corvette macht mir Spass. Weit mehr als ich gedacht hatte. Und auch auf eine ganz andere Art und Weise als vermutet. Bewegt man sie im ECO-Modus, profitiert man von der Zylinderabschaltung. Das heisst, dass der Bolide mal eben 4 der 8 Zylinder im V8-Block abschaltet, wenn sie nicht benötigt werden. Gerade im Stadtverkehr oder auf längeren Reisestrecken ist das sehr angenehm, weil es sich sofort im Durchschnittsverbrauch niederschlägt. So macht auch das Reisen mit der Corvette Spass und im der Stadt wühlt nicht permanent der Igel in meiner Hosentasche. Bei einem Durchschnittsverbrauch von unter 15 Litern Super+ bei einer Teststrecke von über 1.000 Kilometern, von denen zahlreiche im Sport- oder Track-Mode gefahren wurden, erscheint mir die Corvette ansatzsweise wirtschaftlich vertretbar. Die 2014 Chevrolet Corvette C7 Stingray verfügt über einen Tankinhalt von 70 Litern. Bei einem NEFZ-Verbrauch (laut Chevrolet) von 12.20 Litern Super+ auf 100 Kilometern könnte man theoretisch auf eine Reichweite von 570 Kilometern kommen. Und selbst bei einem realistischen Durchschnittsverbrauch von 14 Litern muss man erst nach 500 Kilometern den Tankwart grüssen.Mehr Fakten? Die 2014 Chevrolet Corvette Stingray von Chevrolet ist 4.49 m lang, 1.23 m hoch und misst in der Breite 1.87 Meter. Der Wendekreis beträgt 11.50m. Der Abstand zwischen den beiden Rädern beträgt 2.71 m. Das Leergewicht beträgt 1539 kg, maximal zugeladen werden dürfen 250 kg.Die uns zur Verfügung gestellte Corvette hatte ein Targa-Dach. Diese Variante würde ich auf jeden Fall dem Coupé vorziehen – wahrscheinlich auch dem Cabrio, wobei ich mir das erstmal genauer ansehen möchte, bevor ich ein finales Statement abgebe. Das Targa-Dach wird von drei Sprigeln im Innenraum gehalten, die sich schnell umlegen lassen. Das Dach selbst ist – dem Werkstoff Carbon sei Dank – federleicht und somit auch einfach abzunehmen – wenn man nicht zu klein ist. Hat man nichts im Kofferraum lässt es sich dort bequem und einfach in eigens dafür vorgesehene Halterungen klemmen und hat dann quasi ein Cabrio-Frischluft-Erlebnis. Leider geht das eben nur, wenn man nichts im Kofferraum hat. Oder zumindest fast nichts. In eben diesen ist übrigens Platz für 287 Liter Gepäck. Genügend, um zu zweit in den Urlaub zu fahren. Oder auch für einen Jan, der sein Film-Equipment von A nach B transportieren muss. Lediglich die Ladekante ist mit fast 105 Zentimetern Höhe ansatzweise unkomfortabel, aber dann – wir reden hier ja immer noch über einen Sportwagen, da sind wir doch schon – sehr genügsam – froh, dass uns überhaupt so viel Stauraum geboten wird.2014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-39Aber zurück in die Fahrgastzelle, denn da spielt ja die Musik. Serienmässig übrigens aus einem BOSE-Lautsprecher-System, was nicht die Speerspitze des audiotechnisch machbaren darstellt, aber ausreichend ist für längere Fahrten, wo der V8 Sendepause hat. Das Infotainment-System präsentiert sich typisch amerikanisch. Aus meiner europäischen Sicht wenig stringent oder intuitiv und mit zu viel Blink-Blink. Man kann sich da sicherlich schnell reinfuchsen, wenn man denn will. Immerhin wird verfügt das Radio auch über DAB-Empfang und die Anbindung meines iPhones klappt ebenso problemfrei wie das Freisprechen und Abspielen von Musik über die iPod-Funktion oder Spotify. Das Touchscreen-Display des Infotainment-Systems lässt sich im Übrigen per Tastendruck versenken, dahinter befindet sich quasi ein “Geheimfach” mit zusätzlichem USB-Anschluss. Zwei weitere USB-Port finden sich unter der Mittelarmlehne. Gut gefallen hat mit ein kleiner “Kabelkanal”, so dass man das Telefon in den Getränkehalter legen kann – ohne das Kabel einzuklemmen.Das Display hinter dem Lenkrad lässt sich gut ablesen und verfügt über unterschiedliche Ansichten – in Abhängig vom gewählten Fahrmode. Zudem kann man sich einiges an Informationen ausgeben lassen, wenn man denn will. Interessant ist allenfalls im ECO-Modus ein Icon, was anzeigt, wann der Stachelrochen alle 8 und wann nur 4 Töpfe bemüht. Darüber kann man sich schön erarbeiten, wie man den Vette effizient bewegt. Im Trackmodus verwandelt sich das digitale Rundinstrument in einem Breitband-Drehzahlmesser, der einen mit einer kleinen Ampel auf den optimalen Schaltpunkt vorbereitet. Nette Spielerei am Rande. Ganz und gar keine Spielerei ist das Headup-Display. Dieses lässt sich sehr gut ablesen, der Informationsgehalt lässt sich über einen Kippschaler links neben dem Lenkrad einstellen. Gerade bei schnellen Autobahnfahrten habe ich das Headup sehr geschätzt.Auf weitere Helferlein muss man verzichten. Sicherlich, die Corvette ist ein Sportwagen. Da scheint ein aktiver Spurhalte-Assistent vielleicht fehl am Platz. Aber der Tempomat dürfte sich für meinen Geschmack ruhig adaptiv verhalten, also aktiv den Abstand zum Vordermann halten, wenn der langsamer unterwegs ist als man selbst. Vor allem aber ein Totwinkel-Warner wäre meines Erachtens ein Muss für die Corvette, denn der Bauform geschuldet ist sie nicht gerade ein Vorbild an Übersichtlichkeit. Beim Einparken ist das nicht ganz so dramatisch, da hilft die serienmässig verbaute Rückfahrkamera. Beim Überholen auf der Autobahn hingegen …2014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-012014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-022014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-032014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-042014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-052014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-062014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-072014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-082014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-092014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-102014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-112014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-122014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-132014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-142014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-152014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-162014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-172014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-182014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-192014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-202014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-212014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-222014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-232014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-242014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-252014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-262014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-272014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-282014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-292014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-302014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-312014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-322014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-332014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-342014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-352014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-362014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-372014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-382014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-392014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-402014-Chevrolet-Corvette-C7-Stingray-Targa-EU-rot-41Mindestens 74.500 Euro ruft Chevrolet Europa für die 2014 Chevrolet Corvette C7 Stingray auf. Porsche will für einen “nackten” Cayman S 64.000 Euro sehen, Mercedes für den SLK 55 AMG Roadster schon über 73.000 Euro. BMW gibt für die Basisversion des M4 Coupé einen Kaufpreis von 72.200 Euro an. Die Fahrzeuge kann man nicht wirklich vergleichen. Dennoch kann man so den Preis der Corvette vielleicht ein wenig besser einordnen. Und nein, niemand muss sich eine Corvette kaufen, aber ich meine, mit der neusten Generation ist die Corvette für den deutschen Auto-Enthusiasten noch nie so interessant gewesen.Ich habe eine Familie, ich bin da eh raus. Andernfalls würde ich zumindest mal rechnen. Und nach Jahreswagen gucken. Und wieder rechnen. So bleiben mir die Erinnerungen an ein paar sehr schöne Tage und ErFahrungen mit der 2014 Chevrolet Corvette C7 Stingray. Und hoffe, dass ich die Chance bekomme, die noch performantere Z06 fahren zu dürfen, wenn sie den europäischen Kontinent erreicht.

Original http://auto-geil.de/2014/10/15/2014-chevrolet-corvette-c7-stingray-fahrbericht-meiner-probefahrt/

15 Oct 2014

Sarahs Fahrbericht: 2014 VW Passat Variant TDI 4MOTION

Gastbeitrag: Der nachstehende Beitrag entstammt der Tastatur von Journalistin Sarah Sauer, die in unregelmäßigen Abständen mit ihrer Schreibe auch auto-geil.de veredelt. Mehr von Sarah findet ihr in diversen Print-Publikationen oder auch unter ausfahrt.tv.

Rational kann ich gar nicht begründen weshalb, aber wenn ich „VW Passat“ höre, denke ich automatisch an die Modelle der frühen Achtziger Jahre, an die, die noch Ecken und Kanten und Linien aufweisen. Scharfkantige Schlachtschiffe – das ist meine Assoziation. Doch diese Zeiten sind längst vorbei – dachte ich. Bis ich Platz nahm im neuen VW Passat Variant 2.0 TDI SCR BMT 4Motion DSG, 240 PS, 500 Nm. Das ist mal ein Name! Doch dazu später. Jetzt steht erst einmal die Zeitreise an.

Ich weiß nicht, ob andere meinen Eindruck bestätigen würden, aber das Interieur meines Testwagens war sooo Achtziger! Braun, wohin das Auge blickte, Kunststoff in Soft-Touch-Qualität, Leder und Holzpaneelen. Was aber wirklich meine Zeitreise auslöste, war das Armaturenbrett, von VW neu designt. Der Clou daran ist, dass sich darin die Lüftung der Klimaanlage befindet. Dabei handelt es sich nicht um einzelne runde Düsen, sondern die Lüftung zieht sich vom Fahrersitz zum Beifahrersitz – unterbrochen nur durch das Cockpit – wie ein langes Band. Die Chromfinnen darin verstärken diese geradlinige und horizontale Struktur nur noch mehr. Dem Ganzen setzt eine mittig darüber platzierte analoge Uhr die Krone auf: Es wirkt einfach oldschool. Da sind sie wieder, diese kantigen Linien, das Braun noch dazu – ein Effekt, der so wahrscheinlich nicht geplant war. Gewollt hingegen ist, dass diese Architektur für ein noch größeres Raumgefühl im Inneren des Passat sorgt, als er eh schon tut.

Damit wären wir bei einem seiner wahrscheinlich wichtigsten Eigenschaften: Platz. Raum. Und davon gibt es im Passat Variant viel. Schon vorne sitzend fällt der luftleere Raum zwischen Kopf und Dachhimmel auf, eine echte Offenbarung aber ist der Aufenthalt im Fond. Meine 1,84 Meter haben ja beinahe schon ein Gefühl von Platzverschwendung! Wie hat VW das erreicht? Indem der Radstand des Passat um 79 mm erweitert wurde. Zudem wurde das Auto 12 mm breiter und, aber das nur am Rande, 2 mm kürzer. Die hinteren Sitzplätze links und rechts sind beheizbar, auch eine Klimaanlage für den Fond steht zur Verfügung. Hier lässt es sich definitiv länger aushalten. Im Variant zu verreisen stelle ich mir ziemlich unproblematisch vor. Das Ladevolumen des Kofferraums, 650 Liter, trägt sein Übriges zu diesem Eindruck bei. Klappe ich die Rückbank um (möglich im Verhältnis 40:20:40), stehen 1780 Liter zur Verfügung. Insgesamt darf der Variant um 650 Kilo schwerer gemacht werden. Und dann ist da ja noch die Anhängelast, die bis zu 2.200 kg (gebremst) betragen darf. Ein Nutztier, Für den leichteren Umgang mit der angehängten Last präsentiert Volkswagen erstmals ein neues Assistenzsystem, den Trailer Assist. Per Knopfdruck wird das kamerabasierte System aktiviert, und über den Knopf, mit dem auch die Außenspiegel eingestellt werden, stellt der Fahrer den Winkel ein, den er benötigt , um beispielsweise einzuparken. Der Rest passiert quasi automatisch. Das Lenkrad schlägt von selbst ein, der Fahrer gibt nur noch Gas oder bremst. Weitere Systeme haben ihr Debüt im Passat: City Emergency Braking, Fußgänger-Monitoring, Traffic Assist und Emergency Assist.

Die wirkliche Premiere aber erlebt das Active Info Display – zumindest im Passat. Denn zuallererst wurde das System erst kürzlich im neuen Audi TT vorgestellt, dort heißt es „Virtual Cockpit“. Ein 12.3 Zoll großer Tft-Bildschirm hinter dem Lenkrad, das ALLE Informationen digital darstellt und das Display in der Mittelkonsole verzichtbar macht. Wenigstens im Zweisitzer Audi TT. Im Passat hingegen existiert das Infotainmentsystem in der Mitte noch immer. Gut für den Beifahrer oder die Passagiere im Fond, die so entweder Einfluss nehmen können zum Beispiel auf die Musikauswahl oder wenigstens sehen können, wohin das Navigationssystem beispielsweise die Reisenden führt. Bis auf die Handhabung – im Audi sind die Knöpfe zum Steuern links im Lenkrad, im Passat rechts – ist eigentlich alles gleich geblieben: Zwei digitale Rundinstrumente rechts und links im Bild, in der Mitte wird angezeigt, was man sehen möchte: Landkarte, aktuell gespielter Song, etc. Das alles steht natürlich in einem bemerkenswerten Kontrast zur analogen Uhr und dem Flair der Achtziger – und kostet zudem eine Stange Geld. Knapp 3000 Euro wird man los, denn das Active Info Display gibt es nur in Verbindung mit dem großen Infotainmentsystem – noch.

Nun aber zu den Abkürzungen. Gefahren bin ich also den Kombi (Variant), mit einem 2-Liter-4-Zylinder Diesel, zweifach aufgeladen. SCR steht für selective catalytic reduction, mit diesem System wird Stickoxid umgewandelt. Was noch? BMT. Blue Motion Technology steht für Sprit sparen. Volkswagen sagt, die insgesamt 10 (!) neuen Motoren für den Passat können bis zu 20 Prozent weniger verbrauchen. 4Motion steht für den Allradantrieb von Volkswagen, DSG für die direct shift gearbox, in diesem Fall ein automatisches 7-Gang-Getriebe. Und wie fährt sich nun das alle zusammen? Fein! Solide. 500 Newtonmeter sind meines Erachtens schon mal eine Ansage, den Bums merkt man aber erst so richtig, wenn flotte Überholmanöver auf dem Programm stehen. Dann baut die Kraft Druck in der Magengrube auf. Und wenn man auf dem Gas bleibt, erreicht er auch irgendwann die 238 km(h Höchstgeschwindigkeit, 100 km/h stehen nach 6,3 Sekunden auf dem Tacho. Ganz ordentlich, wenn auch irgendwie unspektakulär – zumindest vom Fahrgefühl her. Irgendwie fehlte mir das letzte Quäntchen zum Spaß haben, aber dann denke ich mir auch wieder: „Hey, das ist ein Familienauto. Oder Außendienstler-Auto. Also, easy“. Tatsächlich steht hier meiner Meinung nach eher das bequeme Reisen im Vordergrund, das Kilometerabreißen. Die bequemen, beheizbaren Sitze und das beheizbare Lenkrad sorgen für Gemütlichkeit . Und wer das Ganze mit etwas Pfeffer würzen will, schaltet in Sport. Und den Gangwahlhebel in S. Dann wird aus der geschmeidigen Lenkung eine mit etwas mehr – ich nenne es mal – Widerstand, die Gasannahme erfolgt einen Ticken schneller und auch das Fahrwerk wird etwas straffer. Allerdings sind nach meinem Empfinden die Unterschiede zwischen den Modi Eco, Comfort, Normal und Sport nicht sehr stark ausgeprägt. Schön finde ich, wie immer, dass auch ein Individual-Modus zur Verfügung steht. Da können dann beispielsweise Lenkung oder Gasannahme individuell konfiguriert werden. Der Passat Variant fährt sich also zuverlässig, kontrollierbar, unaufgeregt. Lediglich in Kurven merkt man ihm etwas sein Gewicht von knapp 2 Tonnen an, meine Ohren haben dann so ein gewisses Rauschen vernommen.

Zum Schluss möchte ich noch kurz auf das Äußere eingehen: Diesbezüglich geht es nicht zurück in die Zukunft, im Gegenteil. Die Front wurde nachgeschärft und mit Chrom-Elementen aufgehübscht. Die Scheinwerfer kommen ab Serie mit Halogen – okay, doch eine kleine Zeitreise – optional sind aber 2 verschiedene LED-Varianten möglich, beispielsweise mit 32 oder 12 LEDs. Am Heck finden sich Rückleuchten, die serienmäßig mit LED ausgerüstet sind. Ansonsten gibt sich der neue Passat auch hier eher unspektakulär, von der starken, scharfen Tornadolinie an der Seite einmal abgesehen.

Summa summarum: Der neue VW Passat Variant ist ein solides Auto, perfekt für Familien, Vielfahrer, Reisebegeisterte. Und für solche, die genug Geld im Portemonnaie haben. Denn hier liegt mein größter Kritikpunkt: Ich mag die Preispolitik nicht. VW wirbt damit, dass es den Passat „schon“ ab 26.950 Euro gibt. Das ist dann die Ausstattungslinie Trendline und der kleinste Benziner. Unser Diesel startet dann schon bei 46.300 Euro (Highline), aber mit dem ganzen Wust an Assistenzsystemen, Leder-Interieur, großem Infotainmentsystem, Active Info Display etc., etc. erreicht man locker geschätzt die 55.000-Euro-Grenze. Wenn es nicht sogar noch viel mehr ist. Ist das dann noch ein VOLKSwagen?

Original http://auto-geil.de/2014/10/15/sarahs-fahrbericht-2014-vw-passat-variant-tdi-4motion/

14 Oct 2014

2014 VW Passat Variant TDI – Videos und Fakten

2014 VW Passat Variant TDI


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Die Vorgeschichte zum 2014 VW Passat Variant TDI
Der Passat gehört definitiv zu den Modellen mit Tradition, immerhin konnte Volkswagen in 2013 den 40. Geburtstag feiern. B1, so lautete der Produktname des ersten Modells von 1973, eigentlich ein umgewandelter Audi 80. Das B steht für B-Segment, also Mittelklasse. Ein Jahr später kam denn auch der Passat als Variant auf den Markt. Daraufhin folgten viele Facelifts und Produktgenerationen, vielen dürfte vielleicht noch der Passat von 1988 in Erinnerung sein – der hatte nämlich plötzlich keinen Kühlergrill mehr. Das hat sich aber 1993 geändert. Der Grill war wieder da und scheint zu bleiben. Jetzt ist Volkswagen bei der achten Generation angekommen – und mit ihm viel Neues, aber auch eher oldschool anmutende Elemente…

Der Fahreindruck
Was macht ihn so oldschool? Nun, zumindest die von uns gefahrene Ausstattung wirkte ziemlich “Back to the Eighties”. Das lag zum einem am dominierenden Dunkelbraun – Leder, Holz, Kunststoff – zum anderen aber auch an der neu designten Form des Armaturenbretts. Das erstreckt sich nun sehr breit und geradlinig von links nach rechts, nur vom Cockpit unterbrochen. In das Armaturenbrett wurde die Lüftung der Klimaanlage integriert, deren Lüftungsstreben durchgehend und horizontal aufgebaut sind. Dieser breite, weite Effekt wird durch eingelassene Chromstreben noch verstärkt. Mit der darunter liegenden Holzpaneele und der darüber liegenden analogen Uhr ist der Eindruck einfach da: Oldschool!

Der Rest ist dafür umso moderner, von analog kann da nicht mehr die Rede sein. Vor allem nicht in Anbetracht der folgenden Tatsache: Volkswagen verwendet jetzt auch das “Virtual Cockpit”, das im Audi TT Premiere feierte. Nein, Moment. Bei Volkswagen heißt es “Active Info Display”. Vom Namen einmal abgesehen, ist es das gleiche System. 12.3 Zoll großes TFT-Display, in dem schlicht alle Informationen digital dargestellt werden. Von den Rundinstrumenten über die Navigation bis hin zu gespielten Liedern. Im Gegensatz zum Audi TT gibt es aber noch ein weiteres Display in der Mittelkonsole. So haben auch Beifahrer die Möglichkeit, das Infotainmentsystem zu benutzen. Wir kritisieren an dieser Stelle die Aufpreispolitik: Das Active Info Display gibt es nur in Verbindung mit dem großen Infotainmentsystem, und zack! – sind beinahe 3000 Euro weg.

Natürlich haben auch die braunen Ledersitze ihren (Auf-)Preis. Dafür sitzt es sich gut in selbigen. Der Seitenhalt auf der Sitzfläche ist toll, im Rückenbereich ist er nicht ganz so ausgeprägt. Doch man sitzt gemütlich, und das ist für mich überhaupt DAS Wort für den neuen Passat Variant. Ergänzt um die Adjektive praktisch, bequem und unaufgeregt. Es ist ein Auto für Familien. Für Streckenabreißer. Für Reisende.

Das Platzangebot ist vor allem im Fond immens. Das liegt daran, dass Volkswagen kaum etwas an der Länge des Passat geschraubt hat, aber den Radstand um 79 Millimeter verlängerte. Hier haben auch 1,90 Meter große Menschen Platz und können längere Strecken gut aushalten. Platz gibt es auch im Kofferraum: 650 bis 1780 Liter und eine Zuladung in Höhe von 650 Kilogramm. Das ist ordentlich. Anhänger bis 2200 Kilo darf er natürlich auch noch ziehen. Und da kommen wir schon zu einer weiteren Neuheit: Der so genannte Trailer Assist hilft beim Einparken mit Anhänger.

Der Fahrer stellt per Drehknopf den Grad ein, in welchem der Anhänger sich bewegen soll, das Lenkrad justiert sich dann autpomatisch entsprechend, der Fahrer gibt nur noch Gas oder bremst. Eine Kamera hinten im VW-Logo zeigt, was passiert, dargestellt wird das Bild im Display der Mittelkonsole. Neu sind auch diese Assistenzsysteme: City Emergency Braking, Traffic Assist, Fußgänger Monitoring oder Emergency Assist. Der zudem in unserem Testauto verbaute Lane Assist steuert beim Überfahren der weißen Linien ohne vorheriges Blinken aktiv gegen, gibt aber kein akustisches Signal.

Zum Prädikat “gemütlich” trug natürlich auch die Motorisierung bei. Insgesamt zehn (!) Motoren kommen mit dem Passat auf den Markt, wir fuhren den stärksten 2-Liter-Biturbo-Diesel mit 240 PS und 500 Newtonmetern sowie 7-Gang-DSG und Allradantrieb. Die 100 km/h-Marke erreicht man im Variant innerhalb von 6.3 Sekunden, bei 238 km/h ist Schluss. Allerdings konnten wir auf Sardinien nicht mal annähernd so schnell fahren. Der Motor ist laufruhig, liefert aber bei langsameren Geschwindigkeiten oder im untertourigen Bereich den typischen Diesel-Sound. 500 Newtonmeter klingt eindrucksvoll, und wenn man ihn etwas ärgert, dann drückt die Kraft tatsächlich auf den Magen. Aber dann besinnt man sich wieder ganz schnell auf das Wesentliche: Cruisen. Reisen. Fahren.

Die Fakten:

Der 2014 VW Passat Variant ist 4,77m lang, inklusive Außenspiegel 2,08m breit und 1,48m hoch. Der Radstand beträgt nun 2,79 Meter, der Wendekreis liegt damit bei 11,7 Meter. Leer wiegt der Passat Variant 1735 Kilo, zulässig sind 2310 Kilogramm. Das Standardvolumen des Kofferraums beim neuen Passat Variant liegt bei 650 Litern, mit umgeklappter Rücksitzbank und einer beinahe ebenen Ladefläche werden es 1780 Liter. Laut NEFZ benötigt der Variant 5,4 Liter Diesel für 100 Kilometer. Bei uns waren es gerade mal zwei Liter mehr.
Preislich gehts für unseren getesteten Variant (Highline) bei 46.300 Euro los – mit allem Schnick und Schnack sind sicherlich locker über 50.000 Euro weg.

AUSFAHRT-TV

 

Bericht zum 2014 VW Passat Variant TDI auf auto-geil.de

Bericht zum 2014 VW Passat Variant TDI auf rad-ab.com

Original http://ausfahrt.tv/2014-vw-passat-variant-tdi-videos-und-fakten/

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09 Oct 2014
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2014 Corvette C7 Stingray Z51 (EU) – Videos und Fakten

2014-Corvette C7 Stingray


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Die Vorgeschichte zur 2014 Corvette C7 Stingray Z51 (EU)
Es ist immer wieder – mit Verlaub – “krass”, wie sehr sich Designsprachen verändern können. Was haben die erste Corvette von 1953 und die aktuelle, 7. Generation von heute noch gemein? Immerhin eine Karroseerie aus GFK, glasfaserverstärktem Kunststoff. Sechs Zylinder hatte die erste Generation, erst 1955 ging es dann los mit der V8-Erfolgsgeschichte – zumindest in den Vereinigten Statten von Amerika. Europa schien nicht so angetan von dem US-Sports Car, das änderte sich langsam erst mit der vierten Generation ab 1983. Die Qualität wurde genauso bemängelt wie ihr Fahrverhalten, sie könne nicht mal geradeaus fahren, hieß es. Die gute Nachricht vorweg: Die aktuelle siebte Generation, die Vorvette C7 Stingray, kann das. Und noch viel mehr. Aber es gibt auch Grund, zu meckern. Mehr dazu im Fahreindruck.

Der Fahreindruck
Ein V8 – natürlich – 6,2 Liter, 466 PS, 630 Nm. Das sind die Zahlen der aktuellen Generation 2014, die wahrscheinlich nicht nur Corvette-Herzen höher schlagen lassen. In 2015 wird es noch mehr Bums geben, die Corvette Z06 soll dann 634 PS liefern.

Aber bleiben wir bei der C7, die wir als Targa-Variante fahren durften. Das Tach passt passgenau in den Kofferraum, aber dann ist nicht mehr viel Platz für Anderes. Ohne Dach zu fahren war für mich persönlich eine Offenbarung: Wehendes Haar vorne, fulminanter Ausblick auf die massige Motorhaube vorne, und hinten eine Klangsymphonie, die aus Bellen, Rotzen, Spucken, Brabbeln, Blubbern und Dröhnen besteht. Auf meiner Motorsound-Playlist ist der Song ganz weit vorne. Ich könnte noch gefühlt stundenlang nur über die Geräuschkulisse schreiben, aber wenden wir uns nun anderen Dingen zu.

In Sachen Qualität ist man auf dem richtigen Weg. Leder, Alcantara, Kunststoff geben dem Interieur ein stimmiges Bild. Ernsthaft: Da habe ich im Bentley Continental GTC V8 schon Schlimmeres gesehen, abgebrochene Kunststoffteilchen, aber immerhin silbrig glänzend.
Froh bin ich, dass meine 1,84 Meter in die Corvette passen, auch bei geschlossenem Dach. Die Sitze halten mich gut fest, sind dabei aber komfortabel. Besonderes Highlight: Man spürt das Pulsieren des Motors, die Kraft der Corvette. Unbezahlbar. Das komplett in Alcantara eingewickelte Lenkrad will mich das Volant nie mehr loslassen machen. Hinterm Lenkrad sind links und rechts zwei Paddles, aber die dienen nicht zum Schalten. Sie sind gut für die “Rev Match”-Funktion. Einmal dran gezogen, egal, ob links oder rechts, und die Corvette arbeitet mit Zwischengas, lässt es noch mal richtig knallen. Herrlich.

Top: Die Displays lassen sich gut ablesen und haben verschiedene Darstellungsmodi – vor allem aber gibt es auch ein Head-Up-Display, ebenfalls verschieden konfigurierbar. Das finde ich bei Sportwagen stets mehr als angebracht. Apropos Modi: Davon gibt es fünf in Bezug auf das Fahren, Eco, Tour, Track, Sport und Wetter. In Eco schalten sich mitunter vier von acht Zylindern zum Spritsparen ab, an sich eine gute Sache, für uns aber ist undurchsichtig geblieben, wann genau sie das tat und wann sowie warum sie die anderen vier wieder dazuschaltete. Davon ab waren wir mit dem Spritverbrauch auch so durchaus zufrieden: 14 Liter wollte sie haben, laut NEFZ schluckt sie gut 12. Das hätten wir uns also schlimmer vorgestellt. Das Fahren im Eco-Modus hat mich übrigens fast vergessen lassen, dass ich in einem Sportwagen sitze, so geschmeidig lief Madame. Die Lenkung jedoch war mir für das schwere Geschoss definitiv ein bisschen zu weich.

Also, ab in Sport oder gar Track, und dann wirds hart. Und laut. Und spaßig. Wir machen zwar keine wilden Drifts oder ähnliches, aber man merkt, dass sie könnte wenn wir es könnten. Die Vette kann noch nicht mal geradeaus fahren? Nichts da. Auf der Autobahn bei hohen Geschwindigkeiten habe ich mich in ihr sicherer gefühlt als in so manch anderem Sportwagen – zumindest vom Fahrgefühl her. Nicht so prall sind die Übersichtlichkeit und die Schaltwege. Unsere C7 hatte eine manuelle 7-Gang-Schaltung. Ich finde Schalten in Sportwagen super. Ich finde aber Schalten in Sportwagen mies, wenn die Schaltwege so unpräzise sind wie in der Vette. Von 1 bis 4 ist die Welt noch in Ordnung, ab dann wird es Slapstickähnlich. Man landet überall, nur nicht da, wo man hinmöchte. Also geht man irgendwann dazu über, maximal noch bis in den fünften Gang zu schalten. Der Rest wird einfach ignoriert. Zumal die Leistung dann eh nicht mehr wirklich abrufbar ist.

Ach ja, Leistung: Das mit der Höchstgeschwindigkeit ist so eine Sache. Da scheint sich der Hersteller selbst nicht so sicher zu sein. 300km/h+ sollen drin sein, 290 km/h sind aber realistisch, vorausgesetzt, man kriegt das mit dem Schalten gescheit hin.
Trotzdem: ich persönlich habe mich hart in Madame Corvette C7 Stingray verliebt.

Die Fakten:
Von 0 auf 100 km/h benötigt die 2014 Chevrolet Corvette Stingray 4.2 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist wahrscheinlich bei 290 km/h erreicht.
Die Vette ist 4.49 m lang, 1.23 m hoch und misst in der Breite 1.87 Meter. Der Wendekreis mit einem Radstand von 2.71 m beträgt 11.5 Meter.
70 Liter passen inden Tank. Bei einem NEFZ-Verbrauch (laut Chevrolet) von 12.2 Litern Super auf 100 Kilometern könnte man theoretisch auf eine Reichweite von fast 570 Kilometern kommen.
Das Leergewicht beträgt 1539 kg, maximal zugeladen werden dürfen 250 kg. In den Kofferraum passen ohne Dach 287 Liter.
Der Basispreis der 2014 Chevrolet Corvette Stingray liegt bei 69.990 Euro.

AUSFAHRT-TV

 

Bericht zur 2014 Corvette C7 Stingray Z51 (EU) auf auto-geil.de

Bericht zur 2014 Corvette C7 Stingray Z51 (EU) auf rad-ab.com

Original http://ausfahrt.tv/2014-corvette-c7-stingray-z51-eu-videos-und-fakten/

08 Oct 2014

Skoda feiert 25 Jahre Mauerfall mit Jubiläumsvorteilen

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Vor 25 Jahren standen die Menschen auf der Berliner Mauer, nicht mehr davor oder dahinter. Der Niedergang der DDR war besiegelt und das deutsche Volk freute sich gemeinsam auf die Wiedervereinigung. Mit dem Fall der Mauer und der Annaeherung des Osten an den Westen, dem Oeffnen auch der weiteren Grenzen, startete fuer Skoda eine ganz neue Erfolgsgeschichte. Kurz nach dem Mauerfall, im Jahre 1991, wurde Skoda Auto zu einer Volkswagen Tochter. Zunaechst noch als Billig-Volkswagen argwoehnisch betrachtet, sind die Tschechen heute einer der erfolgreichen Importeure in Deutschland ueberhaupt.

Und weil “alleine freuen” ja nur halb so viel Spass macht, haben sich die Marketing-Strategen von Skoda Deutschland zusammengesetzt und bieten zum Jubilaeum des Mauerfalls einen bunten Strauss von Jubiläumsvorteilen an. In Zahlen ausgedrueckt? Bis zu 3950 Euro kann man aktuell beim Kauf eines Skoda-Modells sparen. Wer sich also gerade fuer einen Skoda Citigo, Roomster oder Rapid Spaceback interessiert, sollte sich die Angebote auf jeden Fall mal ansehen.

Mehr Information stellt Skoda auf einer eigenes eingerichteten Seite zur Verfuegung. Zudem soll es sich lohnen auf der Facebook-Seite vorbei zu schauen.

Original http://auto-geil.de/2014/10/08/skoda-feiert-25-jahre-mauerfall-mit-jubilaeumsvorteilen/

Created Mittwoch, 08. Oktober 2014 Tags Advertorial | allgemein | angebote | Mauerfall | skoda Document type Article
Categories Timeline Author Jan Gleitsmann
07 Oct 2014

2014 Volvo XC60 D5 AWD – Video und Fakten

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Video – 2014 Volvo XC60 D5 AWD auf Youtube ansehen

Die Vorgeschichte zum 2014 Volvo XC60 D5 AWD
2002 stellte Volvo mit dem XC90 den ersten Volvo-SUV vor. 2008 haben die Schweden dann eine etwas kompaktere Variante eingeführt, den XC60. 2013 erhielt er ein Facelift. Im Gegensatz zum gerade in Stockholm neu vorgestellten XC90 wirkt der 60er beinahe etwas altbacken. Aber wir wissen ja, dass Volvo einen neuen Baukasten entwickelt hat, so dass wir viele Elemente des neuen XC90 auch bald in einer neuen Generation des XC60 wiederfinden werden.

Der Fahreindruck
Zur Modellpflege Mitte 2013 wurden beim Volvo XC60 die Scheinwerfer zu einer Einheit zusammengefasst. Die Chrom-Umrandung des geänderten Kühlergrills wurde entfernt. Außerdem wurde das Design der Frontschürze sowie das der Seitenspiegel überarbeitet. In den Blinkern der Aussenspiegel finden sich nun LED-Blinker.
Den XC60 gibt es in sieben (!) verschiedenen Ausstattungslinien. Wir sind das Sondermodell “Ocean Race” gefahren. Von außen erkennt man das Sondermodell an den beiden Ocean Race-Badges an den Flanken und den 18-Zoll-Alufelgen. Zudem gehört zur Ausstattung die Dachreling in Alu-Optik.

Den Volvo XC60 gibt es mit 2 Benzinern, die 254 und 304 PS leisten, sowie mit 3 Dieselmotoren, deren Leistungsrange zwischen 136 bis 215 PS liegt. Wir haben den stärksten Diesel getestet: ein quer eingebauter 2,4 Liter-Fünfzylinder mit 215 PS und 440 Nm.
Keyless-Go ist in diesem Fall einen Mogelpackung, denn den Key kann man nicht einfach beiseite legen, sondern muss, wie ein Schlüssel, in die dafür vorgesehene Öffnung gesteckt werden. Erst dann kann der Startknopf gedrückt werden.
Sogleich wird klar: Das ist ein Diesel! Jan zog alsbald den Vergleich zu einem Trecker, findet das Dieseln aber charmant – ich hingegen bin offensichtlich ein bisschen verwöhnt oder empfindlich oder beides: Mir ist es schlicht zu rauh, zu aufdringlich, insbesondere im Stadtverkehr. Hat man den SUV jedoch erst einmal auf Geschwindigkeit gebracht, und damit meine ich circa 160km/h auf der Autobahn, ist das Motorgeräusch angenehm und gar nicht mehr aufdringlich.
Der XC60 überzeugte uns sowohl in der Stadt als auch auf Landstraßen und Autobahn mit einem komfortablen Fahrwerk und bequemen Sitzen. Dass unser Modell über ein automatisches 6-Gang-Getriebe verfügte, ist uns beinahe gar nicht aufgefallen, so weich erfolgen die Gangwechsel. Schaltwippen sind nicht vorhanden, wurden von uns aber in diesem SUV auch nicht vermisst. Es ist definitiv ein Langstreckenauto, was Komfort und Platzangebot betrifft. In Sachen Spritverbrauch jedoch waren wir enttäuscht: 6.4 Liter laut NEFZ – 10.2 Liter haben wir erfahren. Und das, ohne wild herumzukacheln, sondern so, wie man das Auto benutzen würde: Mit mindestens drei Personen an Bord und Gepäck oder einem Großeinkauf im Kofferraum.
Volvo selbst forciert immer wieder das Thema Sicherheit. Schade, dass genau hier der wunde Punkt vom XC60 war. Der Totwinkelwarner beispielsweise hat seinen Platz nicht im Spiegel, sondern in der A-Säule – heißt: es flackert dort, nicht beim Blick in den großen Außenspiegel. Die Verkehrsschildererkennung hat oftmals beim Wechsel von der Landstraße in einen Ortskern hinein nicht funktioniert. Der Auffahrwarner, bestehend aus einer Leuchtdiodenstaffel am unteren Rand der Windschutzscheibe, hat uns einige Male mit falschem Alarm irritiert, ja, regelrecht erschrocken. Er piepte und blinkte in einer verkehrsberuhigten Straße aufgrund der dortigen Blumenbeete, auf der Autobahn legten wir eine Vollbremsung hin, obwohl de facto NICHTS vor, hinter oder neben uns war – der Warner aber wurde aktiv. Ebenfalls enttäuscht waren wir vom Spurhalteassistenten, der immer dann einen Warnton von sich gibt, wenn man ohne zu blinken die Spur wechselt oder sie überfährt. Das hat zwar einwandfrei funktioniert, allerdings bleibt es beim Piepen. Eine Vibration im Lenkrad oder gar ein aktives Gegenlenken erfolgt nicht – und das ist meiner Meinung nach heute mittlerweile schon State of the art – selbiges gilt übrigens auch für das Bild, das die Rückfahrkamera widergibt: stark verzerrt. In der Summe nehme ich also noch mal Bezug zum Anfang dieses Beitrags: Mit dem XC90 hat Volvo vieles verbessert – davon kann sein kleinerer Bruder nur profitieren.

Die Fakten:
Von 0 auf 100 km/h benötigt der Volvo XC60 D5 AWD Geartronic Ocean Race 8.3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 205 km/h erreicht. Der XC60 verfügt über einen Tankinhalt von 70 Litern. Bei einem NEFZ-Verbrauch (laut Volvo) von 6.4 Litern Diesel auf 100 Kilometern könnte man theoretisch fast 1090 Kilometer ohne Tankstop fahren, was in etwa der Strecke von Stockholm nach Bremen entspricht. Der Basispreis des Volvo XC60 D5 AWD Geartronic beträgt 44.830 Euro, für unseren Testwagen muss man 57.240 Euro bezahlen.
Der XC60 D5 AWD Geartronic Ocean Race ist 4.64 m lang – zwischen den Rädern sind 2.77 m Platz. Der schwedische SUV ist 1.71 m hoch und bei den Autobahnbaustellen sollte man lieber die rechte Spur wählen, denn von Außenspiegel zu Außenspiegel misst der Volvo XC60 2.12 Meter. Der Wendekreis beträgt 11.7 m.
Das Leergewicht beträgt 1912 kg, das zulässige Gesamtgewicht 2505 kg.
In den Kofferraum passen 495 Liter, maximal zugeladen werden dürfen 593 kg – davon dürfen 100 kg auf das Dach geladen werden. Die maximale Anhängelast beträgt 1.8 Tonnen.

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Bericht zum 2014 Volvo XC60 D5 AWD auf auto-geil.de

Bericht zum 2014 Volvo XC60 D5 AWD auf rad-ab.com

Original http://ausfahrt.tv/2014-volvo-xc60-d5-awd-video-und-fakten/

06 Oct 2014
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2014 Ford Fiesta ST – Fakten und Video

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Video – 2014 Ford Fiesta ST auf Youtube ansehen

Die Vorgeschichte zum 2014 Ford Fiesta ST
1976 stellte Ford erstmalig den Kleinwagen Fiesta vor, über 35 Jahre später erfreut sich der Kleine immer noch größter Beliebtheit, dafür sprechen nicht zuletzt weit über 15 Millionen verkaufte Einheiten. Während die erste Generation noch in Spanien gefertigt wurde, läuft seit 2008 die siebte Generation in Köln-Niehl vom Band. Mittlerweile sind auch schon von dieser Generation eine Million Exemplare verkauft worden.

Schon von der ersten Generation an hatte der Fiesta einen giftigen Bruder. Dieser trug damals das Kürzel XR2 und hatte stramme 84 PS. Seit der sechsten Produktgeneration (2005) liest man am Heck der Kraftzwerge das Kürzel ST, welches für „Sport Technologie“ steht. Im Februar 2013 startete Ford mit der Produktion eben jenes Fiesta ST, um den es in diesem Beitrag geht.

Der Fahreindruck
Das Giftigsein beginnt schon mit dem Äußeren. Der ST ist im Vergleich zu den anderen Fiesta-Modellen um 15 Millimeter tiefergelegt und mit einem manuellen Durashift 6-Gang-Getriebe ausgestattet. Erkennbar ist er zudem am großen, trapezförmigen Kühlergrill, an der Heckschürze mit großem Diffusor-Einsatz und der Doppelrohr-Auspuffanlage. Zudem sind zwei verschiedene Ausstattungsvarianten erhältlich, einmal quasi als normaler Fiesta ST und einmal als Fiesta ST mit Leder-Sport-Paket. Auf Wunsch sind rot lackierte Bremssattel für die serienmäßigen Scheibenbremsen lieferbar.
Wer den Einstieg über die rot illuminierte Einstiegsleiste geschafft hat, findet sich in ausgesprochen sportlichen, fest zupackenden, dabei aber sehr komfortablen Sitzen wieder. Da könnte sich so mancher Premium-Hersteller eine dicke Scheibe von abschneiden. Dass man dann aber in einem Ford sitzt – nichts gegen Ford – merkt man dann aber am reichlich verbauten Plastik, trotz Leder-Paket. Und am Infotainmentsystem. Da muss Ford mal ran. Das Bedienen ist leicht umständlich, das Display nicht mehr State of the art.
Nicht zu überhören ist schließlich der Motor: Halloho, da will aber jemand wirklich sportlich sein! Will er nicht nur, ist er auch. 182 PS und 240 Nm lassen die Rennbuchse erst ein bisschen über die Vorderräder schieben und dann flott abziehen. Beim Gasgeben merkt man, dass soundtechnisch nachgeholfen wurde, da dröhnt es im Innenraum. Aber hey – so muss das doch sein beim ST! Fahren, schalten, bremsen – wir sind zufrieden. Und an dieser Stelle soll es noch mal erwähnt werden: Die Sitze sind ein Traum, insbesondere beim Kurvensausen.
Uns dünkt, dass der Fiesta ST ein adäquates Fahrzeug für die Zielgruppe ledig, jung und vorzugsweise wahrscheinlich männlich ist. Wer damit unterwegs ist, transportiert sich selbst und maximal noch einen Kumpel durch die Gegend – das Sitzen im Fond ist nämlich alles andere als angenehm, genausowenig wie das Hineinkraxeln. Kinder sehen wir dort gar nicht, wenngleich Isofix-Halterungen vorhanden sind. Davon ab lassen sich auch die Fensterscheiben nicht versenken. Nein, wir bleiben lieber vorne und genießen die Tatsache, dass man sich auch auf der Autobahn nicht gerade verstecken muss.

Die Fakten:
Der 1.6 EcoBoost-Motor liefert 182 PS (134 kw) und ein maximales Drehmoment von 240 Nm, das bei 1600 – 5000 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung steht. Von 0 auf 100 km/h benötigt der 2014 Ford Fiesta ST 1.6 EcoBoost 6.9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 223 km/h erreicht.
Der 2014 ST 1.6 EcoBoost von Ford ist 3.98 m lang, 1.46 m hoch und misst in der Breite 1.71 Meter. Der Wendekreis mit einem Radstand von 2.49 m beträgt 11.2 Meter.
In den Tank passen 48 Liter. Bei einem NEFZ-Verbrauch (laut Ford) von 5.9 Litern Super auf 100 Kilometern könnte man theoretisch auf eine Reichweite von fast 810 Kilometern kommen.
Das Leergewicht beträgt 1163 kg, das zulässige Gesamtgewicht 1575 kg. In den Kofferraum vom 2014 Ford Fiesta ST 1.6 EcoBoost passen 295 Liter (bei umgeklappter Rückbank sind es 979 Liter), maximal zugeladen werden dürfen 412 kg.
Der Basispreis vom 2014 Ford Fiesta ST 1.6 EcoBoost liegt bei 20.190 Euro, je nach Ausstattung kann man diesen Wert natürlich auch nach oben schrauben.

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Bericht zum 2014 Ford Fiesta ST auf auto-geil.de

Bericht zum 2014 Ford Fiesta ST auf rad-ab.com

Original http://ausfahrt.tv/2014-ford-fiesta-st-fakten-und-video/

30 Sep 2014

Shell Exciting Drives 2014 – unterwegs mit Miriam Höller

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Mama, Mama, ich bin im Fernsehen. Naja, nicht ganz, aber ich habe im August zum ersten Mal bei einer professionellen Video-Produktion als Darsteller mitgewirkt. Shell hatte mich eingeladen, dem “Action Modell” Miriam Höller eine meiner favorisierten Strassen zu zeigen. Schöne Strassen gibt es eine ganze Menge. Auch und vor allem in Deutschland. Aus meiner Auswahl hatten sich die Verantwortlichen ein Teilstück einer Strecke am Chiemsee ausgesucht, die ich von einer Fahrveranstaltung kannte und wirklich schön fand. Mein Video erscheint erst am 29. Oktober bei Youtube, da heisst es also noch ein wenig geduldig sein. Ein Teaser-Video ist immerhin schon online. In diesem seht ihr mich auch schon, wie ich gemeinsam mit Miriam in einem wunderschönen Auto Union 1000 SP fahre:

Eigentlich waren wir in einem Jaguar XF unterwegs. Eigentlich. Denn in Amerang beim EFA Museum angehalten, wo wir uns eben jenen Klassiker abholen durften, um mit dem Cabriolet eine kurze Spritztour zu unternehmen. Wer mich kennt, der weiss, dass mein automobiles Herz in allererster Linie für alte Fahrzeuge schlägt. Ich war also mehr als glücklich. Nur das Wetter hätte besser sein können.

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Während ich auf meinen Beitrag noch einen ganzen Monat warten muss, ist der erste Clip der Shell Exciting Drives 2014 bereits online. Miriam hat sich nicht nur vom mir Traumstrassen zeigen lassen, sondern auch von Schauspieler Rooco Stark, vom Geschäftsführer der Landrover Experience Dag Rogge und von der Skisprung-Legende Sven Hannawald. Und eben der Video-Beitrag rund um Svens Strasse ist schon bei Youtube online.

Disclaimer: Shell hat mir für das Mitwirken an dem Video eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Dieser Beitrag ist nicht Bestandteil der Vereinbarung, aber ich denke, es macht trotzdem Sinn, dass ich an dieser Stelle darauf aufmerksam mache. Transparenz ist ja bei uns Bloggern ein hohes Gut!

Original http://auto-geil.de/2014/09/30/shell-exciting-drives-2014-unterwegs-mit-miriam-hoeller/

 
30 Sep 2014

BMW M6 Cabriolet Roadtrip ‪#‎M6Tour‬

BMW M6 Cabriolet Roadtrip ‪#‎M6Tour‬

Seit unserem ersten Mercedes-Roadtrip #mbrt13 (und dem im darauffolgenden Jahr #mbrt14) bin ich ein wenig müde, wenn es um die Aufmerksamkeit auf andere Aktionen geht. Das liegt natürlich daran, dass kein anderer Roadtrip so legendär sein kann wie unser Erster (und nein, auch der Zweite war es nicht). Das ist natürlich ganz grober Unfug, denn es kommt ja dabei auf die Sichtweise der Beteiligten an. So werden Can Struck und Sebastian Bauer ihren beiden #ThePluses-Trip als das Beste überhaupt sehen.

Aktuell ist der Kollege Thomas Gigold in einem BMW M6 Cabriolet unterwegs. Das Auto ist schon mal extrem Roadtrip geeignet, möchte ich denken. Und wenn man von München nach Paris (zur Auto Show) fährt, dann kann man selbstredend in einem BMW M6 einen Schlenker machen und sich noch mal schnell Mailand ansehen und den Col de Braus bei Nizza mitnehmen. Der Weg ist sein Ziel, schreibt Thomas. Und ich kann mir lebhaft vorstellen, wie er mit einem breiten Grinsen das potente BMW-Cabrio über die französischen Pässe lenkt und dabei seinen BMW-Roadtrip-Soundtrack lauscht.

Hm. Jetzt wo ich mir die Bilder ansehe und die Geschichten von Thomas lese, merke ich gerade, dass ich doch gar nicht mehr so Roadtrip-müde bin, wie ich gedacht habe. Was geht los darein in 2015?

Mehr zu dem Roadtrip könnt ihr im BMW Blog zur Pariser Auto Show lesen. Mehr Bilder findet ihr auch bei Instagram unter dem Hashtag ‪#‎M6Tour‬.

Original http://auto-geil.de/2014/09/30/bmw-m6-cabriolet-roadtrip-%E2%80%AA%E2%80%8Em6tour%E2%80%AC/

Created Dienstag, 30. September 2014 Tags #‎M6Tour‬ | allgemein | bmw | BMW M6 Cabriolet | München-Paris | roadtrip Document type Article
Categories Timeline Author Jan Gleitsmann
29 Sep 2014

Reifenbeschriftung kurz erklärt

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Winter Special in Zusammenarbeit mit Michelin

Reifenbeschriftung kurz erklärt

Auf der Seitenwand eines jeden Reifens findet sich eine Unzahl von Buchstaben- und Zahlencodes, die jedem Laien erst einmal vollkommen kryptisch vorkommen werden. Dieser Artikel soll Euch dabei helfen, eben jene Code zu verstehen. Gedacht sind sie hauptsächlich den Herstellern oder auch dem Reifenhandel zur Identifikation der Produkte. Zudem geben Teile der Codes Auskunft über Größe, Bauart, zulässige Geschwindigkeiten und Tragfähigkeit. Neu dazu gekommen sind in der letzten Zeit auch noch Angaben zur Erstausrüstung, zu den Notlaufeigenschaften des Reifens wie auch zum Rollwiderstand.

Ich persönlich finde es wichtig, dass man selbst weiss, wie alt ein Reifen ist. Gerade, wenn man sein Fahrzeug nicht so viel bewegt, mag man ja denken, dass eine ausreichende Profiltiefe (Obacht, alles unter 4mm sollte man wechseln, auch wenn die gesetzliche Mindesttiefe bei nur 1.6mm liegt) reicht, um sich den Neureifen-Kauf zu sparen. Niemand sollte aber auf seinem Auto Reifen verwenden deren Alter jenseits der 10 Jahre liegt. Ich persönlich würde keinen Reifen fahren der älter als 6 Jahre ist. Denn Gummi härtet aus und die feinen Eigenschaften des Reifens gehen mit dem Alter verloren.

Wenn man sich den Pneu genauer ansieht, wird man in der Seitenwand eine DOT-Kodierung finden. Diese Angabe hat lustiger Weise etwas mit dem amerikanischen Verkehrsministeriums (Department of Transportation) zu tun, diese zertifizieren den Reisen entsprechend. Der Code enthält nicht nur Angaben zum Hersteller, der Reifengröße und den Reifeneigenschaften, auch die Produktionswoche ist in verschlüsselter Form angegeben: So bedeutet die Zahle 1213 innerhalb der DOT-Markierung beispielsweise, dass der Reifen in der 12. Woche des Jahres 2013 gefertigt wurde.

Dazu ist auch die ECE-Regelung (Diese bezeichnen einen Katalog von international vereinbarten, einheitlichen technischen Vorschriften für Kraftfahrzeuge sowie für Teile und Ausrüstungsgegenstände von Kraftfahrzeugen) im DOT-Code eingebettet. Der Buchstabe “E” gefolgt von einer oder zwei Zahlen entspricht dabei dem ECE-Prüfzeichen, die nachfolgenden 1-2 Zahlen beschreiben das Land in dem die Genehmigung beantragt bzw erteilt wurde. “E1″ steht für Deutschland, “E4″ für die Niederlande, “E58″ für Tunesien. Der nachfolgende Zahlencode bildet mit Hilfe einer Zahlenreihe, wie beispielsweise “0317358” die Genehmigungsnummer der entsprechenden ECE-Regelung ab.

ALPIN 5

Weit weniger kryptisch sind die Angaben zu Größe und Bauweise, die wir schon alle einmal gelesen haben, nicht zuletzt weil sie neben dem Herstellernamen sehr groß auf den Reifen vulkanisiert werden. “195/55 R17 91V” oder ähnliches – es lässt sich schnell entschlüsseln. Die Zahl vor dem Schrägstrich entspricht der Reifenbreite, oder wie es im Fachjargon heisst der Reifen-Nennbreite. 135 (Millimeter) entspricht 13,5 cm und solche Trennscheibe in Reifenform finden sich beispielsweise an einem BMW i3. 305 (Millimeter) entspricht 30,5 Zentimeter und solche Walzen finden sich dann eher an der Hinterachse potenter Sportwagen. Die Zahl hinter dem Trenner, in unserem Fall die “55” stellt das Nenn-Querschnittverhältnis dar. Damit ist das Verhältnis der Höhe eines Reifens zu seiner Breite. In unserem Fall ist die Höhe der Seitenwand also gerade mal 55 Prozent so lang wie die Nennbreite.

Der folgende Buchstabe “R” kennzeichnet die Bauweise und beschreibt damit die Art, wie die Cordfäden der Karkasse verarbeitet worden sind. Wir unterscheiden zwischen “R” für Radial und “D” für Diagonal, wobei letzteres in Europa seit 30 Jahren nicht mehr in Serie hergestellt werden. Nach dem Buchstaben folgt wieder eine Zahl. Diese bezeichnet ganz einfach die Größe des Felgendurchmessers auf den der Reifen passt. Die Größe wird in Zoll angegeben, wobei 1 Zoll etwa 2,54 cm entspricht. Früher hatten die meisten Fahrzeuge 14″, heute sind es auch auf Kompaktfahrzeugen eher 17″, bei sportlichen Fahrzeugen finden sich auch gerne mal 20″ Räder, teilweise auch mit kleineren Rädern auf der Vorderachse.

Eine weitere Zahl, in unserem Beispiel die “91” stellt die Tragfähigkeits-Kennzahl dar. Die Zählweise beginnt bei 50, was einer Tragefähigkeit von 190 kg entspricht. Bei 204 ist Schluss, was einem Wert von 1.6 Tonnen entspricht. Laut dem Tragfähigkeitsindex kann unser Beispielsreifen dann als 615 kg tragen.

Dann folgt noch ein einzelner Buchstabe, von dem wir ableiten können, wie schnell man mit dem Reifen unterwegs sein darf. Die üblichen Kennungen sind dabei “T” – bis 190 km/h, “H” bis 210 km/h, “V” bis 240 km/h, “W” bis 270 km/h und Y bis 300 km/h.

Einen echten Winterreifen erkennt man leicht an seinen zwei typischen Symbolen: “M+S” (“Matsch und Schnee”) und das Symbol “Schneeflocke auf einem Gebirge”.

Alles verstanden? Dann mal flugs nach draussen und überprüfe mal das Alter Deiner Pneus!

Original http://auto-geil.de/2014/09/29/reifenbeschriftung-kurz-erklaert/