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06 May 2012

Probefahrt: 2012 Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé (C204)

Disclaimer für die Transparenz: Mercedes-Benz hat mir das Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé als Presse-Testfahrzeug zur Verfügung gestellt. Wer meint, dass dies mein Urteil beeinflusst, sollte den nachstehenden Artikel erst gar nicht lesen.

Zuerst hörst Du nur ein dumpfes Grollen. Daraus entwickelt sich das herrliche Blubbern eines V8-Motor. Du drehst Dich um und suchst nach dem Amischlitten, der doch da irgendwo kommen musst und entdeckst – ein Mercedes-Benz C Coupé. Und dann guckst Du erst ungläubig, dann bewundernd. Nein? Doch! Denn so ist die Außenwirkung des 2012 Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé aus der Baureihe 204. Ich weiß das, weil ich ihn gefahren bin. Und ich habe Leute wie Dich an der Straße stehen sehen. Und deren Reaktion war fast immer gleich.

Ein Mercedes-Benz C Coupé mit einem 6.3 Liter (6208 cm³ um genau zu sein) V8 Motor und einem Sound, der Schokolade zum Schmelzen bringt. Hinreizend. Wenn Du Dich wunderst, warum der Fahrer dieses Fahrzeugs die Seitenscheibe immer einen Spalt breit offen lässt, so kann ich Dich erhellen. Weil man den Sound so besser im Innenraum geniessen kann. Mehr als einmal habe ich mir gewünscht, ich könnte aus meiner den AMG lenkenden Haut schlüpfen und mich 500 Meter nach vorne beamen – nur um mich selbst vorbeifahren zu hören. Es ist dieser Klang, der in Verbindung mit der Mercedes-Benz üblichen Qualität diesen Wagen so besonders entzückend macht. Ein niedliches Detail am Rande – auf dem Motor befindet sich eine Plakette auf der sich der gute Mann verewigt hat, der eben jenen Motor zusammengeschraubt hat.

Der 2012 Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé hat 457 PS und läuft 295 km/h laut Tacho. Ich bin ihn nicht ausgefahren, habe aber anbei gesessen. Es ist nicht so, dass ich es nicht auch mit etwas Aufwand (warte bis die Autobahn frei genug ist) geschafft hätte, aber – ich überrasche mich selbst – es war mir nicht so wichtig. Denn neben dem Klangbild von Motor und der AMG Sportabgasanlage mit zwei verchromten Doppelendrohren war die Beschleunigung des AMG mein persönliches Highlight. Klar ist es nett im Geschwindigkeitstunnel. Sicher spült es eine Menge Adrenalin durch den Körper, aber unter uns – es macht nicht halb so viel Spass wie das Beschleunigen. Eine Beschleunigungszeit von 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h gibt Mercedes-Benz an. Zahlen. Pah.

Du trittst aufs Gas und dann heißt es auf brutalste Weise VORWÄRTS! Die Fliehkräfte drücken Dich dabei so in den Sitz, dass Du inständig betest, dass Deine Arme den Kontakt zum Lenkrad nicht verlieren. Die zusätzliche Digitalanzeige der Geschwindigkeit im Rundinstrument scheint in 20iger Schritten hochzuzählen. Und wenn Du dann den Fuss wieder vom Gas nimmst und sachte auf die Bremse steigst, spürst ein wohliges Gefühl von Erleichterung und ein zwanghaftes Grinsen, was sich so gar nicht mehr aus Deinem Gesicht lösen will.

Und dann löst sich Deine Anspannung und Du findest Dich in dem wunderschönen Innenraum eines Mercedes-Benz C Coupés wieder. Der eigentlich über jeden Zweifel erhaben ist. Die Sitze sind wohlgeformt, bieten einen guten Seitenhalt und erzeugen selbst nach 500 km Fahrt in Rücken eines Mannes Anfang 40 nicht für einen Hauch von Rückenschmerzen. Ein hübsches Detail zu den Sitzen: Klappt man die Rückenlehne nach vorne, um jemand in den Fond einsteigen zu lassen – was übrigens auch Erwachsenen zuzumuten ist – so gleitet der Sitz von einem Elektromotor getrieben sanft nach vorne, um das Einsteigen zu erleichtern. Das Sportlenkrad lässt sich nach jedem Wunsch verstellen, ist griffig und fährt sich zum Aussteigen auf Wunsch ebenfalls nach oben.

Ich bin befangen, ich liebe die Haptik von Mercedes-Benz. Ich fühle mich nach dem Einsteigen einfach wohl. Das Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé lässt sich durchaus als Familienauto nutzen. Sicherlich sind vier Türen von Vorteil, aber die Kinder sind auch schnell hinten reingesprungen. Der Kofferraum fasst auch gerne einen Wocheneinkauf – am Platzangebot scheitert es bestimmt nicht – zumindest wenn die Familie aus nur 4 Köpfen besteht. Ich möchte den Designer gratulieren, die dem C204 Coupé eine schöne fliessende Linie mitgegeben haben ohne dabei den Innenraum unkomfortabel schrumpfen zu lassen.

Sicherlich muss man keine 457 PS haben. Sicherlich gibt es ökonomisch sinnvollere Fahrzeuge. Aber wenn man sich ein Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé leisten kann – die nackte Version liegt bei 73.000 Euro – dann kann ich nachvollziehen, dass man es tut. Denn mit dem C 63 bekommt man nicht nur ein Auto an die Hand, was brachial schnell geradeaus fahren kann. Auf der Landstrasse fängt der Spass erst richtig an. Überrascht hat mich der AMG auf meiner kleinen Teststrecke, deren Strassenbelag wirklich nicht der deutschen Normvorstellung entspricht. Statt wildem Rumgehoppel sass ich da doch sehr komfortabel in meinem Ledergestühl und hatte trotzdem nicht das Gefühl, dass der AMG nicht wie ein Brett auf der Strasse liegen würde. Wunder der Technik!

Um Besitzer seines Führerscheins zu bleiben, empfiehlt es sich übrigens den elektronischen Getriebedrehschalter vorzugsweise im Fahrprogramm “C” zu belassen. Die Sportlichen Programme “S” und “S+” sind bedacht zu wählen. Denn sonst zeigt der Schutzmann hinter der grün gewordenen Ampel auch gerne mal die Kelle, ob der zu hohen Geschwindigikeit, die sich da aus der brachialen Beschleunigung ergeben hat. Wer hingegen mit den Jungs gerne Fast-n-Furious spielt, der darf sich auch die Race Start-Funktion freischalten. Diese sorgt dann dafür, dass der Mercedes auch die Beschleunigungswerte erreicht, die da in den technischen Daten steht. Mir hat Sportplus gereicht.

Das verbaute Comand Online, mit dem ich auch eine Statusmeldung bei Facebook setzen konnte, hat mich in Verbindung mit dem Karman/Kardon-Boxen überzeugt. Blackberry oder iPhone anzuschliessen war ein Kinderspiel, der Klang ist prima, insbesondere die Bässe knallen schön, wenn man will. Meine Autoboxen-Test-Mix hat die Anlage so wiedergegeben, wie ich mir das wünsche. Definitiv meine Empfehlung für die zu wählende Zusatzausstattung!

Mein Fazit: Das 2012 Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé C204 ist ein wunderschönes und vor allem dezentes Auto, was einen extrem hohen Spaßfaktor mit sich bringt. Es ist ein gutes Gefühl im eleganten Mercedes-Interieur zu weilen, wohl wissend, dass man mit einem Druck aufs Gaspedal pure gute Laune entfachen kann.

Wer noch mehr Fahreindrücke zum Mercedes-Benz C 63 AMG Coupé lesen möchte – eine Gruppe von 7 Bloggern ist mit dem Coupé zum DTM-Start nach Hockenheim gefahren.

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Original: "Auto .. geil"

Created Sonntag, 06. Mai 2012 Created by Jan Categories Timeline Tags 2012 | amg | C 63 AMG Coupé | c-klasse | c204 | Coupé | mercedes benz c | mercedes-benz | Probefahrten
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30 Jul 2014

Fahrbericht: Der Infiniti Q50 mit dem Schwäbischen Herzen.

Als Infiniti im Herbst 2013 den Q50 der internationalen Presse vorstellte, durfte ich bereits zugegen sein. Die Testfahrten fanden damals im spanischen Hinterland statt und der Q50 mit seiner völlig neuen Lenkung (s.u.), dem Diesel-Herzen aus Stuttgart, seinem gelungenen Design und einem aktuellen Multimedia-System, hatte mich überzeugt.

Bereits damals habe ich dem Q50 das Potential zur Revolution in der Dienstwagenklasse unterstellt.  Klar war aber auch, so richtig beurteilen kann man ein Auto erst im Alltagstest. Zwei Wochen sind das Minimum um ein belastbares Urteil über ein Auto zu fällen. Die Hybrid-Variante des Vorgängers war genial, aber in dieser Klasse gehört ein Hybrid einfach nicht zu den Top-Antriebslösungen. Was dem Vorgänger noch fehlte, bekam der Q50 nun spendiert: Einen ordentlichen Dieselmotor. Denn wer die Klasse der Dienstwagen erobern will, der muss nageln können, der darf nicht saufen und muss trotzdem kraftvoll durchziehen.

Infiniti Q50 – Die etwas andere Limousine

Business-Class mit Stil

9 Monate nach der Premiere des Q50 ist die Revolution ausgeblieben. Sicher. Das könnte man mir nun an den Kopf werfen. Auto-Blogger und ihre blumigen Wort-Auswürfe. Aber halt. Es ist nicht die Schuld des Q50. Der hat alle Talente – da bin ich mir sicher. Das Problem sitzt woanders. Bei Infiniti habe ich zwei Interviews auf Ebene der Entscheider getroffen und beide Mal war kurz danach der jeweilige Entscheider ausgeschieden. Infiniti fehlt in Europa das Durchsetzungsvermögen, weil die richtigen Köpfe fehlten. Die Marke an sich befand sich zu lange in einem Entscheidungs-Vakuum. Man distanziert sich zwanghaft von den Konzernwurzeln Renault-Nissan und will sich als eigenständige Marke verstanden wissen. Doch geht man das wiederum, vermutlich von der Konzern-Mutter aus, nicht mit genug Nachdruck an.

Infinifi Q50 erster fahrbericht 2.2 Diesel

Die Basics:

  • 2 Wochen im Test
  • 1.100 Testkilometer 
  • Basispreis: 34.350 €
  • Testwagenpreis: 41.170 €

Testverbrauch:

 

Zurück zum Q50 2.2D

Zurück zum Auto, zurück zum Business-Talent, zurück zum Diesel. Das 2.2 Liter große Diesel-Herz im neuen Q50 ist eine Entwicklungs-Leihgabe von Mercedes-Benz. Allerdings darf der potente Nagelfreund in der edlen Japan-Limousine nur mit 170 PS ans Werk gehen – wohingegen er bei Mercedes-Benz derzeit bis zu 204 PS zum Dienst erscheinen lässt. Völlig baugleich sind die Motoren jedoch nicht. Infiniti setzt eine eigene Motorsteuerung und einen anders positionierten Ladeluftkühler ein. Doch das ist wirklich nur das kleinere Übel. Das größere Übel ist die Möglichkeit den Q50 2.2 Diesel mit dem manuellen 6-Gang Getriebe kombinieren zu können. Die Freude am schalten lässt dieses Getriebe nicht aufkommen, die Wege zu lang, der Umgang mit dem Knüppel zu ungenau. Dafür maximiert man mit dem manuellen Getriebe die Effizienz. Mit 114 g CO² je Kilometer und einem Normverbrauch von 4.5 Litern wird der Q50 endgültig zum grünen Dienstwagen. Und das ohne Verzicht auf echten Komfort – bei allem was nicht mit dem Getriebe zu tun hat.  Nachdem ich den Q50 2.2 mit manuellen Getriebe zum Test hatte und bei den Testfahrten in Spanien die 7-Gang Automatik nutzen konnte, ist die Empfehlung eindeutig: Pro Automatik!

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Fahren & sparen

Als Fahrer fühlt man sich zum ersten Mal in einer japanischen Limousine richtig integriert. Tief genug sitzend, schön eingerahmt von der Mittelkonsole, perfekt platziert hinter dem griffigen Lenkrad. Infiniti ist der erste Hersteller, der eine entkoppelte Lenkung anbietet. Anstelle einer direkten mechanischen Verbindung, wird die Lenkung ähnlich der “Steer-by-wire” Technik von Flugzeugen bedient. Allerdings erlaubt die Gesetzgebung dies nicht als “stand alone” Lösung, daher bleibt die Mechanik erhalten und dient als “Fall back” für den Fall eines Ausfalls. Das Ergebnis dieser Entkoppelung ist sagenhaft und wurde von mir damals so beschrieben:

Eine neue Qualität beim Thema Lenkkomfort. 

Der gefahrene Testwagen kam in der Premium-Line und war nicht mit der “DAS direct-adaptive-steering” Lenkung ausgerüstet. Und was soll ich sagen? Der Q50 fährt sich immer noch gut – wenngleich auch die Faszination der Entkopplung ein wenig vermisst wird.

Er bleibt eine sportlich handliche Limousine im Segment von Dreier BMW, Mercedes C-Klasse und Audi A4. Dank Heckantrieb ist die Lenkung auch ohne das “DAS-System” frei von Antriebseinflüssen, die Run-Flat-Reifen rollen zwar ein wenig hölzern ab, dafür wirkt die Zusammenarbeit und Abstimmung von Federn und Dämpfern umso besser.  Das manuelle Getriebe plagt den Fahrer mit hakligen und langen Schaltwegen, dafür entschädigen die 400 Nm des Diesel und das gelungene Fahrwerk. So nah dran am bayerischen Dienstwagen-Helden mit der Drei im Namen, war bislang kein Exot.

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Exoten-Status

Er bleibt vermutlich ein Exot. Doch dieser Exoten-Status könnte der Anfang eines echten Erfolges sein. Ist es nicht oft so? Erst werden diese Exoten belächelt, verspottet und später ändern genau sie den Lauf der Geschichte. Sicher – es geht um ein Auto. Um eines aus einer aktuell japanisch-französischen Allianz, mit einem deutschen Motor, unter einem Brand der ursprünglich in den USA entstand. Der Infiniti Q50 ist bereits heute gelebter Multikulti-Status. Er will das beste aus allen Welten vereinen. Die Qualität und Zuverlässigkeit eines Japaners, den Service-Gedanken eines Amerikaners, die Emotionen einer deutschen Premium-Limousine – das muss einfach zwangsläufig zu einem Exoten-Status führen. Der Q50 trägt diesen Status mit Fassung.

Online & sein

Im Cockpit wurden gleich zwei große Displays untergebracht. Wo andere Hersteller noch mit DIN-Norm-Schächten und Dreh-Drück-Dingensbummens hadern, präsentiert Infiniti die vermutlich schönste Möglichkeit, den eigenen Fett-Fingern die richtige Geltung zukommen zu lassen. Wie genial wäre der Touchscreen, wenn wir mit unseren Fett-Griffeln nicht immer Spuren hinterlassen würden? Betrachtet man die Smartphone-Historie, dann hat uns dieses Manko aber auch nicht davon abgehalten den Touchscreen als die sinnvollste Lösung zu betrachten .

Im Q50 gibt es neben der Möglichkeit über den Touchscreen zu arbeiten, zusätzliche “Direktwahltasten” für die am häufigsten genutzten Einstellungen. Die Temperatur mal schnell anpassen? Kein Ding, keine Menüs, einfach rechts oder links neben dem großen unteren Monitor drücken. Die gesamte Integration der beiden Monitore wirkt höchst gelungen. Der obere arbeitet vor allem als Navi-Display, kann aber ebenso mit anderen Inhalten gefüttert werden. Der untere ist primär die Schnittstelle zur Bedienung – aber ebenso zum darstellen von Inhalten genutzt werden. Zum Beispiel für die Apps. Oder als Schnittstelle zum Handy. Wobei die aktuelle Umsetzung mit der Infiniti-App, deren Funktionen und Möglichkeiten, noch einiges an Raum für Verbesserungen offen lässt. Eine Integration der Apple-CarPlay Standards oder des Mirror-Link Systems würde ich einer Verbindung via – umständlich – zu konfigurierenden Smartphone-App vorziehen!

 

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Positiv-Liste:
+++ LED-Licht

Modernes Auto ohne modernes Licht? Geht nicht. Daher hat INFINITI im Q50 LED-Scheinwerfer im Angebot. Ab der Sport-Ausstattung in Serie, darunter gegen 850,– € Aufpreis. Zusätzlich gibt es ein erstklassig arbeitenden Kurvenlicht. Ein absolutes “must have”!

++ Durchzug

400 Nm sind eben 400 Nm und auch wenn die maximale Leistung des 2.2 Liter Diesel auf 170 PS beschränkt wurde, macht der Mercedes-Motor im Q50 einen excellenten Job. Das Getriebe ist hakelig, aber gut abgestuft. Der Q50 zieht in jeder Lebenslage ordentlich an!

+ Verbrauch

Der NEFZ-Normverbrauch des Q50 2.2 D mit dem manuellen Getriebe liegt bei 3.7 Litern auf 100 Kilometern. Das hat auch die Öko-Tour leider nicht auf die Uhr bekommen. Aber 4.3, 5.5 und vor allem die 7.8 Liter im Max-Test sind wirklich extrem gut!

 

Ganz aktuell:

auto, motor und sport hat in Heft 16 ein Problem in der Abstimmung des ESP bei den Hybrid-Modellen des Q50 aufgedeckt. Hier kam es bei “µ-split-Bremstests” zu einem ausbrechen des Fahrzeuges. Infiniti hat reagiert und einen neuen Softwarestand entwickelt und verspricht, diesen binnen eines Monats für alle Hybrid-Q50 zur Verfügung zu stellen. Ich muss dazu sagen: Genau diese Art von Arbeit erwarte ich von einer Automobil-Zeitschrift wie der ams. Aber auch genau diese Art von Reaktion erwarte ich von einem Hersteller. Da wird nicht herum geeiert, da wird asap gehandelt.  Zudem scheint das Problem ein auf Hybrid-Varianten begrenztes zu sein. Der von mir bewegte Q50 (zudem ohne DAS) war eine Ausgeburt an Fahrfreude. Klassisch, solide, gut abgestimmt.

Fahrbericht: Der Infiniti Q50 mit dem Schwäbischen Herzen.Fahrbericht: Der Infiniti Q50 mit dem Schwäbischen Herzen.Fahrbericht: Der Infiniti Q50 mit dem Schwäbischen Herzen.
Das Fazit

Der Q50 hätte es  verdient, besser vermarktet zu werden. Der Q50 ist eine extrem anständige Business-Limousine, mit einem guten Fahrwerk, einem extrem guten Dieselmotor, gelungener Qualität im Innenraum und einer(fast) State-of-the-Art Entertainment-Lösung. 

Als Handschalter kann der Q50 jedoch nicht vollständig überzeugen, aber er bleibt extrem sparsam. Meine Empfehlung: Auf den letzten gesparten Tropfen Sprit verzichten und dafür das 7-Gang Automatikgetriebe (auch eine Daimler-Leihgabe) ordern. Und auf dem Parkplatz wird man sich nie wieder zwischen den gleichen Limousinen herum irren sehen, den Q50 findet man auf Anhieb! Der hebt sich aus dem tristen Alltag der ewig gleichen Dienstwagen einfach ab! Und wer bietet in diesem Segment denn bitte sonst noch einen Service a la Infiniti? 3 Jahre Garantie und einen Hol- und Bring-Service für die Inspektionen – inklusive kostenfreien Leihwagen.

Eben – niemand – aber genau das macht eine gute Business-Limousine aus! Selbst wenig nehmen, aber viel geben! 

Technische Daten:Verbrauch und Emissionen:
Leistung: 170 PS
Kraft: 400 Nm
Beschleunigung 0-100 km/h: 8.7 Sek. 
Höchstgeschwindigkeit: 231 km/h 
Effizienzklasse: A+ 
Abgasnorm: EU5
Verbrauch kombiniert nach NEFZ: 4.4 l/ 100 km 
CO²-Emission kom.: 114g/km
Daten lt. Hersteller.

Original http://mein-auto-blog.de/fahrbericht-der-infiniti-q50-mit-dem-schwaebischen-herzen-18803/

30 Jul 2014
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Schöne Kombis heissen..., Mercedes C-Klasse T-Modell-1538

Mercedes C-Klasse T-Modell

Noch nicht erstelltMercedes C-Klasse T-Modell
Bei Mercedes arbeiten sie mit deutscher Gründlichkeit. Bevor man einen Schlüssel ausgehändigt kriegt, muss man sich ausweisen. Das konnte ich aber nicht, denn ich hatte meine Brieftasche vergessen. So konnte ich zwar aus der Schweiz mit dem Flugzeug nach Deutschland und auch wieder zurück reisen, aber einen Mercedes fahren durfte ich nicht. Tja, so schickt man sich dann in sein Schicksal und nimmt auf dem Beifahrersitz Platz. Und darum ist das hier auch kein Fahrbericht, sondern - keine Ahnung. Schaumermal, was hier in der Folge noch passiert.
Es gibt ja eigentlich kaum gute Gründe, keinen Kombi zu kaufen. Da ist zum einen das Platzangebot: beim neuen T-Modell sind das 490 Liter hinter den Sitzen, maximal 1510 Liter, wenn alles abgeklappt ist (das geht 40:20:40, das ist neu). Ein Schwimmfest kann man da jetzt nicht veranstalten, hinten, aber es sind anständige Masse, eine tiefe Ladekante, alles schön glattflächig innen, also: brauchbar. Die Konkurrenz kann das auch nicht besser, A4 Avant schafft 490/1430 Liter, der 3er-BMW 495/1500 Liter; wer mehr will oder braucht, bewegt sich dann halt ausserhalb der Lifestyle-Coolness. Erstaunlich ist vielleicht, dass der neue Kombi vom Stern gegenüber seinem Vorgänger zwar fast 10 Zentimeter länger wurde (jetzt: 4,7 Meter) und 4 Zentimeter breiter (jetzt: 1,81 Meter), doch das Kofferraumvolumen nur um 5 bzw. 10 Literchen (bei abgeklappter Rücksitzbank) zunahm; dafür sollen die hinteren Passagiere jetzt ein bisserl mehr Knieraum haben. Zum Vergleich noch: die C-Klasse-Limo kommt auf 480 Liter Kofferraumvolumen. Und das wars: 1:0 für den Kombi.
Undn wenn man nicht selber fährt, dann man dafür besser schauen. Und ja, das neue T-Modell macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Auf den zweiten auch noch; erst beim dritten sieht man dann, dass es da und auch dort schon ein bisschen too much ist.
Mercedes C-Klasse T-Modell
Mercedes C-Klasse T-Modell
Ein bisschen viele Brüche und Kanten und Sicklein - ach, wir haben schon genug geschimpft über das Design-Problem bei Mercedes, als Nur-Beifahrer wird man da friedlicher, freundlicher und mag dem Kombi attestieren, dass er - zusammen mit dem von uns wirklich hoch geschätzten CLS Shooting Brake - der hübscheste Benz ist derzeit. Schöner als die Limo sowieso. Und wohl auch, weil das T-Modell das frischeste Gemüse auf dem Markt ist, sehen A4 und 3er-BMW im Vergleich etwas abgestanden aus. Solches geschah den Stuttgartern im Zusammenhang mit Audi und BMW schon lange nicht mehr...
Und wenn man nicht selber fährt, dann kann man ja auch nichts darüber schreiben, wie es sich so anfühlt beim Fahren. Als Beifahrer empfindet man den C-Klasse-Komfort als angenehm, und wenn der Fahrer (bei mir war es eine Pilotin) dann die Einstellung von C auf S wechselt, dann kriegt man davon eigentlich nichts mit.Mercedes C-Klasse T-Modell
Mercedes C-Klasse T-Modell
Mercedes C-Klasse T-Modell
Mercedes C-Klasse T-Modell
Mercedes C-Klasse T-Modell
Ausser vielleicht, dass es jetzt ein bisserl flotter um die Kurven gehen wird. Doch ich sass da so und schaute auf den grossen Bildschirm, beobachtete, wie Dörfer mit eigenartigen Namen an uns vorbeizogen, fummelte ein bisschen am Navi rum - und erfreute mich an der angenehmen Ruhe im Innenraum. So wurde ich durch deutsche Lande bewegt in einem 220er-Diesel, in einem 250er-Benziner und dann auch noch im neuen 300er-Hybrid, von dem zu erzählen ist, dass er ziemlich abgeht (und dass dann der Diesel ein bisserl angestrengt brummt).
Sitze gut im Benz, guter Seitenhalt - und das für den Beifahrer ja viel wichtiger als für den Piloten, der kann sich ja am Lenkrad festhalten, der weiss ja auch, was auf der Strasse passiert und kann seinen Körper schon vorab darauf einstellen. Was habe ich sonst noch zu erzählen? Kommt mir jetzt grad nichts mehr G'scheites in den Sinn. Müsste ich noch was schreiben zur Kühlmittel-Problematik? Ach, nein.
Den neuen Kombi von der C-Klasse gibt es in der Schweiz ab 46'900 Franken (C180). Das ist ein ziemlich satter Aufpreis von über 5000 Franken gegenüber der Limousine - und trotzdem werden wieder zwei Drittel aller C-Klassen als T-Modell abgesetzt werden können. Allrad (und auch den interessanten Hybrid) gibt es dann ab Ende Jahr, Markteinführung in der Schweiz ist am 13. September.
Mehr Mercedes gibt es im Archiv.

Mercedes C-Klasse T-Modell

Original http://www.radical-mag.com/erfahrungen/mercedes-c-klasse-t-modell-1538/seite_1-2

30 Jul 2014

BTG-Rundenrekord im Range Rover Sport

Update: Nein, es war doch nicht BTG, es war die Industriepool-Runde, ab/bis T13. Das macht die Sache noch ein wenig spektakulärer. Und ja - ich hatte BEVOR ich den Artikel schrieb, extra nachgefragt. Sei es drumm:

 

Okay, es ist ein Rundenrekord für die SUV-Klasse. Aber es ist ein Rundenrekord. Mit 8 Minuten und 14 Sekunden wurde ein Testfahrzeug für den kommenden Range Rover Sport SVR auf der Nordschleife gestoppt.  Damit ist der SVR RAnge im übrigen schneller als der Jeep Grand Cherokee mit einer 8:49 und einem Cayenne Turbo S, der die Nordschleife bereits in einer 8:33 umrundete [Quelle].

Beim Goodwood Festival of Speed” im Juni feierte der Range Rover Sport SVR seine Fahrpremiere vor großem Publikum. Anschließend kehrte das dynamische Modell in die Eifel zurück, um das intensive Testprogramm fortzusetzen. Das “dicke Ding” ist dabei leistungsstark wie kein Land Rover zuvor: Der weiter entwickelte 5,0-Liter-Kompressor-V8 bringt 550 PS an die vier angetriebenen Räder – 40 PS mehr als beim bisherigen Supercharged-Topmodell.

Rundenrekord auf der Nordschleife

Für die Optimierung von Handlingeigenschaften und Fahrverhalten eignet sich der Nürburgring ideal. Mit ihrem welligen Profil ist die berühmte Nordschleife die ultimative Teststrecke gerade für Hochleistungsmodelle. Und dazu zählt nun auch der Range Rover Sport.

Mike Cross, Chief Engineer Vehicle Integrity bei Land Rover, erklärt: “Der Nürburgring ist für die Modellentwicklung und -erprobung einer der härtesten Prüfsteine. Auf den 20,8 Kilometern mit seinen mehr als 70 Kurven kann man Autos stärker, zuverlässiger und schneller machen. Wir wollten herausfinden, ob sich ein SUV in diesem anspruchsvollen Umfeld wie ein Sportwagen verhalten kann. Das Ergebnis dieses Projekts ist spektakulär: Der neue Range Rover Sport SVR hat eindrucksvoll demonstriert, dass er auf der Straße wie ein echtes Performance-Modell auftritt.”

Für die Entwicklung des neuen Range Rover Sport SVR zeichnet das Spezialistenteam von Jaguar Land Rover Special Vehicle Operations verantwortlich. Sie hatten das Ziel, den am stärksten leistungsorientierten Range Rover Sport aller Zeiten zu schaffen – und dies ohne Abstriche beim hohen Fahrkomfort der Baureihe und ihren bemerkenswerten Geländeeigenschaften zu machen. So verfügt auch der Range Rover Sport SVR über eine Getriebeuntersetzung für harte Offroad-Einsätze und über die 850 Millimeter messende Wattiefe, die alle übrigen Varianten der erfolgreichen Modellreihe auszeichnet.

Der neue Range Rover Sport SVR wird im kommenden Jahr in den Ausstellungsräumen der Land Rover-Händler eintreffen.  Ob man dann aber gleich auf die Nordschleife abbiegen muss? Vermutlich eher nicht.

Original http://mein-auto-blog.de/btg-rundenrekord-im-range-rover-sport-91666/

30 Jul 2014
Zu den Favoriten hinzufügen   Bernd Frank  

Bitte Platz zu nehmen!

Normal bastel ich an einem Abend nen Satz Hocker auf ein fremdes Fahrzeug um. Kein Thema. Aber beim Framo is ja nix normal. Deshalb musste ich erst einmal eine Unterkonstruktion schweißen und die am Fußraum festbraten.

Bitte Platz zu nehmen!

Da nix gerade ist an dem Wagen, musste ich eine gerade Sitzposition im Sitzen herausfinden. Ich war schon mal fertig, hab’s dann wieder rausgetrennt und wieder abgeändert, bis ich zufrieden war. Die Halter an den Sitzschienen musste ich auch bearbeiten. Die Fotos davon hat die Digicam verschluckt, ich formatiere einmal die Speicherkarte, die spackt die letzten Tage öfters.

Letztendlich konnte ich den Sitz probemontieren.

MG Sitz

Lässt sich problemlos verstellen, macht nen stabilen Eindruck. Der zweite Sitz geht hoffentlich schneller. Ich will das Bodenblech endlich lackieren. Das gibt einem immer das Gefühl ein großes Stück weiter gekommen zu sein, wenn etwas lackiert ist.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/bitte-platz-zu-nehmen?blog=16

30 Jul 2014

Genug Winter um dem Allrad-Pionier zu huldigen?

 

Dieses Foto geistert seit ein paar Tagen durch das Internet, fast könnte man an eine erfolgreiche virale Kampagne von AUDI denken – aber der Ursprung des Fotos ist noch unklar. Klar ist nur: Es zeigt eine Sache ganz deutlich: Auf Schnee und mit einer leichten Steigung, zieht ein Allrad-PKW leicht am Heckantrieb Fahrzeug vorbei.

Denke ich an Audi quattro, denke ich natürlich auch an das:

 

Oder an meine eigene Audi quattro Erfahrung. Da gab es u.a. einen Audi 80 Typ 85 mit 90 PS Vergaser-Motörchen und natürlich meinen geliebten Audi V8:

 

AUDI hatte aber auch wunderbare quattro-Werbefilm -Ideen, so wie dieses Video:

Aber auch diese Werbung zeigte schön, was ein Audi quattro im Winter für einen Spass macht:

Aber auch das Remake eines Weltklasse-Spots bringt quattro-Spass direkt auf den TV:

Und dann gibt es noch einen guten Grund für quattro, auch bei trockenen Straßen:

Genug Winter um dem Allrad-Pionier zu huldigen?

Original http://mein-auto-blog.de/genug-winter-um-dem-allrad-pionier-zu-huldigen-96996/

Created Mittwoch, 30. Juli 2014 Tags allrad | audi | Björn Habegger | Quattro | schnee | Winter Document type Article
Categories Timeline Author Bjoern Habegger
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29 Jul 2014
Zu den Favoriten hinzufügen   Peter Ruch  

Der Löwe beisst, Test Peugeot 308 SW e-THP-1537

Test Peugeot 308 SW e-THP

Test Peugeot 308 SW e-THP

Grobe Milliardenverluste hatte der PSA-Konzern in den vergangenen Jahren eingefahren - und die Hauptschuld daran trug Peugeot. Denn der Löwe schwächelte nicht bloss, er war krank, er konnte nicht mehr jagen, wurde immer dünnhäutiger – es machte den Anschein, als ob er sich seinem Schicksal ergeben würde. Doch plötzlich ging doch noch ein Ruck durch die Zentrale in Paris, die Teppich-Etage wurde massiv durchgelüftet, der Löwe hatte wieder Mut (bestes Beispiel: der neue 208, eingeführt 2012) und kam dank anständiger Verkaufszahlen auch wieder zu Kräften. Endlich wurden alte Zöpfe – etwa die viel zu starke Konzentration auf den Heimmarkt – abgeschnitten, und mittlerweile gibt es sogar so etwas wie eine Strategie für die Zukunft. Die Marken Peugeot und Citroën dürfen sich wieder deutlicher unterscheiden, Peugeot soll höher positioniert werden, ohne den Boden unter den Füssen zu verlieren; es wird auch wieder Rennsport betrieben (Dakar!), was unbedingt zum Kern der Marke gehört.
Und dann wurde auch noch der im vergangenen Jahr eingeführte Peugeot 308 von einer internationalen Fachjury zum «Car of the Year» gewählt. Diese wichtigste Auszeichnung der Automobil-Industrie gab den Franzosen noch einmal einen neuen Schub, denn sie war ja auch der Beweis, dass der PSA-Konzern auf dem richtigen Weg ist.

Mitentscheidend für die Wahl war sicher, dass der 308 ab diesem Jahr auch als Kombi – bei Peugeot jeweils SW genannt – zu haben ist. Und dass eine neue Generation von Dreizylinder-Benziner verfügbar ist, die dem Thema «Downsizing» neues Leben einhauchen. Unser Testwagen war mit der 130 PS starken 1,2-Liter-Maschine (maximales Drehmoment 230 Nm) ausgerüstet, die beim Kaltstart zwar gut vernehmlich ihren Dienst versieht, sich aber bald beruhigt und erfreulich gute Manieren an den Tag legt. Das ist bei Dreizylindern eher die Ausnahme als die Regel.


Test Peugeot 308 SW e-THP
Test Peugeot 308 SW e-THP

Und auch, dass der kleine Motor, kombiniert mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe, sich an der Tankstelle äusserst zurückhaltend gab und den Normverbrauch von 4,7 Litern sogar noch unterbot, muss unbedingt gelobt werden. Denn die meisten «Downsizing»-Aggregate kommen im realen Leben ja nicht annähernd an den Normverbrauch heran, sie haben zu wenig Saft, bei jedem Hügelchen müssen sie getreten werden.

Fahrfreude? Ach, ja, findet irgendwie auch statt. Das Fahrwerk ist beim 308er ja eine gute Sache, eher auf der komfortablen Seite, ohne einer flotten Kurvenfahrt abgeneigt zu sein. Der längere Radstand macht den Kombi auf der Autobahn stabiler, aber das ist alles irgendwie kein Thema, so ein SW will ja kein Rennwagen sein, ganz besonders mit dem Dreizylinder nicht. Aber man kann schon, wenn es denn unbedingt sein muss. Doch in erster Linie fährt man halt einher, und irgendwann ist man am Ziel.

Test Peugeot 308 SW e-THP
Test Peugeot 308 SW e-THP
Test Peugeot 308 SW e-THP
Test Peugeot 308 SW e-THP
Test Peugeot 308 SW e-THP

Der 308 SW verfügt über 11 cm mehr Radstand als der Fünftürer, ist insgesamt 4,59 Meter lang, bietet ein Kofferraumvolumen von mindestens 556 und maximal 1606 Litern (plus noch ein Geheimfach unter dem doppelten Boden, das noch einmal 57 Liter packt). Es gibt in diesem Segment kaum ein Fahrzeug, das mit derart grosszügigen Platzverhältnissen aufwarten kann; auch die hinteren Passagiere erhalten mehr als genügend Knie- und Kopfraum. Auch die Funktionalität ist gut, die Bedienung des Abklappmechanismus ein Kinderspiel, die Ladekante tief.

Vorne ist es im 308 SW, wie es in allen neuen Peugeot ist: das Lenkrad ist klein, der Blick auf die Armaturen erfolgt über dem Lenkrad. Ja, daran kann man sich nicht nur gewöhnen, man kann daran sogar Gefallen finden. Peugeot hat in den vergangenen Jahren auch sehr erfreuliche Fortschritte gemacht in Sachen Verarbeitung und Qualität der verwendeten Materialien – da braucht der 308 SW den Vergleich mit dem Klassenprimus, dem ewigen Golf, beim besten Willen nicht zu fürchten.

Optisch, tja - es gab sicher schon aufregendere Peugeot. Das gilt für den 308 wie auch für den 308 SW. Doch da haben die Franzosen halt etwas gelernt von Volkswagen - wer die grosse Masse bedienen will, der soll keine Ecken und Kanten haben, nicht zu viel eigenen Charakter zeigen. Wir finden jetzt das pummelige Heck nicht gerade begeisternd, ist so ein bisserl ein Hängearsch (im Vergleich zu neuen Smart aber geradezu: knackig). Aber mit einer Länge von fast 4,6 Metern ist der Peugeot halt mittlerweile so gross wie ein 3er-BMW...

Den neuen Peugeot 308 SW gibt es ab 25'600 Franken. Das erscheint auf den ersten Blick als etwas teurer als die Konkurrenz, doch es gibt diverse Rabatte sowie eine grosszügige Basisausstattung. Was den Löwen nicht zu einem Schnäppchen, aber zu einem wirklich guten Angebot macht.
Mehr Peugeot gibt es im Archiv.

Test Peugeot 308 SW e-THP

Original http://www.radical-mag.com/erfahrungen/test-peugeot-308-sw-e-thp-1537/seite_1-2

29 Jul 2014
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Usher: Yeah Yeah!

Mein Schweißdraht war gekommen, ich konnte am Bodenblech weiterarbeiten. Also habe ich den Rand fertig gemacht, so wie ich angefangen hatte.

Usher: Yeah Yeah!

Auf den Rand legte ich ein Blech auf und zeichnete die Umrisse an. Ausgeschnitten, vorgebohrt, verklebt und vernietet.

Usher: Yeah Yeah!

Schreibt sich schnell, dauert aber natürlich seine Zeit, bin man alle 7cm eine Blindniete durchgepopt hat. Verwendet habe ich übrigens ein verzinktes Blech, das ich beim Bergen des letzten Volvodachs mitgeschenkt bekommen habe. Hat ein paar Dellen, fürs Bodenblech ist das gut genug. Das dürfte genug Bodenblech für den Fahrgastraum sein, die Länge bestimmte eher zufällig die Breite es Blechs. Wie ich das hinten enden lasse, bestimme ich, wenn das Heck draufsitzt.

Usher: Yeah Yeah!

Weiter mit dem ersten Sitz. Ich habe die Sitzschienen umgebohrt, damit ich sie an die originalen Löcher des Sitzes verschrauben kann. Die Position muss ich noch finden - so wären die Sitzschienen ganz hinten in meiner Sitzposition. Gefällt mir aber nicht, wenn die vorne so überstehen.

MG Sitz

Das werde ich wohl weiter nach hinten setzen. Sitze müssen verstellbar sein, aber niemand schreibt vor, dass den Wagen Gnome fahren können müssen ;-)

Als der Sitz mal so drinstand und ich Sitzprobe gemacht habe, dachte ich mi: KLE, den ganzen Abend sachlich gearbeitet, Zeit etwas zu spielen. Mir fehlte noch ein Usher, äh ich meine Ascher. Für mich als Kettenraucher ein Musthave. Eigentlich wollte ich etwas ins Armaturenbrett bauen, das ist aber nicht bequem zum Abaschen - viel zu weit weg vom Fahrersitz.

Ich hatte als groben Plan einmal einen Stehascher aus den 50ern mit in die Werkstatt mitgenommen, den ich für kleines Geld auf dem Flohmarkt gekauft hatte Bei dem war der Fuß hin. Ursprünglicher Plan war, den vor den Schaltknauf zu setzen. Jetzt, wo ich so drinsaß war klar, der muss vor den Schaltknauf. Nicht lang schnacken, fuß ab und am Bodenblech festgebraten.

Aschenbecher

Drehascher - find ich gut! Und alles gut erreichbar.

Den Ascher kann man easy aus der Halterung nehmen zu leeren. Mir gefällt die Konstruktion.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/usher-yeah-yeah?blog=16

Created Dienstag, 29. Juli 2014 Tags - | ascher | blech | bodenblech | gemacht | genug | gut | hinten | kle | plan | rand | schaltknauf | setzen | sitz | sitzschienen | zeit | Björn Habegger | KLERod Document type Article
Categories Timeline Author Bernd Frank
28 Jul 2014

Erste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-Modell

Saumagen – klingt wenig appetitlich. Klingt nach Wurstabfall und Zweitverwertung. Aber – weit gefehlt, des Alt-Kanzlers Lieblingsspeise ist eine Spezialität aus Schweinefleisch, Brät und Kartoffeln. Im Herbst werden auch gerne Maronen anstelle der Kartoffeln hergenommen. Alt-Kanzler Helmut Kohl war ein großer Fan des Pfälzer Saumagens. Dazu ein Schoppen Wein, auch aus der Pfalz, gerne ein Riesling und fertig war der Kanzler-Genuss. Als “Helmut” noch Kanzler war, hat er andere Staats-Oberhäupter in diese ländliche Genuss-Kultur eingeführt. So ganz offiziell.

Und Kombi? Klingt nicht unappetitlich, aber langweilig. Kombi klingt nach Handwerker oder nach Spießbürger. Irgendwie versprüht schon der Name die trockene Langeweile eines “vernünftigen Autos”. Kombi und Saumagen – eine typisch deutsche Mischung?

German-Touristik-Gourmet-Express

Erste Ausfahrt im neuen C-Klasse Kombimodell

Bodenständig will man sich bei der Präsentation des neuen T-Modell zeigen. Anstelle von Süd-Frankreich oder Spanien, lockt dieses Mal die Pfalz zum Ausflug mit der praktischen C-Klasse. Mercedes und das T-Modell. Eine erfolgreiche Kombination. Die ehemals als Handwerker-Kombis verspotteten Laderaummeister haben lange das Feld der Lifestyle- und Familien-Autos Nummer 1 angeführt. Firmenwagen? Auch da wird gerne zum Kombi gegriffen. Praktisch sind sie ja. Mehr Kofferraum-Volumen, eine große Heckklappe und längst so etabliert, dass auch beim Kundentermin niemand schräg schaut, wenn man denn mit einem Kombi vorfährt.

c-klasse im fahrbericht

Nicht alles ist SUV was glänzt

Der praktische Kombi ist im Prinzip nur bei uns im Lande ein echter Verkaufsschlager. Ob Audi A4 Avant, der Münchner Dreier mit praktischem Heck, oder das T-Modell der C-Klasse. So richtig Kasse macht man mit den Ex-Handwerker-Kisten nur in Deutschland. Hier behaupten sie sich tapfer gegen Crossover und SUV-Schwemme. Ganz klassisch eben, ein wenig spießig und pragmatisch. Wie der Deutsche an sich? Wie der Saumagen?

Das T im T-Modell steht bei Mercedes-Benz für Touristik und Transport. Damit ist schnell klar, was die Stuttgarter im Sinn hatten. Handwerker fängt auf jeden Fall nicht mit T an. Soviel sei verraten.  Also rein mit den Koffern und vom hessischen Äppelwoi-Headquarter in Frankfurt auf die Tour gegangen. Touristik und so. Saumagen und so.

c-klasse c300 bluetec x250 gefahren

Gefahren: C250T und C300T Hybrid

Von Frankfurt aus geht es ein paar Kilometer in Richtung Norden. Ein wenig das T-Geschmäckle für die Autobahn erleben. Das T-Modell ist bis zur B-Säule optisch und technisch mit der Limousine baugleich. Motor und Getriebe sind sowieso gleich. Wie sich die Limousine fährt, hatte Axel bereits heraus gefunden.

Interessant ist die in beiden Versionen erhältliche Airmatic. Zum ersten mal in diesem Segment ist eine Luftfederung erhältlich und das Urteil hierzu ist klar: Kaufen. Wer den Kombi für die lange Fahrt nutzt, der kommt um die Luftfederung nicht herum. Autobahn-Querfugen, Frostschäden auf der Landstraße oder die dazu gehörige Agility-Control. Das gesamte Fahrwerks-Setup ist vollständig überzeugend. Locker im Comfort-Modus über die Autobahn gleiten, im Sport-Modus die Landstraße genießen und bei Sport+-Einstellung die ganze Dynamik des Stuttgarter Kombi erleben.

Als es in Richtung Rhein und Weinberge geht, darf das Airmatic-Fahrwerk die ganze Bandbreite an Funktionen demonstrieren. Zackig über die kleinen Landstraßen pfeffern, komfortabel ausgeglichen in der Ortschaft. Besser kann das in diesem Segment niemand.  Die neue Vierlenker-Vorderachse, die Luftbälge und der Rest vom Konzept – beeindruckt buchstabiert man Fahrkomfort am Ende mit einem schlichten: “C”.  Mercedes spricht von bis zu 65 kg weniger Gewicht gegenüber dem Vorgänger, von 49 Prozent Aluminium-Material für die Karosse und einer dennoch gestiegener Steifigkeit. Man glaubt es ohne zu diskutieren.

Der 211 PS starke Vierzylinder-Turbo-Benziner bietet 350 Nm Kraft. Und das bereits kurz oberhalb des Leerlaufs. Ein echtes Turboloch findet man nicht. Kurzes Luft holen und dann drückt der eigentlich magere Zweiliter-Benziner den Laderaum-ExperTen nach vorne. Eine feine Motorisierung und wer es geruhsam angehen lässt, der erlebt zwischen Rhein und Weinbergen einen entspannten und in sich stimmig wirkenden Antrieb.  Der kombinierte Verbrauch nach Norm von 5.6 Liter ist allerdings auch unter heftigster Entspannung nicht zu erreichen. Knapp 7 Liter sind dennoch möglich – 11 allerdings auch.

So richtig faszinierend ist der C300 BlueTEC Hybrid. Mercedes kombiniert hier den 204 PS starken Diesel (der im übrigen bereits im Vorgänger und ohne E-Motor mehr als überzeugen konnte) mit einem 27 PS starken Elektromotor. Wer es hier ruhig angehen lässt, der drückt den Verbrauch auf 3.8 Liter auf 100 Kilometer. Ohne Abstriche am Fahrkomfort. Ohne Einbussen bei der Praktikabilität.  Der BlueTEC Hybrid segelt durch die Ortschaften, gleitet bei leichter Fahrtanforderung rein elektrisch um die nächste Trauben-Staude und verblüfft mit einem perfekt anfühlenden Zusammenspiel aus Öl-Brenner-Triebwerk, E-Motor-Scheibe und 7-Gang-Automatikgetriebe. Besser kann das derzeit niemand. Effizienter? Vermutlich auch nicht.

C300 BlueTEC Hybrid oder C250 Benziner?Erste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-Modell

Effizienz-Laster

Nach 712 Wörtern der Einleitung, nun das wichtigste im Kurz-Format:

8 Zentimeter mehr Radstand, 9.6 Zentimeter mehr Gesamtlänge als der Vorgänger. Das 4 Zentimeter breiter. Der Kofferraum bietet nun ein maximales Volumen von 1.510 Liter an. Die Rücksitzlehnen lassen sich im Verhältnis von 40:20:40 umklappen und das auch per Knopfdruck vom Kofferraum aus.

T-Mobil

Während die T-Modelle schon immer dem Nutzwert mehr zugewandt waren, als dem Lifestyle – hat die jüngste Generation nun doch einiges an “Gadgets” mit auf den Weg bekommen. So zählen das aus der C-Klasse Limousine bekannte Touchpad, das Head-Up-Display oder auch die vielen Assistenzsysteme zu den leckeren Extras auf der langen Aufpreisliste. Völlig neu ist die Integration von “mercedes connect me” in der Serie. Das integrierte Com-Modul stellt die Verbindung zu einem neuen Online-Services her. Damit lässt sich dann auch von zu Hause auf der Couch aus, der Füllstand des Tanks überprüfen oder – wirklich sinnvoll, die Standheizung starten (soweit an Board).

Fazit: Typisch deutsch

Das T-Modell der C-Klasse ist so typisch deutsch, wie der Pfälzer Saumagen. Auf den ersten Blick langweilig, so völlig ohne Lifestyle. Eben bodenständig wie das Lieblingsgericht des Alt-Kanzlers.

Diese Bodenständigkeit muss jedoch nichts schlechtes sein, wenn man sie so gut umsetzt, wie Mercedes die jüngste Generation des neuen T-Modells. Besondere Empfehlung: Der C300T BlueTEC Hybrid. Und dazu eventuell mal einen Ausflug in die Wein-Gegend rund um Deidesheim? Pfälzer-Saumagen, ein Riesling und dann kann man sich ja in ruhe überlegen, wie man ganz persönlich die Finanzierung für den C stemmt.

Denn billig ist er nicht geworden. Vermutlich die einzige Kritik, die man wirklich anbringen kann.

 

C-Klasse T-Modell [S205) Galerie:

Der Golfbag passt.Erste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellKann gefallen.Gefällt nicht jedemErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellHeck-ParadeErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellDie Verarbeitung stimmt.Erste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellOhne AMG-Design.Mit AMG Design.Erste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-ModellErste Ausfahrt: Mercedes C -Klasse T-Modell

Original http://mein-auto-blog.de/erste-ausfahrt-mercedes-c-klasse-t-modell-24646/

28 Jul 2014
Zu den Favoriten hinzufügen   Peter Ruch  

Wertanlagen, Maranello Rosso-1787

Maranello Rosso

Ausverkauf bei der Maranello-Rosso-Kollektion in San Marino: 10 aussergewöhnliche Ferrari kommen unter den Hammer.

Es war eine herrliche Karriere, jene von Fabrizio Violati. Geboren 1935 in eine Familie von Mineralwasser-Produzenten, fuhr Violati mit 16 seine ersten Motorrad-Rennen - auf einer Vespa. Und schaffte es sogar ins Werksteam (das aber nur bei Gleichmässigkeitsprüfungen antrat). Er fuhr dann auch Autorennen, am liebsten auf Abarth - und hatte 1960 einen üblen Unfall, der zur Folge hatte, dass die Familie sagte: nix mehr Rennen. Irgendwie schaffte er es aber doch, Segeln schien etwas ungefährlicher. Das Vermögen kam dann auch irgendwie zu ihm, als er die Wässerchen von Sangemini und Ferrarelle 1987 an Danone verkaufen konnte.
1965 kaufte er für umgerechnet 20'000 Euro seinen ersten Ferrari - und es war ein 250 GTO, die Chassisnummer 3851GT, die wir schon beschrieben haben. Es dauerte ein paar Jahre, bis er seine Sammlung erweiterte, 1974 kaufte er dann einen 250 GT, und kurz darauf einen wunderbaren 250 GT SWB Competizione - und irgendwann waren es 25 Stück. Und dazu kamen auch noch 40 Abarth. So nebenbei gründete er auch noch den Ferrari Club Italia - und die Maranello-Rosso-Kollektion, ein Museum in San Marino, wo seine gesamte Sammlung ausgestellt wurde. Der GTO war nicht sehr oft da, denn Violati fuhr ihn gerne bei historischen Rennen - und das immer auf der letzten Rille. Seine Gegner erinnern sich deshalb nicht gerne an ihn.
Fabrizio Violati verstarb 2010. Jetzt wird ein grosser Teil seiner Sammlung versteigert, von Bonhams, am 14./15. August in Quail Lodge. Wir zeigen hier den wunderschönen Ferrai 246 Dino, einen 250 GT von Pininfarina und gleich noch einen solchen.
Mehr Ferrari gibt es im Archiv.

Maranello Rosso

Original http://www.radical-mag.com/service/maranello-rosso-1787/seite_1-2

28 Jul 2014

Fahrbericht: Fiat Panda Cross: Kleiner Offroader auf Abwegen

Mailand, die Modemetropole schlechthin. Aber nicht für die neuesten Kollektionen ging es in die zweitgrößte Stadt Italiens, sondern um den neuen Fiat Panda Cross zu testen. Nach einer ermüdenden Odyssee mit verspätetem Flug, verpasstem Anschlussflug, falschem Ankunftsflughafen und Weiterfahrt per Bus und Bahn, kam ich doch tatsächlich noch rechtzeitig zum Hauptgang im Sheraton in Malpensa an. Zum Glück sollte die Präsentation des neuen Fiat Panda Cross und der Freemont Cross erst am folgenden Tag stattfinden, sodass ich das restliche Abendessen noch genießen durfte. Die Dusche im Zimmer wurde an dem Abend mein bester Freund und das frühe Zu-Bett-gehen genau die richtige Maßnahme, um meine müden Knochen für den kommenden Tag vorzubereiten. Denn es sollte allen Vermutungen über den Fiat Panda Cross zum Trotz, ins Gelände gehen. Ein Fiat Panda als Offroader? Wer wie ich in den Genuss gekommen ist, eines der alten Modelle gefahren zu sein, kann sich das eigentlich beim besten Willen nicht vorstellen.

Fiat Panda Cross im ersten Check

„Hab Spaß und mach mich dreckig!

Doch das neue Modell der kleinen Kiste ist bei weitem moderner und nicht mehr so kantig wie sein älterer Bruder. Knackig-Cross heißt heute die Devise bei Fiat und diese steht unter dem Motto „mehr Freiheit abseits des Asphalts“. Mit dem Cross ergänzen die Italiener Ende dieses Jahres ihre Panda-Baureihe mit einem weiteren Topmodell. Das Besondere: Der Fiat Panda Cross ist der erste seiner Art. Zusammen mit dem Fiat Panda 4×4 und dem Fiat Panda Trekking bildet er eine ganze Familie subkompakter SUV. Sie kombinieren stadttauglichkeit mit geländetauglichkeit. Der 3,70 Meter lange, 1,66 Meter breit und 1,88 Meter hohen Mini-Kraxler bringt also frischen Wind ins Kleinstwagensegment.

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Was haben sich die Italiener bloß dabei gedacht?

Einen Kleinstwagen in einen Offroader verwandeln. Wir erfahren, dass jedes dritte Auto im Segment der “Mini-Fahrzeuge” mittlerweile ein Fiat ist. Warum also nicht dort auch einen Nischenplatz ausfüllen? Mit dem Fiat Panda Cross haben es die Italiener geschafft, ein neues Autosegment zu kreieren, das immer beliebter wird. Mittlerweile haben kleine SUV einen Marktanteil von 20% erobert, Tendenz steigernd. Mit der Kombination aus Offroader, SUV und Stadtauto, könnte der Fiat Panda Cross seinem Bruder, dem Fiat Panda 4×4, den Preis „SUV of the Year“ streitig machen. Eigentlich ist der Fiat Panda Cross also eine gute Idee, oder?

Mach mich dreckig

Es geht los. Ich darf mich endlich in diese Weltneuheit setzen und los kraxeln. Auf den ersten Blick sieht er Abenteuerlustig aus. Die erhöhte Bodenfreiheit von jetzt 16.1 cm, der stabile Unterfahrschutz und die markante Optik mit dem eingeprägten Cross-Schriftzug an den Schutzleisten schreien allesamt: „Hab Spaß und mach mich dreckig!“ Da sag ich nicht Nein. Doch schon beim Anlassen des Motors gerät mein Vorfreude-Grinsen ein wenig ins Stocken. Der 85 PS starke Twinair-Turbobenziner klingt wie ein Rasenmäher. Laut rotzend tuckert er unter der Motorhaube und ich denke mir nur „Auweia, das kann ja heiter werden“. Auf den ersten Metern fährt er sich hart und unsanft, trotz Auto-Modus, bei dem das System die Drehmomentsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse regelt. Doch man gewöhnt sich ja an alles. Auf der Autobahn fährt er sich wie ein normales Stadtauto, mal von der Lautstärke abgesehen. Dann geht es ins Gelände, denn immerhin ist der kleine Flitzer ja ein Offroader, also wollen wir ihn auch in seiner natürlichen Umgebung testen.

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Umschalten auf 4×4

In diesem Offroad-Modus, der bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h aktiv ist, ist der Allradantrieb dank aktiven Sperrdifferenzial permanent vorhanden. Die Bergabfahrhilfe, die den Fahrer bei steilen oder schwierigen Abfahrten im Gelände unterstützt, brauchen wir allerdings noch nicht. Man merkt schnell: der Fiat Panda Cross ist auf unwegsamen Gelände zu Hause. Den unebenen Feldweg mit tiefen Löchern nimmt der Mini-Kraxler röhrend und rotzend problemlos. Ja, Offroad macht Spaß, da stört auch der Motorsound fast gar nicht mehr. Aber nur fast. Für den Vortrieb stehen ein Zwei-Zylinder-Turbobenziner und ein Turbodiesel zur Wahl. Der 0,9-Liter-Zweizylinder-Benziner leistet 90 PS und die Kraft wird mittels einer Sechsgang-Schaltbox auf die Räder gebracht.  Mit einem maximalen Drehmoment von 145 Newtonmetern wühlt sich der Panda Cross vorwärts. Der jetzt 80 PS starke 1,3-Liter Turbodiesel mit Fünf-Gang-Schaltung hat ein Drehmoment von 190 Nm. Dabei konsumiert der Benziner im Schnitt 4,9 Liter und der Diesel 4,7 Liter auf 100 Kilometer. In 14,3 Sekunden sprintet der Mini-Kraxler aus dem Stand auf Tempo 100 und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 160 km/h. Der Benziner benötigt für den Sprint 12 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 167 km/h.

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Putziger Sonnenanbeter für einsame Pfade

Immerhin hat er auch etwas für das Auge zu bieten. Das in coolem und dem Wetter entsprechenden “Sole Yellow” lackierte Fahrzeug zeigt seine Offroad-Ambitionen schon von weitem. Die geschützten Scheinwerfer mit integrierten Nebelscheinwerfern sind höher positioniert, um dem in mattchrom gehaltenen Unterbodenschutz Platz zu machen, wo sich ebenfalls die Tagfahrlichter einschmiegen. Breitere Kotflügel und Leichtmetallfelgen im 15-Zoll-Fünfspeichendesign unterstützen den Gelände-Look. Seine Fenster bieten mit seinem „Sun Isolation Block“ einen gewissen UV-Schutz für die langen Fahrten im hitzigen Gelände.

 

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Im Interieur setzt sich der Offroad-Charakter farblich als auch designtechnisch fort. Die Armaturentafel ist in einem kräftigen Kupfer-Farbton gehalten und bildet einen schönen Kontrast zu den in satinierter Optik gehaltenen Flächen des zentralen Instrumententrägers. Dieser wirkt sehr aufgeräumt und minimalistisch. Ein Lederlenkrad mit Bedientasten für das Soundsystem und ein Leder-Schaltknauf vervollständigen die Ausstattung. Trotz der Wertigkeit im Inneren, kann unser der Fiat Panda Cross noch nicht richtig überzeugen. Er gefällt auf den Abwegen dieser Welt, aber will man ihn wirklich haben, wenn man nicht zwingend jeden zweiten Tag „Ein Colt für alle Fälle“ spielen will und in Crossfahrer-Manier querfeldein fahren kann? Da wird die Entscheidung schwierig. Auch der Preis von ca. 19.500 Euro für den Kleinst-Offfroader könnte da dem einen oder anderen die Entscheidung schwer machen. Aber das ist natürlich wie immer Geschmackssache.

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Dallas-Style im Freemont Cross

Kurz schauen wir uns noch den Fiat Freemont Cross an. Ein bisschen kommt man sich wie ein Großgrundbesitzer aus Dallas vor, der seine Vieherde durch die unendlichen Territorien treibt. Fehlen nur die Rindshörner vorn an der Stoßstange. Eine kraftvolle Optik, das muss man ihm schon lassen. Die Großraumlimousine bietet jede Menge Platz für die ganz große Tour. Der Innenraum des 4,92 Meter langen Wagens bietet eine edle Lederausstattung, Navigationssystem mit 8,4 Zoll-Touchscreen, Rückfahrkamera und ein Audiosystem mit Subwoofer und 368-Watt-Verstärker. Alles serienmäßig. Für den Vortrieb steht ein Zwei-Liter-Turbodiesel mit 140 PS oder 170 PS bereit. Während der 140 PS starke Freemont nur mit Frontantrieb und Sechs-Gang-Schaltgetriebe erhältlich ist, kann die 170-PS-Version wahlweise auch mit elektronisch gesteuertem Allradantrieb und einer Sechs-Gang-Automatik bestellt werden. Neu gestaltete Stoßfänger mit Schutzbügel in Chrom-Optik zieren die Front. Haupt- und Nebelscheinwerfer sind ebenso wie der Grill dunkel belassen. Der geräumige Siebensitzer steht auf schmucken 19-Zoll-Leichtmetallrädern.

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Bequem ist er, luxuriös ist er fast, schick ist er irgendwie schon und ab 32.000 Euro kostet er, mit Sicherheit. 

Fazit:

Der Fiat Panda Cross macht Spaß – besonders wenn man ihm seinen Auslauf lässt und die unwegsamen Straßen aufsucht. In der Stadt bietet er einen komfortablen Gefährten, mit dem man auch im engsten Gedränge seinen Platz behaupten kann. Wer ihn nicht gleich aufgrund seinem auffälligen Äußerem wahrnimmt, wird ihn definitiv on weitem hören und automatisch Platz machen. Denn er klingt wie ein Großer, auch wenn er zu den ganz Kleinen gehört.

Der Fiat Freemont Cross erregt Aufsehen und sorgt für den großen exklusiven Auftritt. Familiengerecht bietet die Großraumlimousine viel Platz im modernen Stil. Gemütliche Sitze lassen den Allrounder zum feinen Reisevehikel avancieren. Funktional und elegant bewegt er sich durch den Mailänder Stadtverkehr und zeigt sich dabei bewusst robust. Ob er es auch wirklich ist, konnten wir allerdings nicht mehr herausfinden.

 

Fotos: Simone Amores / Fiat

Original http://mein-auto-blog.de/fahrbericht-fiat-panda-cross-kleiner-offroader-auf-abwegen-23732/

 

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24 Sep 2013

Jan Gleitsmann

Meine Name ist Jan Gleitsmann, ich bin Anfang 40 und seit damals™ autobegeistert. Als Steppke bin ich immer artig mit dem Fahrrad zu den Auto-Händlern unserer Stadt geradelt und habe alle Prospekte eingesammelt und dann zu Hause eingehend studiert (Hätte ich damals schon gewusst, dass es ein eBay geben wird, hätte ich die nie weggeworfen und wäre heute reich …). Mein erstes Auto war ein ’72 Fiat 500, der damals schon ein Klassiker war. Seitdem gibt es eigentlich immer einen Oldtimer in unserem Haushalt. Meine komplette Autobiographie kann man nachlesen. Ich fotografiere viel und leidenschaftlich, was sich in diesem Blog auch wiederspiegeln wird. Wer mehr von meinen Foto-Arbeiten sehen will, sollte sich mal bei Funky Photography umsehen.

Website: auto-geil.de

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14 Jul 2014
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2014 Volkswagen VW Scirocco R (Facelift) – Jugendtraum reloaded – Erfahrungen meiner Probefahrt

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1974 als der erste Volkswagen Scirocco vorgestellt wurde, hatte ich im zarten Alter von 3 Jahren noch kein wirkliches automobiles Bewusstsein entwickelt. 4 Jahre später bin ich mit meinem Fahrrad regelmässig zum lokalen VAG-Händler gestrampelt und habe mich mit Prospekten eingedeckt, die ich ordentlich in einem Aktenordern abgeheftet habe. Mit der Vorstellung der zweiten Produktgeneration 1981, wanderte die erste Generation des 2+2 Sitzers dann in die Hände der Halbstarken in der Kleinstadt in der ich aufgewachsen bin und das eh schon sehr kantige Coupe wurde von den Jungs mit Body-Kits und Sportfahrwerken flacher gemacht. Dazu noch eine ordentliche Ladung Glitterlack und ein Kenwood-Soundsystem. Durchaus Helden meiner Jugend, diese Jungs. Mit der zweiten Produktgeneration bin ich nie so richtig warm geworden, wohl aber 20% der weiblichen Käufer des Scirocco II, wie auch die große Schwester meines Schulfreundes. Als dann 1988 der Scirocco plötzlich Corado heissen musste, habe ich das nicht so richtig verstanden und sowieso auch zeitweise mein Interesse von Auto auf anderen wichtige Dinge im Leben verschoben.

Ich zu alt für den neuen Scirocco, wo ich doch immer noch krafthaft versuche durch bunte Klamotten und 5-Wochenbart so jung und hipp daher zu kommen? Nun ja, die Sitzposition ist eben schon schön sportlich tief, was – ich habe doch Rücken und Knie – das Einsteigen nicht gerade leichter macht für mich. Auch ist mir der sportlich sonore Klang des 2014 Volkswagen VW Scirocco R auf Dauer einfach ein wenig zu viel. Da wünsche ich mir doch eine Taste, welche den sportlichen Sound bei Bedarf abschaltet. Doch zugegeben, vor 15 Jahren wäre das genau so gewesen wie ich das gewollt hätte. Und Volkswagen zielt dem neuen Scirocco ja auch ganz deutlich auf die junge Käuferschaft. Bei keinem anderen Modell aus Wolfsburg ist die Kundschaft so jung. Beachtenswert ist auch, dass der Hauptabsatzmarkt noch vor England und Deutschland in China liegt.

Einmal in den Fahrersitz geklettert, macht der 2014 Volkswagen VW Scirocco R aber auf jeden Fall eine Menge Spass. Die Sportsitze mit dem “R”-Logo bieten einen guten Seitenhalt, so auch die Sitzfläche selbst, die über hochgestellte Seitenwagen verfügt, an denen mein nicht ganz so schlankes Hinterteil beim Ein- und Aussteigen peinlicher Weise ein paar Mal hängen geblieben ist. Aber beim Fahren sitzt man ja. Und hält das belederte R-Sportlenkrad fest, was sowohl von Haptik als auch Ergonomie sehr schön und gut in der Hand liegt. Das Schalten hat in meinem Testwagen das 6-Gang-DSG übernommen, was – VW üblich – keinerlei Klagen zuliess. Das Fahrwerk lässt sich per Tastendruck verstellen. Mit Komfort ist man auch auf schlechteren Strassen bequem unterwegs. Im Sport-Modus wird es hingegen angenehm straff, was den Fahrspass auf den kleinen Eifel-Landstrassen rund um den Nürburgring noch einmal signifikant angehoben hat. Wer viel Spass haben will, muss einen Verbrauch um die 12 Liter pro 100 Kilomter einkalkulieren, den NEFZ-Wert gibt VW mit 7.9 Litern an.2014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-03Während sich das Facelift mit 6 neuen Motoren (die nun alle effizienter sind und das mit Absolvierung der EURO6-Norm auch belegen), diversen neuen Farben und Alufelgen präsentiert, ist die Form des neuen Scirocco noch einmal ein wenig sportlicher geworden. Sowohl die Front als auch das Heck wurden leicht überarbeitet, in dem einst wulstigen Kofferraumdeckel findet sich nun eine kante wieder, die das Heck optisch noch ein wenig breiter erscheinen lässt. An den Seiten endet die Kante in den beiden neuen LED-Rückleuchten. Und auch vorne wurden die Scheinwerfer angepasst, sie sind ein wenig schmaler geworden, was dem neuen Scirocco meines Erachtens sehr gut steht. Lisa hat einen Beitrag veröffentlicht, wo sie all die Unterschiede schön anhand von Bildern aufzeigt. Im Interieur sind die Unterschiede kaum auszumachen, mal abgesehen von einer Batterie von 3 Rundinstrumenten, die jetzt auch dem Dashbord tront und dem geneigten Fahrer den Ladedruck des Turbos wie auch die Öltemperatur anzeigt. Beide Anzeigen, wie auch die Stopuhr dazwischen finde ich recht überflüssig, zumal sich der Laptimer nicht vom Lenkrad aus steuern lässt. Schade ist ebenfalls, dass der Scirocco mit dem Facelift nicht auch die neue Generation des Infotainments bekommen hat. Gerade im direkten Vergleich mit dem neuen Polo ist das bitter, denn Annährungs-Sensor, Connectovity und die Spiegelung von Android-Smartphone-Oberfläche sind doch genau das, was sich die junge Zielgruppe wünscht. Da reisst dann auch das eignes für den Scirocco entwickelte Premium-Soundsystem von DNYAUDIO nichts raus.2014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-15Positiv überascht hat mich das Platzangebot im Fond. Der neue Scirocco ist ein 2+2 Sitzer, da erwartet man ja nichts von der Rücksitzbank. Ich konnte mit meinen 180cm Körpergröße nach dem Hineinzwängen in den Fond aber doch sehr anständig sitzen, wenn auch ungewohnt gerade. Beinfreiheit und Kopffreiheit waren ausreichend. Zudem sitzt man ein wenig schräg zur Mitte versetzt und leicht erhöht hinter den beiden vorderen Sitzen, so dass man doch noch sehr viel vom Fahren mitbekommt. Das haben die Wolfsburger wirklich prima gelöst. Der Kofferraum, der sich seit dem Facelift jetzt auch über den im Logo an der Heckklappe befindlichen Griff öffnen lässt, hat genug Platz für vier Kabinen-Trolleys oder ben 332 Liter Gepäck. Die hohe Ladekante ist der Bauform geschuldet, macht das Einladen von schweren Gütern aber nicht gerade einfacher, zumal es nach dem Überwinden der Kante noch einmal 35 Zentimeter nach unter geht. Wer die Rückbank umlegt, erhöht das Ladevolumen auf 1006 Liter, hat aber keine ebene Ladefläche, immerhin passen dann aber Gegenstände mit einer Breite von 80cm und einer Länger von 145cm in das Gepäckabteil.2014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-31Aber gut, wie gesagt, der jungen Zielgruppe wird das alles reichen und den junggebliebenen Scirocco-Fans wird es egal sein. Die erfreuen sich eh lieber am Fahren und da kann der neue Scirocco durchaus punkten. Die geschwindigkeitsabhängige Lenkung ist angenehm direkt. Auch das Einparken klappt dank Rückfahrkamera sehr einfach. Ohne die Kamera sollte man sich gut mit dem Coupé vertraut machen, denn übersichtlich ist der stets junge Wilde nun wirklich nicht. Der Blick nach hinten ist durch die breiten C-Säulen und die kleine Heckscheibe arg minimiert. Aber man will ja eh vorwärts. Kurz das DSG in den Sportmodus versetzen und dann ist man bereit für die Hatz über Autobahn und kurvige Landstrassen. Belohnt wird der beherzte Gasfuss mit einer ansprechenden akustischen Untermalung der Sportauspuff-Anlage. Die macht für einen 4-Zylinder schon ordentlich Spass. Wie überhaupt das Fahren in dem kleinen Coupé, dessen Basispreis nun bei 23.900 Euro anfängt, das R-Model mit DSG hingegen kostet nackt 38.075 Euro.Zum Abschied stand ich sinnierend vor dem 2014 Volkswagen VW Scirocco R und musste mir eingestehen, dass er doch jünger geblieben ist als ich. Mit Ende 20 / Anfang 30 wäre er ein prima Firmenwagen oder auch so ein schönes Auto, um sich in seiner Jugend durch die Gegend zu bewegen. Ich mit meinen 43 Jahren und 2 Kindern muss leider passen. Ich seufze leise, verdamme das Altern und tätschle dem Coupé zum Abschied noch einmal anerkennend auf den Kotflügel. Gut siehst Du aus! Ich mag Dich. Immer noch. Oder auch schon wieder.Nachstehend noch unser englisches Video und ein paar weitere Bilder meines Testwagens. Die Lackierung heisst übrigens “Rising Blue Metallic” und machte sowohl im Regen als auch bei Sonnenschein einen guten Eindruck.2014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-012014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-022014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-032014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-042014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-052014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-062014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-072014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-082014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-092014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-102014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-112014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-122014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-132014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-142014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-152014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-162014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-172014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-182014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-192014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-202014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-212014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-222014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-232014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-242014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-252014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-262014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-272014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-282014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-292014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-302014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-rising-blue-metallic-31

Original http://auto-geil.de/2014/07/14/2014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-jugendtraum-reloaded-erfahrungen-meiner-probefahrt/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=2014-volkswagen-vw-scirocco-r-facelift-jugendtraum-reloaded-erfahrungen-meiner-probefahrt

05 Jul 2014

We are Racers – 7:45 Minuten Le Mans mit Porsche und Michelin

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Auch wenn ich mit Motorsport nicht allzu viel anfangen kann, ich gestehe doch, dass selbst auf mich das 24 Stunden Rennen von Le Mans einen ganz besondere Faszination ausstrahlt. Sicher. Es hat den Anschein, als wäre es immer sehr spannend und am Ende würde – wie doch immer – Audi gewinnen. Aber die Emotionen des Rennens und die Frage “Wie lange halten sie durch?” entwickeln doch immer einen starke Eigendynamik.

Im nachstehenden Video, was ich im Übrigen auch von der Bildsprache wunderschön finde, zeigt uns Reifenhersteller Michelin einen Blick hinter die Kulissen des wohl bekanntesten Langstreckenrennens. Michelin war in Le Mans unter anderem auch der Reifenpartner für Porsche, die nach 16 Jahren Abwesenheit in Le Mans ihr Comeback mit gleich zwei Werksfahrzeugen in Form von Porsche 919 Hybrid (der ja im März auch auf dem Genfer Automobil-Salon zu sehen war) gaben.

Der Porsche mit der Startnummer 14 wurde von Romain Dumas, Neel Jani and Marc Lieb gesteuert und belegt am Ende einen fantastischen 11. Platz. Der zweite Porsche mit den Fahrern Mark Webber, Timo Bernhard und Brendon Hartley fällt kurz vor Schluss mit einem Schaden an der Ölpumpe aus: Das Video transportiert in meinen Augen ganz hervorragend die Dramatik von Le Mans.

Kurz-Fakten zum Porsche 919 Hybrid: Der 2.0 Liter V4-Motor mit Turboaufladung soll 503 PS leisten und treibt die Hinterräder an. Bei Bedarf wird er von 2 Elektromotoren unterstützt, die ihre Leistung von 250 PS an die Vorderräder weitergeben. Trotz eines 67 Liter Tank und der Batterie liegt das Gewicht des Porsche 919 Hybrid bei gerade mal 870 kg. Die Verbundfaser-Konstruktion aus Carbonfasern mit Aluminium-Wabenkern des Monocoques macht dies u.a. möglich.

Und nur am Rande: im Clip ist auch Patrick Dempsey zu sehen, der aber nicht in einem Porsche Porsche 919 Hybrid unterwegs war, sondern mit seinem eigenen Rennteam Dempsey Racing-Proton in einem Porsche 997 GT3-RSR und seinen Mitstreitern Patrick Long und Joe Foster in der Amateurklasse immerhin einen respektablen 22. Platz eingefahren hat.

Achso, und klar, Audi hat Le Mans 2014 mal wieder gewonnen. Zum fünften Mal in Folge, zum dritten Mal in Folge mit dem Audi R18 e-tron quattro. Und die Audis standen auch auf Michelin.

Original http://auto-geil.de/2014/07/05/we-are-racers-745-minuten-le-mans-mit-porsche-und-michelin/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=we-are-racers-745-minuten-le-mans-mit-porsche-und-michelin

Created Samstag, 05. Juli 2014 Tags Advertorial | allgemein | Le Mans | Michelin | porsche Document type Article
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02 Jul 2014

Opel GT gelb / schwarz

Opel GT gelb / schwarz

Ihr habt ja nicht den Hauch einer Ahnung, wie viele Pressemitteilung am Tag so in meinem Postfach landen. Und nein, ich habe überhaupt keine Chance die alle zu erfassen, selbst das Scannen der Betreffzeilen ist an Tagen, an denen ich unterwegs bin, einfach nicht möglich. Und meistens finde ich die Nachrichten dann auch nicht so spannend und zudem verwende ich auch nicht so gerne die Fotos, die mir die Hersteller zur Verfügung stellen. Heute mache ich da mal einen Ausnahme, denn wie oft sieht man denn heute noch einen alten Opel GT.

Auch wenn dieses zweisitziges Coupé aus Rüsselsheim nur von 1968 bis 1973 gebaut wurde, mich hat es zumindest in meiner Jugend begleitet. Ich erinnere mich noch sehr genau an eine Karikatur eines Opel GT-Fahrers, der einen, aber eben nur einen ganz dicken Arm hatte – vom Ein- und Ausklappen der Scheinwerfer. Hach, das waren noch Zeiten – und nein, damals war nicht alles besser. Schade, dass es Opel nie so recht geschafft hat, an der Tradition des GTs anzuknüpfen. Ich mochte ja den Opel Speedster sehr, mit dem neuen GT hingen konnte ich nie so richtig etwas anfangen.

Und nur am Rande, in der eigentlichen Pressemitteilung geht es um das Opel „Styling“-Studio, dass im Juni 1964, also vor genau 50 Jahren, eröffnet wurde. Damit war Opel der erste Hersteller in Europa mit einer modernen Design-Organisation und der Pionier für Automobildesign außerhalb der USA. Naja. Egal. Irgendwann. Ja, irgendwann werde ich hoffentlich mal die Chance haben, einen alten Opel GT zu fahren. Das bin ich nämlich noch nie.

Fotos-Quelle: Opel Deutschland

Original http://auto-geil.de/2014/07/02/opel-gt-gelb-schwarz/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=opel-gt-gelb-schwarz

Created Mittwoch, 02. Juli 2014 Tags Coupé | GM | oldtimer | opel | opel gt | rüsselsheim | youngtimer Document type Article
Categories Timeline Author Jan Gleitsmann
23 Jun 2014

Luxus pur und Leistung satt – unterwegs mit dem 2014 Mercedes-Benz S 65 AMG

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Und dann wache ich am nächsten Morgen auf und das Erlebte kommt mir wie ein gewagter Traum vor. So in etwa habe ich mich letzten Donnerstag gefühlt als der 2014 Mercedes-Benz S 65 AMG nicht mehr so vollkommen selbstverständlich bei mir in der Einfahrt stand. 2.5 Tage hatten wir die schnellste Mercedes-Benz S-Klasse bei uns in Bielefeld und genauso wie der S 65 AMG auf der Autobahn ist die Zeit an uns vorbei gezogen. Rasend schnell.Gut, die neue S-Klasse (Baureihenziffer 222) bin ich ja durchaus schon ein paar Mal gefahren, seit ich mit offenem Mund bei ihrer Weltpremiere in Hamburg in einem Flugzeug-Hangar gesessen habe. Zunächst durfte ich in Kanada die lange Version (die kurze Version bezeichnet man als W222, die Version mit dem langen Radstand als V222) als Mercedes-Benz S 500 fahren. Damals war ich fasziniert, wie sehr mir doch trotz aller vorherigen Skepsis das Tacho-Display gefallen hat. Und mich von Jens – ich im Fond auf diesem hochkomfortablen Liegesitz sitzend – durch Kanada chauffieren zu lassen hatte schon etwas sehr grosses. Ein paar Monate später waren wir dann in Österreich bei der Fahrveranstaltung der “kleinen” AMG-S-Klasse und sind den 2013 Mercedes-Benz S63 AMG 4MATIC ebenfalls in der Langversion gefahren. Ich weiss noch, dass ich doch recht baff erstaunt war, wie sportlich sich das lange und doch auch recht schwere Dickschiff über die Bergstrassen in Österreich schubsen liess. Und seit eben diesem Tag habe ich meinem Mercedes-Ansprechpartner in den Ohren gelegen, dass wir doch bitte und unbedingt auch den Mercedes S 65 AMG mal fahren wollen würden. Anfang letzter Woche stellte dann ein freundlicher Mercedes-Mitarbeiter eine schwarze S-Klasse in Vollausstattung vor meine Ausfahrt – in dezentem Schwarz lackiert, aber mit den zwei entscheidenen Schriftzügen am Heck – rechts “AMG”, links “S 65″ und nach dem ersten Schlüsseldreher auch ganz unverkennbar mit einem 12-Zylinder in V-Form unter der langen Motorhaube. Selbstredend haben wir auch ein, was sage ich vier (!!!) Videos erstellt, zur Einstimmung hier Jens mit unserem deutschen Beitrag auf Ausfahrt.tv:

Und nein, ich halte den S 65 AMG nicht für vollkommen überflüssig oder sehe die V12-S-Klasse als reines Prestige-Fahrzeug. Der hat schon ordentlich Wumms und lässt sich auch auf der Autobahn sehr komfortabel schnell bewegen. Aus den 6 Litern Hubraum schöpft der V12 biturbo ganz locker 630 PS, das maximale Drehmoment liegt bei sagenhaften 1.000 Nm, die komplette Kraft wird an die Hinterachse weitergegeben. Drei Fahrmodi halten Motor und AMG SPEEDSHIFT PLUS 7G-TRONIC Automatik für den Fahrer bereit. Comfort, Manual (dann darf man die Gänge über die Schaltwippen selbst wählen, ich hatte zu keiner Zeit auch nur ansatzweise das Verlagen, weil die Schaltung eben so butterweich und herrlich funktioniert) und Sport. Hat man ins Sportprogramm gewechselt, dann sprintet das 5.28m und 2250 kg schwere Luxusgeschoss mal eben von 0 auf 100 km/h in gerade mal 4.3 Sekunden. Es gibt Fahrzeuge, die mit dem Titel Sportwagen verkauft werden, die langsamer sind. Lustig wird es, wenn man mal zwischendurch das Fahrprogramm wechselt, so geschehen auf einer Autobahnauffahrt. In Comfort die ersten Meter, dann auf Sport geschaltet und das Gas durchgedrückt – das meldet sich dann schon mal kurz das Heck. Aber natürlich alles im Rahmen und meiner Meinung nach auch genau so in den relevanten Steuergeräten einprogrammiert. Spassig ist es trotzdem. Wer seinen Fuss auf dem Gaspedal lässt, der sieht die Tachonadel flüssig bis zur 250 km/h-Marke wandern. Wie flüssig das wirklich von Statten geht, kannst Du Dir im nachstehenden Video ansehen. Für die Personen, die es noch ein wenig eiliger haben gibt es ein AMG drivers package (Die Teilnahme an einem Fahrtraining der AMG Driving Academy schafft die Voraussetzung für die Abregelung bei 250 km/h, Kostenpunkt 900 Euro), was die Höchstgeschwindigkeit auf 300 km/h anhebt. Die Version hatten wir leider nicht.

Wohl aber kann ich bestätigen, dass sich der 2014 Mercedes-Benz S 65 AMG auch bei hohen Geschwindigkeiten sehr bequem und komfortabel fahren lässt. Erst jenseits der 180 km/h nimmt man erste Windgeräusche wahr, die aber immer so dezent bleiben, dass man sich, ohne die Stimme zu heben, mit dem Sitznachbar unterhalten kann. Das maximal zulässige Gewicht des S 65 AMG beträgt 2750 kg – nahezu 3 Tonnen. Für eine packende Verzögerung gibt es optional eine AMG Keramik Hochleistungs-Verbundbremsanlage (Aufpreis 8.270 Euro), die nicht nur optische Akzente hinter den 20″ Vielspeichen-Alurändern setzt. Die Leistung der Keramik-Bremse ist wirklich beeindruckend. Und ich finde, wer sich so einen 2014 Mercedes-Benz S 65 AMG leisten kann, der sollte keines Falls an der Sicherheit sparen.

Erstaunt hat mich übrigens auch, wenn lässig sich das Dickschiff in der Stadt bewegen lässt. Sieht man mal von einem zu erwartenden Verbrauch von 20 l auf 100 km im Stadtverkehr ab, so ist die lange S-Klasse und somit auch der Mercedes-Benz S 65 AMG sehr einfach zu steuern (Die elektro-mechanische Lenkung funktioniert geschwindigkeitsabhängig und ich habe null komma nichts an ihr auszusetzen.) und auch alles andere als unübersichtlich. Das Gaspedal lässt sich zudem im Comfort-Modus vollkommen einfach dosieren und wer sich die 360° Kamera für 1023 Euro hinzu konfiguriert, der sollte nicht mal Probleme mit engeren Durchfahrten (Obacht! Inklusive Aussenspiegel misst die S-Klasse mal eben 213cm – auch bei Baustellen auf der Autobahn muss man da hin und wieder mal auf die Lasterspur ausweichen – trotz der ganzen Leistung) oder Parklücken haben.

Höchst angenehm ist übrigens auch das Fahrwerk. Hier kann ich – und zwar unabhängig von den Fahrmodi – zwischen Sport und Komfort wählen. Das Fahrwerk basiert auf dem neuen “Magic Body Control”-Fahrwerk der neuen S-Klasse und ist lediglich von AMG verfeinert worden. So liest das Auto, zumindest im Komfort-Modus die Unebenheiten der vor dem Fahrzeug befindlichen Strasse und versucht sie durch eine Anpassung der Federung “wegzuschlucken”. Das klappt nicht immer und auch nicht bei jedem Schlagloch, aber im Besonderen bei Bodenwellen sitzt man so bequem und nimmt kaum etwas von der Fahrbahnunebenheit wahr. Auf der Autobahn bin ich stets in Sport gefahren, um einen besseren Kontakt zur Strasse zu bekommen, sonst hätte ich mir doch auf 1-2 schlechten Strasse einen Komfort+-Modus gewünscht, der noch ein wenig mehr schluckt, denn zumindest nach meinem Empfinden ist der Komfort-Modus des Mercedes-Benz S 65 AMG ein wenig straffer als bei der “normalen” S-Klasse mit “Magic Body Control”.Aber das ist natürlich Jammern auf ganz hohem Niveau. Auf eben selbigen befindet sich die Innenausstattung des Mercedes-Benz S 65 AMG. Und ganz im Gegenteil zum Äusseren, dass ich auch augenzwinkernd als blink blink bezeichne, gibt sich der Innenraum fast dezent in feines braunes Nappa-Leder gehüllt, was zudem exklusiv für dieses AMG Modell im Rauten-Design perforiert ist. Leder, Leder, Leder – wo man nur hinsieht oder hinfasst und wenn es nicht Leder ist, dann stossen die Sinne auf Holz- oder Edelmetall-Applikationen. Die Carbon-Verkleidung auf dem Ziffernblatt der Uhr ist nur ein von vielen kleinen Highlights, die zeigen, dass bei der Veredelung des Innenraums mit viel Liebe gearbeitet wurde.2014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-10Apopos arbeiten – wie schon in den anderen Tests der Langversion ausgiebig geschrieben und auch in unseren Video-Reviews gezeigt – kann man im Fond der S-Klasse dank hochbequemen Sitzen und akkuraten Tischchen ganz vorzüglich arbeiten. Sich aber ebenso gut entspannen. Da helfen das Infotainment-System für den Fond wie auch der Liegesitz rechts hinten ungemein.Neu war für mich im 2014 Mercedes-Benz S 65 AMG das Head-Up Display, was meine bisherigen Test-S-Klasse noch nicht an Bord hatten. Das Head-Up selbst habe ich ja schon in der neuen Mercedes C-Klasse (W205) erleben dürfen. Auch in der S-Klasse lässt es sich gut ablesen, die Höhe der Einblendung kann man über das Menü zwischen den virtuellen Rundinstrumenten einstellen. Das Display selbst ist gut abzulesen und bietet dem Fahrer auf Wunsch alle relevanten Informationen an – auch die Ankunftszeit vom Navigationssystem. Zudem gibt es noch eine zweite Ansicht. Diese ist weniger information, aber dafür sportlich angehaucht. Der Drehzahlbereich ist hier als Band dargestellt. Nun ja, die erste Ansicht würde mir reichen. Auch den “Handschmeichler”, also das Touchpad zur Steuerung des COMAND Online Systems hatte unser Mercedes-Benz S 65 AMG verbaut. Die Schrifterkennung funktioniert ordentlich, aber die Spracherkennung ebenso – und diese lenkt mE nicht so sehr vom Fahren ab.2014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-12Um die 250.000 Euro wird unser Testwagen kosten, 234.906 Euro ruft Mercedes für die Basis-Version auf. Wer hat, der hat und soll ihn kaufen. Sparfüchse (Ha-ha!) greifen dann eher zum Mercedes S 63 AMG 4MATIC, der schon ab 154.462 Euro zu haben ist (Achtung, die Preise sind nicht ausstattungsbereinigt). Der 12-Zylinder ohne AMG-Trim als Mercedes-Benz S 600 kostet 164.279 Euro. Dazu im Vergleich: der preiswerteste Einstieg in die Langversion der S-Klasse erfolgt mit dem Mercedes S 300 BlueTEC HYBRID, den Hybrid-Diesel gibt es ab 86.453 Euro. Bei den Preisen wird mir schon ein wenig schwindelig.Jens war übrigens so verzückt, dass er dem 12 Zylinder AMG gleich ein kleines Gedicht gewidmet hat: Mercedes-Benz S65 AMG – 12 Zylinder für ein Halleluja! Von mir gibt es nachstehend noch ein par Impressionen, für mehr Fotos hat leider die Zeit nicht gereicht. 2014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-012014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-022014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-032014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-042014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-052014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-062014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-072014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-082014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-092014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-102014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-112014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-122014-merecdes-benz-s-65-amg-v222-schwarz-13Und zu Guter Letzt, wer nicht genug bekommen kann – hier auch noch unser englischen Video – ganze 38 Minuten lang – mit nur einem echten Protagonisten – dem Mercedes-benz S 65 AMG:

Original http://auto-geil.de/2014/06/23/luxus-pur-und-leistung-satt-unterwegs-mit-dem-2014-mercedes-benz-s-65-amg/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=luxus-pur-und-leistung-satt-unterwegs-mit-dem-2014-mercedes-benz-s-65-amg

23 Jun 2014
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Video – Fahrbericht: 2014 Merecdes-Benz S 65 AMG (V222)

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Video – Fahrbericht: 2014 Merecdes-Benz S 65 AMG (V222) auf Youtube ansehen


Beschleunigungsvideo vom 2014 Merecdes-Benz S 65 AMG (V222) auf Youtube ansehen


Watch the video review of the 2014 Merecdes-Benz S 65 AMG (V222) in English

6.0 Liter Hubraum, 12 Zylinder, 630 PS und ein wahnsinniges Drehmoment von 1000 Nm. Das sind die imposanten Werte der aktuell kräftigsten Mercedes-Benz S-Klasse der Baureihe 222: dem 2014 Mercedes-Benz S 65 AMG.
Das Fahrwerk basiert auf dem “Magic Body Control” Fahrwerk von Mercedes-Benz. Das Fahrzeug liest quasi die Straße und passt das Fahrverhalten dementsprechend, es erkennt keine kleinen Schlaglöcher, wohl aber Bodenwellen, an. Dank dem neuen Head-up Display muss der Fahrer nicht einmal mehr den Blick von der Straße wenden. Er kann sich voll und ganz auf die Fahrt konzentrieren.
Der 12 Zylinder gibt seine Leistung über die AMG SPEEDSHIFT PLUS 7G-TRONIC direkt an die Hinterachse weiter. In gerade mal 4,3 Sekunden beschleunigt der Mercedes S 65 AMG von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h, optional kann der Käufer mit dem AMG Drivers-Packagedie Beschränkung aufheben, dann erreicht der S 65 AMG seine Vmax erst bei 300 km/h.
Diese Fahrwerte sind höchst beachtlich, vor allem, wenn man die Aussenmasse und das Gewicht der S-Klasse in der Landversion beachtet. 5.28m lang ist die Limousine, welche ein Leergewicht von 2250 kg vorweisen kann. 500 kg darf man zuladen. Wenn man dann das Fahrzeug wirklich in der Stadt bewegen möchte, dann sollte man einen Verbrauch von mindestens 17 Liter Super Plus einrechnen, der kombinierte Verbrauch laut NEFZ wird von Daimler mit mindestens 11.9 Litern angegeben. 80 Liter Tankinhalt sorgen dafür, dass man nicht zu häufig an einer Tankstelle halten muss.
In der kurzen Version (W222) gibt es den S65 AMG gar nicht, somit beträgt der Wendekreis immer 12.3 Meter. In der Basisversion – und hier glänzt der Mercedes-Benz S 65 AMG durchaus mit einer üppigen Serienausstattung – liegt der Preis bei 234.906 Euro.
Weit mehr Informationen, vor allem zum luxuriösen Platzangebot im Fondm gibt es in unseren vorstehenden Video-Fahrberichten sowie in dem nachstehend verlinkten Fahrberichten.

AUSFAHRT-TV

 

Fahrbericht zum 2014 Merecdes-Benz S 65 AMG (V222) auf auto-geil.de

Eine Ode an den 2014 Merecdes-Benz S 65 AMG (V222) auf rad-ab.com

Original http://ausfahrt.tv/video-fahrbericht-2014-merecdes-benz-s-65-amg-v222/

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13 Jun 2014
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Video: Der neue smart fortwo 2014 – Ausgehoppelt!

Die smart-Fahrer der Nation waren immer freundliche Gesellen, die häufig auch den Meinungen der anderen Verkehrsteilnehmer wohlwollend zugestimmt haben. Bei jedem Gangwechsel der automatischen Schaltung konnte man ein leichtes Kopfnicken nicht verhindern. Aus! Vorbei! Das Kopfnicker-Spiel gehört der Vergangenheit an. Es sei denn ich setze mich ans Volant vom neuen smart. In der Basisversion wird da nämlich ein manuelles 5-Gang Getriebe verbaut sein, gekoppelt an den neuen Motoren die aus Frankreich stammen. Optional gibt es aber – und das halte ich für die bessere Wahl – ein 6-Gang Doppelkupplungsgetriebe und dann fährt sich der neue smart fast so schön wie der Electric Drive.

Video: Der neue smart fortwo 2014 – Ausgehoppelt!

Der neue smart fährt sich komfortabler, das kann ich nach der kurzen Probefahrt bestätigen. Selbst die Mitfahrt hat schon gezeigt, dass der neue Turbo-Motor kraftvoll durchziehen kann und das der Innenraum gut gedämmt ist. In meinem Fall war zusätzlich noch einmal eine Stoffbahn über das Armaturenbrett gezogen, denn ich sollte nicht alles erkennen. Gefühlt habe ich z.B. ein neues Navigationssystem mit großem Display, aber pssst, das wisst ihr nicht von mir.

[hier ist das neue smart fortwo 2014 Video eingebunden]

Grandios ist der Wendekreis. 6,99! Unfassbar oder? Der neue smart ist zwar etwas – so wie wir alle – in die Breite gegangen, ist aber ansonsten den Formen gleich geblieben. Kurz und knackig, die Räder in den vier Ecken und daraus resultiert die kleine Wendekreis. Motor hinten, Antrieb auch, kein Kopfnicken mehr, kleiner Wendekreis und optional viel Luxus und Technik-Schnick-Schnack! Ja, jetzt ist der smart der City-Flitzer, der er schon seit 1998 sein wollte! Gratulation!

Mitfahrbericht auf rad-ab.com: klick

Original http://ausfahrt.tv/video-der-neue-smart-fortwo-2014-ausgehoppelt/

09 Jun 2014

Kein alter SAC! 2014 BMW X4 xDrive35i (F26) – Fahrbericht meiner Probefahrt

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Ich bin nicht gerade, was man als einen SUV-Fan bezeichnet. Echte Geländewagen? JA! SUV? Nein! Crossover? Ohje. Mann nimmt also ein SUV und schnallt oben ein Coupé drauf und erfreut sich einer neuen Käuferschaft. Nun ja, genau so hat es zumindest für BMW funktioniert. Seit 2008 verkaufen sie auf Basis ihres erfolgreichsten SUV überhaupt, dem BMW X5, mit dem BMW X6 einen Crossover – oder wie es bei den Münchenern heisst – ein SAC, ein Sport Activity Coupé. Nach 250.00 verkauften Einheiten in den letzten 7 Jahren kann selbst ich nicht mehr von einer bizarren Nische reden. Nein, hier hat ein Hersteller ganz offensichtlich seine Hausaufgaben ganz exzellent gemacht und der Wettbewerb auch ganz vorzüglich geschlafen. Kein Wunder als, dass die Bayern das goldene Kalb weiter melken wollen – mit einem etwas kleineren Modell. Denn hoppla, mit dem BMW X3 hat man ja auch einen sehr erfolgreiches SUV-Modell, dessen Plattform sich doch dann ebenfalls für ein coupé-artige Silhouette eignen müsste, oder? Schwups, im letzten Jahr in Shanghai auf der Auto China stand eine seriennahe BMW X4 Studie in einem beruhigenden und entspannenden Blau. Nicht ganz ein Jahr später dann, durfte die Weltöffentlichkeit zum ersten Mal das Serienfahrzeug auf der Motor Show in New York bestaunen. Ich hatte nun das – wie mir erst einmal schien – zweifelhafte Vergnügen, den neuen SAC als 2014 BMW X4 xDrive35i (F26) durch Spaniens Norden zu lenken. Zusammen mit meiner Kollegin Sarah Sauer habe ich Euch auch ein Ausfahrt-Video mitgebracht:

Original http://auto-geil.de/2014/06/09/kein-alter-sac-2014-bmw-x4-xdrive35i-f26-fahrbericht-meiner-probefahrt/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kein-alter-sac-2014-bmw-x4-xdrive35i-f26-fahrbericht-meiner-probefahrt

07 Jun 2014

Video – Fahrbericht: 2014 BMW 428i Gran Coupé (F36)

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Video – Fahrbericht: 2014 BMW 428i Gran Coupé (F36) auf Youtube ansehen


Watch the video review of the 2014 BMW 428i Gran Coupé (F36) in English

Nimmt man die 3er und 4er Serie von BMW zusammen, so bieten die Münchener mit dem Grand Coupé bereits die sechste Karosserie-Variante an. Da mag man sich schon fragen, wie die Automobilindustrie bislang ohne all diese Vielfalt ausgekommen ist. Doch neue Produktionsformen und die Baukästen-Formate der Baugruppen erlauben den Herstellern eben nun auch Fahrzeuge vorzustellen, die gar keine großen Stückzahlen generieren müssen, um sich zu rechnen. Ohne Zweifel wird das BMW 4er Gran Coupé, das die Typenbezeichnung F36 bekommen hat, aber mehr als nur ein Nischendasein fristen. Coupé-artige Limousinen sind im Trend, ob nun Mercedes-Benz mit CLS und CLA oder Audi mit dem A5 und A7 Sportback, Fliessheck-Limousinen sind wieder schwer im Kommen nachdem sich auch der deutsche Markt wieder Gefallen an einer Coupé-Silhouette gefunden, die mit den Vorzügen eines viertürigen Autos verbunden ist.

Das 2014 BMW 428i Gran Coupé (F36) kommt mit den gleichen Dimensionen (Breite und Länge) wie das BMW 4er Coupé auf den Markt. Im Übrigen kosten die beiden Extra-Türen auch in der Grundausstattung keinen Cent mehr im Vergleich zum Zweitürer. Im Gegensatz zum Coupé hat man allerdings die Dachlinie neu gezeichnet. Vorne steigt sie etwas höher an als beim Coupé, nach hinten haben die Designer das Dach 11 Zentimeter weiter herausgezogen. Somit ist im Fond auch deutlich mehr Platz für die Passagiere. BMW bezeichnet das 4er Gran Coupé als 4+1 Sitzer. Zwar sind im Ford Gurte für 3 Personen vorgesehen, wer sich aber nicht in den beiden ausgeformten Sitzplätzen aussen nieder lässt, sitzt in der Mitte wie ein Affe auf dem Schleifstein. Vier Personen können hingegen bequem auch lange Strecken im 2014 BMW 428i Gran Coupé (F36) zurücklegen. Dank der optional im Verhältnis 40:20:40 umlegbaren Rücksitzbank, muss man auch beim anstehenden Snowboardurlaub die 4 Bretter nicht mehr aufs Dach schnallen, sondern kann sie vom Kofferraum bis in die Fahrgastzelle durchladen. Dabei sollten die Bretter nicht länger als 175 Zentimeter sein. Den Kofferraum selbst erreicht man über die fünfte Tür am Heck, einen einfachen Kofferraum-Deckel wie beim Coupé hat das Gran Coupé nicht, hier schwingt die Scheibe mit nach oben – bequem und praktisch für das Verladen vom Gepäck. 35 Liter mehr fasst der Kofferraum des BMW 4er Gran Coupé – insgesamt 480 Liter an Ladevolumen stehen zur Verfügung. Legt man die Rückbank komplett um, bekommt man einen Raum von 1300 Litern Volumen, den man füllen kann.

Wer klein einsteigen will, kann sich für den 2014 BMW 420i Gran Coupé (F36) entscheiden. Der 2 Liter Benziner leistet dann 1984 PS, geschaltet wird manuell mit einem 6-Gang-Getriebe. In der Basisversion kostet das Fahrzeug dann 35.750 EURO. Der im vorstehenden Video Fahrbericht gezeigte 2014 BMW 428i Gran Coupé (F36), 245 PS sorgen für den Vortrieb, den NEFZ-Verbrauch gibt BMW mit 6.7 l/100 km an, kostet in der Basisversion mit dem 8-Gang Sport-Automatic Getriebe Steptronic dann fast 10.000 Euro mehr – bei 43.450 Euro kann man anfangen das Fahrzeug zu konfigurieren. Interessant für den deutschen Markt ist die kleinste Diesel-Variante, das BMW 418d Gran Coupé. Der Diesel leistet 143 PS und wird wahlweise manuell oder automatisch geschaltet. Der Basispreis liegt bei 37.000 Euro. Weit mehr Informationen gibt es in unserem Video-Fahrbericht sowie in dem nachstehenden Fahrbericht auf Auto..Geil.

AUSFAHRT-TV

 

Fahrbericht zum 2014 BMW 428i Gran Coupé (F36) auf auto-geil.de

Original http://ausfahrt.tv/video-fahrbericht-2014-bmw-428i-gran-coupe-f36/

07 Jun 2014
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Video – Fahrbericht : 2014 BMW X4 xDrive35i (F26)

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Video – Fahrbericht : 2014 BMW X4 xdrive35i (F26) bei Youtube ansehen


Watch the video review 2014 BMW X4 xdrive35i (F26) in English language

Auf der IAA in Frankfurt stellte BMW bereits 2007 eine Studie einer Kreuzung aus SUV und Coupé vor. Ein Jahr später begann man mit der Produktion des BMW X6, der sich seitdem über 250.000 Mal verkauft hat. Mit dem BMW X3 haben die Münchener einen weiteren Bestseller im Programm, so lag es nahe, auf der Basis der erfolgreichen SUV X3 ebenfalls ein SAC – ein Sport Activity Coupe – zu bauen. 2013 konnte man auf der Shanghai Auto Show bereits eine erste seriennahe Studie bewundern, auf der New York Autoshow 2014 wurde dann die Serienversion des BMW X4 der Weltöffentlichkeit präsentiert. Amerika war nicht ohne Grund für die Präsentation gewählt worden, wie sein großer Bruder der X6 wird auch der X4 in Amerika gefertigt und auch für das kleine Modell sieht man hier wohl den größten Absatzmarkt.

BMW verspricht, dass trotz dem coupe-förming Aufbau, der Innenraum des BMW X4 nur um 5% kleiner ist als beim BMW X3. Um eine etwas sportlichere Sitzposition zu bekommen, sitzt man im BMW X4 20mm tiefer als im X3, auf der Rückbank sind es sogar 28mm, dennoch kann auch der BMW X4 noch mit einer Bodenfreiheit von 21cm aufwarten. Zum Marktstart bietet BMW das kleinere SUV-Coupé mit 6 Motorisierungen an, alle Fahrzeuge kommen dabei mit dem Allradantrieb xDrive und dem 8-Gang Automatik-Getriebe (lediglich den BMW X4 xDrive20d kann man mit manuellem Getriebe ordern), was in Zusammenarbeit mit ZF entwickelt wurde. Der kleinste Benziner, der BMW X4 xDrive20i verfügt über 184 PS, der stärkste BMW X4 xDrive35i, der im vorstehenden Video-Fahrbericht besprochen wird hat eine Leistung von 306 PS. Im kleinen Diesel BMW X4 xDrive20d sorgen 190 PS für den ausreichenden Vortrieb, im stärksten Diesel, dem BMW X4 xDrive35i, sind es stolze 313 PS bei einem maximalen Drehmoment von 630 Nm.

Interessant für Freizeitsportler wie Pferdefreunde – der BMW X4 darf gebremste Anhänger bis 2.4 Tonnen ziehen, lediglich beim kleinsten Diesel ist die zulässige Anhängelast auf 2 Tonen beschränkt. Im größten Diesel darf man 580 kg Zuladung verteilen, in allen anderen Modellen sind es 590 kg, jeweils 100 kg davon kann man aufs Dach bringen. Im Kofferraum stehen 500 Liter Ladevolumen zur Verfügung, bei umgeklappter Rückbank sind es 1400 Liter.

Wer sich für einen BMW X4 entscheidet, muss mindestens 45.600 Euro investieren – im Gegenzug bekommt man einen BMW X4 xDrive20d mit manuellem Schaltgetriebe und ohne Ausstattung. Der BMW X4 xDrive35i, oben im Video-Fahrbericht vorgestellt, der serienmäßig mit dem Sport-Automatic Getriebe Steptronic ausgestattet ist, kostet in der Basis-Version 58.000 EURO. Für 2.900 EURO Aufpreis kann man seinen X4 noch ein wenig mit dem M Sportpackage veredeln. Front wie Heck profitieren dann von einem Body-Kit, dazu erhält man spezielle Alufelgen und ein sehr griffiges M-Leder-Sportlenkrad.

AUSFAHRT-TV

 

Fahrbericht zum 2014 BMW X4 xdrive35i (F26) auf auto-geil.de: folgt

Original http://ausfahrt.tv/video-fahrbericht-2014-bmw-x4-xdrive35i-f26/

06 Jun 2014

Video: Weltpremiere 2014 Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell (S205) – Kombi

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Video: Weltpremiere 2014 Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell (S205) – Kombi auf Youtube ansehen


English version video: World premiere of the new 2014 Mercedes-Benz C-Class Estate Station Wagon (S205) – watch on Youtube

Die neue C-Klasse haben wir euch inzwischen vorgestellt, nun folgt der Kombi oder wie man bei Mercedes sagt: Das T-Modell! Warum eigentlich T-Modell? Das T steht bei Mercedes-Benz für Touristik bzw. für Transport und der erste Kombi der T-Modell hieß war im Jahr 1977 der W 123. Bei der Internen Bezeichnung machte es sich Mercedes einfacher, denn da heißen die Modelle “S” – für Stationwagen. Heute sind wir also live dabei wenn der S205 vorgestellt wird.

Geschichte: Die C-Klasse basiert auf dem vermutlich erfolgreichsten Modell der Mercedes-Benz Geschichte, dem 190er – interne Bezeichnung W201. Den gab es von 1982 bis 1993 – allerdings nur als Limousine und nicht als Kombi.

Erst mit der Einführung der neuen Namensgebung bei Mercedes-Benz kam dann, drei Jahre nach der Einführung der C-Klasse, auch der Kombi. Das war im Jahr 1996. Das erste Facelift kam im Jahre 2001, eine weitere Aufwertung im Jahre 2007 und nun ist es endlich da, das neue T-Modell mit Mercedes-Star: Hier ist das neue C-Klasse T-Modell welches vermutlich ab September 2014 in den Handel kommen wird. Die Publikumspremiere findet auf der AMI in Leipzig statt.

Alle Motoren erfüllen die Euro 6 Norm und zeigen sich zum Teil bis über 20% sparsamer. Unter der Haube findet man zunächst eine Bandbreite von 115 bis 333 PS. Der Antrieb erfolgt entweder über die Hinterachse oder über alle 4 Räder.

Vergleichen wir das neue C-Klasse T-Modell mit dem direkten Vorgänger, dann zeigt sich das Fahrzeug 96 Millimeter länger. Die Länge beträgt nun 4,70 Meter und damit ist das T-Modell gut zwei Zentimeter länger als die Limousine. Der Radstand ist mit einer Länge von 2,84 Metern identisch wie bei der aktuellen C-Klasse Limousine. Mehr Platz also im Innenraum, vor allem im Fond. Die Breite dürfte identisch sein wie bei der neuen Limousine, inkl. Außenspiegel liegt der Wert bei 2 Meter und 2!

Gewinner? Kofferraum und Fond-Passagiere! Okay, beim Kofferraum sind es nur 5 Liter mehr, aber mit einem Volumen von 490 Litern muss sich der normale Gepäckraum nicht verstecken. Variable zeigt sich der Innenraum, die Rückbank lässt sich nicht wie gewohnt im Verhältnis 60:40 sondern im Verhältnis 40:20:40 umlegen. So kann man entweder mit 2, mit 3, mit 4 oder mit 5 Personen unterwegs sein und der Kofferraum fasst – nämlich dann wenn die Rückbank komplett umgelegt ist – 1510 Liter.

Der konsequenter Leichtbau wurde auch beim Kombi umgesetzt, das neue T-Modell ist bis zu 65 Kilogamm leichter als der direkte Vorgänger – das klingt nicht nach viel? Wenn ihr wüsstet wie tief ins Detail die Hersteller inzwischen gehen um um jedes Gramm zu feilschen.

Wir freuen uns auf die Probefahrt, denn das Fahrwerk wurde neu konzipiert. Vorne haben wir nun eine 4-Lenker Vorderachse und wahlweise sind Stahlfedern, ein Sportfahrwerk oder die Luftfederung verbaut. Die gab es bis dato in keinem C-Klasse T-Modell Vorgänger und natürlich gibt es noch weitere neue Features wie z.B. dem Head-Up Display, dem freu schwebenden Infotainmentdisplay und und und…
…ihr seht schon, die C-Klasse macht auch als T-Modell Lust auf mehr und wir freuen uns jetzt schon auf eine ausgiebige Ausfahrt.
AUSFAHRT-TV

 

Bericht zur Weltpremiere des 2014 Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell (S205) auf rad-ab.com: folgt

Bericht zur Weltpremiere 2014 Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell (S205) auf auto-geil.de

Original http://ausfahrt.tv/video-weltpremiere-2014-mercedes-benz-c-klasse-t-modell-s205-kombi/

 
06 Jun 2014

Video: 2014 Dacia Logan MCV

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Video: 2014 Dacia Logan MCV auf Youtube ansehen

Dacia? Das ist doch ein Renault, oder? Richtig! Ähnlich! Die Marke Dacia gehört zu Renault und es wird auch Renault-Technik aufgewärmt, bzw. weitergekocht. Dieser Brei zeigt sich nicht immer sehr gut abgeschmeckt, wirkt in sich aber stimmig und ist vor allem eins: Unschlagbar günstig. Mir fällt auf Anhieb nicht einmal ein Mitbewerber ein, der in der gleichen Preisklasse mitspielen würde.

Mit dem Dacia Logan MCV kam Dacia bereits im Jahr 2006 auf dem Markt. Damals gab es 2 Kubikmeter Laderaum für gerade einmal 7990 Euro. 85.000 verkaufte Fahrzeuge später vergrößtere Dacia das Autoportfolio verkleinerte im Jahr 2013 dann aber den Logan. Mit der ersten Generation des Logan MCV hat die Neuauflage nicht mehr viel gemeinsam. Der Vorgänger bot z.B. 7 Personen Platz. Dacia hat den Liebling geschrumpft und etwas Balast von Bord geworfen.

Im Vergleich zum direkten Vorgänger ist der Dacia Logan attraktiver und hochwertiger geworden, bietet nun allerdings weniger Platz. Zu diesen Details kommen wir später noch im Kofferraumcheck.

Den Logan gibt es als Benziner und als Diesel. Gefahren sind wir den Dacia Logan MCV mit der 75 PS starken Benziner-Version. Tanken konnten wir allerdings nicht nur Benzin, sondern optional auch Autogas. Der 1.2 16V verfügt über ein maximales Drehmoment von 107 Nm.

Braucht man heutzutage eigentlich noch mehr Auto? Den Dacia Logan MCV gibt es in der hier gefahrenen Version für ca. 13.000 Euro. Dafür bekommt man ein Fahrzeug mit dem man mit 4-5 Personen von A nach B fahren kann, viel Gepäck mitbekommt und sogar einen Anhänger ziehen darf. Die Anhängelast liegt übrigens bei 1150 kg bzw. bei 575 kg ungebremst. Auf das Dach dürfen 80 kg schwere Gegenstände geschnallt werden.

Schauen wir uns z.B. mal den Innenraum an, hier gibt es zwar keine Gurthöhen-Verstellung und auch das Lenkrad lässt sich auch nur minimal Höhe einstellen. Okay – im regulären Ausfahrt.TV Check wären das nun Minus-Punkte und auch das die Schalter für die elektrischen Fensterheber in der Mittelkonsole angebracht sind, überzeugt mich nicht wirklich. Dafür finde ich, und das meine ich so wie ich es nun sage, den Innenraum ansprechend. Immer im Hinterkopf behalten: Der Dacia Logan MCV kostet um die 10-13.000 Euro. Neu! Dafür gibt es auch ein Radio, welches ohne Probleme und lange Einstellarbeiten mein iPhone erkannte und sogar Spotify streamen konnte – inkl. Titelanzeige. Ich muss gestehen, es gibt Premiumhersteller aus Deutschland – die haben damit immer noch Probleme.

Hier im Innenraum sieht man natürlich auch, dass Dacia “Teile wiederverwendet”, Kappen – Abdeckungen, vorgesehene Schalter die nicht vorhanden sind. Irgendwie muss sich der Preis ja wiederspiegeln. Hier direkt vor dem Gangwahlhebel findet man übrigens auch die Tankanzeige vom LPG-Tank. Der Dacia Logan fährt erst im Benzinbetrieb und schaltet dann, beim erreichen einer gewissen Temperatur vollautomatisch in den Gas-Betrieb um. Der Fahrer merkt da “in der Regel” nicht viel von. Querdynamiker und Hobbyrennfahrer dürften den minimalen Leistungseinbruch – wenn man bei 75 Pferdestärken überhaupt von Leistung sprechen darf – spüren.

Kommen wir zum Ablagencheck: Ich habe hier zwei Getränkehalter, in die Türtaschen passen ebenfalls zwei Getränkeflaschen und schaut mal hier. Sogar im Handschuhfach ist noch etwas Stauraum. Die Sitzposition ist okay, ich habe ausreichend Kopf und Beinfreiheit. Die Kombininstrumente lassen sich gut ablesen und sämtliche Schalter sind selbsterklärend. Die Heizleistung könnte etwas besser sein, gerade jetzt wo es morgens noch etwas frischer ist brauchte der Dacia schon etwas länger um den Innenraum aufzuheizen.

Der Benzintank fasst 50 Liter, zusätzlich verfügt die LPG Version über einen 34 Liter Flüssiggastank. Diese befindet sich in der Reserveradmulde. Der Verbrauch wird mit 5,9 Litern Benzin bzw. 7,5 Liter LPG auf 100 km angegeben. Rein auf dem Blatt Papier geht es also über 1200 km ohne auch nur einmal eine Tankstelle anzufahren. Je nach Gasfuß trifft man den Tankwart natürlich etwas eher, denn wenn man den Logan tritt, dann wird er auch richtig durstig.

Von 0 auf 100 km/h geht es im Benzin-Modus innerhalb von 14,5 Sekunden. Im LPG-Betrieb steht etwas weniger Drehmoment zur Verfügung, daher ist der Logan dann auch 0,6 Sekunden langsamer. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 164 km/h. Der 75 PS Motor muss sich auf der Landstraße bzw. auf der Autobahn ganz schön quälen, bzw. man schaltet sich munter durch die 5 Gänge. Er braucht schon Drehzahl und wenn er dann mal auf Touren kommt, dann dröhnt er. Also der Motor. Nicht der Logan. Wer sich auf die Schaltpunktanzeige verlässt, wird automatisch zum fahrenden Hindernis, wer damit leben kann – der wird dafür sparsamer unterwegs sein.

Ich soll euch schön von meiner Freundin grüßen, sie mag den Dacia Logan MCV. Ihr Kritikpunkt: Das Kupplungspedal, das ist ihr zu weich. Sie hätte gerne einen härteren Druckpunkt. Beim Getriebe hat sie öfters mal den ersten mit dem dritten Gang vertauscht beim losfahren, das liegt nicht an mangelnder Fahrpraxis. Das Problem mit der Schaltung hatte ich allerdings nicht, das mit dem Kupplungspedal kann ich dafür bestätigen. Man tritt quasi ins “Leere” und bekommt kein wirklich gutes Feedback.

Wen mag es verwundern? Der Dacia Logan MCV ist ein Familienwagen, ein Transporter und kein Sportwagen. Das Fahrwerk ist komfortabel und für eine Zuladung von 450 kg abgestimmt. Zum Fahrverhalten kann ich nur sagen, dass ich froh bin, dass das ESP serienmäßig mit an Bord ist. Ich möchte nicht wissen was passiert, wenn sich der Logan beim “Elchtest” mal so richtig aufschaukelt.

Das Lenkrad liegt gut in der Hand, ich komme auch an sämtliche Bedienungselemente. Hier hinter versteckt sich sogar eine Fernbedienung für das aufpreispflichtige, aber immer noch günstige, Radio. Eine gute Rückmeldung vom Lenkrad an den Fahrer gibt es allerdings nicht, trotzdem entwickel ich so langsam eine gewisse Sympathie für den “rumänischen Franzosen”.

Hier im Fondbereich geht es etwas nüchterner zu als vorne. Noch nüchterner mag man meinen. Immerhin gibt es gegen Aufpreis sogar elektrische Fensterheber hinten, ich muss hier noch kurbeln. Die Jungs und Mädels von Dacia wissen aber auch, dass ich mir den Einklemmschutz anschauen würde, der fehlt wohl beim Dacia Logan und ihr wisst ja was ich davon halte…

Die Sitze sind nicht besonders gut ausgeformt, dafür gibt es aber steife Gurtpeitschen – somit ideal für die Kinder. Kopffreiheit und Beinfreiheit sind für Personen meiner Größe, ich bin 175, ausreichend dimensioniert.

Ich hatte es vorhin ja schon gesagt, der Dacia Logan ist im Vergleich zum eigenen Vorgänger etwas geschrumpft. Merken tut man das vor allem im Kofferraum, der mich aber durch seine 60 cm niedrige Ladekante und sein Volumen von 573 Litern überzeugt hat. Hier passen ein Meter lange, 75 cm hohe und ein Meter breite Gegenstände ohne Probleme hinein.

Legt man die Rücksitze um, dann stehen einem 1.518 Liter zur Verfügung. Die Ladefläche verlängert sich auf 1,85 Metern. Wer bei der Einleitung aufgepasst hat, der weiß nun, dass der neue Logan MCV ca. 700 Liter weniger Platz bietet als der eigene Vorgänger. Dafür ist er flacher geworden und meiner Meinung nach auch etwas attraktiver.

Kommen wir zum Fazit: Der Dacia Logan MCV ist von einem dynamischen Kurvenräuber so weit entfernt wie ich vom Friedensnobel-Preis. Doch wer ein günstiges Fahrzeug sucht, welches ausreichend Platz bietet für Kind und Kegel, der sollte sich unbedingt mal zum nächsten Dacia Händler bewegen. Wer allerdings Angst hat, dass er in der Nachbarschaft ausgelacht wird, der sollte sich neue Nachbarn suchen. Der Dacia Logan MCV muss sich nicht verstecken, mir gefallen vor allem die neuen Rundungen und auch die Ecken. Die sind allerdings schwer abzuschätzen, die Rundumsicht ist etwas eingeschränkt, daher empfehle ich zu mindestens für hinten die aufpreispflichtigen Parksensoren die hier nicht verbaut wurden.

Ich mach es kurz: Der Dacia Logan ist alles andere als perfekt, aber er bietet alles zu einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Mit den Versicherungsklassen 19 in der Haftpflicht / 15 in der Vollkasko und 17 in der Teilkasko fährt man bestimmt günstig und die jährliche steuerliche Belastung liegt gerade mal bei 44 Euro. Ein Statussymbol erwirbt man hier sicherlich nicht, aber wer braucht das schon?

AUSFAHRT-TV

 

Fahrbericht zum 2014 Dacia Logan MCV auf rad-ab.com: folgt

Fahrbericht zum 2014 Dacia Logan MCV auf auto-geil.de: folgt

Original http://ausfahrt.tv/video-2014-dacia-logan-mcv/

Created Freitag, 06. Juni 2014 Tags 2014 | 2014 Dacia Logan MCV | Ausfahrt.TV | Björn Habegger | Dacia | Logan | mcv | preiswerter kombi Document type Article
Categories Timeline Author Jan Gleitsmann
05 Jun 2014

Video: 2014 Audi RS 6 Avant

Video: 2014 Audi RS 6 Avant


Video: 2014 Audi RS 6 Avant auf Youtube ansehen.

Der A6 ist der direkte Nachfolger des Audi 100, der von 1968 bis 1994 in verschiedenen Produktgeneration in Ingolstadt angeboten wurde. Und eben seit 1994 heisst auch der Kombi aus dem Segment der oberen Mittelklasse A6 mit dem Zusatz Avant. Seit der zweiten Produktgeneration des Audi A6 gibt es auch die leistungsgesteigerte Ausgabe, den RS6.

Seit 2011 baut Audi den A6 in der vierten Produktgeneration, der passende Audi RS 6, den es nunmehr nur noch als Avant gibt, wurde im Dezember 2012 vorgestellt. Mit 4 Litern Hubraum ist es das kleinste Triebwerk, was je einen RS6 befeuert hat, er ist aber auch das schnellste Modell. Zu den Mitbewerbern zählen auf jeden Fall der BMW M5 und der Mercedes-Benz E 63 AMG in der S-Variante als T-Modell, der ebenfalls über einen Allradantrieb verfügt.

4,0 Liter V8 mit Biturbo und Direkteinspritzung. In Zahlen? 560 PS und 700 Nm und wie sich der fahren lässt, dass schauen wir uns heute einmal an.

Wie ein normaler Audi A6 aussieht wisst ihr? Wir zeigen euch schnell noch die Unterschiede beim RS6! Da wäre an der Front natürlich die Stoßstange im sportlichen Design. Die großflächigen Lufteinlässe versorgen das Aggregat und die Bremsen mit Kühlluft und der Frontspoiler unterstreicht den dynamischen Auftritt. Am Heck dominiert die sportliche Auspuffanlage, der Heckdiffusor und der RS-Heckspoiler. Serienmäßig drehen sich 20″ Felgen in den verbreiterten Radkästen, optional passen aber auch 21 Zöller hinein. Wir rollen derzeitig auf Winterreifen durch das Land, auch die gibt es in den sportlichen Breiten.

2 Meter und 8 ist der Audi RS 6 breit – gemessen haben wir inkl. Aussenspiegel und inkl. Dachantenne ist das Fahrzeug 1,48 Meter hoch. Wenn es auf die Länge ankommt, dann besticht der Audi RS6 Avant durch stattlich 4,97 Metern und bringt dabei ein Leergewicht von ca. 2 Tonnen auf die Waage. Auf die Geldwaage, da muss man mindestens 107.900 Euro legen der von uns gefahrene Testwagen hat einen Wert von 140.000 Euro.

In 3,9 Sekunden beschleunigt der Audi RS6 Avant von 0 auf 100 km/h. Der Vortrieb wird zunächst auf 250 km/h begrenzt, die Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit kann optional entfernt werden, dann sind 305 km/h möglich, sofern man eine freie Autobahn findet. Audi gibt den kombinierten Verbrauch mit 9,8 Litern an, somit dürften man, dank dem 75 Liter Tank den Tankwart nur alle 750 km sehen. Rein rechnerisch ist dieser Wert übrigens nur dank dem Start-Stop System und der Cylinder on Demand Funktion zu erreichen. Der V8 fährt – wenn das Fahrzeug nicht die komplette Leistung braucht – nämlich als vier Zylinder. Doch keine Angst, wenn man aufs Gaspedal tritt werden die anderen Zylinder schnell wieder aus der Kurzschlafphase geweckt. Noch ein technisches Feature gefällig? Der Audi RS6 kann sogar rekuperieren, ja das können nicht nur Elektrofahrzeuge!

Wetten, dass man den Tankwart auch viel viel früher sehen kann? Zweitstellig ist man schnell unterwegs, gerne auch mit einer zwei vorne aber das dürfte diejenigen, die gut und gerne 150.000 Euro für so ein Fahrzeug auf den Tisch legen nun wahrlich auch nicht interessieren.

Natürlich lässt sich das Lenkrad axial und vertikal verstellen und auch der sportlich kontierte Fahrersitz lässt sich hier über diesen Schalter verstellen! Schalter! Gutes Stichtwort! Wenn Wetten, dass – ihr wisst schon, diese Familien-Unterhaltungs-Sendung im ZDF – nicht demnächst eingestellt würde, dann würde ich mich dort bewerben. Wetten, dass ich aus 100 Fahrzeugen den Audi anhand dem Klickgerräusch der Drehschalter erkenne? Die finde ich einfach nur herrlich von der Haptik und auch von der Optik. Das gilt übrigens auch für das restliche Cockpit. Von der Verarbeitung hervorragend habe ich hier einen sehr guten Blick auf das Kombiinstrument. Die Anzeigen lassen sich klar ablesen und auch das Display vom MMI – sprich dem Infotainmentsystem – kann ich als Fahrer bei Tag und Nacht gut sehen. Das Raumgefühl? Luftig! Das Wort bringt es wohl auf den Punkt, ausreichend Kopf und Beinfreiheit ist vorne vorhanden. Kommen wir also zum Ablagencheck. Improvisieren!

Der Wendekreis beträgt etwas über 12 Meter, daher freut man sich in so einem Fahrzeug schon über sämtliche technischen Hilfsmittel die beim Einparken bzw. Wendevorgang helfen. Übersichtlich ist das Fahrzeug trotzdem, man weiß – sofern man die Spiegel alle richtig eingestellt hat wo man sich selbst befindet und kann das Fahrzeug auch ohne Assistenzsysteme gut einschätzen. Das wird vermutlich problematischer wenn hinten noch zwei Personen sitzen bzw. der Kofferraum vollgeladen ist und somit der Blick nach hinten erschwert ist.

Den Audi RS6 gibt es ja nur als Avant und die 63 cm tiefe Ladekante macht aus dem Audi RS6 einen Lust-Laster. Das Einladen der Gepäckstücke geht einfach von der Hüfte und im “normalen” Zustand steht ein Ladevolumen von 565 Litern zur Verfügung. Nicht vergessen: Die maximale Zuladung liegt bei 555 kg, so entsteht nach der Shoppinglust mit 4 Personen schnell der Zuladefrust.

Es gibt zahlreiche Wege die elektrische Heckklappe zu öffnen, per Taster, per Funkfernbedienung, aus dem Innenraum oder sogar per Fußkick. Dafür muss man aber den Schlüssel in der Tasche haben – aber das hat man in der Regel als Fahrer ja auch.
Wir haben nachgemessen: ein Meter breite und ein Meter lange Gegenstände passen ohne Probleme in den Kofferraum. Diese dürften maximal 70 cm hoch sein, dann wird es oben aber etwas enger, denn da läuft die Fahrzeugform zu.

Klappt man die Rücksitze um, dann wird aus dem Sportkombi ein Rennlaster. Mit einem Volumen von über 1600 Litern kann er begeistern, eine ganz ebene Ladefläche bietet er dennoch nicht. Auch hier haben wir Maß genommen. Bis zu 1,95 Meter lange Gegenstände passen ohne Probleme in das Ladeabteil. Pfiffiges Detail, die Rücksitze lassen sich über diese Hebel hier umlegen, so muss man nicht erst unnötig um das Fahrzeug herumlaufen bzw. später einen Chiropraktiker aufsuchen. Wem das Platzangebot im Kofferraum nicht reicht, der freut sich über die Dachlast von 100 kg bzw. die Möglichkeit Anhänger zu ziehen! Bis zu 2,1 Tonnen sind – natürlich gebremst – drin. Ungebremst sind es die obligatorischen 750 kg die dann natürlich die erlaubte Höchstgeschwindigkeit und die Beschleunigungswerte reduzieren.

Die Kraft des Motors wird über eine 8 Gang Tiptronic geschaltet, optional kann man Eingriff nehmen oder alles der Elektronik überlassen. Natürlich verfügt der Bolide über die Möglichkeiten den Fahrmodus anzupassen.

Heutzutage ist alles elektrisch, so auch die Luftfederung die über ein stufenlos adaptives Dämpfungssystem an allen vier Rädern verfügt. Das Niveau und die Dämpfung wird automatisch geregelt und der Fahrer hat die Qual der Wahl zwischen 4 verschiedenen Modi. Bei “Auto” überlässte der Fahrer dem Fahrzeug die Auswahl, im Komfortmodus wird der RS6 etwas komfortabler, im dynamic Modus überzeugt er durch sportlichere Qualitäten und wer mal einen etwas höheren Böschungswinkel benötigt bzw. das Fahrzeug auf Grund einer Rampe, Schwelle oder ähnlichem anheben muss kann das auch tun. Der Sport-Modus ist was für die Autobahn, doch wenn diese etwas schlechter ist – und ihr wisst auch unsere Autobahnen haben inzwischen mal ein “Facelift nötig” dann kann die Abstufung dafür schon zu hart sein, dann fängt er an zu hoppeln und das will man nun wirklich nicht.

Audi verbaut im RS6 eine elektromechanische Lenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Servounterstützung. Das bedeutet: In der Stadt leicht zu lenken und bei schnelleren Geschwindigkeiten ein besseres Gefühl für die Straße. Hier gibt es – wie nicht anders zu erwarten – nichts zu meckern. Soviel zumindest in der Theorie. In der Stadt ist aber auch trotz Servolenkung die Breite der Pellen auf den der RS6 steht nicht zu unterschätzen, die wollen im Stand nämlich erst einmal ordentluch bewegt werden.

Sprechen wir noch ganz kurz über die Bremsen. Eigentlich ist hier ja eine ganz normale Bremsanlage verbaut. Normal? Nun, es ist eine Zweikreisbremsanlage mit Bremskraftverstärker. Soweit nichts ungewöhnliches, ungewöhnlich ist eher die Größe. Denn die hat Audi natürlich auf das Gewicht und die zu erzielenden Geschwindigkeiten angepasst! 390er bzw. 420er Scheiben dürfen es vorne schon sein. Für die notwendige Kühlung sorgen nicht nur die großen 20″ bzw. 21″ Felgen und die Lüftungseinlässe in den Stoßstangen sondern auch die Bremsscheiben sind innenbelüftet. Die Bremsleistungen sind optimal ausgelegt, nur am Kurveneingang, wenn man es vorher etwas übertrieben hat, dann merkt man das Gewicht vom Audi RS6 Avant, denn dann kann er das zulässige Gesamtgewicht von 2,5 Tonnen nicht mehr verstecken und die Bremsen müssen kraftvoll zubeißen.

Während sich die technischen und elektronischen Helferlein bemühen die Kraft auf die Straße zu bekommen muss der Fahrer nur noch eines machen: Den Markus Song “Ich will Spaß ich geb Gas” hören und Spaß haben, denn das kann man mit dem Audi RS6 – bis der Tank leer oder das Punktekonto in Flensburg voll ist. Natürlich darf das große Bang und Olufsen Audipaket auch schweigen, der V8 klingt zwischen 3000 und 4000 Umdrehungen am schönsten – finden wir zumindestens – ansonsten ist der RS6 sehr aerodynamisch gestaltet. Selbst bei Tempo 200 auf der Bahn kann man sich noch problemlos mit den Mitfahrern unterhalten.

Es mag sich nun total kindisch anhören, eventuell auch unvernünftig und ich weiß, dass da draußen immer alles viel zu laut ist und das zu laute Töne Stress verursachen und das Krach krank machen kann, dennoch würde ich mir wünschen, dass der tolle Klang vom V8 auch noch durch die Auspuffanlage gesteigert wird. Aber dafür gibt es ja Tuner die solche Wünsche erfüllen. Ansonsten werde ich ein Teufel tun und etwas an diesem Luxus-Pampers-Bomber zu kritisieren.

Viel weiter nach oben geht es doch schon gar nicht mehr. Leistung satt, Platz und Luxus gibt es dazu.

AUSFAHRT-TV

 

Beitrag zum 2014 Audi RS 6 Avant auf auto-geil.de: folgt

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Original http://ausfahrt.tv/video-2014-audi-rs-6-avant/