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02 Aug 2012
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Chevy Volt vs. Nissan Leaf – Verkaufszahlen in den USA

AbsatzzahlenIn den USA tobt ein Kampf um die sich am besten verkaufende Antriebtechnologie – Range-Extender gegen batterieelektrisches Auto.

Der Chevy Volt und der Nissan Leaf gelten seit einiger Zeit auf dem amerikanischen Fahrzeugmarkt als direkte Konkurrenten. Auch wenn deren Antriebtechnologien nicht unbedingt miteinander vergleichbar sind werden die Absatzzahlen des batterieelektrischen Leaf und die, des von einem Range-Extender Systems angetriebene Volt gegenübergestellt.

Die Zulassungszahlen

Aufaddiert konnte General Motors von Januar bis einschließlich Juli 10.666 Einheiten des Chevrolet Volt absetzen. Bei Nissan sieht das etwas anders aus. Die Japaner konnten in derselben Zeit lediglich 3.543 Stück ihres Elektroautos Leaf verkaufen.

Der Chevy Volt

Angetrieben wird der Chevy Volt von einem 100 kW / 150 PS leistenden Elektromotor, der für den Fahrbetrieb zunächst mit Strom von der 16 kWh fassenden Batterieeinheit versorgt wird. Wenn die an der Steckdose aufladbaren Batterien zu 70% entladen sind, springt der 1,4 l große und 60 kW / 81 PS starke Vierzylinder-Benziner an, der dann als Stromgenerator oder als sog. Range-Extender fungiert.

Der Nissan Leaf

Mit dem Nissan Leaf brachten die Japaner eines der ersten rein batterieelektrisch betriebenen Autos in der Golfklasse auf den Markt. Mit seinen 80 kW / 109 PS und einem Drehmoment von 280 Nm erreicht das stolze 1,6 Tonnen wiegende Elektroauto die 100 km/h-Marke nach 11,9 Sekunden. Die Lithium-Ionen-Batterie ermöglicht dem Nissan Leaf laut der Internetseite des japanischen Herstellers bei ultra-optimalen Bedingungen eine Reichweite von bis zu 222 km.

greenmotorsblog.de


Original: greenmotorsblog.de

Created Donnerstag, 02. August 2012 Created by supertrouper Categories Timeline Tags Chevy | chevy volt | Nissan | Nissan Leaf | Range Extender | Verkaufzahlen USA | wirtschaft
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03 Jul 2015

Der Breitbau König – original VW Scirocco Prinz in XXXL Version

Der VW Scirocco Prinz mit dem Super-XXL Widebody von Robby hatte es mir auf dem VAG Treffen in Kibo besonders angetan. Ich war auf dem Event als Juror unterwegs, da ich mit dem Blog GermanMotorKult den Best of Classic Award ausgelobt hatte. So hatte ich auf dem VAG Meeting die Qual der Wahl, denn viele Youngtimer auf dem Platz waren echt Bombe! An diesem original in den 80ern aufgebauten Scirocco GTI Breitbau kam ich jedoch nicht ohne eine Blogstory vorbei. Viel Spaß im Blog... 

VW Scirocco Prinz GTI Breitbau 01-20150607

Mal ehrlich, wann bekommen wir heute noch einen geilen XXXL Widebody zu sehen? Bereits als ich den Prinz Breitbau Scirocco auf den Platz fahren sah, war für mich klar, dass ich den Wagen hier im Blog kurz vorstellen muss. Doch so kurz wird es zum Glück gar nicht, denn Besitzer Robby weiß über die Herkunft und das Prinz-Tuning Projekt VW Scirocco im XXXL Outfit einiges zu erzählen. Und da überlasse ich doch gerne einmal dem Piloten das Wort.

Robert und der Breitbau Prinz

VW Scirocco Prinz GTI Breitbau 02-20150607

Zunächst mal zu meiner Person, wer ich überhaupt bin, was ich mache und wie es dazu kam...denn die "Fat Lady" wie ich meinen Einser getauft habe, ist der einzige meiner Sciroccos, den nicht ich gesucht habe, sondern der mich gefunden hat. Ich habe übrigens 8 Stück davon. 2 Stück MK1 GTI und 6 Zweier, davon einer mit G60 Umbau nenne ich mein Eigen. Leider sind die meisten davon "Baustellen", die noch auf Fertigstellung bzw. Resto warten.

Mein Name ist Robert, meine Freunde nennen mich aber eh alle Robby und in der Sciroccoszene bin ich eher unter dem Nick "All Eyez on me" bekannt. Zudem bin ich Admin der www.Scirocco-Lounge.com, wo wir uns mit Allem was mit dem Scirocco 1 & 2 angeht befassen. Wir sind ein kleines recht familiäres Forum, freuen uns aber natürlich immer über jeden neuen User. Bei uns wird gegenseitige Hilfe großgeschrieben. Und das betrifft nicht nur Hilfe übers Internet, nein wir helfen uns auch gerne mal direkt und persönlich, deutschlandweit und manchmal sogar bis in die Schweiz.

VW Scirocco Prinz GTI Breitbau 07-20150607

 

VW Scirocco in der Superbreit Version

Der Scirocco 1 ist einer von 2 gebauten Prinz-Tuning Breitbauten die in dieser Superbreit Version überhaupt existieren. Der Hr. Prinz war der frühere Präsident des Sciroccoclubs Darmstadt und Inhaber einer Tuningschmiede, die natürlich, wie das in den 80´ern so üblich war, gerne und viel Sciroccos umgebaut hat. Einer wurde Schwarz, mit Heckspoiler und mit E30 Heckleuchten und der Andere (also meiner) wieder in Originalfarbe Riverblau lackiert und mit Mercedes Benz 190er Rückleuchten umgebaut. Leider ist Hr. Prinz nach meinen Infos kurz nach der Fertigstellung meines Sciroccos verstorben. So kann ich leider nicht mehr mehr darüber in Erfahrung bringen.

VW Scirocco Prinz GTI Breitbau 12-20150607

Die Basis des Bausatzes liefert nach meinen Recherchen ein Langenberg Bausatz, der nochmals zusätzlich um ca. 7cm verbreitert wurde. Somit konnten vorn 3-teilige BBS in 11 x15 ET -61 mit 285/40 R15 und hinten 13 x 15 ET -74 mit 345/35 R15 untergebracht werden.

Der originale Km-Stand des Scirocco GTI´s liegt derzeit bei 162.000. Davon bin ichseit dem Kauf etwa 3.000km gefahren. Einmal in der Woche muss ich, wenn das Wetter passt einfach mit ihm auf die Straße.

Der Motor Kennbuchstabe EG ist weitestgehend original bis auf einem verchromten Ventildeckel und einige verchromten oder gepulverten Teile und eine zusätzliche VW-Motorsport Getriebestütze.

VW Scirocco Prinz GTI Breitbau 13-20150607

Hier und an einigen anderen Stellen will ich nochmal ran in Zukunft - da geht noch einiges. Seit Kauf habe ich Einiges an dem Wagen repariert, verbessert und überholt. Der Rocco ist nunmal genauso wie ich schon etwas älter - wir beide sind Baujahr 1978, was einer der Kaufgründe für mich war. Neben der Tatsache, dass ich dieses Auto sah und warum auch immer trotz oder grade wegen des doch extremen Breitbaus direkt verliebt war.

Die ganze Story, viele Fotos und wie es überhaupt dazu kam und was seitdem alles passiert ist bis heute findest Du hier: http://www.scirocco-lounge.com/viewtopic.php?f=10&t=2198

VW Scirocco Prinz GTI Breitbau 05-20150607

Sagen wir mal so: Ich fand ein Auto bzw. es fand mich, als es nicht lief, die Reifen 28 Jahre alt waren (trotzdem noch mit vollem, aber rissigem Profil) und im Innenraum entweder alles kaputt oder leer und flugrostig war. Zum Glück hat man ja als Sciroccoverrückter genug Teile im Lager oder kennt die richtigen Leute die man anrufen kann. ;o)

So kamen also erst mal die Hinterachse raus, ein nagelneuer Tank rein, der alte war innen völlig verrostet. Untenrum kamen dann auch erst einmal alle Bremsteile neu. In diesem Zuge wurde auch die Bremsanlage auf die vom Scirocco 2 umgerüstet. Bessere Bremsleistung und weniger Bremsstaubentwicklung waren hier meine Hauptgründe das zu machen. Der orange Lack kam nur als Bonus drauf, weil ich dreckige Teile nicht gerne einbaue.

VW Scirocco Prinz GTI Breitbau 03-20150607

Der schwarze GTI Tittentacho ersetzte den völlig gebrochenen champagnerfarbenen. Das (ohne Servo! eingetragene) 32er Victor Sportlenkrad flog raus und wurde mit dem schöneren Spucknapflenkrad ersetzt und GTI Sitze wurde eingebaut. Auch ein Alu-Überollbügel zog mit ein. Die eingeschweißte hintere Domstrebe wurde hochglanzpoliert und als kleines Gimmick kamen als Anspielung auf den Prinz Umbau Krönchen als Ventilkäppchen zum Einsatz - sinnlos, verrückt aber ich mag solche kleinen Details die man nicht sofort sieht. ;o)

VW Scirocco Prinz GTI Breitbau 09-20150607

Weitere Verbesserungen bzw. Wiederherstellung des Urzustands seit dem Umbau des Wagens im Jahre 1988 sind bereits geplant bzw. in Vorbereitung. Dazu gehören der Umbau der vorderen Stoßstange auf eine schöner gekürzte, der Radlauflinie folgende sowie der Anbau der wieder in NEU!!! besorgten und bereits eingetragen GFK Motorhaube der Fa. RSS Design. Diese liegen bereits beide bei mir in der Halle und warten auf ihre Lackierung.

VW Scirocco Prinz GTI Breitbau 17-20150607

Gruß

Robby

--

Ich glaube wir werden den VW Scirocco Prinz von Robby auch in Zukunft noch öfter sehen. Zumindest hoffe ich das! Wie gefällt Euch der Wagen? Hinterlasst einen Kommentar!

Hier noch einmal alle Bilder zum VW Scirocco Prinz Widebody

Michael Peschel

Michael ist der Inhaber von GermanMotorKult. Gleichzeitig auch Verfasser der meisten Artikel im Blog Magazin. Zudem Social Media Spezialist, Editor und Inhaber der Agentur MP Medien sowie MotorMarketing.

Original http://germanmotorkult.de/der-breitbau-koenig-original-vw-scirocco-prinz-in-xxxl-version/

03 Jul 2015
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Rauschneiden, rausschneiden, rausschneiden

Gestern war Thomas in der Werkstatthölle zu Besuch. Nicht nur um sich abzukühlen - in der Werkstatthölle ist es deutlich kälter als draußen - sondern weil ich ihn zum Beratungstermin geladen hatte.

Ovali

Als Karosseriebauer hat er mehr Ahnung wie man was schweißen sollte. Ich will eben sicher gehen, alles richtig zu machen und den Bock nicht komplett zu verkorksen. Und bei einigen Punkten war ich mir unsicher.

Danach kreiste mal wieder die Flex. Ich habe mit der Beifahrerseite am Heck begonnen. Die Endspitze war schon einmal geschweißt und sah von außen ganz gut aus. Aber nur von außen.

Rost

Da steckt überall der Pilz drin, aber ich musste noch mehr abtrennen, weil es einfach im Weg ist für die kommenden Arbeiten. Ein Umstand der mich tierisch wurmt, aber es hilft ja nix. Das Ende des Längsträgers musste raus. Abbohren, rausflexen. Aber der Unterboden des Kofferraums war an der Stelle auch durch. Was ein Dreck!

Rost

Rost

Ich hab 2 kleine Bleche eingeschweißt, die ich irgendwie vergessen habe zu fotografieren. Und ich bin mir unsicher - eigentlich sollte ich das wieder raustrennen und einfach alles Faulige rausschneiden. Das rostet doch alles irgendwann weiter.

Auch wenn mir Thomas einen Weg aufgezeichnet hat - ich bin immer noch nicht sicher, ob ich das gediegen da reinbekomme. Das wird noch ein Kampf, bis hinten alles wieder komplett ist.

Heck

Original http://www.fusselblog.de/index.php/rauschneiden-rausschneiden-rausschneiden?blog=29

02 Jul 2015
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Was fahrt Ihr denn so?

Was fahrt Ihr denn so?

Mir ist bewusst: So krank, was Autos angeht, sind nicht soooo viele Menschen da draußen. Und viele der Leser dieses kleinen Blogs fahren ganz normale Autos, wagen aber einen Blick über den Tellerrand. Andere kommen aus den Scenen, in denen ich mich bewege, also aus dem Oldtimerbereich, aus dem Fusselforum, fahren alte Passat oder Leichenwagen, ...

Weil ich einfach ein neugieriger Mensch bin, was Ihr so privat fahrt, habe ich auf Facebook eine Leserkarren Galerie angelegt, in der Ihr ausstellen könnt, was bei Euch so in der Garage, der Werkstatt oder unter der Laterne steht. Keine Angst, die Galerie kann jeder sehen, auch wenn er nicht bei Facebook registriert ist. Aber über die Fusselblog FB Seite sehen die angemeldeten User sofort, wenn eine neue Karre dazugekommen ist. Deshalb dieser Weg.

Mitmachen kann jeder Leser, egal ob er nur einmal im Monat vorbeisieht, oder den Fusselblog täglich konsumiert. Und es gibt keinerlei Regeln für die Autos: Egal wie alt, original, gefusselt, getuned.. Schickt mir einfach Eure Bilder an leserkarre@fusseltuning.de. Gerne mit einem kurzen Beschreibungstext und wenn Ihr hier kommentiert, dann bitte auch mit dem Alias, unter dem Ihr postet. Das wird sicherlich eine sehr bunte Liste der verschiedensten Fahrzeuge.

Ich habe die Aktion gestern auf der Fusselblog Facebook Seite gestartet, die ersten Leserkarren sind bereits online und werden teiweise auch diskutiert. Ich freue mich auf Eure Karren!

Original http://www.fusselblog.de/index.php/Bloginterna/was-fahrt-ihr-denn-so

02 Jul 2015
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Der Luster, Fahrbericht Skoda Superb Combi 2220

Fahrbericht Skoda
Superb Combi

Lastwagenfahren macht Spass? Ja, mit dem Skoda Superb Combi wird die Last zur Lust.

Es ist klar, wir mögen den neuen Superb von Skoda sehr. Das war schon nach den ersten Fahrten mit der Limousine klar. Doch die wird in der Schweiz einen Marktanteil von etwa 3% erreichen, die anderen 97% werden auf den Kombi entfallen, der bei den Tschechen traditionell mit «C» geschrieben wird. Nun also die Fahrvorstellung des Kombi, dem Raumwunder. Bis zu 1950 Liter packt der Tscheche weg, aber auch wer ihn als Fünfsitzer nutzt, bekommt noch 660 Liter in der Kofferraum. Das allein sind schon hervorragende Werte, aber das Beste am Ganzen ist, dass man im Fond auch noch fürstlich viel Platz hat, wenn der Kofferraum gefüllt wurde. Die Beinfreiheit erstaunt uns immer wieder, der Superb ist - als Kombi erst recht - ein echtes Raumwunder. Und, er ist ein echt harter Gegner für die Modelle der anderen Konzernmarken. Denn natürlich ist die Verarbeitung und der Materialmix in letzter Konsequenz so hoch wie bei VW oder Audi. Aber, den Abstand muss man mittlerweile mit einer Blattlehre messen. Zudem hat der Superb jetzt auch alles, was die anderen VW’s auch endlich haben. So kann er mit Apple-Geräten zuverlässig kommunizieren, hat eine feine Ambiente-Beleuchtung und einen riesigen Strauss an Assistenzsystemen im Programm. Klar, viele kosten wie bei VW oder Audi auch einen rechten Happen zusätzlich. Aber, sie sind lieferbar. Die Zeiten als Skoda als Verdingkind immer noch so ein oder zwei Jahre auf die neusten Technikfeatures aus Wolfsburg warten mussten, sind endgültig vorbei. Wenn wir schon dabei sind: der neue Superb Combi ist ab 28’710 Franken zu haben. Doch dieses Modell wird niemand fahren wollen, 125 PS und Handschaltung passen nur bedingt zu diesem Auto. Aber der 1,8 TSI mit 180 PS und DSG dürfte ein Renner werden. Den gibts ab in der beliebten, mittleren Ausstattungsvariante «Style» ab 38’790 Franken. Da ist eine ziemliche Ansage.
Der Luster, Fahrbericht Skoda Superb Combi 2220
Wir erinnern und an den Passat Kombi mit 150 PS leistendem Diesel, den wir vor kurzem im Test hatten. Der hatte einen Testfahrzeugpreis von über 51’000 Franken. Fürs selbe Geld gibts den Combi mit 190-Diesel-PS, der absoluten Top-Ausstattung und Allrad…
Aber lassen wir die Rechenspiele. Wir haben diverse Motorisierungen ausprobiert. Da hat und der erwähnte 1800er-Benziner besonders gefallen, weil so schön laufruhig. Aber auch mit dem schwächeren 2,0-TDI (150 PS) mit Handschaltung ist er ein angenehmes Auto. Wenn auch nicht ganz so spritzig wie der Benziner. Und für all jene, die dem V6-Superb nachtrauern bieten die Tschechen nun eine Version mit 280 PS aus einem Zweiliter-Vierzylinder. Den konnten wir leider nicht fahren, aber er dürfte den im Vergleich zum Vorgänger um bis zu 60 kg leichteren Superb Combi ordentlich anschieben. Wie bei anderen Modellen aus dem VW-Konzern ist die Federung in Verbindung mit 4x4 nicht ganz so harmonisch abgestimmt wie bei den Fronttrieblern, so richtig störend ist das aber nicht. Der im Vergleich zum Vorgängermodell um 23 mm gewachsene Skoda rollt angenehm ab, auch ohne das adaptive Fahrwerk. Die Einstellung Comfort passt perfekt zum mächtigen Tschechen, aber man kann auch auf Sport schalten und wegen dem erhöhten Rüttelfaktor davon träumen, ein echt heisser Rennfahrer zu sein. Sinn macht das: nicht. Unser Fazit. Der Superb Combi ist vielleicht der beste Volkswagen den es je gab. Und er wird, auch wenn das alle Verantwortlichen immer geflissentlich verneinen, dem Passat einige Käufer wegnehmen. Und nicht, weil er nun in der Fahrer- und der Beifahrertür einen integrierten Regenschirm hat. Sondern, weil er einfach ein tolles Auto ist.
Mehr Skoda gibts im Archiv.


Der Luster, Fahrbericht Skoda Superb Combi 2220

Text: Cha, Fotos: Werk.

Der Luster, Fahrbericht Skoda Superb Combi 2220

Original http://www.radical-mag.com/erfahrungen/fahrbericht-skoda-superb-combi-2220/seite_1-2

01 Jul 2015
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Die Giulia, Alfa Romeo Giulia-1721

Von Alfa

 

Die Giulia, Alfa Romeo Giulia-1721

Wir müssen vorausschicken: wir waren nicht in Arese, als die neue Giulia vorgestellt wurde. Leider, Termin-Kollision mit dem Festival of Speed in Goodwood.
Wir schicken auch gleich noch voraus: der Autor dieser Zeilen ist gemäss Jeremy Clarkson, einstiger «Top Gear»-Moderator, ein «richtiger Mann». Denn er hat schon Alfa besessen. Es ist sogar eher so: er ist von Alfa Romeo besessen. Seit Jahrzehnten.

Und noch etwas: unser lieber Freund Romeo Gross war für uns in Arese. Ein ausgezeichneter Photograph - und komplett wahnsinnig, was Alfa betrifft. Siehe: www.giulia-tz.com. Er hatte den Auftrag, Menschen abzulichten, Stimmung zu zeigen. Und deshalb zeigen wir hier die neue Giulia zwar auch. Aber nur als Nebendarstellerin. Das hat auch seine Gründe.
Dann können wir ja jetzt beginnen.

Spät abends vergangener Woche, als ich die ersten Bilder der Giulia sah, dachte ich. Nein, ich schreib jetzt nicht, was ich dachte. Aber grad positiv war es nicht. Eher: im Gegenteil. Und man weiss ja, wie das so ist, dies mit dem ersten Eindruck. Ich trank dann noch ein Glas Wein oder auch zwei, schaute mir die offiziellen Bilder noch einmal an. Und ging dann schlafen. Es war ein guter, tiefer, traumloser Schlaf. Am Morgen danach schaute ich mir die Bilder noch einmal an, in aller Ruhe. Und ich las, was unsere Berufskollegen so darüber zu schreiben wussten. Und ich dachte. Nein, ich schreib jetzt nicht, was ich dachte.

Die Giulia, Alfa Romeo Giulia-1721
Die Giulia, Alfa Romeo Giulia-1721

Romeo. Und Giulia. Oder: and Juliet, um genau zu bleiben. Die epische Tragödie von Shakespeare. Von den zwei Liebenden, die sich nicht finden konnten. Ein trauriges Werk. Es geht um das Gute und das Böse und vor allem die Ambivalenz, den Widerspruch. Lorenzo, mit gleichem Vornamen wie Fiat-Chef-Stylist Ramaciotti, will zwar Gutes, schafft damit aber Böses. Und trägt damit, wenn auch aus edlen Motiven, zum Untergang bei. Diese dicke Nase, werter Herr Ramaciotti, womit hat die neue Giulia diesen massigen Knubbel verdient? Der Römer, in seinem Stil der Inbegriff des Italieners, trägt auch eine grosse Nase, doch sie ist schlank und stolz und hat Charakter; die grossporige Kartoffelnase dagegen ist mehr so englisch oder irisch oder auch deutsch, und eigentlich möchten wir sie so nicht sehen.

©Romeo Gross
©Romeo Gross
©Romeo Gross
©Romeo Gross
©Romeo Gross

Francesco Totti, dieser geniale Fussballer, einer der grössten aller Zeiten, weil er nicht Fussball spielt, sondern Fussball spürt, trägt auch einen mächtigen Zinken übers Grün. Aber irgendwie anders, besser, entspannter, lockerer als: die Giulia.

Es geht um: Italianità. Gut, das darf ein wenig barock sein, das sind die Ferrari und Maserati auch. Waren es immer. Es darf auch verspielt sein, auch das gehört dazu zu la bella vita. Es darf auch anders sein, der Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo kann zum hellblauen Anzug braune Schuhe tragen sowie eine fette Rolex am Handgelenk - und sieht damit immer noch viel besser aus als jeder deutsche Manager, der es mit einer zu grossen Patek Phillippe versucht und bei Brioni Mass nehmen liess um sein Wohlstandsbäuchlein. So ist er, der Italiener, selbst das Brusthaar-Toupet ist ihm nicht peinlich, der wahre Latin Lover, an die Theke gelehnt und den Espresso schlürfend, darf das, kann das, tut das. Aber dann schreibt einer der Betrachter, der in Arese war: hinten ist die Giulia ein bisschen Audi und ein bisschen asiatisch. Und er hat halt leider: recht. Der Hintern einer Italienerin ist vielleicht zu breit oder einfach nur wunderbar, aber er ist nie: belanglos. Seitlich: zu gestreckt. Innen: keine Ahnung. Oh, Giulia.

Man merkt: ich hadere. Ich bin irgendwie: traurig. Ich bin auch streng, denn, ja: ich habe mehr erwartet. Anderes. Den Schritt nach vorn. Den Schnitt, meinetwegen auch mit der Vergangenheit. Aber nicht: Mainstream. Und sicher nicht: Mittelmass in der Mittelklasse. «Mittelmässigkeit ist von allen Gegnern der schlimmste», wusste Goethe, einverstanden, ein Deutscher, doch er hat immerhin Italien länglich bereist.

©Romeo Gross

Natürlich, 510 PS aus einem V8 mit Ferrari-Genen sind das ganz grosse Kino, aber: pff. Selbstverständlich, Heckantrieb und eine Lenkung, die wie ein Wunder wirken will, sind die probaten Mittel gegen BMW (wo der 3er in Zukunft Frontantrieb hat) und Audi (die nur Frontantrieb können - und Haldex), aber: ja, klar, noch einen Übersteurer hätte der Markt auch nicht ertragen. Doch sonst hüllt Alfa sich noch in Schweigen, was ist es denn jetzt, ganz neue Plattform und damit Zukunft, was ist mit Alu und Carbon, wie sieht das aus mit den serienmässigen 17-Zöllern und ohne Supercar-Attribute, denn von einem M3/M4 und einem RS4 und einem C63S AMG allein können auch die deutschen Premium-Hersteller nicht leben. Ja, vielleicht ist es auch das, das Problem: where's the beef? Um glauben zu können muss man auch wissen, sonst bewegen wir uns im Bereich der Religion, und deren Auswüchse sehen wir aktuell in wenig guter Form. Wir kriegen die Infos häppchenweise, das ist ein bisschen so wie bei Borgward, und jene Geschichte glauben wir ja auch nicht.

Viele Milliarden will Scheffscheffguruguru Sergio Marchionne, Retter der Fiat-Gruppe in Amsterdam und Königssubventionseinheimser in Washington, in seine Pullover und in Zukunft in die Marke Alfa investieren. Sie global aufstellen, mit der Giulia, einem anscheinend für sämtliche Hersteller so unerlässlichen SUV, einem Spider (nix: Mazda) und wohl noch 82 angedachten Modellen mehr. Er verlangt ein Umdenken, Alfa soll nicht mehr Alfa sein, sondern ein ernsthafter Konkurrent der schon bekannten und bekannt öden Premium-Hersteller, etwas Italianità wird da reingemixt, etwas Design, etwas Reifeprüfung mit Dustin Hoffman und vielleicht etwas mehr Lärm als anderswo. Ob den die Chinesen und die Amerikaner, primäre Ziele von Marchionne, haben wollen, überhaupt verstehen, ist eine andere Frage. Alfa ist europäisch, noch mehr: italienisch, und in Italien gibt es keine Spaghetti Bolognese auf der Karte, ausser vielleicht in Rimini oder in anderen Touristenfallen, wo auch WürstelmitKrauti samt Heineken, 6 Euro 95, serviert wird. USP, heisst das im Marketing-Fach-Blabla, Markenkern: die Giulia, einst, ab 1962, war so einzig- wie grossartig, sie begründete ein Segment, sie ist der Grund, weshalb es BMW in seiner heutigen Form überhaupt gibt und deshalb auch Audi und eine C-Klasse von Mercedes. Die(se) Geschichte wird immer vorhanden sein, und wir sollen nicht nur aus ihr lernen, sondern sie auch nie vergessen. Und ganz sicher nicht für irgendwelche Chinesen und Amerikaner, die schon von 55 Meilen überfordert sind auf dem 12-spurigen Highway, auf dem noch nie Hölle los war.

Wobei, logisch: die Erwartungen an einen Alfa, zumal nach solch langem Vorspiel, sind natürlich ganz andere als etwa bei einem neuen Audi A4 oder dem Nachfolger des Lada 2107. Eigentlich sind sie gar nicht zu erfüllen, wohl wahr. Erwartungshaltungen, wir wissen es auch aus dem Alltag und ganz besonders dem Privaten, sind etwas vom Schlimmsten, und so ein Alfa muss ja einen vielleicht etwas gar breiten Kreis an Bedürfnissen, Liebhabereien und Vorfreuden abdecken.

Aber. Tja, und auch: ach.
Die schönen Alfa Romeo gibt es auf www.radical-classics.com. Und die aktuellen Modelle, inklusive des famosen 4C, in unserem Archiv.

 

Original http://www.radical-mag.com/forum/alfa-romeo-giulia-1721/seite_1-2

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01 Jul 2015
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Darf man das?, Bensport La Sarthe-1860

Bensport La Sarthe

Irgendwie sind wir ja gespalten: er sieht schon gut aus, der «La Sarthe» des bekannten englischen Restaurationsbetriebs Bensport. Aber...

So ein Bentley R-Type Continental, von dem zwischen 1952 und 1955 nur gerade 207 Stück gebaut wurden, gehört sicher zu den feinsten englischen Klassikern. Der 5,25 Meter lange Zweitürer mit Aufbau von H.J. Muliner steht für zeitlose Eleganz, was ja nicht immer zu den primären Stärken der britischen Automobile gehörte.
Und jetzt geht der bekannte englische Restaurationsbetriebs Bensport einher, schneidet einem originalen R-Type die Stossstangen ab, kleistert ein bisschen rum, schraubt auch am 4,5-Liter-Motor - und bietet das Produkt als «La Sarthe» an. Frevel, darf man dazu durchaus sagen. Andererseits aber auch: schon ziemlich scharf.
Also: für einen «La Sarthe», dessen Preis wir nicht kennen (und wohl auch nicht wissen wollen), muss man Bensport einen echten R-Type bringen. Oder alternativ einen Rolls-Royce Silver Dawn, die sind etwas günstiger. Und auch als Linkslenker erhältlich.
Was meinen denn unsere Leser dazu? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.
Mehr echte Oldies gibt es in unserem Archiv.Bensport La Sarthe

Original http://www.radical-mag.com/fahrfreude/bensport-la-sarthe-1860/seite_1-2

01 Jul 2015
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Big Fish, Fahrbericht Ford Galaxy-1719

Fahrbericht Ford Galaxy

 

Fahrbericht Ford Galaxy

Der Ford Focus war einst das meistverkaufte Automobil in Grossbritanien. Klar, da spielte ein gewisser Patriotismus mit, die Briten kaufen gern einheimisch, und Ford hat halt schon so etwas wie eine englische Vergangenheit. Doch es war halt auch so, dass der Focus lange eines der wohl fahraktivsten Fahrzeuge nicht bloss im eigenen Segment war, das Ding machte auf den nicht immer guten, sehr kurvenreichen und oft auch engen englischen Strassen jede Menge Freude beim Fahren, auch mit schwächlicher Motorisierung. Als Ford aber bei der jüngsten Focus-Generation in Sachen Fahrwerk mehr zum Mittelmass hin tendierte, den Focus weicher, schwammiger machte (wir haben das ja auch geschrieben), er ausserdem grösser und adipöser wurde, da brachen die Marktanteile in erstaunlich kurzer Zeit erstaunlich heftig ein. Einverstanden, dafür gab es noch andere Gründe, aber es zeigt doch auf, dass gewisse Märkte sehr sensibel auf Veränderungen reagieren - und die Engländer haben es nun halt gern sportlich, knackig, präzis. Was man dann auch bestens versteht, wenn man auf diesen wunderbaren Landstrassen unterwegs ist, so, wie wir das mit dem neuen Galaxy waren.

Was wollen wir mit diesen einleitenden Sätzen nun ausdrücken? Ganz einfach: Ford scheint aus dem britischen Focus-Disaster etwas gelernt zu haben. Denn der neue Galaxy, der wirklich ganz neu ist, nicht bloss so ein dürftiges Facelift, ist eine ziemlich feine Fahrmaschine. Gut, das ist jetzt nicht das primäre Ziel bei einem Mini-Van, auch ist der Galaxy mit seinen 4,85 Metern Länge und der respektablen Breite von 1,92 Metern sicher nicht das ideale Gefährt, um wild über diese britischen Nebenstrassen zu hobeln. Aber: er macht tatsächlich Spass. Und ist dabei höchst erfreulich komfortabel geblieben. Was für einen Mini-Van sicher eine gute Voraussetzung ist. Zu verdanken ist dies sicher der neuen Adaptiv-Lenkung, die beim Rangieren leichtgängig ist, beim flotten Gleiten über die Landstrasse aber fast schon sportlich direkt.

Fahrbericht Ford Galaxy
Fahrbericht Ford Galaxy

Erst kürzlich haben wir beim Fahrbericht des VW Sharan, einst ein Zwilling des Galaxy, heute ein harter Konkurrent, geschrieben, dass die Mini-Vans ja arme Schweine sind. Das Segment ist längst nicht mehr das, was es eh noch nie so richtig war, obwohl es ja wenig vernünftige Gründe gibt, sich anstatt eines Galaxy (oder auch Sharan) ein fettes SUV zu kaufen. Man muss es doch klar sehen: so ein Galaxy packt etwas weg. Als 7-Sitzer hat er immerhin noch 300 Liter Kofferraum-Volumen; als 5-Sitzer sind es stolze 1301 Liter, und wenn hinten alles abgeklappt ist, dann sind es 2339 Liter. Damit schafft man den Umzug einer Einzimmer-Wohnung; das schafft so ein SUV nicht. Und auch den Transport von sieben Personen kann so ein Selbstdarstellungsmöchtegernoffroader niemals im gleichen Stil wie der Galaxy erledigen.

Ford Galaxy
Ford Galaxy
Ford Galaxy
Ford Galaxy
Ford Galaxy

In dem man, sofern man nicht gerade eine Basketball-Profi-Karriere im Aug hat, auch in der letzten Reihe ganz angenehm sitzt. Diese hintersten Sitze lassen sich im Galaxy, und das ist endlich wieder einmal eine sinnvolle Weltneuheit, nicht nur auf Knopfdruck abklappen, sondern ebenfalls per Knopfdruck auch wieder hoch. So muss das sein, so ist es gut.

Womit man jetzt aber nicht so ganz begeistert sein kann, ist das Infotainment-System. Ein wichtiges Asset in solch einem Fahrzeug, in dem ja vielleicht auch einmal eine Grossfamilie unterhalten werden will. Einverstanden, die Sprachsteuerung von Ford gehört zu den besten, die es überhaupt gibt und es dürfte an unserem Akzent gelegen haben, dass das Navi dort in England nicht alles fand, was wir ihm diktierten. Doch die Bedienung, gerade des Navi, ist einfach zu kompliziert, zu viele Schritt, zu klein alles, während der Fahrt macht man da besser gar nichts. Da besteht also schon noch Potential nach oben, gerade auch deshalb, weil das Innenleben sonst sehr angenehm ist, gute Sitze, wohnliche Stimmung, gute Übersicht. Und Ablageflächen ohne Ende.

Wir fuhren den 180 PS starken Diesel mit manuellem Getriebe - und hatten, wie schon erwähnt, ziemlich viel Freude. Es gibt noch mehr Diesel, 120 PS, 150 PS, 210 PS, die meisten auch mit Automat, den 150- und den 180-PS-Selbstzünder sogar mit Allradantrieb (und Automat, auf Wunsch), dazu kommen noch zwei Benziner, 160 und 240 PS. Die Qual der Wahl ist also bei den Antrieben gross, dass es 4x4/Automat/Diesel gibt, ist gerade für die Schweiz aber ein gutes Argument. Noch ein gutes Argument: der von uns gefahrene Diesel war erfreulich ruhig, fast nicht zu hören, das dürfte also auch für die anderen Motorisierungen gelten.

Ford Galaxy

In einem vernünftigen Rahmen befinden sich auch die Verbrauchswerte, zumindest auf dem Papier, zwischen 5,0 und 7,9 Liter will so ein mindestens 1,7 Tonnen schwerer Galaxy konsumieren. Am meisten natürlich der Top-Benziner mit seinen 240 PS, die ihn über 220 km/h schnell machen.

Es wird dem Galaxy, der auf der gleichen neuen Plattform aufbaut wie der S-Max, trotzdem nicht viel nützen: sie sind einfach zu wenig schick, diese Mini-Van. Arme Schweine. Was sie überhaupt nicht verdient haben, denn sie sind wirklich ausserordentlich praktisch, flexibel, clever. Und sehen doch auch gar nicht so übel aus, oder? Die genauen Preise für die Schweiz stehen noch nicht fest, aber man hat so gehört, dass die Preisskala bei ziemlich genau 40'000 Franken beginnen wird.

Mehr Ford gibt es in unserem Archiv.

 

Original http://www.radical-mag.com/erfahrungen/fahrbericht-ford-galaxy-1719/seite_1-2

01 Jul 2015
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Ein Versuch, Alpine-1718

Alles zu: Alpine

 

Alpine

Bernard Ollivier schwitzt. Nicht allein deswegen, weil es am Festival of Speed in Goodwood aussergewöhnlich warm ist für englische Verhältnisse. Sondern auch, weil er die Verantwortung trägt für gut ein Dutzend wertvolle Oldtimer und Rennwagen aus dem Renault-Museum. Und ausserdem für ein Einzelstück, das vielleicht in Franken oder Euro nicht ganz so teuer ist wie die Klassiker, aber so etwas wie die Zukunft von Ollivier darstellt. Schliesslich ist er der CEO der neuen Marke Alpine - und die blaue Flunder mit der Nummer 60 ist bisher das einzige Exemplar der Wiedergeburt dieser französischen Legende.

Ollivier, der einst schon Rennsport-Chef war und auch «Directeur de la Transformation de Renault», spricht gern und er spricht auch viel. Er erklärt, dass alles 2012 angefangen hatte, als der englische Kleinsthersteller Caterham dem französischen Riesen Renault angeboten hatte, ein neues Produkt zu entwickeln, das man vielleicht gemeinsam unter der Bezeichnung Alpine vertreiben hätte können. Die Caterham/Renault-Kooperation hielt nicht lange, das hatte auch (finanz)politische Hintergründe (die bekannt sind, von denen Ollivier aber nichts erzählt), doch man hatte da also ein Konzept und eine Idee - und die Rechte an einer Marke, die in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert.

Alpine, gegründet 1955 von Jean Rédélé in seiner Heimatstadt Dieppe, hatte mit 24 Jahren die Renault-Werkstatt seiner Eltern übernommen. Er fuhr gerne Rennen, konstruierte ein eigenes Fünfgang-Getriebe, baute dieses in einen Renault 4CV (in der Schweiz bekannt als: Cremeschnitte) - und holte an der Mille Miglia 1952 auf Anhieb den Klassensieg. 1953 konstruierte er mit Hilfe des italienischen Karossiers Giovanni MIchelotti ein Rallye-Fahrzeug auf Basis des 4CV, gewann wieder einige Rennen, und entwickelte daraus auch sein erstes Serien-Fahrzeug, die A106, mit einer Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

Alpine
Alpine

Übermässigen Erfolg hatte Rédélé damit nicht, bis 1960 wurden 251 Exemplare in Handarbeit hergestellt. Es folgten die A108 und schliesslich, ab 1961, die A110, die zu einem der erfolgreichsten Rallye-Fahrzeuge aller Zeiten werden sollte. Rédélé konstruierte in der Folge noch die A310, die sich zum meistverkauften Alpine-Modell entwickeln sollte, doch 1973 übernahm Renault die Ägide über Alpine, Rédélé zog sich langsam aus seiner eigenen Firma zurück und schied 1978 ganz aus. Der grosse Meister des Leichtbau verstarb 2007 in Paris, 85-jährig.

Ollivier sagt: «Wir haben nur einen Versuch. Es muss gleich sofort klappen. Und deshalb können wir jetzt auch noch nicht sagen, wann wir mit der neuen Alpine auf den Markt kommen werden - wir werden erst bereit sein, wenn alles stimmt.»

Bernard Ollivier
Ein Versuch, Alpine-1718
Ein Versuch, Alpine-1718
Ein Versuch, Alpine-1718
Ein Versuch, Alpine-1718

Man darf trotzdem davon ausgehen, dass die Lancierung der neuen Marke wohl 2016 stattfinden wird - Mitte September, wenn in Dieppe die grosse Geburtstagfeier der Marke mit wohl gegen 1000 klassischen Alpine sowie allen Fahrern, die mit den Alpine gross geworden sind, über die Bühne geht, wird Ollivier wohl etwas mehr erzählen müssen. Denn die Fans und Liebhaber der Marke sind bereits jetzt ungeduldig.

Es sei deshalb noch ein wenig mehr den Ausschweifungen des Monsieur Ollivier gelauscht. Er sagt: «80 Prozent des Erfolges macht das Design aus. Die Alpine waren immer ganz bewusst ganz einfach gehalten in ihrer Linienführung - das haben wir auch so gehalten bei unserer Studien. Der französische Stil ist nicht so barock und schwülstig wie etwa der italienische, das sieht man unserem Fahrzeug auch an. Es soll aber nicht retro sein, sondern eine zeitgemässe Interpretation der Alpine-Vergangenheit.» Als Betrachter, in dessen Augen die Schönheit ja bekanntlich liegt, darf man dies durchaus unterschreiben: die Kopflastigkeit, die Fahrzeuge mit Mittelmotor normalerweise nicht gerade elegant aussehen lässt, geht der neuen Alpine erfreulicherweise ab, sie wirkt aus einem Guss, die Linien sind fliessend, sehr harmonisch. Das typische Alpine-Blau hilft natürlich auch, es ist edel, verspricht Zurückhaltung und doch Eleganz

Und weiter: «Wir übernehmen natürlich auch das wichtigste Merkmal aus der Alpine-Geschichte: den Leichtbau». Das bedeutet, dass die neue Alpine also unter 1000 Kilo wiegen wird? Ollivier, etwas nachdenklich: «Dazu möchte ich jetzt nichts sagen. Man darf nicht vergessen, dass die Bedürfnisse der Kunden heute anders sind als früher, sie erwarten schon einen gewissen Komfort - zumal unser Fahrzeug ja nicht für die Rennstrecke gebaut wird, mehr so für die Landstrasse oder Passfahrten. Und ausserdem sind heute ja die Sicherheitsbestimmungen anders als damals, als Jean Rédélé noch Autos bauen konnte, die nur gerade 500 Kilo wogen».

Ein Versuch, Alpine-1718

Dann sprechen wir also noch etwas von der Technik, Monsieur Ollivier, was haben Sie dazu zu sagen? Wieder wiegt der Alpine-Chef vorsichtig den Kopf: «Wir haben unsere klaren Vorstellungen. Es wird ein moderner Antrieb sein, sowohl kraftvoll wie auch sparsam. Das Wichtigste ist doch: das Leistungsgewicht eines Fahrzeugs. Wenn wir ein leichtes Auto bauen, dann brauchen wir auch nicht derart viele PS, um ein gutes Leistungsgewicht zu erreichen. Das wiederum für grossartige Fahrfreude sorgen wird». Es ist also klar: die neue Alpine wird keinen Sechszylinder-Motor haben, sondern einen Vierzylinder. Mit grösster Sicherheit: mit Turbo. Es ist aber auch ein Hybrid vorstellbar - den es allerdings im Renault-Konzern bisher noch nicht gibt. Und richtig viel Geld kann Ollivier nicht ausgeben, das macht er im Gespräch immer wieder klar: «Wir müssen unsere Ressourcen innerhalb des Konzerns mit Renault, Nissan und Infniti bündeln. Denn es ist eine klare Vorgabe von Konzern-Chef Carlos Ghosn, der voll hinter unserem Projekt steht: die Renatbilität muss gewährleistet sein. Wenn sich Alpine nicht rechnet, dann hat Alpine keine Chance».

Stolz lehnt sich Ollivier an das Konzept-Fahrzeug. Er ist unterdessen etwas entspannter, alle klassischen Alpine-Fahrzeuge sind wohlbehalten zurück im Paddock am Festival of Speed in Goodwood. Auch Jean Ragnotti, der leicht irre Rallye-Fahrer, der seinen Renault-Alpine 5 Maxi Turbo, mit dem er 1985 die Rallye Korsika gewonnen hatte, sehr, sehr quer über die Strecke getrieben hatte und jetzt mit einem breiten Grinsen neben seinem Chef steht. Ollivier: «Wir treten nicht gegen Porsche oder gar Ferrari an, das ist nicht unser Ziel. Wir haben auch ein ganz anderes Preissegment im Visier. Aber da rechnen wir uns schon gute Chancen aus». Er tätschelt seinem Prototypen noch einmal das Dach, lächelt stolz und zufrieden, und verschwindet mit Ragnotti hinter den Kulissen.

Mehr zu Renault gibt es in unserem Archiv.

 

Original http://www.radical-mag.com/forum/alpine-1718/seite_1-2

01 Jul 2015
Zu den Favoriten hinzufügen   Bernd Frank  

Da war nix mehr

Ich habe mich weiter nach vorne gearbeitet. Beim Einschweißen des Rahmenstücks hatte ich den Rest des Innenteils der Endspitze mit reingebraten. Aber das ging nicht bis zum Radkasten. Das vordere Stück und auch der untere Teil des Radkastens fehlten inzwischen komplett, das war alles weggefault.

Endspitze

Reparaturblech? Fehlanzeige. Aber mal ehrlich, der Schlachter, bei dem das noch gut wäre, wäre einfach kein Schlachter. Also selber dengeln. Ich hatte wirklich Zweifel, ob ich die zwei Knicke für den unteren Rand mit meiner Abkantvorrichtung hinbekomme. Aber es ging tatsächlich.

Da war nix mehr

Aber nach und nach bog ich mir ein entsprechendes Blech, zunächst für den unteren Teil.

Abkantbank

Das Blech war zunächst länger. Abschneiden kann man immer noch, wenn es zu kurz wird, dann fängt man die Arbeit von vorne an. Das zurechtgebogene Blech habe ich zunächst mit einem Punkt fixiert, um dann die Flucht auszurichten.

Endspitze

Dann verschweißen. Nach dem Ablängen des unteren Teils ging es mit dem Innenradlauf weiter. Auch hier ein Blech doppelt gebogen und dann gepunktet.

Endspitze

Da das Blech da rund geformt ist, musste ich das nach dem Fixieren am Objekt beidengeln. Sauber verschweißt, beigeschnitten und auch das Wasserablaufloch gebohrt, das da reingehört serienmäßig. Wäre doof, wenn sich da das Wasser drin sammeln würde.

Endspitze

Zum Anschluss gab es eine Farbdusche mit Brantho Korrux 3 in 1.

Endspitze

Das ist wieder richtig massiv. Ich bin zufrieden.

Um etwas Abwechslung in den Abend zu bringen, habe ich mich um den Kotflügel Fahrerseite gekümmert. Auf der Beifahrerseite hatte ich die untere Ecke zur Tür hin ja schon ersetzt. Auf der Fahrerseite war schon mal ein Loch und ich hatte es aus Faulheit - ja ich gebe das zu - einfach mit Karosseriedichtmasse zugeschmiert. Das war aber keine Dauerlösung. Der Rost kam wieder durch.

Da war nix mehr

Das ließ sich mit der bloßen Hand wegreißen. Ende Gelände, da ist nix mehr zu retten.

Da war nix mehr

Ich wusste, ich hab noch einen Kotflügel und zwar von der Schlachtung des Scheißhauses. Das war vor meinem Einzug in die Werkstatthölle. Klar, dass der GANZ hinten stand. Es war eine Kletterpartie aber ich konnte ihn irgendwie herausziehen. Wie man am Lack sieht, er kam an das Scheißhaus auch als gebrauchter Flügel.

Da war nix mehr

Bei dem Flügel war der Radlauf rostig, warum hebe ich sowas eigentlich auf?

Rost

Gut, ich weiß es jetzt. Die Ecke, die bei meinem Flügel komplett Matsch ist, war nicht top, aber brauchbar. Von außen war wirklich DICK Steinschlagschutz drauf, drunter sah es aber gut aus. An der nicht perfekten Prägung sieht man, dass es wahrscheinlich ein Kotflügel aus dem Zubehör war. Egal, ich brauch ja nur eine heile Ecke.

Da war nix mehr

Von innen war es natürlich rostig. Das habe ich so gut es ging herausgeschliffen.

Da war nix mehr

Das ist jetzt wirklich dick mit Brunox eingeweicht. Den Rost so weit, wie möglich einbremsen.

Da war nix mehr

Das braucht jetzt natürlich noch Lack etc. Aber das kann ich immer nebenbei, wenn ich an anderer Stelle Lackiere mitpinseln, dass das Reparaturteil fertig ist, wenn ich zum Einbau komme...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/da-war-nix-mehr?blog=29

30 Jun 2015
Zu den Favoriten hinzufügen   Bernd Frank  

Hutz Hutz!

Ich hatte gestern Abend noch anderes vor, aber mal schnell in die Werkstatthölle fahren war drin. Die Hutzen hatte ich schon letzte Woche vorgebohrt, jetzt musste ich sie "nur" noch montieren.

Hutz Hutz!

Einfach Draufpoppen ging nicht, weil die Hutzen ja auch nach unten gehen. Also musste ich Löcher in die Haube flexen. Der breite Rand der Hutzen erleichtert die Sache ungemein, da konnte ich grob arbeiten.

Loch

Original wird empfohlen das mit einer Art Keder abzudichten. Nicht mein Style, ich nehm für sowas Karosseriedichtmasse.

Hutz Hutz!

Auflegen, Bohren, Vernieten. Danach die herausgequollene Dichtmasse abwischen.

Hutz Hutz!

Das Ganze natürlich für beide Seiten. Die Hutzen sind fertig montiert. Das wird auch nicht verspachtelt - Dorfjugend Style.

Hutz Hutz!

Ein Punkt an der Haube, der mich bisher immer gestört hat, ist dass die große Hutze zu weit vorne optisch sitzt. Geht aber nicht anders wegen der Lüftungsschlitze. Das ist jetzt etwas kaschiert, weil die neuen Hutzen weiter hinten sitzen.

Hutz Hutz!

Aber lackieren muss ich die schon noch, auch wenn das schwarze auch was hat.

Hutz Hutz!

Ich war gestern Abend dann noch einkaufen. Unter anderem im Baumarkt. Da soll es Abdeckstopfen mit 10mm geben. Ja, gibt es.

Hutz Hutz!

3 Cent pro Stück kann man mal ausgeben. Bei meinen RS Schwellern fehlten ein paar Kappen und ich hatte den Tipp bekommen, dass diese passen und halten. Das Passen kann ich jetzt bestätigen.

Hutz Hutz!

Ob sie halten werden, werde ich sehen. Notfalls kommt ein Tropfen Kleber in die Löcher...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/hutz-hutz

 
30 Jun 2015
Zu den Favoriten hinzufügen   Peter Ruch  

Omnia rotundiora, Fahrbericht Volkswagen Touran 2218

Fahrbericht
Volkswagen Touran

 

Omnia rotundiora, Fahrbericht Volkswagen Touran 2218

Man muss dem Touran von VW ja zugestehen, dass er ein Alleskönner ist. Handwerker mögen ihn genauso wie Familien, das Rentnerehepaar schätzt ihn genauso wie der Freizeitsportler. Wenn VW nun die neue Version des Touran an der Start schiebt, ist das ganz, ganz wichtig. Also wichtig für VW. Denn, auch das ist unbestritten, damals als er neu war holte der Touran massenhaft neue Kunden zu Volkswagen. Und viele dieser Kunden der ersten Stunde sind dem Modell bis heute treu geblieben. Das sind immerhin nun schon zwölf Jahre. Und auch etwas anderes ist nach wir vor gleich, wie 2003: sexy war und ist der Touran einfach nicht. Doch vielleicht liegt genau darin der Schlüssel zum Erfolg. VW hingegen sieht den Schlüssel des neuen Modells vor allem darin, den Kunden mehr Platz zu geben.  Deshalb ist die zweite Generation, die natürlich nun auch auf dem modularen Querbaukasten MQB basiert, deutlich gewachsen. Fast 453 cm lang ist er nun, der kleinste Minivan im VW-Portfolio und das sind satte 13 cm mehr als beim Vorgänger. Und weil auch der Radstand um über 11 cm wuchs, soll es vor allem für die Passagiere me Platz geben. Das dem so ist, sieht man bereits auf den ersten Blick. Die Beinfreiheit für die Passagiere der zweiten Reihe ist sehr generös, auch wenn ein 180-cm-Mann am Steuer sitzt. Wie gehabt gibt es den Touran auch mit einer dritten Sitzreihe im Kofferraum. Dort sind die Platzverhältnisse gut, aber auch nicht deutlich besser als bei der Konkurrenz. Toll ist aber, dass sich alle Sitze so abklappen lassen, dass ein absolut ebener Ladeboden mit nur wenigen Ritzen und Fugen entsteht. Maximal schafft der Touran 1980 Liter weg (wie ein Skoda Superb Combi), als Siebensitzer sind es maximal 1857 Liter. Braucht man die Sitze für den Personentransport, sinkt das Volumen auf 743 Liter beim Auto mit fünf Plätzen. Wer den Touran ab und an als Siebensitzer nutzt, sollte sich gleich noch eine Anhängerkupplung mit bestellen. Denn die verbleibenden 137 Liter sind doch mager.

Omnia rotundiora, Fahrbericht Volkswagen Touran 2218
Omnia rotundiora, Fahrbericht Volkswagen Touran 2218

Wir mochten die weit öffnenden Türen in Fond, aber die sind doch recht lang, was in engen Parklücken auch zu Problemen führen kann. Und wir mochten die grosse Zahl an Ablagen, die so viel Krimskrams aufnehmen, dass es keine Rolle mehr spielt, wenn man es irgendwann nicht mehr findet. Wer so viel Zeugs im Alltag mit sich rumschleppt, ist selber schuld. Vor allem aber mochten wir, dass der Touran trotz seiner grösseren Aussenabmessungen nicht schwerer geworden ist. VW sagt gar, dass der Wagen im Extremfall über 60 kg leichter ist als der Vorgänger. Das mag sein, wichtig ist aber: er ist nicht schwerer.

Wir haben uns bei der Fahrveranstaltung quer durch den Gemüsegarten gegraben. Zweiliter-Diesel, 1,4-L-Benziner, 1600er-Selbstzünder - auf den stinklangweiligen Routen rund um Amsterdam konnten wir vor allem eines, die Ruhe geniessen. Denn der Touran ist wirklich gut schallisoliert. Da drückt auch der knorrige 2,0-TDI kaum durch. Zudem fanden wir den 1600er-Diesel wirklich fein. In Verbindung mit der Handschaltung, die sich wunderbar bedienen lässt, soll er zudem nur 4,4 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen.

Omnia rotundiora, Fahrbericht Volkswagen Touran 2218
Omnia rotundiora, Fahrbericht Volkswagen Touran 2218
Omnia rotundiora, Fahrbericht Volkswagen Touran 2218
Omnia rotundiora, Fahrbericht Volkswagen Touran 2218
Omnia rotundiora, Fahrbericht Volkswagen Touran 2218

Klar, die 110-PS reichen nicht aus, dass man beim Beschleunigen ein Schleudertrauma riskiert. Doch zusammen mit den 250 Nm Drehmoment ist der 1600er einfach ausreichend motorisiert, vibrationsarm und wohl eben auch sehr sparsam. Die Massenmotorisierung in der Schweiz dürfte der bekannte 1,4-Liter grosse Vierzylinder-Benziner bleiben. Und das gerne in Kombination mit dem DSG-Direktschaltgetriebe. Da kann man fast nichts falsch machen, mal abgesehen von ein paar Problemen bei den Steuerketten... Auch im Wiederverkauf dürfte das ein gefragtes Auto sein. Nicht verschweigen möchten wir, dass man bis zu 190 PS im Touran ordern kann. Der 1,8 TSI verfügt über 180 Pferde, die «böse» Variante des TDI-Zweiliters gar über 190 Pferdestärken. Brauchts das? Naja, eigentlich nicht, aber wer hat, der hat. Zudem hat der Minivan ja auch kein Rennsemmel-Chassis. man kann den VW zwar durchaus forsch bewegen, doch vor allem an den Sitzen, der Minivan-Sitzposition und der komfortablen Grundabstimmung erkennt man sofort: Ich kann zwar, aber ich möchte nicht wirklich...

Der neue Touran von VW ist ein schlau gemachtes Auto mit einigen netten Detaillösungen. Und, er dürfte kompakt genug geblieben sein, um bestehende Kunden nicht zu verschrecken. Und von denen gibt es viele, allein in der Schweiz wurden bisher 50'000 Autos dieses Typs verkauft. Die Preise des neuen Modells beginnen bei 26'800 Franken. Dafür gibts aber nur einen 1200er-Benziner, fünf Plätze und ein manuelles Getriebe. Der nette kleine Diesel beginnt bei 31'100 Franken. Das in unseren Augen typische Schweizer-Auto, also ein 1,4 TSI mit 150 PS, DSG und Comfortline-Ausstattung schlägt mit mindestens 34'850 Franken zu Buche. Ach ja, natürlich hat der Touran auch all das Assistenzzeugs mit an Bord, kann jetzt auch mit Apple-Geräten kommunizieren und ist natürlich auch mit einem dicken Zubehörkatalog gesegnet.

Mehr Volkswagen gibts im Archiv.

Omnia rotundiora, Fahrbericht Volkswagen Touran 2218

Text: Cha, Fotos: Werk.

Original http://www.radical-mag.com/erfahrungen/fahrbericht-volkswagen-touran-2218/seite_1-2

29 Jun 2015
Zu den Favoriten hinzufügen   Peter Ruch  

Heissa, Lotus 3-Eleven 2219

Lotus 3-Eleven

Was haben wir uns die Finger wundgeschrieben, was Lotus alles falsch macht. Und nun? Alles richtig: 3-Eleven.

Der Jean-Marc Gales, der neue Chef von Lotus strahlte wie ein Reaktor in Fukushima als der dem wohlgesonnenen Publikum am Festival of Speed in Goodwood die neuste Kreation aus Hethel präsentierte. Der 3-Eleven, ein puristischer offener Sportwagen der alle Kernkompetenzen der Briten in sich vereint. Und die sind: Leichtbau und Exzentrik. Genau das wollen die Fans der Marke sehen, keine Ferrari-Jäger oder Lamborghini-Schlachtschiffe. Sie wollen unter 1000 Kilogramm. Und sie wollen etwas Power. Davon hat der 3-Eleven genug. Der aufgeladene V6 von Toyota leistet über 450 PS, was in der Race-Version ein Leistungsgewicht von 507 PS pro Tonne ergibt. Heissa. Über die Werte der Strassenversion schweigt man sich noch aus, aber so viel schwerer dürfte der zugelassene 3-Eleven nicht werden. Der Wagen ist laut Werk in der Lage, innerhalb von weniger als 3,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen, bevor die Race-Version mit 280 km/h abgeregelt wird. Der neue Lotus 3-Eleven wird im Februar 2016 in Produktion gehen und ab April 2016 ausgeliefert. Die Stückzahl wird auf insgesamt 311 Fahrzeuge limitiert sein. Der Preis startet in Grossbritannien bei 82’000 Pfund für die Road-Version und bei 96’000 (ohne Mehrwertsteuer) für die Race-Variante. Alles völlig egal, wir sehen, Lotus ist auf dem Wege der Besserung. Und dieser Jean-Marc Gales scheint es gut zu meinen mit der Traditionsmarke. Und das gefällt uns.


Heissa, Lotus 3-Eleven 2219

Text: Cha, Fotos: Werk.

Original http://www.radical-mag.com/neuheiten/lotus-3-eleven-2219/seite_1-2