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29 May 2015

Klavierentsorgung

Der Heckspoiler war zwar optisch ein wenig an den Wagen angepasst, aber mit weißer Grundfarbe doch eher ein Störköper. Ich kam um Lackieren nicht drum rum. Aber erst einmal musste ich die Crashtest Streifen entfernen.

Heckspoiler

Das Design wurde eh oft missverstanden. Den Spruch mit der Klaviertastatur kann ich nicht mehr hören.

Zum Lackieren habe ich den Spoiler wieder abgeschraubt. Angeschliffen, entfettet und erst einmal von unten lackiert.

Heckspoiler

Ein Nachbar kam vorbei und wir haben ein wenig den Abend verquatscht. Der Spoiler musste eh trocknen. Ich hatte mir Härter "schnell" besorgt, deshalb trocknete der Lack echt hurtig. So konnte ich später am Abend den Spoiler wieder montieren und von oben lacken.

Heckspoiler

Fügt sich doch besser ein in Wagenfarbe.

Focht Titan

Und da ich wieder Lack angemischt hatte - jetzt die letzten Reste - habe ich mich noch um eine andere Ecke gekümmert, die mich genervt hat, weil sie immer noch rot war: Die Einfassung vom Schiebedach. Beim Lackieren des Wagens war mir das gar nicht aufgefallen, aber jetzt, wo es Sommer wird - sieht schon scheiße aus.

Schiebedach

Pinselchen genommen und rausgepinselt.

Schiebedach

Ich bin vorsichtshalber mit etwas geöffnetem Dach nach Hause gefahren. Ich wollte mit dem noch nicht durchgetrockneten Lack das Schiebedach dann doch nicht endgültig zukleben.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/klavierentsorgung

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23 Jun 2017
Zu den Favoriten hinzufügen   Peter Ruch  

Intermecchanica Italia

Aussergewöhnliches (08)

Intermeccanica aus Turin war die Frühform einer wahrlich globalisierten Marke. Firmengründer Frank Reisner war Ungar, gebaut wurde in Turin und der Motor des Italia Coupé kam von Ford in den USA. Eine sehr interessante Mischung, deshalb: Zündung an, es surrt und zirpt unangenehm, man hört, dass die Benzinpumpe gewohnt ist, hart zu arbeiten. Also den V8 starten, denn der Sound des Achtventilers im Bug ist doch viel angenehmer als das elektrische Gezische aus dem Heck. Lustvoll brabbelt der 5,7 Liter-, millionenfach bewährte Achtzylinder vor sich hin. Schüttelt sich zuweilen etwas im unruhigen Standgas und lässt gleichzeitig die Leichtbaukarosserie mitschwingen. Schon im Stand wird klar: Dieses Auto besteht vor allem aus Motor – alles andere wurde dem V8 untergeordnet. Die Schalter und Hebel im Cockpit sind, sagen wir mal, rustikal, genauso wie die Verarbeitung. Aber damals, im Jahre 1971, als dieses Intermecchanica Italia Coupé aus der Produktion kam, war solch ein Interieur unter Sportfahrern mehr als chic. Heute darf sich nicht einmal mehr eine Billigmarke ein derartiges Innenleben erlauben.

Intermecchanica Italia

Aber in Zeiten, als die Fahrer noch fingerlose Handschuhe trugen, war ein solches Cockpit noch der Traum eines jeden Sportauto-Fans. Und auch wir erliegen dem Charme des Wagens recht schnell, auch wenn ihn die angepappten Verbreiterungen aus Kunststoff nicht wirklich schöner machen. Aber im Italia Coupé muss man noch arbeiten, wenn man schnell fahren will, und das lieben wir an alten Autos. Allein das unendlich lang übersetzte Viergang-Schaltgetriebe (Tremec) sorgt dafür, dass der linke Fuss des Fahrers immer was zu tun hat. Die Kupplungsbetätigung fordert starke Waden, der Dreh am kleinen Lenkrad und das Betätigen des Getriebes strapazieren die Unterarmmuskeln. Wer also zwei Stunden im Intermecchanica unterwegs ist, hat mehr geleistet als so mancher Bundesbeamter in einer ganze Woche. Dafür ist der schnaubende und bollernde Sound eine Wohltat fürs Trommelfell.

Intermecchanica Italia

Das Coupé ist ein sehr seltenes Fahrzeug. Je nach Quelle wurden zwischen 68 und 75 Fahrzeuge gebaut. Denn der Italia, der in früheren Jahren Torino hiess (bis Ford auf die Namensrechte beharrte), war eigentlich als Cabrio konzipiert. Gebaut wurde der Wagen während knapp dreier Jahre. Beim Vertrieb kommt ein sehr bekannter Name ins Spiel: Erich Bitter, der in den 70er-Jahren mit seinen umgebauten Opel-Modellen nicht nur in Deutschland für Furore sorgte, war einer der Intermeccanica-Händler in Europa. Gezeichnet wurde die Karosserie unter anderem von Franco Scaglione, dem die Marke aber kein Glück brachte. Er investierte fast sein gesamtes Privatvermögen in das Nachfolgemodell, den Indra. Weil Intermeccanica aber Konkurs ging und sich Firmengründer Reisner in die USA absetzte, war Scaglione ebenfalls am Ende und zog sich aus dem Autobusiness zurück. Der Indra kam wenig später als Bitter CD auf den Markt.

Intermecchanica ItaliaIntermecchanica ItaliaIntermecchanica ItaliaIntermecchanica Italia

Doch lassen wir die Geschichte hinter uns. Das Motoröl ist warm, also lassen wir den Kunststoff-Bomber – den wir von der Oldtimer-Galerie in Toffen für einen Ausritt erhielten – fliegen. Dabei ist vorsicht angesagt, denn der Hecktriebler reagiert heikel auf die Befehle des rechten Fusses. Kein Wunder – der V8 unter der langen Motorhaube leistet zwar «nur» 310 SAE-PS, aber das Drehmoment des Stossstangenmotors ist nicht zu verachten. Hat man sich an das etwas zickige Fahrverhalten gewöhnt und nimmt man das Knacken und Knarzen nonchalant zur Kenntnis, entspannen sich Fahrer und Gefährt. Besonders schön ist die enorme Elastizität des Triebwerks. Ab 40 km/h kann man den vierten Gang einspannen. Der reicht dann bis zum Topspeed, der weit über 200 km/liegt. Optisch ist der Intermeccanica Italia eine kleine Mogelpackung. Denn ein Kurvenbrenner ist der rund 1200 Kilo schwere Wagen nicht, eher der Cruiser mit mächtigen Leistungsreserven. Wer sich ein Italia Coupé anschaffen will, sollte auch Reserven im Geldbeutel haben: Schöne Exemplare sind nicht unter 100’000 Franken zu haben.

Intermecchanica Italia

Bilder von Wale Pfäffli, Worte von Markus Chalilow; mehr aus der Serie «Aussergewöhnliches» mit so wunderfeinen Geräten wie Bocar, H.R.G., Ruxton, Kurtis, Harrington-Sunbeam, Fiat-Stanguellini oder dem ebenfalls Italia genannten Hudson gibt es in unserem Archiv.

Intermecchanica Italia

Der Beitrag Intermecchanica Italia erschien zuerst auf radicalmag.

Original http://radical-mag.com/2017/06/23/intermecchanica-italia/

23 Jun 2017
Zu den Favoriten hinzufügen   Bernd Frank  

Jetzt kann ich mir wieder einen blasen lassen

Lang nichts mehr über den Pirat geschrieben. Warum? Ich fahr den gerade im Alltag. Und außer tanken und Aschenbecher leeren muss man bei der Karre nix. Das ist ein Passat Turbodiesel. Lowtec. Das funktioniert einfach, auch wenn es schon 35 Jahre alt ist. Rau, laut, aber hart im Nehmen. Damit er das bleibt, stand gestern mal ein Ölwechsel und eine grobe Durchsicht an.

Also mal das alte Öl abgelassen, Filter gewechselt und neuen Saft reingekippt. Füllstand kontrollieren und äh, hallo, warum tanzt der Ölstabhalter Lambada?

Es ist eben ein Diesel. Der vibriert. Und da war die Schraube rausvibriert, die das Röhrchen hält. Neue Schraube rein und gut.

Auch die anderen Flüssigkeiten mal gecheckt Uh! Es fehlt Kühlwasser. Klar, das erst einmal nachgefüllt. Mehr als einen Liter. Keine Pfütze unterm Auto. Kein Wasser im Öl (Gottseidank!), wohin geht das Nass?

Wir haben ja grad so weit über 30 Grad draußen. Was mir in letzter Zeit auffiel: Der Karren war zwar nie im roten Temperaturbereich, aber der Lüfter springt eigentlich nie an. Warum ist bzw. war das so? Ich tippte ja auf den Temperaturschalter. Aber da es das Einfachste war, probierte ich den Schalter mit einem Stück Kabel zu überbrücken. Stufe 2 ging an - mit Nebengeräuschen. Stufe 1? Am Stecker blitze es, der Lüftermotor brummte nur leicht.

Es war also nicht der Schalter.

Da hat wohl das Lager des Lüfters fast gefressen. Ich habe im Pirat einen doppelten Lüfter. Davon habe ich nur einen weiteren im Fundus und der hatte einen einstufigen Hauptlüfter. Da passte der Stecker nicht drauf. Umfummeln? Quatsch. Ich habe einen anderem Lüfter aus einem kleineren Gehäuse umgebaut.

Lüfter

Der "neue" hat weiße statt schwarze Flügel. Interessiert mich nicht wirklich. Für mich steht die Funktion im Vordergrund. Bevor ich den Kasten in den Motorraum gebaut habe, habe ich das erst einmal getestet.

Lüfter

Funktionierte. Also habe ich das wieder fest eingebaut. Der Test folgte, ob er auch automatisch anspringt und nicht auch der Schalter hin ist. Ich habe den Wagen im Stand warmlaufen lassen. Das Gas festgeklemmt, damit er ca. 1500 Touren lief, damit es schneller geht. Und siehe da! Der Lüfter sprang an!

Der Fehler ist gefixt. Das kann das Problem mit dem Kühlwasser gewesen sein. Muss es aber nicht. Ich werde das in den kommenden Wochen etwas öfters kontrollieren. Im Notfall habe ich genug Schläuche, aber auch noch einen komplett neuen Kühler rumliegen.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/jetzt-kann-ich-mir-wieder?blog=29

20 Jun 2017

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Autos, Motorräder, Busse und retro Flugzeuge.

BookAclassic hat erfolgreiche Partnerschaften mit den Besitzern von Oldtimern, Automuseen, Limousinenvermietungen und anderen verwandten Unternehmen in ganz Europa etabliert. Derzeit sind wir auf der Suche nach einer Partnerschaft mit Besitzern aller Arten von klassischen Fahrzeugen: Autos, Motorräder, Busse und retro Flugzeuge. Einfach und schnell Der Erfolg unserer Website beruht auf der Tatsache, dass die Benutzer den Preis für die Anmietung jedes verfügbares Fahrzeuges in 30 Sekunden berechnen können und ihr Wunschfahrzeug in Echtzeit reservieren können, ohne mehrere Tage oder Wochen warten zu müssen. Als Mieter können Sie ein klassisches Auto für ein besonderes Ereignis oder einfach für Ihr Vergnügen mieten. Klassische Autos können für alle möglichen Veranstaltungen wie Hochzeiten, Firmenveranstaltungen, Werbespots, Filmproduktionen und Messen gemietet werden. Das Leben ist zu kurz für langweilige Autos! Das Ziel von BookAclassic in Deutschland ist es, eine breite Palette von klassischen Fahrzeugen zur Verfügung zu stellen, einschließlich klassische europäische und amerikanische Autos, Limousinen, Motorräder, Busse und retro Flugzeuge aus vergangenen Zeiten.

Oldtimer mieten

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Natürlich findet Ihr BookAclassic auch auf Facebook!

Michael Peschel

Michael ist der Betreiber von GermanMotorKult. Gleichzeitig auch Verfasser der meisten Artikel im Blog Magazin. Zudem ist er Social Media Spezialist, Editor und Inhaber der KFZ-Marketing Agentur MotorMarketing.

Original http://germanmotorkult.de/einen-klassiker-in-nur-30-sekunden-mieten-jetzt-ist-es-moeglich/

Created Dienstag, 20. Juni 2017 Tags GMK Document type Article
20 Jun 2017
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Boden dicht.

Ich bin noch einmal in den Fußraum des Titan eingetaucht. Am vorderen Ende des Beifahrerfußraums gab es Lochfraß.

Boden dicht.

Der Gilb saß ziemlich tief drin da vorne - und das war kein "normaler" Rost. Also keine reine Alterserscheinung. Das Bodenblech war nach oben gebogen. Also entweder ist der Bock da einmal derbe aufgesetzt, oder der Wagen wurde verkehrt aufgebockt. Resultat war auf jeden Fall, dass der Lack zerstört wurde und das fröhlich vor sich hinoxidierte.

Also rausgeschnitten, was nicht ganz so einfach war, weil man weder von oben noch von unten wirklich gut drankommt. Mit einer Schablone ein Blech definiert, in das ich erst einmal die Sicken gedengelt habe.

Boden dicht.

Das Ganze habe ich wieder auf Stoß eingeschweißt, nur den Rand seitlich habe ich überlappend angepunktet.

Boden dicht.

Zum Abschluss gab es einen Anstrich mit Brantho Nitrofest. Auch rund um einem Stöpsel, der nicht mehr richtig im Bodenblech saß. Den klebe ich wieder ein, aber etwas Entrosten drumrum und neu versiegeln kann ja nicht schaden.

Boden dicht.

Das muss nun auch noch von unten sauber gemacht werden und versiegelt.

Parallel zu den Schweißarbeiten habe ich mich um die erste Felge gekümmert. Ich habe Filler besorgt und nochmals grundiert.

Boden dicht.

Dann erst Felgensilber am Rand, abgelebt, die Mitte schwarz und zum Abschluss eine Schicht glänzenden Klarlack.

Boden dicht.

Ich finde das Ergebnis ganz o.k. für den Aufwand. Klar, ein poliertes Bett wäre edler, 2teiler würden mir noch besser passen, ich würde sogar Fake-BBS, also Lenso BSX montieren, aber ich finde das eine ganz gute Alternative dazu - und vor allem eine bezahlbare.

Nach und nach nehme ich mir die restlichen Felgen vor, die zweite liegt schon auf dem Arbeitsbock.

Boden dicht.

Eine unangenehme Überraschung hatte ich gestern übrigens noch. Als ich zur Werkstatthölle kam, war die Sicherung im Bereich der Werkstatttoilette durchgebrannt. Ich habe erst einmal alles ausgesteckt, neue Sicherung rein und den Werkstattcomputer angesteckt, für etwas Entertainment nebenbei. Als ich versuchte, das Hauswasserwerk einzustecken, machte es nicht nur *PATSCH* - die komplette Steckdose war sofort schwarz.

Steckdose

Heieiei - es wird das Hauswasserwerk nicht schon hin sein?

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/boden-dicht

19 Jun 2017
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Der Juni Altautotrefff in Darmstadt

Wirklich sommerliche Temperaturen auf dem Burger King Parkplatz in der Kasinostraße Darmstadt. Als ich Punkt 17 Uhr in den Parkplatz einbog dachte ich mir, was ist denn hier los? Es war nur der Polo 1 von Christian da.

VW Polo 1

Es ist so, dass an einigen Wochenenden im Sommer viele alternative Treffen sind, aber die Befürchtungen waren vollkommen unbegründet, nach und nach füllte sich der Parkplatz. Ich habe gar nicht alle fotografiert, ich hatte mich einfach zu gut unterhalten.

Das erste Mal da war z.B. dieser Opel Manta B:

Opel Manta B

Durchaus mit einigen Spuren der Zeit, aber das ist ja vollkommen in Ordnung, man kann einem Auto ruhig ansehen im Entsprechenden Alter, dass es auch genutzt wird. Das Airbrush auf der Motorhaube - heute würde man das sicher nicht mehr lackieren.

Airbrush

Aber so ist es ein Zeitzeuge. Das fand man mal richtig cool. Ich bin mir sicher, dass zwar viele sich nicht mehr trauen, mit solchen Bildern auf der Haube durch die Gegend zu fahren, aber dass noch einige dieser Hauben noch in diversen Werkstätten als Deko an der Wand hängen.

Der Erwin und der Floh kamen diesmal mit dem Motorrad.

Altautotreff Darmstadt

Flos Moto Guzzi hat eine kuriose Besonderheit: Eine AHK. So ein Thema, über das kaum einer was weiß zu den rechtlichen Besonderheiten. Beispiele? Ein Motorradanhänger darf maximal einen Meter breit sein, Maximalgeschwindigkeit auch auf der Autobahn im Anhängerbetrieb: 60 km/h. Und das wohl bescheuertste: Wer heute den Motorradführerschein macht, der darf eigentlich kein Motorrad mit Anhänger fahren. Das beinhaltet der aktuelle Motorradführerschein nicht mehr, früher war das mit drin. Aber es gibt auch keine Möglichkeit, einen Anhängerschein für das Motorrad zu machen. Es ist offenbar zu selten, dass ein Motorrad mit Anhänger unterwegs ist, dass man sich auf Europäischer Ebene noch Gedanken zu einem entsprechenden Führerschein gemacht haben.

Ansonsten wieder ein bunter Mix aus den unterschiedlichsten Fahrzeugen, natürlich waren auch Amikisten da, auch wenn in der Gegend ein V8 Treffen war.

Altautotreff Darmstadt

Volvo Amazon, MG etc. habe ich mit der Kamera verpasst, in der Ecke stand ein Mercedes SL in US Ausführung. Schon fies, diese Sicherheitsstoßstangen.

Mercedes SL

Klar, dass in der Nähe zu Rüsselsheim auch wieder viele Opel da waren.

Opel Rekord C Leichenwagen

Mehr Bilder in der Galerie.

Das älteste Fahrzeug auf dem Platz sollte dieses Fahrzeug gewesen sein:

Rixe Fahrrad

Ein altes Rixe Damenfahrrad - auch das ist historische Mobilität.

Der nächste Altautotreff ist am 16. Juli 2017.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/der-juni-altautotrefff-in-darmstadt?blog=14

19 Jun 2017
Zu den Favoriten hinzufügen   Peter Ruch  

Fahrbericht Kia Stinger GT

Mehr wäre mehr

Die koreanischen Hersteller waren ja bislang nicht gerade berühmt dafür, mit ihren Automobilen grossartige Emotionen wecken zu wollen. Man gab sich gerne zurückhaltend, lächelte viel, wusste um die Qualitäten und ein gutes Verhältnis zwischen Preis und Leistung, doch den grossen Auftritt überliessen Hyundai und Kia gerne den anderen. Dass Kia nun für erste Testfahrten des Stinger gleich auf die Nordschleife einlud, zeigt auf, dass sich da etwas zu ändern beginnt, denn Nürburgring, das getrauen sich auch die deutschen Produzenten nur selten. Und nun stellen sich die Koreaner hin und lassen die Journalisten von der Leine, sechs Runden – das braucht ziemlich viel «balls», grosses Vertrauen auch ins Auto. Und muss allein schon deshalb gelobt werden.

Fahrbericht Kia Stinger GT

Es ist ja nun nicht so, dass der Kia Stinger das gnadenlose Renngerät, für die Rennstrecke gebaut wäre. Zwar ist er mit seinen 370 PS aus dem 3,3-Liter-V6-Turbo sowie 510 Nm maximalen Drehmoment zwischen 1300 und 4500/min der mit Abstand stärkste Serien-Koreaner aller Zeiten, zwar will er in weniger als 5 Sekunden auf 100 rennen und maximal rund 270 km/h, doch das ist in der heutigen Zeit der irren PS-Zahlen und der Drehmomentwände und der hauseigenen Tunern alles nicht wirklich wild, mehr so cooler Gran Turismo als die ultimative Sportlichkeit. Doch genau da wollen die Koreaner den Stinger auch positioniert haben, GT steht ja auch in der Bezeichnung, mit 4,83 Metern Länge hat der Kia ja auch ein bisschen Übermass im Vergleich zu einem 3er-BMW und Audi A4.

Fahrbericht Kia Stinger GTFahrbericht Kia Stinger GTFahrbericht Kia Stinger GTFahrbericht Kia Stinger GTFahrbericht Kia Stinger GTFahrbericht Kia Stinger GT

Das Design ist, hmm, wie sollen wir es denn nun beschreiben? Adrett ist er sicher, der Kia, aber halt irgendwie nicht so recht eigenständig. Ein bisschen Audi, ein bisschen Maserati, in seiner Coupé-Form tatsächlich nett anzusehen, doch man vermisst so ein bisschen die Ecken und Kanten, die Details, an denen das Auge hängenbleiben möchte, an denen man sich nicht sattsehen kann. Das ist vielleicht alles ein bisschen zu harmonisch, zu geschliffen, fast so ein bisschen, als ob die Designer plötzlich der Glaube an den eigenen Mut verlassen hätte. Auch innen, absolut ok, es fehlt nichts, es ist nichts zu viel, aber es ist halt auch nichts Besonderes – weil derzeit die Entwicklung des Innenraum-Designs aber gerade grosse Sprünge macht (Tesla, Volvo, Peugeot…), wirkt das ein wenig bieder, altbacken. Das ist doch halt auch ein bisschen schade: Kia will mit dem Stinger starke, schon Ewigkeiten etablierte Konkurrenz bedrängen – doch man tut dies nicht mit letzter Konsequenz. Dafür ist man dann in Korea zu zurückhaltend – und schielt selbstverständlich immer mit anderthalb Augen in die USA, wo diese Form von Charakter auch nicht wirklich gefragt ist. Ziemlich amerikanisch muten übrigens auch die Sitze an, etwas gar rutschiges Leder, etwas gar weit geschnitten.

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Also, los. Leider ist die Geräuschentwicklung des V6 ziemlich enttäuschend, im Sinne von: findet nicht statt. Dass da 370 Pferde an der Arbeit sein sollen, hört man definitiv nicht; das Hören gehört nun aber auch zu den Sinneswahrnehmungen, sprich: Emotionen. Auf der Rennstrecke braucht man das aber, man hat ja nicht immer die Zeit, schon gar nicht die Lust, auf den Drehzahlmesser zu schielen. Die 8-Gang-Automatik lässt sich zwar bestens über die Paddels bedienen, aber eben: Dafür müsste man halt «mitbekommen», in welchem Drehzahlbereich man sich bewegt. Erfeulich dagegen: eigentlich ist es so ein bisschen egal, der Kia hat reichlich Kraft allerorten, dreht auch schön hoch, ein Turboloch exisiert nicht wirklich. Und der hauseigene Automat schaltet sowohl seidenfein wie auch schnell.

Fahrbericht Kia Stinger GTFahrbericht Kia Stinger GTFahrbericht Kia Stinger GT

Die erste Runde fahren wir im Fahrmodus «Comfort». Der passt in Sachen Abstimmung des Fahrwerks bestens zur Nordschleife, doch das ESP setzt halt sehrsehr früh ein, da steht man im Scheitelpunkt der Kurve auch manchmal voll auf dem Pinsel, Bodenbrett, und es passiert gar nichts. In der zweiten Runde ist es dann «Sport», da schaltet er zwar schneller, da lässt der Stinger mehr zu, dafür hoppelt der Wagen über die Strecke, was der Sportlichkeit nicht wirklich zuträglich ist. In der Hatz, rein ins Auto, Fahrerwechsel, dies, das, haben wir nicht rausgefunden, ob es auch die Möglichkeit für eine individuelle Einstellung gibt, butterweiches Fahrwerk, aber dafür härtere Lenkung, schnellere Schaltvorgänge, weniger ESP. Vielleicht kriegen wir den Wagen ja dann einmal in den Test, da weden wir daran arbeiten. Jetzt können wir vermelden: gute Lenkung, präzis, ausdauernde Bremsen (Brembo!), neutrales Fahrverhalten (mit dem Allradler – und etwas anderes hatten wir leider nicht, der reine Hecktriebler ging leider irgendwie an uns vorbei), und ja: guter Komfort. Den wird man auf der Langstrecke schätzen – und dafür sind die Gran Turismo ja gedacht. Auf der Döttinger Höhe in der Nähe von 260 km/h gemäss Tacho, aber so ab 220 waren die Fortschritte eher zäh.

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Doch, doch, wenn man auf der zweiten Runde, noch im Bastel-Modus (sprich: finden der passenden Einstellung), problemlos unter 10 Minuten BTG fährt, dann ist das so schlecht nicht für das Gerät. Er ist lieb, der Stinger, einfach beherrschbar, gibt keine Rätsel auf und vermittelt dafür ein schönes Vertrauen, da darf man ihn schon loben. Leistung ist reichlich, mehr wäre manchmal mehr, aber für uns mittelmässige Piloten ist das ganz ok so. Sonst wird man dann ja auch übermütig, und ob das der Stinger dann wirklich goutieren könnte, das wissen wir nun auch nicht. So überstand er es klaglos, keine Pausen, keine komischen Geräusche, kaum eigenartige Gerüche. Und ja, da haben wir schon anderes erlebt.

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Er ist also ein mehr als nur anständiges Automobil, der Kia Stinger, ein cooler Gran Turismo, der auch kann, wenn man will. Die eine oder andere Schwäche, aber wer hat die nicht? Ob das nun reicht für den durchschlagenden Erfolg, das wagen wir so ein klein wenig zu bezweifeln – es gereicht auch so richtig schnellen Corvette und bösen Cadillac und schönen Italienerinnen (noch) nicht zu Verkaufsschlagern, obwohl sie auf der Nordschleife und anderen Rundkursen die deutlich teurere (deutsche) Konkurrenz zu Staub und Asche machen. Der Stinger ist ein gutes, ein wirklich gutes Gerät, doch es ist halt auch ein Koreaner, da fehlt es an Image (ganz besonders, wenn die Nachbarn über den Gartenzaun schielen), am Glauben (an sich selbst), an Historie, an halt jenen Dingen, die sich manche Hersteller teuer bezahlen lassen, obwohl sie gar nicht schneller machen. Ob es zu einem immerhin respektablen Resultat an der Verkaufsfront reichen wird, wird beim Stinger sehr heftig vom Preis abhängen – und den werden wir erst in den nächsten zwei oder drei Wochen erfahren.

Fahrbericht Kia Stinger GT

Mehr Kimchi haben wir in unserem Archiv.

Fahrbericht Kia Stinger GT

Der Beitrag Fahrbericht Kia Stinger GT erschien zuerst auf radicalmag.

Original http://radical-mag.com/2017/06/19/fahrbericht-kia-stinger-gt/

18 Jun 2017
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Newsletter 24-2017

Rückblick

Wir wollen den Newsletter 24-2017 mit einer Frage beginnen: Wie viel automobile Neuheiten hätten Sie denn gern? In den vergangenen Wochen hatten wir uns etwas zurückgehalten, auch mangels Ressourcen, vergangene Woche haben wir nun eine kleine Zusammenfassung verfasst, was es denn im Juni bislang Neues gab (gut, da fehlt einiges, etwa der Polo, doch dafür liefern wir auch gleich noch eine Erklärung). Wir würden es eigentlich gerne so halten, dass wir nicht jeder neuen Farbe und jeder neu gezeichneten Heckleuchte, die uns dann als komplett neues Fahrzeug verkauft wird, hinterherrennen – falls das unserer Leserschaft so auch passt. Oder wollen Sie mehr? Noch weniger? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Newsletter 24-2017

Neuheiten im Juni

Ziemlich begeistert waren vom Opel Insignia, den wir im Test hatten. Wirklich erstaunlich, was der grosse Opel da an Fahrkomfort bieten kann, da ist er quasi auf Oberklasse-Niveau angekommen. Und das zu einem Preis, der die Konkurrenten der Premium-Marken zutiefst beschämen sollte. Aber ein Problem hat der Insignia trotzdem:

Newsletter 24-2017

Test Opel Insignia

Mehr Fahrberichte und Tests alleweil hier: Erfahrungen.

Diesen Sommer versteigert Bonham’s in den USA eine wunderbare Sammlung von Strassenversionen der ehemaligen Gruppe-B-Rallye-Helden. Da zeigen wir gerne die Bilder – und schreiben gar nicht viel, denn wir haben über die meisten der Fahrzeuge schon ziemlich viel geschrieben, da kommt dann quasi automatisch viel feine Lektüre zusammen:

Newsletter 24-2017

Gruppe-B-Rallye-Autos

Sehr, sehr schön ist auch die Geschichte des A.L.C.A. Volpe. Ein italienischer Kleinstwagen der Nachkriegszeit, der mit Giacchino Colombo und Flamnio Bertoni zwei sehr berühmte Väter hatte. Und trotzdem ein gewaltiger Schwindel war.

Newsletter 24-2017

A.L.C.A. Volpe

Mehr altes Blech gibt es immer unter: Classics.

Und ja, dann kommen wieder die Porsche 911. Da haben wir unsere Liste mit dem Produktionszahlen noch einmal ergänzt. Und jetzt eine ganz offizielle Anfrage in Stuttgart platziert, die Bitte um eine Erklärung. Gehört haben wir noch nichts, doch wir bleiben da selbstverständlich dran am Thema. Und wir sind selbverständlich froh um sämtlichen Input.

Newsletter 24-2017

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Mehr Porsche haben wir jetzt unter: Just Porsche.

Bitte berücksichtigen Sie auch unsere Partner:

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Citroën

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Und nochmals: Facebook – aber hier verweist der Link auf www.radical-classics. Auf der entsprechenden Facebook-Seite gibt es jeden Morgen einen Alfa Romeo zum Frühstück (was das Titelbild erklärt)  – und einen Rennwagen zum Mittagessen. Das machen wir deshalb, weil es einfach zu viele grossartige Automobile gibt – und wir gern ein paar davon zeigen wollen.

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Newsletter 24-2017

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18 Jun 2017
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A.L.C.A. Volpe

Lug und Betrug

Es waren wilde Zeiten, damals, direkt nach dem 2. Weltkrieg. Endlich, endlich war der Schrecken vorbei, das Leben normalisierte sich, so langsam, und was unbedingt brauchte, das waren Transportmittel. Geld hatte niemand, aber fahren wollten alle. Doch es gab auch kaum Material, aus dem man Fahrzeuge bauen konnte, Stahl war knapp, Gummi auch, und die Auto-Produktion kam nur langsam wieder in Fahrt. In Italien stand Fiat am besten da, mit dem Topolino konnten die Turiner das Bedürfnis der Italiener nach einem kleinen, günstigen Fahrzeug schon bald nach Kriegsende wieder so einigermassen befriedigen. Doch der Erfolg von Fiat weckte selbstverständlich auch Begehrlichkeiten, auch andere Hersteller wollten profitieren.

A.L.C.A. Volpe

Am 30. März 1947 präsentierte ein Unternehmen namens A.L.C.A. (Anonima Lombarda Cabotaggio Aereo) in Rom ein Kleinstfahrzeug namens Volpe (Fuchs). Der kleine Wagen sorgte für viel Aufsehen, auch deshalb, weil der damals berühmte Komiker Erminio Macario ihn vorstellte. Hinter der Konstruktion des Volpe standen zudem zwei Männer, die schon berühmt waren (oder es noch werden sollten). Einer davon war Gioacchino Colombo, der vor dem 2. Weltkrieg zuerst bei Alfa Romeo gearbeitet hatte (P2!), dann zur Scuderia Ferrari wechselte (wo er nach dem 2. Weltkrieg den berühmten 1,5-Liter-V12, der als Colombo-Motor in die Geschichte einging, konstruierte). Und der andere Flaminio Bertoni, der nicht nur Bildhauer und Architekt war, sondern auch einer der begnadetsten Auto-Designer aller Zeiten. Vor dem Krieg hatte er für Citroën den Traction Avant entworfen (1934) und auch die Grundform des 2CV entwickelt (1936), nach dem Krieg setzte er sich dann mit der DS (1955) endgültig ein Denkmal.

A.L.C.A. Volpe

Colombo entwickelte also für A.L.C.A. einen Zweizylinder-Zweitakter mit 124 Kubik, der 6 PS bei 5000/min schaffte. Es gab von diesem Motörchen anscheinend auch eine «versione turbocompressa», zumindest waren für die Mille Miglia 1948 gleich fünf Volpe mit dieser Bezeichnung eingeschrieben; genaue Leistungsangaben sind nicht bekannt. Das Design des Volpe, das eine gewisse Ähnlichkeit mit Vorkriegs-Cadillac hatte und bedeutend mehr hermachte als der simple Topolino von Fiat, stammte von Bertoni. Es macht den Eindruck, dass der Volpe als reines Cabrio geplant war, dass ihm das Dach erst nachträglich aufgesetzt wurde. Bertoni zeichnete für die Milla Miglia anscheinend auch eine aerodynamisch modifizierte Variante, doch von diesen Fahrzeugen existieren unseres Wissen keine Aufnahmen.

A.L.C.A. Volpe

Der Volpe war 2,5 Meter lang und 1,02 Meter breit, und er wog nur gerade 135 Kilo. Gebaut wurde er in Trient. Wobei: es entstanden wohl nur gerade 6 Exemplare. Und dann wird die Geschichte wirklich spannend: Anscheinend begeisterte der Volpe so viele Kunden, dass sie 300 Millionen Lire (nach heutigem Wechselkurs: immerhin 6 Millionen Euro, damals viel, viel Geld) im Voraus bezahlten, um sich einen dieser A.L.C.A. zu sichern. Bloss: das Geld floss nie in die Produktion. 1948 wurde A.L.C.A. aufgelöst, Bankrott, Konkurs, keine Lire war mehr da. Und die Verantwortlichen über alle Berge. Ähnliches geschah übrigens in Spanien, wo ab 1947 ein Hispano Volpe angeboten werden sollte – kein einziges Stück wurde je gebaut.

A.L.C.A. VolpeA.L.C.A. VolpeA.L.C.A. VolpeA.L.C.A. Volpe

Diese hier gezeigte Exemplar, wahrscheinlich der einzige überlebende Fuchs, war lange in der berühmten Microcar-Sammlung von Bruce Weiner. Mehr davon haben wir in unserem Archiv.

A.L.C.A. Volpe

Der Beitrag A.L.C.A. Volpe erschien zuerst auf radicalmag.

Original http://radical-mag.com/2017/06/18/a-l-c-a-volpe/

17 Jun 2017

Baltic Sea Circle 2017

‘Baltic Sea Circle 2017: 16 Tage hellwach. 7.500 Kilometer im wilden Ritt um die Ostsee. 10 Länder im Wartburg 353.’

Wir sind bereit für das nördlichste automobile Abenteuer des Planeten. In der gut bepackten caprigrünen DDR-Reiselimousine und der Nummer 26 starten wir heute in Hamburg. Mit dem Baltic Sea Circleknattern wir als Team “Zweitakterz Süd” an den nördlichsten Zipfel des Kontinents: Das Nordkap. Wir freuen uns auf holprige Straßen, weiße Strände, tiefe Fjorde, robuste Nadelwälder, die unglaubliche skandinavische Natur, Russland, die Baltischen Staaten und Polen. Wir freuen uns auf eine einmalige Rallye-Atmosphäre zur Sonnenwende mit Mittsommer am Polarkreis und “Weißen Nächten”. Schlafen kann man ja im Winter wieder. Wir freuen uns vor allem auch auf tolle Leute in den Städten und Orten, durch die wir reisen werden, und auf unvergessliche Momente zusammen mit den anderen Teams.

Eine Rallye, wie sie außergewöhnlicher nicht sein könnte – ohne Fokus auf Geschwindigkeit aber mit teilweise sehr herausfordernden Aufgaben entlang der Strecke. Das Fahrzeug darf nicht jünger sein als 20 Jahre und in der Anschaffung maximal 2500 € kosten. GPS-Navigationsgerät und Autobahnen sind tabu. Unglaubliche 250 verrückte und festentschlossene Rallye-Teams treten auch in diesem Jahr an, um mit ihren Old School Wagen und Youngtimern das Unmögliche möglich zu machen.

Die Rallye ist auch eine gemeinnützige Veranstaltung. Die kommenden Wochen werden ein Abenteuer sein, welches wir sicher ein ganzes Leben nicht vergessen werden. Schön, wenn auch andere es nicht mehr vergessen. Die Grundidee der Rallye ist es, mit Spendengeldern die Welt ein bisschen besser zu machen. Im Rahmen des Baltic Sea Circle sammeln wir Spendengelder für Charity-Projekte. Jedes Team verpflichtet sich mindestens 750€ Spenden zu sammeln. Unsere Spendenpartner sind der Anna e.V. – Unterstützung krebskranker Kinder in Aichtal und der Sage Hospital e.V.. Mit der großzügigen Unterstützung vieler Spender konnten wir bislang 1162 Euro zusammentragen. Die Spendenaktion wird noch bis zum Ende der Rallye laufen.

Besucht unser Reisetagebuch auf Zweitakterz Süd @ Baltic Sea Circle 2017 und verfolgt unseren Live Tracker. Selbstverständlich werden wir auch hier bei formfreu.de über die Tour berichten.

Baltic Sea Circle 2017Baltic Sea Circle 2017Baltic Sea Circle 2017Baltic Sea Circle 2017Baltic Sea Circle 2017

Baltic Sea Circle 2017Baltic Sea Circle 2017Baltic Sea Circle 2017Baltic Sea Circle 2017

Original http://www.formfreu.de/2017/06/17/baltic-sea-circle-2017/

16 Jun 2017

Rückspiegel: Koprivnice 1997

Factory Tour im Tatra-Werk 1997.

Der Tatra 700 mit luftgekühltem Achtzylinder-Heckmotor wurde von April 1996 bis 1999 als Nachfolger des Typs 613-4 bzw. als letzte Ausbaustufe des 613-Baumusters hergestellt. Der Engländer Geoff Wardle hatte Front und Heck des Wagens überarbeitet. Die geplanten Absatzziele konnten allerdings nicht erreicht werden. Tatra gab mit Einstellung dieses Modells 1999 den Pkw-Bau auf. Die Gesamtproduktion des Tatra 700 erreichte nur ca. 65 Fahrzeuge. Die Zusage der tschechischen Regierung, 100 Fahrzeuge in die Dienstwagenflotte abzunehmen, wurden nicht eingehalten.

Die Fotoreihe von Gary Cullen ist ein einzigartiges Zeitdokument. Vielen herzlichen Dank!

Rückspiegel: Koprivnice 1991

Copyright: Gary Cullen

Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997

Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997Rückspiegel: Koprivnice 1997

Copyright: Gary Cullen

Original http://www.formfreu.de/2017/06/17/ruckspiegel-koprivnice-1997/

 
16 Jun 2017
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Gruppe-B-Rallye-Autos

Die Hämmer

Ach, eigentlich wollen wir ja nur ganz kurz etwas schreiben (haben wir ja sowieso schon, folgen Sie dann unten einfach den Verlinkungen). Denn hier geht es um: das Sehen. Geniessen. Träumen. Aber es ist so: Mitte August kommt im kalifornischen Carmel bei Bonham’s ein ganze Fuhre von Gruppe-B-Rallyeboliden unter den Hammer. Also nicht die Renner, sondern die jeweiligen Strassenversion. Sie stammen alle aus der gleichen Sammlung, und wir hätten sie alle gern.

Gruppe-B-Rallye-Autos

Jetzt aber mal schön der Reihe nach:

Audi Sport Quattro S1, 1985:

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Ford RS200, 1986 (hmm, eigentlich traurig, dass wir nie etwas darüber geschrieben haben – wir holen das nach, versprochen):

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Ford RS200 Evolution, 1986:

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Lancia Delta S4 Stradale, 1985:

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Lancia Rally 037 Stradale, 1983:

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Lancia Stratos HF Stradale, 1975:

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Peugeot 205 Turbo 16, 1985:

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Alle Fahrzeuge werden als «no reserve» angeboten. Mehr Infos gibt es unter: Bonham’s in Quail. Und mehr solch wunderbares Zeugs haben wir immer in unserem Archiv.

Gruppe-B-Rallye-Autos

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Original http://radical-mag.com/2017/06/16/gruppe-b-rallye-autos/

16 Jun 2017
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Neuheiten im Juni

Dies und das

Wir haben sie in letzter Zeit ein bisschen vernachlässigt, die automobilen Neuheiten. Was unter anderem daran liegt, dass nicht alles, was als neu bezeichnet wird, dieses Prädikat auch wirklich verdienen würde. Dazu kommt, dass wir uns hier bei «radical» ja auch nicht um alle Marken kümmern müssen und wollen, bei BMW und Jaguar/Land Rover stehen wir seit ewig auf einer dunkelschwarzen Liste, Audi findet in der Schweiz in Sachen Kommunikation gar nicht statt, bei Mercedes haben wir wohl auch etwas falsch gemacht, auf Mazda verzichten wir freiwillig – und anscheinend will Volkswagen unterdessen auch auf «radical» verzichten (deswegen wird es hier auch nichts zum neuen Polo zu lesen geben). Ach ja, ganz frisch: die Presse-Arbeit von und für Ferrari sowie Maserati ist dermassen unterirdisch schlecht, dass wir uns da gut und gern ganz auf die klassischen Stücke konzentrieren können. Tönt nach vielen «Ausfällen», doch es gibt ja immer noch reichlich. Vielleicht ergänzen wir das noch, vielleicht auch nicht.

Ziemlich überraschend, also für uns, hat McLaren den 570S Spider rausgeworfen; schon erstaunlich, welches Tempo die englische Marke anschlägt, die ja erst kürzlich den 720S auf den Weg gebracht hat. 46 Kilo mehr als ein 570S Coupé wiegt der offene McLaren, das Dach öffnet und schliesst sich elektrisch in 15 Sekunden (und bei Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h), die Fahrleistungen sind beeindruckend (3,2 Sekunden für den Sprint auf 100, 328 km/h Höchstgeschwindigkeit – mit offenem Dach allerdings nur 315 km/h). Die Preisskala beginnt bei 164’750 Pfündern (die sind ja unterdessen nicht mehr so viel wert), bestellen kann man ab sofort.

Neuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im Juni

Porsche schenkt der Welt 500 Exemplare der 911 Turbo S Exclusive Series. Das güldene Gerät rennt mit 27 zusätzlichen Pferden, also 607 PS, hat 750 Nm maximales Drehmoment und soll in 2,9 Sekunden auf 100 km/h rennen. Cool sind die 20-Zöller mit Zentralverschluss, über den Rest der Sonderausstattung darf man denken, was man will: unsereins ist das alles ein bisschen zu geschmäcklerisch. Aber bei einem Preis von ab 316’000 Franken gehören wir ja auch nicht zur Zielgruppe. Und ausserdem: wir finden den Vorfahren, den 93er Turbo S Leichtbau, der ebenfalls von Porsche Exclusive gebaut worden war, aufregender.

Neuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im Juni

Was genau der Hyundai Kona uns mitteilen will, das wissen wir auch nicht so recht. Er ist unter dem erfolgreichen Tucson angesiedelt – und bringt wieder einmal eine komplett neue Design-Linie. Mit ganz viel Plastik. Aber die Koreaner wollen ja Nummer eins werden in Europa unter den asiatischen Herstellern, deshalb muss auch dieses Segment beackert werden. Motoren gibt es von 120 bis 177 PS, die Preise kennen wir noch nicht, die Strassen «verschönert» das Ding wohl: bald.

Neuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im Juni

Ein auch eher spezieller Typ ist der Citroën C3 Aircross, ebenfalls im B-Segment bei den SUV angeordnet. Er ist ein aufgebockter C3, wobei: das Design ist schon ziemlich frech, sieht fast ein bisschen wie eine Studie aus. Motoren gibt es die üblichen, Allradantrieb gar nicht, dafür das neue Fahrwerk, Citroën Advanced Comfort (das der C3 noch nicht hat). 4,15 Meter lang ist der Franzose, bietet stolze 410 Liter Kofferraum-Volumen und kommt dann im Herbst.

Neuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im JuniNeuheiten im Juni

Ganz vergessen hatten wir auch den Koleos von Renault. Aber da verweisen wir gerne auf unsere Freunde von 4x4schweiz.ch, die verstehen mehr von solchen SUV als wir. Frühere Neuheiten gibt es, selbstverständlich, unter: Neuheiten.

Neuheiten im Juni

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Original http://radical-mag.com/2017/06/16/neuheiten-im-juni/

Mehr lesen von : Bernd Frank

Current Article

06 Oct 2013

Bernd Frank (KLE)

Bernd Frank alias „KLE“ lebt Autos. In seiner „Werkstatthölle“ verwandelt er ungeliebtes Altblech mit fast keinem Budget und teilweise unkonventionellen Methoden in seine ganz eigenen Traumfahrzeuge. Er versteht sich dabei mehr als Künstler, als als Mechaniker. Seit 2004 bloggt er detailliert über seine Umbau- und Instandhaltungsarbeiten.

Als Insider berichtet er zudem über das Geschehen rund um historisches Blech und frische Altölflecken.

Website: http://www.fusselblog.de

Created Sonntag, 06. Oktober 2013 Created by Bernd Frank Categories Autoren
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23 Jun 2017
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Jetzt kann ich mir wieder einen blasen lassen

Lang nichts mehr über den Pirat geschrieben. Warum? Ich fahr den gerade im Alltag. Und außer tanken und Aschenbecher leeren muss man bei der Karre nix. Das ist ein Passat Turbodiesel. Lowtec. Das funktioniert einfach, auch wenn es schon 35 Jahre alt ist. Rau, laut, aber hart im Nehmen. Damit er das bleibt, stand gestern mal ein Ölwechsel und eine grobe Durchsicht an.

Also mal das alte Öl abgelassen, Filter gewechselt und neuen Saft reingekippt. Füllstand kontrollieren und äh, hallo, warum tanzt der Ölstabhalter Lambada?

Es ist eben ein Diesel. Der vibriert. Und da war die Schraube rausvibriert, die das Röhrchen hält. Neue Schraube rein und gut.

Auch die anderen Flüssigkeiten mal gecheckt Uh! Es fehlt Kühlwasser. Klar, das erst einmal nachgefüllt. Mehr als einen Liter. Keine Pfütze unterm Auto. Kein Wasser im Öl (Gottseidank!), wohin geht das Nass?

Wir haben ja grad so weit über 30 Grad draußen. Was mir in letzter Zeit auffiel: Der Karren war zwar nie im roten Temperaturbereich, aber der Lüfter springt eigentlich nie an. Warum ist bzw. war das so? Ich tippte ja auf den Temperaturschalter. Aber da es das Einfachste war, probierte ich den Schalter mit einem Stück Kabel zu überbrücken. Stufe 2 ging an - mit Nebengeräuschen. Stufe 1? Am Stecker blitze es, der Lüftermotor brummte nur leicht.

Es war also nicht der Schalter.

Da hat wohl das Lager des Lüfters fast gefressen. Ich habe im Pirat einen doppelten Lüfter. Davon habe ich nur einen weiteren im Fundus und der hatte einen einstufigen Hauptlüfter. Da passte der Stecker nicht drauf. Umfummeln? Quatsch. Ich habe einen anderem Lüfter aus einem kleineren Gehäuse umgebaut.

Lüfter

Der "neue" hat weiße statt schwarze Flügel. Interessiert mich nicht wirklich. Für mich steht die Funktion im Vordergrund. Bevor ich den Kasten in den Motorraum gebaut habe, habe ich das erst einmal getestet.

Lüfter

Funktionierte. Also habe ich das wieder fest eingebaut. Der Test folgte, ob er auch automatisch anspringt und nicht auch der Schalter hin ist. Ich habe den Wagen im Stand warmlaufen lassen. Das Gas festgeklemmt, damit er ca. 1500 Touren lief, damit es schneller geht. Und siehe da! Der Lüfter sprang an!

Der Fehler ist gefixt. Das kann das Problem mit dem Kühlwasser gewesen sein. Muss es aber nicht. Ich werde das in den kommenden Wochen etwas öfters kontrollieren. Im Notfall habe ich genug Schläuche, aber auch noch einen komplett neuen Kühler rumliegen.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/jetzt-kann-ich-mir-wieder?blog=29

20 Jun 2017
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Boden dicht.

Ich bin noch einmal in den Fußraum des Titan eingetaucht. Am vorderen Ende des Beifahrerfußraums gab es Lochfraß.

Boden dicht.

Der Gilb saß ziemlich tief drin da vorne - und das war kein "normaler" Rost. Also keine reine Alterserscheinung. Das Bodenblech war nach oben gebogen. Also entweder ist der Bock da einmal derbe aufgesetzt, oder der Wagen wurde verkehrt aufgebockt. Resultat war auf jeden Fall, dass der Lack zerstört wurde und das fröhlich vor sich hinoxidierte.

Also rausgeschnitten, was nicht ganz so einfach war, weil man weder von oben noch von unten wirklich gut drankommt. Mit einer Schablone ein Blech definiert, in das ich erst einmal die Sicken gedengelt habe.

Boden dicht.

Das Ganze habe ich wieder auf Stoß eingeschweißt, nur den Rand seitlich habe ich überlappend angepunktet.

Boden dicht.

Zum Abschluss gab es einen Anstrich mit Brantho Nitrofest. Auch rund um einem Stöpsel, der nicht mehr richtig im Bodenblech saß. Den klebe ich wieder ein, aber etwas Entrosten drumrum und neu versiegeln kann ja nicht schaden.

Boden dicht.

Das muss nun auch noch von unten sauber gemacht werden und versiegelt.

Parallel zu den Schweißarbeiten habe ich mich um die erste Felge gekümmert. Ich habe Filler besorgt und nochmals grundiert.

Boden dicht.

Dann erst Felgensilber am Rand, abgelebt, die Mitte schwarz und zum Abschluss eine Schicht glänzenden Klarlack.

Boden dicht.

Ich finde das Ergebnis ganz o.k. für den Aufwand. Klar, ein poliertes Bett wäre edler, 2teiler würden mir noch besser passen, ich würde sogar Fake-BBS, also Lenso BSX montieren, aber ich finde das eine ganz gute Alternative dazu - und vor allem eine bezahlbare.

Nach und nach nehme ich mir die restlichen Felgen vor, die zweite liegt schon auf dem Arbeitsbock.

Boden dicht.

Eine unangenehme Überraschung hatte ich gestern übrigens noch. Als ich zur Werkstatthölle kam, war die Sicherung im Bereich der Werkstatttoilette durchgebrannt. Ich habe erst einmal alles ausgesteckt, neue Sicherung rein und den Werkstattcomputer angesteckt, für etwas Entertainment nebenbei. Als ich versuchte, das Hauswasserwerk einzustecken, machte es nicht nur *PATSCH* - die komplette Steckdose war sofort schwarz.

Steckdose

Heieiei - es wird das Hauswasserwerk nicht schon hin sein?

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/boden-dicht

19 Jun 2017
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Der Juni Altautotrefff in Darmstadt

Wirklich sommerliche Temperaturen auf dem Burger King Parkplatz in der Kasinostraße Darmstadt. Als ich Punkt 17 Uhr in den Parkplatz einbog dachte ich mir, was ist denn hier los? Es war nur der Polo 1 von Christian da.

VW Polo 1

Es ist so, dass an einigen Wochenenden im Sommer viele alternative Treffen sind, aber die Befürchtungen waren vollkommen unbegründet, nach und nach füllte sich der Parkplatz. Ich habe gar nicht alle fotografiert, ich hatte mich einfach zu gut unterhalten.

Das erste Mal da war z.B. dieser Opel Manta B:

Opel Manta B

Durchaus mit einigen Spuren der Zeit, aber das ist ja vollkommen in Ordnung, man kann einem Auto ruhig ansehen im Entsprechenden Alter, dass es auch genutzt wird. Das Airbrush auf der Motorhaube - heute würde man das sicher nicht mehr lackieren.

Airbrush

Aber so ist es ein Zeitzeuge. Das fand man mal richtig cool. Ich bin mir sicher, dass zwar viele sich nicht mehr trauen, mit solchen Bildern auf der Haube durch die Gegend zu fahren, aber dass noch einige dieser Hauben noch in diversen Werkstätten als Deko an der Wand hängen.

Der Erwin und der Floh kamen diesmal mit dem Motorrad.

Altautotreff Darmstadt

Flos Moto Guzzi hat eine kuriose Besonderheit: Eine AHK. So ein Thema, über das kaum einer was weiß zu den rechtlichen Besonderheiten. Beispiele? Ein Motorradanhänger darf maximal einen Meter breit sein, Maximalgeschwindigkeit auch auf der Autobahn im Anhängerbetrieb: 60 km/h. Und das wohl bescheuertste: Wer heute den Motorradführerschein macht, der darf eigentlich kein Motorrad mit Anhänger fahren. Das beinhaltet der aktuelle Motorradführerschein nicht mehr, früher war das mit drin. Aber es gibt auch keine Möglichkeit, einen Anhängerschein für das Motorrad zu machen. Es ist offenbar zu selten, dass ein Motorrad mit Anhänger unterwegs ist, dass man sich auf Europäischer Ebene noch Gedanken zu einem entsprechenden Führerschein gemacht haben.

Ansonsten wieder ein bunter Mix aus den unterschiedlichsten Fahrzeugen, natürlich waren auch Amikisten da, auch wenn in der Gegend ein V8 Treffen war.

Altautotreff Darmstadt

Volvo Amazon, MG etc. habe ich mit der Kamera verpasst, in der Ecke stand ein Mercedes SL in US Ausführung. Schon fies, diese Sicherheitsstoßstangen.

Mercedes SL

Klar, dass in der Nähe zu Rüsselsheim auch wieder viele Opel da waren.

Opel Rekord C Leichenwagen

Mehr Bilder in der Galerie.

Das älteste Fahrzeug auf dem Platz sollte dieses Fahrzeug gewesen sein:

Rixe Fahrrad

Ein altes Rixe Damenfahrrad - auch das ist historische Mobilität.

Der nächste Altautotreff ist am 16. Juli 2017.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/der-juni-altautotrefff-in-darmstadt?blog=14

14 Jun 2017
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Da liegt ja noch andere Arbeit rum...

Beim Aufräumen hatte ich sie mal wieder in der Hand: Die Kreuzspeichenfelgen. die auf den Titan sollen. Der Titan steht ja auf Alus, aber auf Alus die danach schreien: Ich bin ein Ford Escort! Das will ich nicht. Die "neuen" felgen sind zwar auch originale Ford Felgen, aber Kreuzspeichen, die gab es ja von den verschiedensten Herstellern. Sozusagen ein Klassiker.

Ich habe die verhältnismäßig günstig geschossen, aber das hatte seinen Grund: Da ist Arbeit dran. Die professionell aufarbeiten zu lassen, würde den Kaufpreis um ein Vielfaches überschreiten. Wäre geil. ist aber irgendwie gegen meine Prinzipien. Irgendwie will ich nicht einmal in das chemische Entlacken investieren. Tun muss ich aber war, denn der Klarlack ist an vielen Stellen hochgegangen - ein Klassiker.

Kreuzspeichenfelgen

Ich hatte beim letzten Werkstatteinsatz weder die Zeit, alle 4 Felgen aufzuarbeiten, noch hatte ich das Material dafür. Aber ich wollte es einmal testen, wie ich das hinbekomme. Der Klarlack ist relativ zäh. Schleifpapier? Schwierig. Ich habe mich für den Drahtbürstenaufsatz auf dem Akkuschrauber entschieden. Damit geht es.

Kreuzspeichenfelgen

Aber es dauert... Und dann noch in den ganzen Speichen anschleifen - puh! Aber wer schön sein will muss leiden. Danach gab es eine Dusche Grundierung und der Rest Felgensilber, den ich noch hatte, reichte gerade so für das Felgenbett.

Kreuzspeichenfelgen

Das Ergebnis kickt mich nicht wirklich. Man sieht noch zu viele Kratzer. Da muss Filler drunter. Hatte ich aber nicht da. Trotzdem wollte ich schon einmal checken, wie ich das abklebe, um das zweifarbig zu machen. Ich hatte da so eine Idee. Erst einmal großflächig abkleben...

Abkleben

...und dann mit dem Cutter an der Kante abschneiden.

Abkleben

Der Test war erfolgreich. Das gibt eine wirklich saubere Kante.

Kreuzspeichenfelgen

Eigentlich wollte ich eine klassische Farbkombination: Silberner Rand und goldener Stern. In meinem Fall gibt es aber da ein Problem, das mich als Grafiker stört: Der Wagen ist gelb. Und gelb und gold ist zu sehr beieinander, Deswegen wird der Mittelteil wohl schwarz.

Wenn ich denn schon alle vier Felgen geschliffen hätte...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/da-liegt-ja-noch-andere

13 Jun 2017
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Sieht grundsätzlich erstmal nicht so prall aus...

Wie schon im Bericht zum Hallengrillen geschrieben, wir haben uns einmal an die Simson S50 gemacht. Ziel war es, die KTM LC4 Schwinge einmal probehalber reinzusetzen. Die ist entschieden länger als die Serienschwinge (im Bild unten).

Schwingen

Wozu das Ganze? Nun, mit meinen 2,04m sehe ich einfach Scheiße auf dem Moped aus und ich will einfach einmal etwas ganz anderes bauen. Motorraddesigner bin ich noch nicht. Und der TÜV Prüfer meines Vertrauens akzeptiert keine selbst geschweißte Schwinge, selbst wenn das jemand mit den entsprechenden Schweißscheinen schweißt. Der will eine geprüfte Schwinge z.B. eben aus einem anderen Moped.

Simson S50

Ronny war zum Hallengrillen da und als gebürtiger Ossi hat der natürlich schon immer an Simson geschraubt. Lief dann so ab: Los, ich brauch nen 10er und nen 19er, da was zum Unterbauen, weil wenn das Teil ab ist, dann kommt das Teil runter, ...

Ronny

Wir verwendeten einfach mal eine 10er Gewindestange als Achse und als Bolzen für die Schwinge. Stoßdämpfer baumeln wild herunter.

Simson S50 Custom

Da ist vorne jetzt schon die Honda Gabel drin und auch das Hinterrad stammt von einer 125er Honda. Beides 17 Zoll statt der serienmäßigen 16 Zollräder. Das ist also so länger und höher. Sitzprobe.

Simson S50 Custom

Ja, mit der Sitzposition kann ich leben. Das könnte "mein" Moped werden so.

Dann noch etwas gespielt. Den Scheinwerfer einmal mit zwei Lichtmaschinenhalter drangebastelt, die Serienschutzbleche mal auf die Reifen gelegt. Schöööön albern.

Simson S50 Custom

Gestern habe ich mich dann noch einmal drangemacht und als erstes den Kasten in der Rahmenmitte rausgeschraubt. Der beinhaltet die (in meinem Fall ziemlich verpfuschte) Elektrik, die Batterie und den Luftfilter.

Elektrik

Die Elektrik machen wir am Ende mal neu. So Kabel für Kabel ohne Gefrickel mit auseinanderfallender Steckerleiste etc.

Eigentlich ist der Kasten praktisch, aber da habe ich mal wieder ein Kopfproblem: Er ist extrem typisch für Simson s50 / S51 und der Kenner soll nicht auf den ersten Blich sehen, was das für ein Moped ist.

Nackt sieht der Rahmen irgendwie nicht so prall aus. Man möge es mir verzeihen, aber ich finde die Simson S50/S51 ist original in meinen Augen kein besonders hübsches Moped, aber es ist ein gutes Moped. Und es hat eben durch den Einigungsvertrag die Besonderheit, dass es mit Versicherungskennzeichen und ohne Motorradschein (Autoführerschein reicht) gefahren werden kann und trotzdem 60km/h laufen darf - genug für die Stadt.

Simson S50 Custom

Als nächstes den MZ Tank wieder drauf - so richtig gut liegt der aber nicht auf.

Simson S50 Custom

Liegt daran, dass der Rahmenobergurt am Zentralrohr oben abgeht und breiter ist, als das Rohr und das verschwindet nicht unter dem Tank.

Tank

So wirklich glücklich bin ich damit nicht. Den Tank umschweißen? Ich weiß es noch nicht.

Als Ersatz für den Kasten im Rahmendreieck habe ich einmal so eine runde BW Dose - hab grad nicht die richtige Bezeichnung dafür im Kopf - mit Kabelbindern reingesetzt und auch den einen Stoßdämpfer an die richtige Position gefaked.

Simson S50 Custom

Ich bin ehrlich: Das ist in der Phase noch kein stimmiges Moped. So gar nicht.

Jetzt heißt es brüten: Wie bekomme ich das so zusammen, dass es stimmig wird. Wie schon geschrieben: Ich bin noch kein Mopeddesigner und das ist mein Erstlingswerk. Mal sehen, was daraus wird. Es hat Zeit. Vielleicht verwerfe ich den Sattel und den Tank noch einmal, vielleicht bekomme ich das drumrum noch angepasst, dass es mir gefällt. Wir werden sehen....

Original http://www.fusselblog.de/index.php/simson/sieht-grundsaetzlich-erstmal-nicht-so

12 Jun 2017
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Hallengrillen Zwanzigsiebzehn - es war wie immer ein Fest!

Am Samstag war es weder so weit: Hallengrillen. Quasi mein alljährlicher Tag der offenen Tür in der Werkstatthölle.

Hallengrillen

Wie die letzten Jahren kein Massenauflauf von Besuchern , aber trotzdem wieder ein Wiedersehen mit Freunden, aber auch ein Kennenlernen von neuen Leuten, ein Treffpunkt mit meinen Nachbarn.

Ich hatte schon am Nachmittag die Werkstatthölle offen und diesmal war ausnahmsweise der Andrang tagsüber nicht sehr groß. Letztendlich waren wir erst einmal zu viert was nicht schlimm war. Zusammen mit Ronny steckte ich die Simson einmal grob zusammen.

Ronny

Wir hatten da einfach mal Spaß uns auszutoben und Ronny hat Simson Erfahrung, da geht das deutlich schneller. Über diese Aktion werde ich demnächst einmal gesondert berichten.

Gegen Abend, als der Grill langsam anging, kamen auch die Gäste.

Hallengrillen

Es wurden diverse Teile ausgetauscht, mich erreichte ein Reservemotor für den Pirat gegen Bierspende.

Motor

Escortteile, die ich nach dem Umbau nicht mehr benötige, gingen gegen Bier wieder weg. Das war die Hauptbierversorgung ;-)

Der Grill brannte bis spät in die Nacht. Ich habe mehrmals Kohle nachlegen müssen.

Hallengrillen

Manche kamen auf ein Steak, andere bleiben über Nacht. Als sich die letzte Runde auflöste, wurde es bereits wieder hell draußen.

Für die Übernachtungsgäste gab es am Sonntagmorgen noch einen Kaffee, noch ein wenig auschillen und, was ich immer besonders angenehm empfinde, alle packten noch kurz mit an, um ganz grob aufzuräumen, bevor sie den Heimweg antraten. Die Vorhölle ist ja auch die Garage meiner Vermieterin und ich habe die Werkstatthölle erst verlassen, als sichergestellt war, dass sie sie wieder nutzen kann.

Ein absolut runde Geschichte, ich denke, alle Anwesenden hatten Spaß - ich hatte ihn auch. Also die besten Voraussetzungen, dass es auch im kommenden Jahr ein Hallengrillen geben wird...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/Werkstatt/hallengrillen-zwanzigsiebzehn-es-war-wie

09 Jun 2017
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Abgelenkt

Gestern ging es weiter mit den Vorbereitungen fürs Hallengrillen, als vor der Halle ein V8 bollerte.

Abgelenkt

Ein Blogleser hatte sich auf seiner Europatour angemeldet auf eine Stippvisite. Er ist ein komplettes Jahr mit seiner Partnerin quer durch Europa unterwegs und ziemlich am Anfang ihrer Tour hatten sie meine Werkstatthölle auf dem Plan.Spannende Geschichte und hat so ne kleine Verwandtschaft zu meiner jährlichen Rückenwind Tour. Wobei ich ja "nur" 2 Wochen unterwegs bin, die beiden gleich ein komplettes Jahr.

Eigentlich hatte ich ja keine Zeit, aber es war ok für einen kleinen Schwatz.

Besuch

Einen deutlichen Vorteil hatte es, dass sie in der Vorbereitungsphase vorbei gekommen sind. Ich habe zwei Schuldige, wenn am Samstag nicht alles perfekt ist ;-)

Es wird gegrillt. Da braucht man - ja, richtig: Einen Grill! Also holen wir den wieder aus dem feuchten Gewölbekeller. Und wie zu erwarten: Er war wie jedes Jahr wieder an einer anderen Stelle durchgerostet.

Grill

Zeit, endlich mal wieder Nägeln mit Köpfen zu machen und dem Grill einen kompletten neuen Boden zu gönnen. Ich hatte gerade Blech da. das ich gekantet habe.

Grill

Und so habe ich den Grill komplett ausgekleidet.

Grill

Ist auch ein Sicherheitsfaktor. So kann keine Glut unten rausfallen und evtl. einen Brand verursachen.Apropos Sicherheit: Ich habe den Grill dann erst einmal eingebrannt, nicht dass da irgendwas gesundheitsschädliches dran ist, das ausgasen könnte.

Grill

Die Glut richtig schön glühen gelassen und auch darauf geachtet, dass wirklich an jeder Ecke Glut lag.

Wir werden übrigens dieses Jahr ohne Bremsenreiniger den Grill anzünden. Ist ja zugegebenermaßen eine gefährliche Sache und es kommen Nachbarskinder. Das ist einfach ein scheiß Vorbild.

Nebenbei wurde auch die Vorhölle einigermaßen sauber und ordentlich. Also Ordnung sieht anders aus, aber man kann sich bewegen und man kann den EuroHotRod wieder erkennen.

Abgelenkt

Besteck und Pappteller sind schon da, auch die Kaffeemaschine und alles was dazugehört. gut Kaffee fehlt, aber der ist noch schnell besorgt, notfalls am Samstag. Auch der Sanitärbereich ist inzwischen in einem Zustand, dass ihn auch Frauen benutzen würden ;-)

Abgelenkt

Aber es ist noch kein Werkzeug sortiert, manche Sachen könnten noch mal wieder anständig verstaut werden,... Aber ich hab ja noch einen Abend zur Vorbereitung.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/Werkstatt/abgelenkt

08 Jun 2017
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Das hebt sich wohl ungefähr auf...

Der Kofferraum voll Schrott, also ging es gestern zum Schrottplatz.

Schrottplatz

Normalerweise stopfe ich allen anfallenden Schrott in die Schlachter, die meine Werkstatthölle verlassen. Nur steht derzeit keine Schlachtung an und die Schrottonne quoll über. Bei den Mengen, die ich hatte, lohnt sich das finanziell nicht wirklich. Ich hatte 80kg Mischschrott, das Kilo bringt beim derzeitigen Schrottpreis 12 Cent, bedeutet also 9,60 Euro Erlös. Aber ich habe mit so einem Betrag gerechnet.

Und mein Kofferraum ist inzwischen schon wieder voll. Die nächste Fuhre, die ich wegbringen werde, ist Restmüll. Auch da ist viel zusammengekommen.

Müllsäcke

Das fahre ich zur Mülldeponie. Die Entsorgung kostet, da wird das Geld vom Schrott nicht reichen, aber ungefähr wird sich das aufheben.

Natürlich habe ich wieder in der Werkstatt geräumt, gekehrt. Es nimmt kein Ende. Ich habe definitiv zu spät angefangen, um das zu erreichen, was ich alles bis Samstag schaffen wollte. Aber wer erwartet von mir schon ernsthaft eine aufgeräumte Werkstatthölle? Aber ich bleibe jetzt am Ball. Bewegen und gut feiern werden wir am Samstag auf jeden Fall können. Das könnte man prinzipiell schon jetzt...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/Werkstatt/das-hebt-sich-wohl-ungefaehr

07 Jun 2017
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Beginnen wir einmal mit dem Tabula Rasa...

Spötter sagen ja, ich mache mein Hallengrillen eigentlich nur, um einen Anlass zu haben, meine Werkstatthölle einmal richtig aufzuräumen. Und was soll ich sagen? Sie haben Recht. Samstag ist Termin, nun heißt es Gas geben. Gestriges Hauptziel: Schrott zusammensuchen, um es heute zum Schrotthändler zu schaffen. Meine Schrottonne quoll über und auch im Gewölbekeller wartete einiges.

Schrott

Ist gut voll geworden der Kofferraum. Mir geht’s aber nicht um den Erlös des Metalls, ich will das einfach nur weg haben. Unter anderem flog die alte Heckklappe weg. Natürlich nicht, ohne dass ich da die Schilder abgemacht habe. Die Klappe aufzuheben zum Verkauf lohnte nicht, unter der Dichtung war an den Ecken der Scheibenrahmen durchgefault.

Schriftzug

Wohin damit, dass ich keinen Buchstaben verliere? Am besten doch gleich auf den Titan wieder draufkleben - mit Karosseriedichtmasse.

Schriftzug

Und da ich die Dichtmasse schon offen hatte, habe ich gleich die Schweißnähte im Innenraum abgedichtet.

Abdichten

Auch habe ich das angesetzte Türblatt noch von innen angeklebt.

Türunterkante

Dann hieß es kehren, heraussuchen, ob da noch was Wichtiges am Boden liegt, kehren, kehren, kehren. Und siehe da: Unter all dem Schmodder, der sich da am Boden gesammelt hatte, ist ein Betonboden!

Werkstatthölle

Das waren jetzt schon einmal 3 gefüllte große blaue Müllsäcke. Es werden noch mehr folgen, weil bei der Aktion auch einiges anderes Unnützes in die Tonne fliegt.

Werkstatthölle

Durch bin ich aber noch lange nicht. Und all das zusammengesammelte muss ja auch noch sortiert werden, di Toilette mal anständig durchgeputzt, etc.

Ich hab mir zum Putzen noch eine Arbeitserleichterung geschaffen. Ich hatte immer das Problem, dass ich an meinem Miniwaschbecken nicht vernünftig einen Eimer füllen konnte. Aber es gibt von Gardena einen Adapter für Indoor Wasserhähne zum Anschluss von einem Gartenschlauch.

Schlauchadapter

Selbst dafür ist mein Miniwaschbecken eigentlich nicht tief genug. Der Schlauch knickt, aber es geht. Der Adapter ist schnell an- und abgesteckt. Man muss nur das orangene Teil verschieben. So ist ein Eimer ratz fatz gefüllt. Braucht man ja nicht nur zum Putzen. Auch wenn ich einmal Kühlerwasser etc. brauche, habe ich so einen schnellen Zugriff auf Wasser ohne einen extra Wasserhahn anbauen zu müssen.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/Werkstatt/beginnen-wir-einmal-mit-dem

05 Jun 2017
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Tuning Night im Loop 5 Parkhaus Weiterstadt - Geduld musste man schon mitbringen...

Ich dachte mir ein Autotreffen an Pfingsten sollte man sich schon geben. Ich wollte aber nicht so weit fahren und habe mich umgesehen. Auf Facebook wurde ein Event in einem Parkhaus beworben. Tuning Treffen. Nicht ganz meine Zielgruppe und gerade deswegen wollte ich da hin. Das erste Problem: Das dachten sich auch andere. Viele andere.

Die Angaben zur Anfangszeit differierten im Internet. Auf der Veranstaltungsseite stand 17 Uhr, man konnte Early Bird Karten ordern, die galten ab 16 Uhr. Karte vorab hatte ich nicht, also machte ich mit Erwin, der auch mitkommen wollte aus, dass wir uns um 17 Uhr an der Tankstelle um die Ecke des Loop 5 Parkhauses in Weiterstadt treffen und von da ab gemeinsam reinfahren. Pustekuchen. Ich war gegen 16:30 Uhr vor Ort, ich kam nicht einmal in das Industriegebiet. Schon ab der Abfahrt von der Bundesstraße ging nichts mehr.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Innerhalb der ersten Stunde bewegte sich die Schlange eigentlich nur dann, wenn einer die Schnauze voll hatte und aus der Schlange ausbrach, um weiterzufahren. Geschlagene 2 Stunden habe ich gebraucht, um letztendlich ins Parkhaus zu kommen. Was eine Scheiße.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Der Verkehr im Umkreis ist teilweise auch auf der A5 komplett zusammengebrochen. Und ich hatte noch Glück. Wirklich sehr viele, die teilweise von weitem angereist waren, kamen nicht einmal ins Parkhaus. Selbst wenn sie Vorabtickets gekauft hatten. Der Ansturm war einfach zu groß. Und nicht einmal zu Fuß war es möglich, reinzukommen.

Das hatte - verständliche - Gründe: Der Veranstalter hatte die Auflage aus Brandschutzauflagen maximal 2.500 Personen einzulassen. Und als die drin waren... Autos hätten noch hunderte reingepasst. Durften aber nicht. Wie viele letztendlich umkehren mussten ist schwer zu beurteilen, man mutmaßt mehr, als reingekommen waren.

Auf mehrere Parkdecks standen dann die Tuningfahrzeuge verschiedenster Ausrichtungen.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

2 Stunden im Stau gestanden. Erst einmal auf Toilette. Verdammt. 2.500 Besucher und eine Mitarbeitertoilette vom Einkaufszentrum. Bedeutete in der Herrentoilette 2 Pissoires und 2 Kabinen, bei den Damen 3 Kabinen. Geil.

Dann Hunger. 2.500 Besucher und zwei Food Trucks. Einer mit Burgern, einer mit Hotdogs.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Es half nichts, ich hatte Hunger. Sage und schreibe 45 Minuten stand ich am Burgerstand an. Tolle Wurst, äh toller Burger. Naja, gut war er nicht, aber ich wurde satt. Das waren dann schon einmal 3 Stunden meines Pfingstsonntags. Egal. Genug Mimimi für diesen Bericht.

Wie schon geschrieben: Es ist nicht wirklich meine Welt, wobei, was ist schon meine Welt? Und es waren ein paar wirklich nette Wagen da, wie dieser Benz:

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Wirklich fieses Airride mit extremstem negativen Sturz hinten.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Wie das auf H geht. Hmmm. Gute Frage, aber ich kann gönnen. Vielleicht weil es den Wagen tatsächlich mit Luftfahrwerk gab und das modifiziert wurde. Die Story dahinter macht mich neugierig, aber der Fahrer war nicht am Fahrzeug.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Vermutlich ein echter Survivor aus den 80ern. Ein Manta A in vollem Ornat.

Opel Manta A Tuning

Was fand ich in den 80ern Sidepipes erotisch. Habe ich nie geschafft, aber ich wusste damals aus dem Kopf, was welche Länge kostet. Alles stimmig, vom absolut hirnrissigem Airbrush, ATS Classic und Heckflügel.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Ein weiterer Überlebender: Golf 2 Breitbau.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Ein paar wenige luftgekühlte VW waren da.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Manche Ideen finde ich echt auch an modernen Fahrzeugen nett. Ein "veräppeltes" Fanta Logo auf einem Seat Ibiza - warum nicht?

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Genietete Verbreiterungen am Reiskampfbomber. Mag ich auch irgendwie leiden.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Würde ich jetzt nicht selbst fahren, aber kann ich mir ansehen.

Aber es gibt natürlich auf so einer Veranstaltung auch derbe was zum Lästern. Mein Spitzenreiter war ein Peugeot unter dem Motto "Goldrausch". Ich stand echt vor diesem Motorraum und dachte WTF!

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Der hat Steine auf Bleche geklebt mit einer angedeuteten Goldader im Motorraum. Ernsthaft. Was soll die Scheiße? Den Rest von der Karre wollte mein Handy nicht fotografieren, Ihr könnt ja mal nach dem Peugeot 206 Goldrausch googeln, wenn Ihr noch kein flaues Gefühl in der Magengegend habt.

Manche haben auch wirklich einen schrägen Humor.

Unfuckingfassbar

Die Fahrzeughöhe ist akzeptabel, aber sicherlich nicht unfucking fassbar tief.

Nicht, dass ich mich an LSD Doors eh schon satt gesehen habe, aber was sollen die Pumps vor dem Wagen?

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Patina Folierung werde ich nie verstehen. Das sieht auf Fotos noch ganz nett aus, aber wenn man live steht, sieht man innerhalb von Millisekunde: Das ist einfach nur Fake.

Folierung

Irgendwie sieht es schon cool aus. Aber stellt Euch mal vor, der fährt mit den Radbolzen knapp an Dir als Fußgänger vorbei und stellt Euch dann die Schmerzen am Oberschenkel vor...

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

So ein richtiges Programm gab es außer einer Pokalbewertung nicht. Ich habe keinen Blumentopf gewonnen, was nicht weiter tragisch ist. Ich baue ja meine Autos nicht wegen Pokalen. Aber ich habe mich ab und an nett unterhalten. Teilweise mit Leuten, die ich kannte, teilweise aber auch mit Typen, die einfach sich gefreut haben, dass ich mit einem etwas anderem Auto aufgetaucht bin, wie der Fahrer dieses BMW.

Tuning Night Loop 5 Weiterstadt

Ist aus der Gegend und kommt evtl. zu meinem Hallengrillen.Die Preisverleihung/Pokalübergabe erfolgte erst gegen halb eins. Und danach wurde gebeten das Parkhaus zu räumen, bis ein Uhr sollte es leer sein, was wohl nicht ganz geklappt hat, weil es natürlich auch bei der Ausfahrt Stau gab.

Ich habe dem Ganzen am Ende noch eine kleine soziale Komponente gegeben. Ich kannte einen der Security aus der Mainzer Fastnacht. Und eine seiner Kolleginnen, die ebenfalls aus Mainz am, war der Kreislauf zusammengebrochen. Die anwesenden Sanitäter hatten sie stabilisiert, bis sie nach Mainz gekommen wäre, hätte es aber noch gedauert. Deshalb bat mich der Bekannte, sie nach Mainz mitzunehmen. Macht man dann natürlich. Und offenbar kann man in einem ollen Diesel gut pennen, als ich sie in Mainz weckte und sie ausstieg, machte sie einen besseren Eindruck, als noch in Weiterstadt. Falls das irgendwie bei ihr ankommt von dieser Stelle noch einmal gute Besserung!

Original http://www.fusselblog.de/index.php/tuning-night-im-loop-5?blog=14

 
02 Jun 2017
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Man wird sich ja mal wundern dürfen...

Es gibt so Momente, da steht man im Baumarkt und denkt sich: What the Fuck!

Da die Geschichte am Rande mit der Werkstatthölle zu tun hat, will ich sie hier einmal loswerden. Ich habe in der Werkstatthölle einen neuen Spülkasten montiert. Es gibt die verschiedensten Varianten von Spülkästen. Basic bis mundgeblasen und in Form gefurzt. Sicherlich gibt es irgendwo auf der Welt einen Einhorn Spülkasten der Glitzer dem Spülwasser hinzufügt. Was brauche ich? Einen Spülkasten der Wasser in ein Rohr verabschiedet. Basic. Grundausstattung. Wie es aussieht? Maximal, aber wirklich maximal ein Gestaltungsanlass. Welchen Spülkasten kaufe ich also: Das Grundmodell. Das tut’s. Preis: mit Centbeträge zurechtgemogelt knapp unter 20 Euro. Also Exakt 20 Euro und eine kupferfarbene Münze wandert ins Sammelglas.

Es waren schon einige dieser Kästen in der Werkstatttoilette gehangen. Löcher waren also schon in der Wand. Die bestimmen die Höhe. Hat bisher immer gepasst. Bisher. Als der letzte aufgegeben hatte, weil Dreck die Mechanik verstopfte, hatte ich temporär einen Druckspüler montiert. Das alte Zeug? Entsorgt. Ist je eh immer alles dabei im Set. Einzeln gibt es das eh nicht.

Montieren ließ es sich, aber es wurde nicht 100% dicht. Immer beim Spülen liefen Tropfen am Fallrohr herunter.

Fallrohr

Warum? Nun, das Rohr ist zu kurz bei diesem Kasten. Da haben die doch tatsächlich 1 Cent gespart durch ein kürzeres Rohr, das früher dabei war. Den Cent hätte ich gegeben, der liegt eh nur im Sammelglas.

Ich wollte den Kasten nicht tiefer setzen, was die einfachste Art gewesen wäre, um das Problem zu lösen. Das mit dem Putz an der Wand ist so eine Sache in der Werkstatthölle. Ob ein Dübel hält - das ist nicht immer gesagt. Da war Sand im Angebot, als das verputzt wurde. Also ein längeres Rohr holen. Wenn der komplette Kasten mit Armatur, Kasten Rohr, Schalter mit Schwimmer und was da noch alles in dem Wunderpack mit unzureichender Anleitung dabei ist 19,99 Euro kostet, was kann da schon ein lumpiges gebogenes Plastikohr im identischen Baumarkt kosten? Ich erzähle es Euch: 11,99 Euro in der günstigsten Variante. WTF!

Man überlegt sich in diesem Moment: Was würde wohl herauskommen, wenn man günstige Spülkästen kauft und die Einzelteile einzeln weiterverkauft. Todsichere Weg zum Millionär offensichtlich ;-)

Ich war schon wieder auf dem Weg aus dem Baumarkt ohne Rohr in der festen Absicht den Kasten jetzt doch niedriger anzuschrauben. Einfach aus Prinzip, weil ich es nicht einsehe für so ein lumpiges Rohr so viel Geld auszugeben, wenn ich es nicht zwingend brauche. Wäre ja quasi ein Luxuseinkauf. Auf dem Weg nach draußen kam ich an normalen HD Rohren mit Dichtung vorbei. Eigentlich ja aufwändiger zu produzieren, weil da zusätzlich noch eine Dichtung reingefuddelt werden muss. So ein Rohr kostet überschaubare 85 Cent. Lösen wir das Problem eben pragmatisch.

Fallrohr

Siehe da, es ist dicht! Dass das Rohr nun grau ist, ist mir bei einer Werkstatttoilette so egal, wie wer "Deutschland sucht den Superstar" gewonnen hat. Und wenn ich mal Langeweile habe, ist es ein Gestaltungsanlass....

Original http://www.fusselblog.de/index.php/Werkstatt/man-wird-sich-ja-mal

01 Jun 2017
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Sonnenstudio

Andere gehen ins Sonnenstudio - ich schweiße am Auto. Macht auch braun. Ich wollte mich endlich um die Löcher im Unterboden kümmern. Dazu musste der Titan aber erst einmal in die Höhe, denn die Stellen waren an den Bereichen, wo die Schienen der Hebebühne drunter sind. Also habe ich den Wagen abgelassen. Vorne je 2 Kompletträder untergelegt. hinten den großen Rangierwagenheber angesetzt.

Sonnenstudio

Dann kamen - wie man schon am ersten Bild sieht, die Unterstellböcke unters Auto.

Sonnenstudio

Ja, so kann ich arbeiten. Das erste Problem war der hintere Abschluss des Beifahrerfußraums. Da war er wohl schon einmal geschweißt worden - einfach ein Blech drübergesemmelt. Daneben war er wieder durch.

Sonnenstudio

Das eingeschweißt Blech war einfach drüber gebraten und nicht im Geringsten irgendwie versiegelt. Ein Rostförderungsprogramm. Also besser komplett raus damit!

Loch

An diesem Punkt wollte ich eine neue Kegelbürste auf die Flex schrauben, weil die nur noch minimale Drahtreste hatte. Ins Regal gegriffen und äh ja, nix mehr da. Kein Baumarkt am Ort, aber ein Restpostenmarkt. Der hat sowas normal auch. Also schnell hin und Puh! Glück gehabt. Eine Kegelbürste war noch da.

Sonnenstudio

Manchmal muss man auch Glück haben.

Also weiter mit der Arbeit. Kanten Blank gemacht und mit Hilfe einer Pappschablone ein passendes Blech geschnitten, gekantet und auf Stoß eingeschweißt.

Sonnenstudio

Wandern wir weiter nach vorne. Da gab es die nächste Roststelle. Unter der Stelle , an der der Sitz verschraubt wird, ist aus Stabilitätsgründen das Blech verdoppelt. Eine Sollroststelle, die ich schon auf der anderen Seite instandgesetzt hatte. Besonderheit auf der Beifahrerseite: Da sitzt die Fahrgestellnummer beim Escort. Was für eine bescheuerte Idee, die nahe einer Sollroststelle in den Unterboden zu hämmern. Ford. Die tun was. Nämlich spinnen.

Sonnenstudio

Glücklicherweise war der Rost noch nicht so weit fortgeschritten, dass ich in die Fahrgestellnummer flexen musste, um den Pilz rauszutrennen. Bevor ich das durchgefaulte Blech großzügig herausgetrennt habe, zeichnete ich eine Hilfslinie an mit einer Markierung, wie weit es zum Loch ist von der Sitzverschraubung. Das Loch muss ja wieder an die selbe Stelle. Ein gerades Blech zuerst an der ebenen Fläche angeschweißt und dann nach und nach um die Ecke gedroschen. Dabei immer wieder einen Punkt gesetzt, bis es saß. Und dann durchgeschweißt. Danach das Loch gebohrt für die Verschraubung.

Sonnenstudio

Da kommt auch wieder ein zweites Blech mit einer angeschweißten Mutter drunter. Aber nicht verschweißt, sondern das wird verklebt. Das erspart mir eine potentielle Rostquelle.

Wie man auf dem vorletzten Bild schon gesehen hat, war auch der Übergang Bodenblech/Schweller durchgerostet. Auch da kam ein zusätzliches Blech rein. Abgekantet und am Schweller festgepunktet.

Sonnenstudio

Zum Schluss alles sauber gemacht, entfettet und mit Brantho Nitrofest lackiert. Über die Fahrgestellnummer habe ich nicht gestrichen, da kommt später über die blanken Stellen nur Zinkspray drüber, damit die Nummer lesbar bleibt.

Sonnenstudio

Natürlich muss das noch abgedichtet werden etc.

Weiter vorne muss ich auch noch Schweißen. da hat wohl irgendwann ein Vorbesitzer den Wagenheber verkehrt angesetzt, das Bodenblech eingedrückt und dabei ist der Lack gerissen und nun ist es durch.

Rost

Man verzeihe mir das miese Foto. Das ist aber leider noch nicht alles am Unterboden...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/sonnenstudio