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23 Sep 2016

Rückenwind Tour 2016 - Tag 3: Bad Wildbad-Sprollenhaus

Hinter den Bergen bei den 7 Zwergen. Huiuiui - es ist schon etwas abgelegen, wo "Schweineri" alias Mario wohnt. Verdammt viel Gegend hier im Schwarzwald. Er hatte einen Tag frei, also konnte ich bei ihm schon am Vormittag auftauchen. Bei ihm traf mein Pirat auf einen Golf namens "Horscht Pfui". Wohl beide Fahrzeuge inzwischen ein wenig bekannter in der Scene...

Horscht Pfui

Mario hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen anderen Schraubern. Er hat seine Werkstatt direkt im Haus.

Werkstatt

Dort finden sich neben besagtem Golf 2 auch 2 Scirocco 2 wobei man den einen etwas länger suchen muss.

Scirocco 2

Schmuckstück und vermutlich sehr lange nach hinten geschobenen Projekt ist aber seine Katze, der Jaguar seines Opas. Nicht mehr angelassen seit den 80ern.

Jaguar

Zudem stehen noch einige Mopeds sich die Räder platt.

Er hat wirklich einen Luxus, um den ich ihn beneide: Platz. Könnte auch einfach daran liegen, dass er einfach nicht so viel Plunder wie ich zusammengetragen hat, aber das ist reine Spekulation.

Mario nahm mich mit ins Fahrzeugmuseum in Marxzell.

Schweineri

Das Museum zu beschreiben - schwierig. Fassen wir es mal mit dem Begriff Erlebnis zusammen. Man glaubt nicht, wieviel man auf die gar nicht so kleine Grundfläche alles reinpressen kann,

Fahrzeugmuseum Marxzell

Autos, Motorräder, Motoren, LKW, Hubschrauber, ...

Fahrzeugmuseum Marxzell

Aber dazwischen auch die unterschiedlichsten anderen Sammlungen, wie etwa Modellautos, Spielwaren, Tante Emma Laden, Radios, Laternen, Fleischwölfe, Blechdosen, ...

Blechdosen

Um die ganzen kuriosen Details zu erkennen, man bräuchte Tage. Beispiele gefällig? Man beachte die Klingel!

Fahrradklingel

Bereifung?

Bereifung

Antrieb?

Sternmotor

Nochmals: Antrieb?

Ketten

Ich habe viele Bilder gemacht, schaut Euch die Galerie an.

Zurück bei Mario gab es Spaghetti von Muttern und einen kurzweiligen Bierabend zu zweit. Wieder eine tolle Station - danke an Mario!

Original http://www.fusselblog.de/index.php/rueckenwind-tour-2016-tag-3?blog=14

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25 Apr 2017
Zu den Favoriten hinzufügen   Bernd Frank  

Himmel!

Ich weiß, ich hätte am Auspuff weiterarbeiten sollen, aber ich habe mir neues Spielzeug bestellt. Naja, Material. Himmelkunstleder und den entsprechenden Spezialkleber.

Himmel!

Wieso schwarz? Nun, ich bin ja starker Raucher und so ein heller Himmel wird schnell unansehnlich gelb. Also dann eben schwarz. Den alten Himmel konnte ich nicht verwenden, denn ursprünglich war ja ein Schiebedach drin. Und ohne Himmel sah das nun wirklich nicht gut aus.

Himmel!

Ich habe noch nie einen Himmel eingezogen, hab mir vorab ein paar Gedanken gemacht und habe dann eben einfach angefangen nach dem Motto Augen zu und durch.

Angefangen habe ich am hinteren Ende - die Kante war gerade. Der Kleber ist ein Kontaktkleber. Bedeutet beide Seiten einleimen, ablüften lassen und dann zusammenpressen. Hat hinten ganz gut geklappt. Ich habe einen L-Winkel aus Plastik besorgt, um die Kante abzudecken.

Himmel!

Dann habe ich das nach vorne gezogen, die Kante angezeichnet und das Ganze das zweite Mal eingeleimt.

Himmel!

Natürlich auch am Scheibenrahmen. Ablüften lassen und dann gezogen, dass er schön gespannt ist. Das Ganze mit Klammern fixiert.

Himmel!

Dann kamen die Seiten dran. Auf der Beifahrerseite musste ich die vordere Seite auf einem Teilstück noch einmal nachkorrigieren.

Himmel!

Mit dem Ergebnis bin ich für das erste Mal ganz zufrieden. Nur en einer Ecke ein paar Kleine Falten, alles andere sitzt stramm. Evtl. gehe ich da noch einmal bei. Dass der Himmel auf dem Bild fleckig aussieht, liegt daran, dass ich den Stoff auf einem Staubigen Tisch ausgelegt hatte. Einmal mit Glaseiniger drüber und der ist wieder schwarz.

Himmel!

Die Sonnenblenden etc. in beige passten nun auch nicht mehr. Ich hatte noch einen Rest Speziallack für Kunstleder. Hat gerade so gereicht für die Teile. Die lasse ich jetzt erst einmal durchtrocknen, bevor ich die montiere.

Himmel!

Der Innenhimmel ist drin, dann konnte ich auch das Reserverad montieren. Dazu fehlte vorne noch ein Halter für den Spanngurt. Ich hatte nichts Passendes und auch nichts Passendes im Baumarkt gesehen. Aber ich hatte in einer Grabbelkiste diesen Halter:

Himmel!

Eigentlich cool, aber leider zu groß für den Träger. Also musste ich ihn schmaler machen. Also seitlich die Ränder weggeflext und in der Mitte ein Loch gebohrt. Zum Abschluss mit Zinkspray lackiert.

Himmel!

Den Spanngurt einzufädeln war Fummelarbeit, aber mit Hilfe eines Drahtes ging es. Reserverad rein, Spanngurt angezogen. Das klappt auch prima.

Himmel!

Demnächst kann dann die Windschutzscheibe wieder rein. Eine gebrauchte Dichtung habe ich, muss mir noch einen 2. Mann dazu suchen, das geht schlecht allein.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/himmel

22 Apr 2017
Zu den Favoriten hinzufügen   Bernd Frank  

Einladung zum Hallengrillen Zwanzigsiebzehn

Hallengrillen

Ich wurde jetzt schon öfters gefragt, wann dieses Jahr das traditionelle Hallengrillen stattfindet. Deshalb habe ich jetzt endlich den Termin festgelegt:

Samstag, 10. Juni 2017

Bedeutet: An dem Termin sperre ich nachmittags meine Werkstatthölle auf, ab 18 Uhr wird der Grill angefeuert, wer da ist ist da. Mal vorbeikommen auf ne Wurst, nachmittags kommen, in ner Ecke pennen und am nächsten Morgen noch gemeinsam frühstücken - alles möglich. Ich stelle den Grill, Besteck, eine Kaffeemaschine wird sich auch finden - alles andere selber mitbringen.

Die Werkstathölle ist in der Nähe von Mainz - Adresse bekommen ernsthafte Interessenten per eMail. Kommentiert mit einer gültigen Mailadresse, wenn Ihr interessiert seid. Kommen kann jeder Blogleser, nen Kumpel oder den Partner mitbringen kein Problem. Hunde und Kinder stören mich auch nicht, denkt aber dran: Das ist ne Werkstatt, da gibt es auch mal scharfe Kanten, giftige Flüssigkeiten etc. Und soooo sauber ist es auch nicht, wobei ich das Hallengrillen dazu nutze, mal wieder klar Schiff zu machen in der Werkstatthölle. Langsam nervt selbst mich das Chaos...

Also wer Lust hat - schaut vorbei! Es wird gegrillt, egal bei welchem Wetter und egal, wie viele auch kommen...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/Werkstatt/einladung-zum-hallengrillen-zwanzigsiebzehn

21 Apr 2017
Zu den Favoriten hinzufügen   Bernd Frank  

Nix von der Stange

Nur weil er lackiert ist, ist der Titan noch lange nicht fertig. Ich war am Heck am Schaffen, also machen wir da weiter. Die Zender Heckschürze - eigentlich ja für den Escort MK3, also das Vorgängermodell, musste ans Heck.

Focht Titan

Die Ecken passten natürlich nicht mehr zur Form, die Ecken sind von der Form vom Renault Rapid übernommen.

Nix von der Stange

Also musste ich die Heckschürze einschneiden und habe mit einem Blech die Lücke geschlossen.

Nix von der Stange

Wo auf dem Bild noch Schrauben sitzen, habe ich das Blech vernietet und verklebt. Die Dichtmasse muss nun erst einmal trocknen, bevor ich da spachteln kann. Also machte ich weiter mit der Heckstoßstange. Da passt jetzt wirklich Garnichts von der Stange mehr. Vor allem: Ich brauche eine Stoßstange, die nicht besonders hoch ist. Mal so durch den Fundus gegangen - ein Vierkantrohr könnte die Basis geben.

Aber eine gerade Stange passt nicht. Biegen kann ich dien nicht mit meinen Mitteln. Also das Vierkantrohr mehrfach einschneiden und wieder verschweißen.

Nix von der Stange

Die Stange war aber nicht breit genug. Deshalb habe ich ein zweites Vierkantrohr der Länge nach aufgeschnitten, passende Stücke geschnitten und hinten drangebraten.

Nix von der Stange

Nix von der Stange

Ich hatte also ein breites Stoßstangenfragment.

Nix von der Stange

Der eine Ran passt zur Heckschürze, der andere Rand aber nicht zum Heckblech. Deshalb hab ich mein Werkstück mit Klebeband fixiert und die hintere Kante angezeichnet, indem ich immer wieder den gleichen Abstand zum Heckblech gemessen habe und danach eine Linie darauf angezeichnet habe.

Nix von der Stange

Auf dem Bild sieht man, dass sich das Teil leider beim Schweißen verzogen hat - die Ecken biegen sich nach oben.

Die hintere Kante habe ich abgetrennt.

Nix von der Stange

Um den Verzug wieder zu korrigieren, musste ich leider wieder die Stange auftrennen an den Schnitten. Ich habe das dann mit Schraubzwingen auf einem geraden Vierkantrohr fixiert und erneut verschweißt.

Nix von der Stange

Die Stange ist wieder gerade.

Nix von der Stange

Das ist jetzt nur das Stoßstangenblatt. Noch ohne Halterungen und ohne Ecken. Immerhin wieder gerade. Die Draufsicht zeigt - das Teil gibt es sicher nicht von der Stange.

Nix von der Stange

Sorgen machen mir noch die Vorgaben vom TÜV: Die Kanten müssen einen gewissen Radius haben - irgendwas um die 2,5mm - die Kanten des Vierkantrohrs sind relativ spitz. Auf der Heimfahrt kam mir dazu eine Idee: Vielleicht passt eine Stoßleiste einer alten Stoßstange aus dem Fundus...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/nix-von-der-stange

19 Apr 2017
Zu den Favoriten hinzufügen   Maic Schulte  

„Chrom Kohle“

„Chrom Kohle“Wo dereinst dem Untergrund das schwarze Gold entrissen und gefördert wurde, finden heute – dank eines gut gelungenen Strukturwandels – die schönsten und interessantesten Treffen statt. Die Rede ist natürlich von der ehemaligen Schachtanlage Fürst Leopold, gelegen in meiner malerischen Heimatstadt Dorsten.

War diese Zeche früher eher ein Schandfleck, der einem ganzen Stadtteil seinen Stempel aufgedrückt hat, so ist dieses Gelände heute reich an Gastronomie, Attraktionen und sehenswerter Architektur aus einer längst vergessenen Zeit. Regelmäßig finden hier Ausstellungen, Flohmärkte, der über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Food-Truck-Market und vieles mehr statt. So ist es denn auch wenig verwunderlich, dass im Oktober 2015 schon zum vierten Mal das US-Car-Treffen im Creativquartier Fürst Leopold stattfand.

Dank des späten Termins, immerhin war es damals schon der 4. Oktober, konnte man hier zurecht von einem „Season Closer“ sprechen. Doch wer jetzt meint, das Wetter wäre gegen uns gewesen und man hätte es nur mit Glühwein und Wintermantel dort ausgehalten, der irrt gewaltig. Verwöhnt von schönster Herbstsonne, konnten wir uns an fast 200 US-Cars erfreuen. Die Fahrzeuge, die einen bunten Mix aus Produktionsjahren und Herstellern darstellten, waren dank des warmen Lichts und dem tollen Ambiente mehr als fotogen. Nicht zuletzt ist dies auch der Grund dafür, dass es mehr als 40 Bilder in diesen Artikel geschafft haben.

Des Weiteren möchte ich diesen Artikel dazu nutzen, um euch auf einen Termin am kommenden Sonntag hinzuweisen. Ihr solltet euch also den 23. April 2017 gut im Kalender eintragen, denn dann findet das 7. US-Car Treffen auf der Zeche Leopold in Dorsten statt. Die Wettervorhersagen sehen gut aus, ganz viele Auto-Enthusiasten haben ihr Kommen schon angekündigt und für das leibliche Wohl sorgt die gastronomische Meile auf dem Festivalgelände. Wir – das Team von 1001 Cars – sind auf jeden Fall vor Ort und würden uns freuen, den einen oder anderen von euch dort zu treffen.

Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß mit den Bildern aus dem schier endlosen Archiv von 1001 Cars.

„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“„Chrom Kohle“

Der Beitrag „Chrom & Kohle“ erschien zuerst auf 1001 Cars.

Original http://www.1001cars.de/wordpress/?p=6022

19 Apr 2017
Zu den Favoriten hinzufügen   Peter Ruch  

Lamborghini Countach

Die reine Lehre

Wenn der Piemontese eine, schreiben wir einmal: begehrenswerte Frau sieht, dann murmelt er: «kuntatsch». Wie das genau geschrieben wird, das weiss niemand so recht, doch die Legende sagt, dass Nuccio Bertone eben dieses «kuntatsch» ausrief, als er den ersten Entwurf für das Projekt 112 sah, den sein Lieblingsdesigner, Marcello Gandini, für ein neues Lamborghini-Modell gezeichnet hatte. Und ja, man darf das ganz derb verstehen, so ist es auch in etwa gemeint, in der deutschen Sprache wäre die passende Übersetzung wahrscheinlich: «geil». Und eben: «kuntatsch», nix «kauntätsch» oder so.

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Man schrieb wohl etwa das Jahr 1970, als sich Paolo Stanzani, der das Amt des Lamborghini-Chefingenieurs 1968 von Gian Paolo Dallara übernommen hatte, erstmals Gedanken machte über einen potenziellen Nachfolger des Miura. Das Konzept des Mittelmotors wollte er beibehalten, doch er plante, den Motor längs anstatt quer einzubauen. «longitudinale posteriore» hiess das dann, hinten längs, LP, eine Bezeichnung, die sich bis heute bei Lamborghini gehalten hat. Und weil Bertone, sprich: Gandini beim Miura und Espada so gute Arbeit geleistet hatte, war für Stanzani auch klar, wer sich am Design versuchen sollte. Ob es nun Lamborghini war oder Gandini selber, die für das neue Technik-Package schon eine klare Idee im Kopf hatten, das wird sich nie mehr feststellen lassen, doch sicher ist: das Design des 1968 vorgestellten Alfa Romeo Carabo, das passte ausgezeichnet zum geplanten neuen Modell, auch deshalb, weil es sich mit seiner sehr eckigen Keilform extrem von den wunderbaren Rundungen des Miura unterschied.

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Gandini zeichnete also, Nuccio Bertone sah den Entwurf und rief «kuntatsch», und auch Stanzani sowie Ferruccio Lamborghini sollen auf Anhieb begeistert gewesen sein. Schon im März 1971 stand auf dem Genfer Auto Salon ein knallgelb lackierter Prototyp – und das staunende Publikum hatte das Gefühl, es sei ein Raumschiff gelandet. Noch nie hatte die Auto-Welt ein solches Fahrzeug gesehen, ein Faustschlag gegen die Sehgewohnheiten, absolute Aggresivität, brutale Funktionalität – unendliches Charisma. Dieser erste Entwurf, genannt LP500, war frei von Spoilern, Schwellern und sonstigen Wucherungen, der geniale Entwurf war pure Geometrie. Der Motor stammte aus dem Miura, doch der Hubraum war von 3929 auf 4971 cm3 gewachsen, die Leistung betrug 440 PS. (Leider wurde der LP500 von der englischen Motor Industry Research Association (MIRA) bei Testfahrten komplett zerstört.)

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1971 war ein gutes Jahr für Ferruccio Lamborghini, und er gedachte das Fahrzeug mit dem Namen Countach für ein paar ausgesuchte Kunden zu bauen; das hatte er ja einst schon vom Miura gedacht, und dieser sollte einer der grössten Erfolge für die damals noch nicht einmal zehn Jahre alte Marke werden. Doch es kam alles anders: Lamborghini geriet ins Stolpern, es gab einige Streiks im Werk, es kam die Ölkrise, und 1972 verkaufte Ferruccio die Traktorensparte an die Same Group und holte sich für die Sportwagen die Investoren Georges-Henri Rossetti sowie René Leimer an Bord. Es beginnt eine sehr hektische Zeit, im Mai 1972 gaben Rossetti/Leimer grünes Licht für den Bau des Countach, aber es war kein Geld da, den 5-Liter-V12 weiter zu entwickeln, also wurde der bekannte 3,9-Liter verbaut. Der immerhin wurde verbessert, je drei seitliche montierte Weber-Doppelvergaser fütterten den Kurzhuber, der jetzt 375 PS leistete und ein maximales Drehmoment von 361 Nm bei 5000/min schaffte. Und leider wurde auch an der unsterblichen Gandini-Form gebastelt, für die Belüftung und Kühlung wurden riesige, kastenförmige Lufteinlässe auf die hinteren Kotflügel gebaut.

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Der LP400 war bei seiner Vorstellung auf dem Genfer Salon 1973 (das erste Kundenauto wurde allerdings erst am 11. April 1974 ausgeliefert) 4,14 Meter lang, 1,99 Meter breit und nur 1,07 Meter hoch; der Radstand betrug 2,45 Meter. Er rollte auf 14-Zöllern – heute unvorstellbar. Gebremst wurde über innenbelüftete Girling-Scheibenbremsen mit Leichtmetall-Sätteln. Dreieckquerlenker und Federbeine führten alle vier Räder, die Koni-Stossdämpfer waren verstellbar. Das Gerüst bildete ein Gitterrohr-Rahmen mit zusätzlichen Überrollbügeln für das Cockpit, die Karosserie, die trotz Bertone-Entwurf in Sant’Agata hergestellt wurde, bestand aus aufgenieteten, nur gerade einem Millimeter dicken Leichtmetall-Blechen. Eine Wanne aus Glasfaser bildete den Boden, die Ölwanne und die Ventildeckel des V12 bestanden aus Magnesium, genau wie das Gehäuse der Kupplung – die von Fichtel & Sachs geliefert wurde, ein Rennsport-Teil – und das Getriebegehäuse. Letzteres wurde wie die Karosse inhouse gebaut, fünf Gänge, zu besseren Gewichtsverteilung vor dem Motor eingebaut. Die Kraft floss dann über eine Welle, die mitten durch die Ölwanne lief, zu einem Sperrdiff von ZF. Apropos Kraft: die Kupplung ist ein Vieh, sie muss grob getreten werden. Und die Lenkung musste bis zum Ende der Produktionszeit des Countach ohne die geringste Servounterstützung auskommen.

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Aber das Ding ging wie die sprichwörtliche Sau. Obwohl doch 1,4 Tonnen schwer, schaffte der Countach LP400 den Sprint von 0 auf 100 km/h in 5,5 Sekunden. Als Höchstgeschwindigkeit wurden in der zeitgenössischen Literatur Werte bis 298 km/h genannt, obwohl, über 270 km/h wurde das Ding ein wenig gefährlich. Doch die Landstrasse war sein Ding, es liess sich willig mit dem Gas lenken – sofern der Pilot jede Menge cojones hatte. Denn Lastwechsel quittierte der Lamborghini gern und vor allem schnell und vor allem auch sehr überraschend mit Drehern; noch manch ein LP400 endete nicht dort, wo sein Fahrer hin wollte.

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Was auch an der Sitzposition gelegen haben könnte – die schmalen Schalensitzchen waren nicht nur unbequem, sondern mehr Liegen als Sitze. Die Sicht nach aussen war eine reine Katastrophe, man hatte wirklich keine Ahnung, wo das Auto begann, wo es endete. Gandini hatte eigentlich einen periskopischen Rückspiegel einbauen wollen, doch der war zu teuer; davon blieb bis 1981 eine kantige Einkerbung im Dach übrig (und die Bezeichnung «periscopo» für jenen frühen Exemplare). Noch ein kleines Detail war anders als von Gandini angedacht: die Scheibenwischer. Die lagen gross und fett auf den Scheiben, störten das Gesamtbild, und dies ganz einfach deshalb, weil der Designer sie vergessen hatte. (Unten, ein frühes Modell, 1975.)

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Und nein, der Lamborghini Countach war kein Automobil, mit dem Mann seine Liebste ausfahren wollte. Denn da waren zuerst einmal die Scherentüren, die sich nach vorne oben öffneten, aber halt doch keinen auch nur einigermassen bequem Zustieg zuliessen – am besten setzte man sich auf den sehr, sehr breiten Seitenschweller, und liess sich dann in den Sitz plumpsen. Und das sieht so etwa bei 105 Prozent der Menschheit ziemlich unelegant aus, und lady-like, das ist sowieso ganz anders. Ausserdem trennte ein sehr, sehr breiter Mitteltunnel die Passagiere. Die horizontal geteilten Seitenscheiben liessen sich nur teilweise öffnen (deshalb war wohl die Klimaanlage serienmässig), und eben, man sah nichts, die Türkante befand sich so ungefähr auf Augenhöhe. Und dann war da noch der Lärm, der brachiale Sound, der beiden Passagiere ziemlich genau auf Ohrenhöhe voll reinknallte. Schon im Leerlauf war der Countach LP400 laut, so laut wie vorher und nachher nie wieder ein Lambo. Es war aber nicht nur der Motor, sondern das ganze Auto schien Lärm zu machen, das Mahlen des Getriebes, das Ansaugen der Luft. Vom Countach LP400 wurden bis Ende 1977 nur 150 Stück gebaut. Vielleicht auch 157, eventuell sogar 160. Diese frühen Countach, von Kennern wie erwähnt «periscopo» genannt (obwohl sie ja nie eines hatten), kommen heute nur noch selten in den Handel. Und sind teuer – siehe weiter unten. (Noch ein «Periscopo», diesmal 1977.)

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Mein erster Auftritt in einem Countach war Ende der 80er Jahre kein besonders glücklicher. Lamborghini hatte mir in Sant’Agata einen LP5000S QV zur Verfügung gestellt, der damalige Presse-Verantwortliche, die Rallye-Legende Sandro Munari, hatte mir den Wagen noch kurz erklärt, dann den Schlüssel in die Hand gedrückt, viel Vergnügen gewünscht. Trotz der fiesesten Kupplung der Welt kam ich noch recht gut vom Platz, doch vorne, an der Ausfahrt vom Werksgelände auf die Hauptstrasse, da bockte das Vieh beim ersten Versuch. Und den zweiten Versuch ging ich dann so forsch an, dass sich die Kiste gleich drehte, anstatt 90 dann 180 Grad abbog. Also quasi wieder zurückfuhr. Worüber ich mich in der Folge derart grämte, dass ich die nächsten Stunden gar nicht mehr so richtig geniessen konnte. Furchtbaren Respekt hatte vor diesem Wagen. Wohl langsamer über die Landstrassen der Emilia Romagna schlich als in einem Fiat Panda.

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Der LP5000S QV, was für quattro valvole, vier Ventile steht, war die vierte und eigentlich endgültige Ausbaustufe des Lamborghini Countach. Der Grossvater, der LP400, war zwischen 1973/74 und 1977 gebaut worden, es folgte der 1978 der LP400S (zu einem etwas eigenartigen Zeitpunkt, denn Lamborghini war ab 1977 faktisch bankrott). Der verfügte über ein verbessertes Fahrwerk, der wieder zu Lamborghini zurückgekehrte Gian Paolo Dallara hatte die ganze Geometrie überarbeitet und dem Countach 15-Zöller verpasst. Weil in den USA die Abgasvorschriften strenger geworden waren, war der S nicht stärker, sondern musste mit 353 PS auskommen. Und ausserdem verliess er optisch die reine Lehre, er erhielt einen Fronstpoiler, die eckigen Radläufe und, als Option, einen gewaltigen Heckspoiler. Der LP400S war zwar nicht mehr so böse wie der LP400, doch er sah richtig, richtig grob aus. Wohl deshalb verkaufte er sich besser als sein Vorgänger, bis 1982 wurden 240 Exemplare hergestellt. Unterschieden wurden trotz der eher geringen Anzahl drei Serien, wir zeigen hier einmal einen aus der ersten.

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Es folgte der LP5000S, endlich wurde der V12 vergrössert (was ja schon von Anfang an geplant gewesen war); hinter diesen Verbesserungen stand Giulio Alfieri, der bei Maserati berühmt gewordene Motoren-Papst. Der Hubraum betrug nun 4754 cm3, die Leistung lag wieder bei 375 PS, das maximale Drehmoment bei 409 Nm bei 4500/min. Aber der LP5000S war nicht schneller als das Ur-Modell, die beste gemessene Sprint-Zeit für den Spurt von 0 auf 100 km/h lag bei 5,6 Sekunden, dafür bremste er dank grösserer Scheiben besser. Auch innen wurde der Countach deutlich verbessert, er erhielt anständige Sitze.

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Als letzte und höchste Evolutionsstufe kam 1985 der Quattrovalvole. Der Hub wurde noch einmal verlängert, der Hubraum betrug nun 5167 cm3, die Leistung stieg auf 445 PS bei 7000/min, das maximale Drehmoment betrug 500 Nm bei 5100/min. Damit schaffte der QV den Sprint in 5,1 Sekunden, als Höchstgeschwindigkeit kam er auf echte 290 km/h. Zu erkennen war der LP5000S QV an der Motorhaube aus Carbon, die über dem Vergaser eine gewaltige Ausbuchtung hatte, die dem Piloten endgültig die Sicht nach hinten raubte. Und dann waren noch die Reifen, 345/35 ZR 15, das war das gröbste serienmässige Geschütz in jenen Jahren.

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Einen gab es noch, den «Anniversary», der 1988 zum 25. Geburtstag der Marke Lamborghini aufgelegt wurde. Schöner war der sicher nicht, es gab diverse Anbauteile (immerhin aus Kohlefaser, damit hat Lamborghini schon lange vor der Audi-Zeit experimentiert), die kantigen Stossfänger waren kein optischer Genuss. Und technisch zeigte der «Anniversary» auch keinerlei Fortschritte mehr. Aber er sollte trotzdem in nur zwei Jahren zum meistverkauften Countach überhaupt werden, 657 Stück wurden abgesetzt, also noch einmal eine Steigerung, der LP5000S QV hatte es auf 631 gebracht, vom LP5000S waren es gar nur 321 gewesen.

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Wir hatten kürzlich das Vergnügen, nach mehr als 20 Jahren wieder einmal einen Lamborghini Countach zu fahren. Und es war, um den Kreis rund zu machen, wieder ein LP5000S QV, mit Jahrgang 1986, ein Fahrzeug, das die Oldtimergalerie Toffen zur Verfügung stellte. Eigentlich waren wir ja gekommen, um mit einem ebenfalls im Angebot stehenden Jarama eine Runde zu drehen, aber dann stand halt auch noch Countach da, rot, mit weissem Interieur, und da konnten wir der Versuchung selbstverständlich nicht widerstehen. Obwohl, also so von aussen, da sieht man dem Lambo seine Jahre schon an, der riesige Heckflügel, die im Vergleich zu heutigen Supersportwagen winzigen 15-Zoll-Räder, das sind schon Boten aus einer anderen Zeit. Ich erinnerte mich an einst: Vollgas. Sonst springt das Ding nicht an. Und obwohl man ja gefasst ist, dass es da 12 Zylinder wohl ziemlich lautstark zum Leben erwachen werden, ist die Überraschung dann doch gross, mit wie viel Verve der 5,2-Liter sich in Betrieb hustet. Und so nah am Ohr, man hat das Gefühl, die 48 Ventile führen ihren Tanz direkt auf dem Trommelfell auf. Zum Glück ist der Countach so parkiert, dass wir vorwärts losfahren können, die coole Nummer, bei nach oben geklappter Scherentür auf dem Seitenschweller sitzend rückwärts zu manövrieren, die sieht wohl nur bei italienischen Testfahrern gut aus, wir Normalsterblichen würden uns nur lächerlich machen.

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Ich erinnerte mich auch daran, dass die Kupplung im Lamborghini Countach mehr so ein Gerät ist, das in einen Kraftraum gehört, aber ich hatte vergessen, dass auch der Weg unglaublich lang ist. Und auch die Wege zwischen den Gängen sind lang, doch da hilft die offene Kulisse, man spürt es nicht nur, man sieht es auch, ob der Gang drin ist. Und mein Gott, ist die Lenkung schwergängig: null Servo (gab es beim Countach ja nie), ein winziges Lenkrad, diese breiten Schlappen vorne, das langsame Manövrieren ersetzt eine Stunde Fitnesstraining. Doch dann, als die Strasse so ein bisschen freier ist und die Drehzahl auch einmal über 2000/min gehen darf, dann kommt tatsächlich so etwas wie Fahrfreude auf. Man hat zwar das Gefühl, dass der Hintern durch die dünnen Sitzschalen jederzeit auf dem Asphalt aufschlagen könnte, Übersichtlichkeit ist ein komplettes Fremdwort für dieses Fahrzeug, und weil man weiss, wie breit der Countach ist, tendiert man eher zur linken Seite der Strasse. Aber der Sound ist halt: gut. Nein: grossartig. Ab 4000/min brüllt der Zwölfzylinder ziemlich ungehemmt, laut, richtig laut, es gibt dazu noch jede Menge weiterer, nicht genau definierbarer Geräusche – es ist ein gesamtheitliches Klangerlebnis, weil das Ding nicht nur tönt, sondern auch schüttelt und vibriert.

Aber er geht gut. Agil ist anders. Und der Hammer sind 445 PS auf wohl etwa 1,5 Tonnen heute nicht mehr, auch der Drehmomentverlauf ist nicht unbedingt das, was man als linear bezeichnen möchte oder gar schon tief im Keller vorrätig, da geht heute jedes zweite Premium-SUV wohl gröber ab, doch es ist dieses Zusammenspiel zwischen edlen Fahrleistungen, harter Arbeit mit Füssen und Händen, Klang und sonstigen Emotionen, das den Countach so einmalig macht. Alles an diesem Auto ist extrem – und genau deshalb ist es auch «kuntatsch».

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Aber reden wir doch noch von Geld. Am wenigsten bringen, logischerweise, die späteren Modelle, die es vor zehn Jahren noch für weniger als 100’000 Dollar zu kaufen gab. Unterdessen ist aber auch ein QV oder ein Anniversary schon bis zu einer halben Million Dollar wert. Am meisten bringen natürlich die LP400/LP400S, da liegt das Preisniveau so knapp unter einer Million, mit Ausreissern gegen oben für besonders schöne oder geschichtlich wertvolle Exemplare geht es dann auch bis zu 1,3 Millionen Dollar. Der Unterhalt ist teuer – und die Fahrfreude halt nur jenen gegeben, die sich auf das Vieh einlassen wollen. Und auch deshalb ist der Lamborghini Countach so grossartig.

Wir werden hier in der Folge immer wieder ein Exemplar zeigen, wenn wir wieder schöne Bilder finden. Die meisten Bilder hier stammen von RM Sotheby’s,jene aus Toffen von ©Wale Pfäffli.

Mehr Lamborghini haben wir in unserem Archiv.

Lamborghini Countach

Der Beitrag Lamborghini Countach erschien zuerst auf radicalmag.

Original http://radical-mag.com/2017/04/19/lamborghini-countach/

19 Apr 2017
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Heck-Meck

Der Titan ist lackiert, nun geht es an den Wiederzusammenbau. Aber erst einmal die Crashtest Streifen wieder vervollständigen. Dazu habe ich erst einmal einen weißen Streifen geklebt und dann die schwarzen Einteilungen.

Heck-Meck

Das Vereinheitlichen nimmt weiter Formen an.

Heck-Meck

Man muss keine Lupe verwenden, um einen Grund zu sehen, warum ich den Motor wechseln will - aber das nur am Rande. Natürlich habe ich das beidseitig verklebt.

Heck-Meck

Weiter ging es mit den Heckleuchten, die in ihre Röhren wollten. Ein Gefummel, aber sie sind alle vier drin.

Heck-Meck

Türen waren auch mal am Heck. Die konnten jetzt wieder rein.

Heck-Meck

Nach dem groben Einrichten habe ich die Türen komplettieren. Kennzeichenbeleuchtung kam rein, innen kam die Heckdichtung rein. Bevor ich die Fenster einsetzen konnte, musste ich die Fickfolie entfernen.

Heck-Meck

Die Folie war wohl mal schwarz. Über die Jahre hatte die UV Strahlung ganze Arbeit geleistet und die Folie war lila geworden. Nicht so hübsch. Mit dem Föhn habe ich die Folie angewärmt, gib eigentlich ganz gut ab. Teilweise blieb die Lila Farbe an den Scheiben, das ließ sich aber mit Verdünnung abwaschen.

Sieht wie ein Auto aus.

Heck-Meck

Beim Einstellen der Schlösser fiel mir etwas auf, was mit vorher nie aufgefallen war - unten an den Türen klafft ein Schlitz.

Heck-Meck

Ehrlich gesagt - so richtig erklären kann ich mir den nicht. Die Kante unten ist vom Renault übernommen. Aber so ist das echt kagge. Das wird so nicht dicht - weder für Wasser noch für Abgasen. Da muss ich mir noch eine Lösung ausdenken.

Die Türen fallen aber satt ins Schloss und klappern jetzt auch nicht mehr.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/heck-meck-1

19 Apr 2017
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Volkswagen-Gruppe in Shanghai

Heilsbringer

Audi sagt: «China ist der weltweit wichtigste Markt für E-Autos». Und liest man dann die Zahlen, müsste man ja beeindruckt sein: Dreimal so viele Stromer werden im Reich der Mitte zugelassen wie im Rest der Welt.150’000 Ladestationen für E-Autos gibt es derzeit schon in China, bis Ende 2017 kommen noch einmal 100’000 dazu. Gut, mit den Zahlen ist das jetzt ein bisschen schwierig, gemäss chargemap.de gibt es in Deutschland (mit, sagen wir einmal, ein bisschen weniger Einwohnern und Ausdehnung) unterdessen auch bereits über 41’000 Ladestationen mit fast 130’000 Anschlüssen, man müsste also genauer wissen, wie das Audi mit seinen Zahlen nun meint; es ist aber wohl eh alles relativ, wie meist im Leben (siehe auch: Elektromobilität).

Volkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in Shanghai

Tatsache ist aber: sie machen vorwärts im Volkswagen-Konzern mit den reinen Stromern. Schon 2018 will Audi eine Oberklasse-Limousine als reines E-Auto mit 500 Kilometern Reichweite auf den Markt werfen, 2019 soll das SUV-Coupé, das Ingolstadt gerade auf der Messe in Shanghai vorgestellt hat, nachgereicht werden. 370 kW Leistung, in 4,5 Sekunden auf 100, mehr als 500 Kilometer Reichweite dank einer Batterie mit 95 Kilowattstunden Energieinhalt (also etwas weniger als der derzeit stärkste Tesla; zur Infrastruktur weiss Ingolstadt nichts zu berichten).

Volkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in Shanghai

Auch VW wird, etwas später (2020), etwas schwächer (225 kW), mit etwas weniger Reichweite (bis zu 500 Kilometern) und mit viel weniger Lichtern (der Audi hat etwa 500 LED, echt jetzt, mit denen sich «konkrete kommunikative Zeichen» und «dynamische visuelle Begrüssungssignale» erzeugen lassen). Die Studie heisst derzeit noch I.D. Crozz und sieht aus wie ein Mercedes GLE Coupé aka BMW X6 und folglich, äh, ja, steht auf der neuen E-Plattform des Konzerns. Und kann tatsächlich ein Bike ohne Montage eines Fahrradträgers mit ins Weekend nehmen; da sind wir jetzt beeindruckt, es wird wirklich alles anders sein in Zukunft. Auch hier gibt es keine weiteren Angaben zur Infrastruktur, man muss wohl davon ausgehen, dass sich die Volkswagen-Gruppe auf die öffentlichen Schnelllader verlassen will.

Volkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in Shanghai

Auf dem MEB (modularer Elektrifizierungsbaukasten) basiert auch die Vision E von Skoda, die ebenfalls in Shanghai vorgestellt wird. Mit der 83 kWh-Batterie verfügt sie über die genau gleiche Technik wie der VW (und folglich über die gleichen technischen Angaben), ist aber wie der Audi, ok, auch der VW ein SUV-Coupé – da soll einer sagen, die hätten keine Phantasie beim Volkswagen-Konzern. 2020 soll es so weit sein, bis 2025 wollen die Tschechen fünf E-Modelle an den Ladestationen haben. Am spannendsten finden wir aber die Aussage, dass es bis 2020 möglich sein wird, Kamera anstatt Rückspiegel einsetzen zu dürfen – keine Ahnung, ob die Gesetzgeber davon bereits etwas wissen.

Volkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in ShanghaiVolkswagen-Gruppe in Shanghai

Im Vergleich zu den Wellness-Oasen von Mercedes ist der Messe-Auftritt des Volkswagen-Konzern in Shanghai aber erfreulich fortschrittlich. Und man soll ja nicht immer nur lästern, dass der automobile Fortschritt auf sich warten lässt, der auf der quasi gleichzeitig stattfindenden Messe in New York ja nicht stattfindet (Ausnahme: Dodge Demon), deshalb sind wir so ein bisschen erfreut. Und mehr Audi, Skoda und VW haben wir in unserem Archiv.

Volkswagen-Gruppe in Shanghai

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18 Apr 2017
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Mercedes in Shanghai

Warum noch Fahren?

Genau 20 Jahre ist es her, dass die A-Klasse von Mercedes auf den Markt kam. Gut, dann fiel der Wagen zuerst mal um, doch über die Jahre hat sich die kleinste Baureihe als Glücksbringer für die Marke erwiesen, nicht allein bei den Verkaufszahlen, sondern vor allem als Türöffner. Denn die guten Verkaufszahlen der vergangenen Jahre verdanken die Stuttgarter definitiv nicht den üblichen Geschäftsfeldern, nicht C-, E- und S-Klasse, sondern ihrer Deklination nach unten, Frontantrieb, SUVchen, eben A-Klasse und Konsorten.

Auf der Messe von Shanghai – schon wieder eine Auto-Messe, New York ist doch noch gar nicht fertig – zeigen die Stuttgarter nun, wie es weitergehen soll. Dass China der Premierenort ist, muss nicht erstaunen, im Reich der Mitte sieht nicht nur der Stern weiterhin das Eldorado – und so ein Sedan lässt sich den Chinesen einfacher unterjubeln als den Europäern. Noch ist es ja nur ein Concept, doch Mercedes hat es in jüngerer Vergangenheit immer wieder geschafft, die Studien recht sauber in Serienprodukte umzusetzen. Ein paar Gimmicks werden dann, wohl 2019, zwar sicher fehlen, doch das Concept A gibt auf jeden Fall die Richtung vor.

Mit einer Länge von 4,57 Metern ist der Sedan genau einen Meter länger als die erste A-Klasse (was dann bedeutet: da kommt sicher wieder auch noch etwas Kleineres, irgendwann). Motorentechnisch will Stuttgart das Rad auch bei diesem Modell nicht neu erfinden, Drei- und Vierzylinder wird es geben, allenfalls elektrifiziert (sollte das der Markt oder zumindest der Gesetzgeber verlangen) – den Fortschritt spart man sich für die Untermarke EQ auf. Punkten bei den Kunden will die neue A-Klasse mit unendlicher Connectivity, ein Smartphone auf Rädern also – und mit dem Wohlfühlfaktor. «Sitzen ist das neue Rauchen», heisst es, und weil das Leben per se ja ungesund ist und immer wieder tödlich endet, soll man nach einer Fahrt im nicht so kleinen Benz erfrischter sein als vor dem Einsteigen. Möglich machen das Wellness-Programme, eine Ganzkörpermassage sowie ein eingebauter «personal trainer»; gegen den entsprechenden Aufpreis gibt es wohl auch noch eine Gehirnwäsche, denn wenn man es nur genug fest glauben will, dann stimmt das alles ja auch. Die Frage darf sein, weshalb die Dinger überhaupt noch Räder haben, das Fahren ist eh nur noch Nebensache.

Interessant auch die zukünftige Ausrichtung der Frontantriebsplattform. Gleich acht verschiedene Modell-Varianten soll es zukünftig geben (bisher sind es nur fünf) – und da lässt sich jetzt fein darüber spekulieren, was denn noch alles kommen könnte.

Erneuert hat Mercedes auch die S-Klasse. Da haben wir aber irgendwie die Übersicht schon lange nicht mehr, was in diesem Segment «state of the art» ist und was man sowieso haben muss. Auch die S-Klasse wird immer mehr zum Spa, es fehlt eigentlich nur das Jacuzzi. Doch wahrscheinlich gibt es eine App, mit der man zumindest das Geräusch von schäumendem Wasser und fliegendem Fusspilz in den Innenraum spielen kann.

Mercedes in Shanghai

Es würde auch mehr Bilder geben von diesen Fahrzeugen. Aber das ist uns zu kompliziert, zu zeitaufwendig, die 217 Schritte für den Download tun wir uns nicht an. Mehr Mercedes haben wir in unserem Archiv.

Mercedes in Shanghai

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18 Apr 2017
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Karmann Ghia Typ 34

Schöner Schwächling

1955 kam ein Fahrzeug auf den Markt, dessen Design im Prototypstadium so überzeugend war, dass sich der damalige VW-Chef Heinrich Nordhoff innerhalb von wenigen Stunden entscheiden konnte, das Auto ohne weitere Änderungen zu produzieren. Die Rede ist vom VW Karmann Ghia. Wobei, ganz so einfach war es doch nicht. Der Wagen, intern Typ 14 genannnt, war eine Idee von Wilhelm Karmann. 1951 sprach er zum ersten Mal mit VW-Chef Nordhoff über die Möglichkeit, ein Sport-Coupé auf Basis des VW Käfer zu produzieren. Die ersten Entwürfe konnten aber die VW-Führung nicht begeistern. Doch dann kommt Luigi Segre ins Spiel. Segre arbeitete damals bei Carrozzeria Ghia in Turin – und seine Entwürfe überzeugten Karmann auf Anhieb. Und, wie schon erwähnt, auch Nordhoff.

Karmann Ghia Typ 34

Karmann richtet in Osnabrück ein Montageband ein, am 14. Juli 1955 wird das Fahrzeug der Presse vorgestellt. Die ist jedoch anfangs nicht so sehr begeistert: «Eine Parodie eines schnellen Autos» nennt die schon damals wichtige Zeitschrift «auto, motor und sport» den Wagen. Und ganz günstig ist das Vergnügen auch nicht: 7500 DM kostet das von einem 30 PS starken, luftgekühlten Vier-Zylinder angetriebene Coupé, das war eine Menge Geld in jenen Jahren. Doch schon 1956 konnte das 10’000ste Exemplar gefeiert werden. Das Publikum liebte den Karmann Ghia, er war so etwas wie der Traumsportwagen für den «kleinen Mann». Ab 1957 gab es auch ein Cabrio. Bis 1974 liefen insgesamt 443’478 Stück (Coupés und Cabrios) vom Band. Wohl mehr als jedes andere deutsche Automobil ist der Karmann Ghia Symbol für das aufstrebende Deutschland geworden. Von einem Mercedes 300 SL oder einem BMW 507 träumte man gerne, doch den Karmann Ghia, in Deutschland gerne als «Dschia» ausgesprochen, den konnte man sich irgendwann auch leisten.

Karmann Ghia Typ 34

Doch da lag noch mehr drin, dachte sich vor allem Wilhelm Karmann. Er traf Luigi Segre 1959 auf dem Genfer Automobilsalon, und man wollte gemeinsam ein Projekt für einen grösseren Karmann Ghia in Angriff nehmen. Mit VW-Chef Nordhoff hatte Karmann sich auch schon abgesprochen, und der hatte verlangt, dass der Wagen 1961 auf den Markt kommen musste. Es blieben also noch rund 15 Monate, um ein komplett neues Fahrzeug aus dem Boden zu stampfen, und das unter einigermassen schwierigen Vorzeichen, denn der VW 1500, auf dem das neue Auto basieren sollte, war noch nicht serienreif. Segre telefonierte mit Sergio Sartorelli, dem für Konzeptzeichnungen zuständigen Chefentwickler bei Ghia, nannte ihm die Vorgaben und bat ihn, mit einigen Entwürfen nach Genf zu kommen. Schon drei Tag später stand Sartorelli in Genf, anscheinend mit vier Entwürfen, von denen Segre gleich einen auswählte. Und noch am gleichen Tag soll sich Karmann entschieden haben, auf dieser Basis weiterzuarbeiten. Bei Ghia übergab Sartorelli das Projekt an den jungen Designer Tom Tjaarda.

Karmann Ghia Typ 34

Anfang 1960 stellte Karmann Volkswagen zwei Prototypen vor die Tür, und die Entscheidung war schnell gefällt. Aber so richtig schnell ging es dann doch nicht vorwärts. Am Sartorelli-Entwurf mussten einige Retuschen gemacht werden, vor allem die Heckpartie wurde vereinfacht. Und bis klar war, wie die zwei Leuchten vorne angeordnet werden sollten, gab es anscheinend auch rege Diskussionen. Als der 1500er endlich bereit stand, wurde der Prototyp vom vorherigen Käfer- auf das neue Chassis gestülpt, was weitere Anpassungen nötig machte. Wie angeregt die Diskussionen zwischen Osnabrück und Wolfsburg gewesen sein müssen, zeigen die vielen Design-Varianten, die Karmann 1960 und 1961 jeweils komplett aufbaute.

Karmann Ghia Typ 34

Im September 1961 war es dann soweit, auf der IAA in Frankfurt. Während VW Limousine, Cabrio und Kombi des 1500er als Weltpremieren vorstellte, stand auf dem Stand von Karmann der so genannte Typ 34. Und auch den gab es – auf einer Drehscheibe – zusätzlich als Cabrio zu bewundern, perlweiss lackiert. Doch offiziell wurden weder das Karmann-Cabrio noch das VW-Cabrio je in Serie produziert. Man geht davon aus, dass es vom 1500er-Cabrio etwa 20 Stück gab für Fahrversuche. Einige wenige Exemplare kamen auch in Kundenhand. Auch das Karmann-Cabrio schaffte es nie in Serie, doch auch hier geht man davon aus, dass wahrscheinlich 12 Stück gebaut wurden.

Karmann Ghia Typ 34

Angetrieben wurde der Typ 34 vom damals neuen 1,5-Liter-Boxer, der es auf ziemlich müde 45 PS brachte. So sah der Karmann Ghia zwar sehr flott aus, doch er brauchte 22,5 Sekunden, um von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. 1962 wurde die Leistung auf 54 PS erhöht, 1965 gab es mehr Hubraum, aber gleich viele Pferde. Und auch eine Automatik-Version, die aber dann wirklich kaum mehr vom Fleck kam. Insgesamt wurden 42’505 Stück des Karmann Ghia Typ 34 gebaut – und viele davon gingen an weibliche Kunden. Der in Nachkriegs-Deutschland reich gewordene Herr Gemahl fuhr einen schweren Benz, die Dame seines Herzen – und das musste ja nicht unbedingt die Gemahlin sein – den schicken VW.

Karmann Ghia Typ 34Karmann Ghia Typ 34Karmann Ghia Typ 34Karmann Ghia Typ 34

Das wunderschöne Foto-Modell für diese Seiten stammt aus der beeindruckenden Sammlung des Schweizerischen Volkswagen-Importeurs, der AMAG. Wir haben es kürzlich ausführlich bewegen dürfen – und erfuhren wieder einmal, wie viel Freude so ein Gefährt doch machen kann. Nein, wie die sprichwörtliche Sau geht er nicht ab, der Karmann Ghia Typ 34. Doch es reicht alleweil, um auf der Landstrasse – gefühlsmässig – ganz schön flott unterwegs zu sein. Man fährt dann zwar nur 80 km/h, aber man arbeitet intensiver am Lenkrad als in einem neuen Porsche bei 200 km/h. Allein schon das Sortieren der Gänge braucht etwas Zeit. Das Getriebe stammt noch aus einer Zeit, in der bei Volkswagen noch nicht der Perfektionierungswahn Einzug gehalten hatte. Auch die Lenkung ist jetzt nicht das, was man als ausgesprochen präzis bezeichnen würde.

Karmann Ghia Typ 34Karmann Ghia Typ 34Karmann Ghia Typ 34

Aber dann ist da dieser Sound im Rücken. Das ganz typische Käfer-Klappern des luftgekühlten Boxers, das auch beim 1,6-Liter für Hühnerhaut sorgt. Tritt man etwas beherzter aufs Gaspedal, wird der «Dschia» nicht etwa schneller, sondern zuerst einmal vor allem lauter; das nennt man dann eine flache Drehmoment-Kurve. Aber es ist ja vielleicht auch besser so, denn so zaghaft wie der VW beschleunigt, so wenig bremst er dann auch ab, wenn man auf das benachbarte Pedal tritt. Doch das Leben besteht ja schliesslich nicht nur aus Beschleunigungsorgien – man sitzt dann halt einfach so in diesem zwar simplen, aber gerade deshalb auch schönen Interieur auf viel zu weichen, rutschigen Sitzen, und ein Lächeln umspielt die Lippen, und man würde gerne ein Lied pfeifen, doch das hört man selber kaum, weil der Motor so laut ist. Und dann steigt man vor einem netten Restaurant aus, geht zwei, vielleicht auch drei Mal um den Wagen herum, besieht sich die schönen Details, die Spiegelungen des Lichts, geht etwas weiter weg, und hat einfach nur Freude an der klassischen Schönheit dieses Wagens.

Karmann Ghia Typ 34

Heute sind diese Fahrzeuge ausgesprochen selten geworden. Was auch daran liegt, dass die Ersatzteil-Beschaffung für die Karosse sehr schwierig ist. Rost hat manch einen Typ 34 ermordet, denn er hatte viele Schwachstellen, die den Rostfrass begünstigen. So sind etwa die Kotflügel angeschweisst und nicht verschraubt. Ein brauchbarer Kotflügel kostet dann aber ab 2500 Franken aufwärts. Ein Blinkerpaar bis 1000 Franken. Eine einzelne Leuchte hinten 500 Franken. In Insiderkreisen heisst es, der Unterhalt für einen Karmann Ghia Typ 34 sei höher als bei einem Porsche 356, und schon der gilt nicht unbedingt als Sonderangebot. Karmann gibt es leider auch nicht mehr. Gegründet 1901 von Wilhelm Karmann Senior und ab den 50er-Jahren geführt von Wilhelm Karmann junior, überlebte die Osnabrücker Firma die letzte ihrer vielen Krisen nicht und wurde ab 2009 schrittweise in den Volkswagen-Konzern eingegliedert.

Karmann Ghia Typ 34

Mehr Volkswagen haben wir in unserem Archiv.

Karmann Ghia Typ 34

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18 Apr 2017
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Der Oster-Altautotreff in Darmstadt

Hat irgendwer den Kühlschrank aufgelassen? Was sind das plötzlich wieder für Temperaturen da draußen? Zudem drohte Regen. Da ist klar, dass der Altautotreff am Ostersonntag nicht besonders groß werden würde. Aber trotzdem war eine nette Runde zusammengekommen.

Altautotreff Darmstadt

Das erste Mal da war dieser Volvo Fahrer.

Altautotreff Darmstadt

Als er eintraf, fragte er erst einmal, ob sein Auto denn überhaupt alt genug sei, es wäre "nur" 29 Jahre alt. Er ist 100%ig richtig. Ein toller Alltagsheld, übrigens mit der relativ kurz gebauten 16V Maschine. Zudem seit 20 Jahren in der selben Hand und noch mit den alten DIN Schildern. Das hat Charme.

Der Rest waren "übliche Verdächtige", die man aber immer wieder gerne sieht. Ist ja schon lange eine Art Freundeskreis. Der Benny war mit seinem E30 da.

Altautotreff Darmstadt

Star war wieder der Buick Rivera - klar, der ist auch eine Macht.

Buick Rivera

3 Passat, ein Rekord, ein W116 - eine bunte Mischung.

Das Wetter hielt, der Regen machte für uns eine Ausnahme. Hatten wir ja auch so bestellt ;-)

Der nächste Altautotreff ist am 21.05.2017.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/der-oster-altautotreff-in-darmstadt?blog=14

17 Apr 2017

Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017

Die E-Mail mit der Bestellung des wunderbarsten Palmsonntagswetters war bei Petrus rechtzeitig eingegangen. Toller Sonnenschein und mit 27 Grad hochsommerliche Temperaturen wurden wie vereinbart zur großen Freude der Oldtimerfahrer zuverlässig geliefert. Die bunte Truppe der DKW/Auto Union-Zweitakter traf sich am frühen Morgen zur traditionellen Frühjahrsausfahrt des DKW-Stammtischs Stuttgart-Solitudeauf dem Lidl-Parkplatz in Münchingen. Mit dabei waren auch die Verwandten aus dem Osten – 2x Wartburg 353 und 2x Trabant – sowie zwei Audi, zwei Roadster mit dem Stern, ein Volkswagen T3 und ein britischer Daimler… Hingucker der Runde war das elegante und höchst seltene F102 Cabriolet, von dem einst beim Karosseriebauer Welsch in Mayen wohl nur drei Stück gebaut wurden.

Die Tour führte durch das Strohgäu sowie durch die Württemberger Weingegend Stromberg und Heuchelberg nach Kleingartach. Dort wurde im Cafe „Keppler“ das obligatorische Frühstück mit Hefezopf serviert. Von dort ging es weiter in den Kraichgau nach Eppingen, wo “Ackerbürgerin Berta” zu einer kurzweiligen und unterhaltsamen Führung durch die historische Innenstadt mit ihren alten Fachwerkhäusern auf die Teilnehmer wartete. Über malerische Umwege führte die Route schliesslich nach Markgröningen.

Wie immer, ein gelungener fröhlicher Altautotag mit netten Leuten. Danke an die Orga-Mannschaft!

DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude

Alle Fotoreihen zu den DKW-Ausfahrten findet ihr dann zusammengefasst hier.

Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017Frühjahrsausfahrt DKW-Stammtisch Stuttgart-Solitude 2017

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#DKW-Stammtisch

Original http://www.formfreu.de/2017/04/17/fruhjahrsausfahrt-dkw-stammtisch-stuttgart-solitude-2017/

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06 Oct 2013

Bernd Frank (KLE)

Bernd Frank alias „KLE“ lebt Autos. In seiner „Werkstatthölle“ verwandelt er ungeliebtes Altblech mit fast keinem Budget und teilweise unkonventionellen Methoden in seine ganz eigenen Traumfahrzeuge. Er versteht sich dabei mehr als Künstler, als als Mechaniker. Seit 2004 bloggt er detailliert über seine Umbau- und Instandhaltungsarbeiten.

Als Insider berichtet er zudem über das Geschehen rund um historisches Blech und frische Altölflecken.

Website: http://www.fusselblog.de

Created Sonntag, 06. Oktober 2013 Created by Bernd Frank Categories Autoren
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25 Apr 2017
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Himmel!

Ich weiß, ich hätte am Auspuff weiterarbeiten sollen, aber ich habe mir neues Spielzeug bestellt. Naja, Material. Himmelkunstleder und den entsprechenden Spezialkleber.

Himmel!

Wieso schwarz? Nun, ich bin ja starker Raucher und so ein heller Himmel wird schnell unansehnlich gelb. Also dann eben schwarz. Den alten Himmel konnte ich nicht verwenden, denn ursprünglich war ja ein Schiebedach drin. Und ohne Himmel sah das nun wirklich nicht gut aus.

Himmel!

Ich habe noch nie einen Himmel eingezogen, hab mir vorab ein paar Gedanken gemacht und habe dann eben einfach angefangen nach dem Motto Augen zu und durch.

Angefangen habe ich am hinteren Ende - die Kante war gerade. Der Kleber ist ein Kontaktkleber. Bedeutet beide Seiten einleimen, ablüften lassen und dann zusammenpressen. Hat hinten ganz gut geklappt. Ich habe einen L-Winkel aus Plastik besorgt, um die Kante abzudecken.

Himmel!

Dann habe ich das nach vorne gezogen, die Kante angezeichnet und das Ganze das zweite Mal eingeleimt.

Himmel!

Natürlich auch am Scheibenrahmen. Ablüften lassen und dann gezogen, dass er schön gespannt ist. Das Ganze mit Klammern fixiert.

Himmel!

Dann kamen die Seiten dran. Auf der Beifahrerseite musste ich die vordere Seite auf einem Teilstück noch einmal nachkorrigieren.

Himmel!

Mit dem Ergebnis bin ich für das erste Mal ganz zufrieden. Nur en einer Ecke ein paar Kleine Falten, alles andere sitzt stramm. Evtl. gehe ich da noch einmal bei. Dass der Himmel auf dem Bild fleckig aussieht, liegt daran, dass ich den Stoff auf einem Staubigen Tisch ausgelegt hatte. Einmal mit Glaseiniger drüber und der ist wieder schwarz.

Himmel!

Die Sonnenblenden etc. in beige passten nun auch nicht mehr. Ich hatte noch einen Rest Speziallack für Kunstleder. Hat gerade so gereicht für die Teile. Die lasse ich jetzt erst einmal durchtrocknen, bevor ich die montiere.

Himmel!

Der Innenhimmel ist drin, dann konnte ich auch das Reserverad montieren. Dazu fehlte vorne noch ein Halter für den Spanngurt. Ich hatte nichts Passendes und auch nichts Passendes im Baumarkt gesehen. Aber ich hatte in einer Grabbelkiste diesen Halter:

Himmel!

Eigentlich cool, aber leider zu groß für den Träger. Also musste ich ihn schmaler machen. Also seitlich die Ränder weggeflext und in der Mitte ein Loch gebohrt. Zum Abschluss mit Zinkspray lackiert.

Himmel!

Den Spanngurt einzufädeln war Fummelarbeit, aber mit Hilfe eines Drahtes ging es. Reserverad rein, Spanngurt angezogen. Das klappt auch prima.

Himmel!

Demnächst kann dann die Windschutzscheibe wieder rein. Eine gebrauchte Dichtung habe ich, muss mir noch einen 2. Mann dazu suchen, das geht schlecht allein.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/himmel

22 Apr 2017
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Einladung zum Hallengrillen Zwanzigsiebzehn

Hallengrillen

Ich wurde jetzt schon öfters gefragt, wann dieses Jahr das traditionelle Hallengrillen stattfindet. Deshalb habe ich jetzt endlich den Termin festgelegt:

Samstag, 10. Juni 2017

Bedeutet: An dem Termin sperre ich nachmittags meine Werkstatthölle auf, ab 18 Uhr wird der Grill angefeuert, wer da ist ist da. Mal vorbeikommen auf ne Wurst, nachmittags kommen, in ner Ecke pennen und am nächsten Morgen noch gemeinsam frühstücken - alles möglich. Ich stelle den Grill, Besteck, eine Kaffeemaschine wird sich auch finden - alles andere selber mitbringen.

Die Werkstathölle ist in der Nähe von Mainz - Adresse bekommen ernsthafte Interessenten per eMail. Kommentiert mit einer gültigen Mailadresse, wenn Ihr interessiert seid. Kommen kann jeder Blogleser, nen Kumpel oder den Partner mitbringen kein Problem. Hunde und Kinder stören mich auch nicht, denkt aber dran: Das ist ne Werkstatt, da gibt es auch mal scharfe Kanten, giftige Flüssigkeiten etc. Und soooo sauber ist es auch nicht, wobei ich das Hallengrillen dazu nutze, mal wieder klar Schiff zu machen in der Werkstatthölle. Langsam nervt selbst mich das Chaos...

Also wer Lust hat - schaut vorbei! Es wird gegrillt, egal bei welchem Wetter und egal, wie viele auch kommen...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/Werkstatt/einladung-zum-hallengrillen-zwanzigsiebzehn

21 Apr 2017
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Nix von der Stange

Nur weil er lackiert ist, ist der Titan noch lange nicht fertig. Ich war am Heck am Schaffen, also machen wir da weiter. Die Zender Heckschürze - eigentlich ja für den Escort MK3, also das Vorgängermodell, musste ans Heck.

Focht Titan

Die Ecken passten natürlich nicht mehr zur Form, die Ecken sind von der Form vom Renault Rapid übernommen.

Nix von der Stange

Also musste ich die Heckschürze einschneiden und habe mit einem Blech die Lücke geschlossen.

Nix von der Stange

Wo auf dem Bild noch Schrauben sitzen, habe ich das Blech vernietet und verklebt. Die Dichtmasse muss nun erst einmal trocknen, bevor ich da spachteln kann. Also machte ich weiter mit der Heckstoßstange. Da passt jetzt wirklich Garnichts von der Stange mehr. Vor allem: Ich brauche eine Stoßstange, die nicht besonders hoch ist. Mal so durch den Fundus gegangen - ein Vierkantrohr könnte die Basis geben.

Aber eine gerade Stange passt nicht. Biegen kann ich dien nicht mit meinen Mitteln. Also das Vierkantrohr mehrfach einschneiden und wieder verschweißen.

Nix von der Stange

Die Stange war aber nicht breit genug. Deshalb habe ich ein zweites Vierkantrohr der Länge nach aufgeschnitten, passende Stücke geschnitten und hinten drangebraten.

Nix von der Stange

Nix von der Stange

Ich hatte also ein breites Stoßstangenfragment.

Nix von der Stange

Der eine Ran passt zur Heckschürze, der andere Rand aber nicht zum Heckblech. Deshalb hab ich mein Werkstück mit Klebeband fixiert und die hintere Kante angezeichnet, indem ich immer wieder den gleichen Abstand zum Heckblech gemessen habe und danach eine Linie darauf angezeichnet habe.

Nix von der Stange

Auf dem Bild sieht man, dass sich das Teil leider beim Schweißen verzogen hat - die Ecken biegen sich nach oben.

Die hintere Kante habe ich abgetrennt.

Nix von der Stange

Um den Verzug wieder zu korrigieren, musste ich leider wieder die Stange auftrennen an den Schnitten. Ich habe das dann mit Schraubzwingen auf einem geraden Vierkantrohr fixiert und erneut verschweißt.

Nix von der Stange

Die Stange ist wieder gerade.

Nix von der Stange

Das ist jetzt nur das Stoßstangenblatt. Noch ohne Halterungen und ohne Ecken. Immerhin wieder gerade. Die Draufsicht zeigt - das Teil gibt es sicher nicht von der Stange.

Nix von der Stange

Sorgen machen mir noch die Vorgaben vom TÜV: Die Kanten müssen einen gewissen Radius haben - irgendwas um die 2,5mm - die Kanten des Vierkantrohrs sind relativ spitz. Auf der Heimfahrt kam mir dazu eine Idee: Vielleicht passt eine Stoßleiste einer alten Stoßstange aus dem Fundus...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/nix-von-der-stange

19 Apr 2017
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Heck-Meck

Der Titan ist lackiert, nun geht es an den Wiederzusammenbau. Aber erst einmal die Crashtest Streifen wieder vervollständigen. Dazu habe ich erst einmal einen weißen Streifen geklebt und dann die schwarzen Einteilungen.

Heck-Meck

Das Vereinheitlichen nimmt weiter Formen an.

Heck-Meck

Man muss keine Lupe verwenden, um einen Grund zu sehen, warum ich den Motor wechseln will - aber das nur am Rande. Natürlich habe ich das beidseitig verklebt.

Heck-Meck

Weiter ging es mit den Heckleuchten, die in ihre Röhren wollten. Ein Gefummel, aber sie sind alle vier drin.

Heck-Meck

Türen waren auch mal am Heck. Die konnten jetzt wieder rein.

Heck-Meck

Nach dem groben Einrichten habe ich die Türen komplettieren. Kennzeichenbeleuchtung kam rein, innen kam die Heckdichtung rein. Bevor ich die Fenster einsetzen konnte, musste ich die Fickfolie entfernen.

Heck-Meck

Die Folie war wohl mal schwarz. Über die Jahre hatte die UV Strahlung ganze Arbeit geleistet und die Folie war lila geworden. Nicht so hübsch. Mit dem Föhn habe ich die Folie angewärmt, gib eigentlich ganz gut ab. Teilweise blieb die Lila Farbe an den Scheiben, das ließ sich aber mit Verdünnung abwaschen.

Sieht wie ein Auto aus.

Heck-Meck

Beim Einstellen der Schlösser fiel mir etwas auf, was mit vorher nie aufgefallen war - unten an den Türen klafft ein Schlitz.

Heck-Meck

Ehrlich gesagt - so richtig erklären kann ich mir den nicht. Die Kante unten ist vom Renault übernommen. Aber so ist das echt kagge. Das wird so nicht dicht - weder für Wasser noch für Abgasen. Da muss ich mir noch eine Lösung ausdenken.

Die Türen fallen aber satt ins Schloss und klappern jetzt auch nicht mehr.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/heck-meck-1

18 Apr 2017
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Der Oster-Altautotreff in Darmstadt

Hat irgendwer den Kühlschrank aufgelassen? Was sind das plötzlich wieder für Temperaturen da draußen? Zudem drohte Regen. Da ist klar, dass der Altautotreff am Ostersonntag nicht besonders groß werden würde. Aber trotzdem war eine nette Runde zusammengekommen.

Altautotreff Darmstadt

Das erste Mal da war dieser Volvo Fahrer.

Altautotreff Darmstadt

Als er eintraf, fragte er erst einmal, ob sein Auto denn überhaupt alt genug sei, es wäre "nur" 29 Jahre alt. Er ist 100%ig richtig. Ein toller Alltagsheld, übrigens mit der relativ kurz gebauten 16V Maschine. Zudem seit 20 Jahren in der selben Hand und noch mit den alten DIN Schildern. Das hat Charme.

Der Rest waren "übliche Verdächtige", die man aber immer wieder gerne sieht. Ist ja schon lange eine Art Freundeskreis. Der Benny war mit seinem E30 da.

Altautotreff Darmstadt

Star war wieder der Buick Rivera - klar, der ist auch eine Macht.

Buick Rivera

3 Passat, ein Rekord, ein W116 - eine bunte Mischung.

Das Wetter hielt, der Regen machte für uns eine Ausnahme. Hatten wir ja auch so bestellt ;-)

Der nächste Altautotreff ist am 21.05.2017.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/der-oster-altautotreff-in-darmstadt?blog=14

17 Apr 2017
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Ostereierfärben

Ostersonntag - ich dachte mir gestern, ich geh mal früh in die Werkstatthölle, denn ich wollte etwas durchziehen, das ich evtl. nicht an einem Abend werktags schaffe. Ich wollte endlich lackieren. Ich hatte auch noch von dem Lack, mit dem der Rest des Wagens lackiert ist. Ein wenig gezweifelt habe ich schon, dass er reicht. Ud vor allem: Ich bekomme da keinen nach, das ist kein Standardfarbton, das hat der Chili aus Resten zusammengemischt. Vorgabe war RAL 1028 Melonengelb, wie nahe es dran ist? Ich kann es schwer abschätzen.

Lack

Angefangen habe ich mit dem Dach.

Focht Titan

Mich haben dabei die Farbwalzen genervt. Ich hatte welche im Baumarkt geholt, die rutschten immer vom der Stange des Farbrollers. Da passten billige Walzen drauf, die ich auch da hatte, aber die Lösten sich unter dem Autolack auf. Letztendlich half ein Streifen Kreppband auf der Abrollerstange.

Nach und nach wurde der Bock gelb.

Focht Titan

Da fehlen eindeutig noch mattschwarze Akzente - also in meinen Augen. Viel zu viel einheitlich gelbe Flächen.

Auch das Heck ist gelb.

Focht Titan

Natürlich habe ich auch die Hecktüren lackiert.

Hecktüren

Es ist noch lange nicht die Fertigstellung. Es kommt noch einiges. Aber es ist ein schöner Teilerfolg. Ich freue mich schon die Türen zu montieren und die Heckleuchten. Dann sieht es wieder ein Stück mehr wie ein Auto aus.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/ostereierfaerben

16 Apr 2017
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Carsamstag Limburg V.02 2017

Ich war gestern mit meinem Pirat beim Car-Samstag in Limburg 2k17.

Carsamstag Limburg 2017

Diese Veranstaltung hat eine gewisse Vorgeschichte. Jahrelang war es eigentlich der Karfreitag bzw. Carfreitag, an dem die Veranstaltung stattfand. Mal von der Polizei geduldet, mal radikal unterbunden. Jedes Jahr ein Zittern, ob es stattfindet und wie reglementiert. Seit letztem Jahr ist es nun genehmigt am Samstag, da das kein stiller Feiertag ist. Ein Zugeständnis an die Machbarkeit.

Das Treffen kostete Eintritt, was ich vollkommen o.k. finde. Genehmigungsverfahren kosten genauso Geld, wie die vorgeschriebenen DIXIs, Pokale, etc. Wofür ich weniger Verständnis hatte war, dass die schriftliche Bestätigung des Treffens erst ein, zwei Tage vor der Veranstaltung ankam. Klingt ein wenig nach Schikane. Wobei es echt zivil zuging auf dem Treffen.

Leider war das Wetter sehr durchwachsen, so dass richtige Tuninghighlights die Veranstaltung eher mieden. Was nicht heißt, dass da nichts los war, der Platz, der eine Straße war, auf der beidseitig geparkt wurde, war gut gefüllt.

Carsamstag Limburg 2017

Aber diese fast unfahrbaren Kisten, die fast nur noch zu Stehzeugen taugen, weil zu Tode getuned - die fehlten weitestgehend. Schade eigentlich, denn ich lästere doch so gerne über die. Denen war das Wetter wohl zu schlecht. Oder sie wurden schon am Carfreitag an anderer Stelle zwangsstillgelegt ;-)

Waren ein paar nette Fahrzeuge da - wie dieser Camaro in vollem 80er Jahre Ornat.

Chevrolet Camaro

Es fehlte nur dem Fahrer der Vokuhila, dann wäre es noch perfekter gewesen. Eigentlich habe ich ja eine Tupperparty erwartet, die stand außerhalb des Geländes ;-)

Tupperparty

Diesen Golf habe ich leider ne stehend gesehen. Schade, den hätte ich gerne näher angesehen mit seinen aufgenieteten Verbreiterungen und fies ausgestellten Rädern.

Carsamstag Limburg 2017

Auch außerhalb des Geländes fand man immer wieder ganz nette Fahrzeuge, wie etwa diesen Capri.

Ford Capri

Insgesamt überwogen die leicht getunten Fahrzeuge. Der Trend "Ratte" mit den Klischees Dachgarten, absichtlich abgeschliffener Lack, Stickerbomb und was alles dazugehört - er ebbt ab. Gerade einmal 2 Dachgärten habe ich gesehen.

Ratte

Soll mir recht sein. Es wiederholt sich alles. Das ist einfach nicht mehr originell.

Den ganzen Tag lief ein Wettbewerb, wer den lautesten Auspuff oder/und die lauteste Musikanlage hat.

Bei dem Bewertungssystem habe ich ehrlich gesagt nicht durchgeblickt. Bei der Siegerehrung am Ende wurden viele Pokale und Medaillen verteilt. Und da waren Leute dabei, die 5 oder mehr Medaillen um den Hals hatten und dann noch 2 Pokale bekamen. Das muss irgendeine treffenübergreifende Geschichte sein. Den Siegern sei es gegönnt.

Es gab auch einen Show&Shine Wettbewerb. Wer daran teilnehmen wollte, musste 2 Euro mehr Eintritt bezahlen. Ich dachte mir - drauf geschissen, das macht das Kraut nicht fett und unterstützen wir das Team, die das auf die Beine gestellt haben. Denn ganz ehrlich: Nicht über Eintritte aufregen bei solchen Treffen: Seid froh, dass überhaupt jemand das finanzielle Risiko auf sich nimmt, so etwas zu organisieren!

Es mag den wenigen Top Tuning Autos geschuldet sein, aber sie hatten den Arsch in der Hose, meinen Pirat als Platz 10 in die Top 10 aufzunehmen, obwohl der ja ganz andere Wege geht, was das Tuning angeht.

Carsamstag Limburg 2017

Ich finde das ein gutes Zeichen, dass nicht alle so engstirnig denken, dass der Bausparvertrag aufgelöst werden muss, um ein gutes Auto auf die Räder zu stellen. Das, was ich seit Jahren predige: Kreativität kann man nicht kaufen. Ein gutes Auto macht ein stimmiges Gesamtkonzept aus, nicht der Betrag, der investiert wurde.

Die Polizei war in massiver Mannschaft vor Ort.

Polizei

Außerhalb des Geländes wurden wohl viele Fahrzeuge kontrolliert, es gab einige Radarkontrollen. Man möge mir mein Unverständnis verzeihen. Aber wenn ich weiß, dass mit Kontrollen zu rechnen ist, dann komme ich nicht mit einem Fahrzeug mit gelb folierten(?) Scheinwerfern, von denen jeder Dorfpolizist inzwischen weiß, dass sie nicht zulässig sind in Deutschland.

Carsamstag Limburg 2017

Naja, ist auch irgendwie Revolution. Wer´s braucht, meinetwegen.

Von Burnouts, Beschleunigungsrennen etc., die angeblich ja immer bei solchen Treffen stattfinden, hab ich nix gesehen. Geht auch friedlich, wobei ich nix gegen ein gepflegtes Reifenverbrennen habe.

Für das Wetter konnte der Veranstalter nix. Nachmittags wurde aus dem Nieseln auch schon der eine oder andere Regenschauer. Zudem wehte oft ein fieser Wind. Ich war froh, die Winterjacke eingepackt zu haben.

Scheißwetter

War jetzt nicht mein Treffen Highlight des Jahres, aber ein netter Osterausflug.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/carsamstag-limburg-v-02-2017?blog=14

13 Apr 2017
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Ich sehe rot

Die Dichtung der Windschutzscheibe war an den Ecken eingerissen. und da der Dachhimmel da auch noch drunter verklemmt wird, lag es nahe, die Windschutzscheibe rauszunehmen. Und da die Dichtung eh hin war, konnte ich die Dichtung dafür auch zerschneiden.

Ich sehe rot

Es ist immer spannend, wenn man die Windschutzscheibe rausnimmt. Gerade wenn die Dichtung schon eingerissen war, dann kann Wasser eindringen, das nicht mehr rauskommt. Da gammelt es gerne darunter. So auch bei mir. Aber echt überschaubar. Das war die einzige Roststelle:

Ich sehe rot

Das bekommt man noch dicht. Hätte schlimmer kommen können. Ich habe es erst einmal mit dem Drahtbürstenaufsatz auf der Flex entrostet und dann Bronoxiert.

Ich sehe rot

Dann ging es ans Anschleifen. Das dauert bei dem Dach mit den Sicken. Ich wollte den Rest grundieren. Und das habe ich geschafft.

Ich sehe rot

Es wird immer mehr eine Einheit. Und ich habe auch lackiert.

Radlauf

Ja, richtig gesehen. In Rot und nur einen kleinen Bereich. Das Rot hatte ich noch in der Spraydose und hab damit mehrere Lagen lackiert. Die Farbe war scheißegal, Hauptsache es trocknet schnell und es ist ein wasserundurchlässiger Lack, denn ich wollte den RS Schweller wieder anschrauben und kleben. Und ich will ja mit nur grundiertem Blech keinen Rost züchten.

Ich sehe rot

Den Rest Rot schleife ich wieder an vor dem endgültigem Lackieren. Ich mag ja keine roten Autos...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/ich-sehe-rot

12 Apr 2017
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Es geschehen noch Zeichen und Wunder...

Ende letzten Jahres kaufte ich einen Ersatzmotor für den Titan. Ich hab ja eigentlich einen rumstehen, aber der wäre reiner Blindflug. Vom anderen wusste ich, dass er läuft. Er gehörte zum "Schwesterescort" zum Titan. Aus derselben Quelle, beide hatten die grüne Plakette. Hier ein Bild vom Altautotreff:

Altautotreff

Angeblich hatte der Motor nicht viel gelaufen, weil der ursprüngliche Motor bei der ASU Prüfung hochgegangen ist. Der weiße Escort wurde verkauft, im Kaufvertrag festgehalten, dass er nicht geschlachtet werden dürfe. Kurze Zeit später standen die Teile bei eBay Kleinanzeigen und Facebook. Den Motor wollte keiner und so schoss ich ihn zum Schnäppchenpreis. Dumm nur, dass er in der Nähe von Bielefeld stand. Dort barg ihn erst einmal Michael, ein Kumpel aus Käferkreisen. Die Transportkette zu mir funzte aber ab a nicht weiter bis jetzt zur Techno Classica. Da brachte ihn Marco mit, der auf unserem Messestand seinen Scirocco zeigte. So kam er in den Kofferraum vom Pirat.

Motor Escort MK4 Diesel

Der Motor sollte trocken sein - nunja, reden wir nicht drüber.

Motor Escort MK4 Diesel

In Essen waren wir beim Umladen zu dritt, an der Werkstatthölle konnte ich immerhin organisieren, dass mein Nachbar Franko mithalf den Motor auszuladen. Als ich zur Werkstatthölle kam, knallten in mir innerlich die Champagnerkorken. Die Straße wurde endlich geteert!

Werkstatthölle

In die Vorhölle konnte ich trotzdem nicht einfahren, weil der Eingang mit Zementsäcken zugestapelt war.

Werkstatthölle

Aber ich konnte mir so Platz schaffen, um mit dem Motorkran an den Eingang zu fahren. Also mussten wir den Motor nur rausheben, dann ran an die Kette und bequem schieben. Das Ding ist wirklich schwer für einen 4zylindermotor. Weitere Bestandsaufnahme: Die Zahnriemenabdeckung ist zerschossen und irgendwie improvisiert und WTF - von der Riemenscheibe des Rippenriemens sind 2 Ecken weggebrochen.

Motor Escort MK4 Diesel

Das kann ich hoffentlich vom anderen Motor übernehmen. Der Ölverludst stammt wahrscheinlich nur vom Ölmessstab. Der hängt nur locker drin.

Vor dem Einbau will ich aber erst einmal die Karosserie fertig haben. Also ging es weiter mit dem Schleifen und Spachteln. Mit Erfolg. Am Ende des Abends konnte ich die Fahrerseite grundieren.

Focht Titan

Focht Titan

Nach dem Trocknen muss ich sehen, ob ich noch nacharbeiten muss. Das endgültige Lackieren rückt näher...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/focht/es-geschehen-noch-zeichen-und

11 Apr 2017
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Vorbereitungen für den TÜV

Mein Westfalia Bestattungsanhänger ist mal wieder fällig für den TÜV. Ist bei einem ungebremsten Anhänger jetzt nicht so das Drama. Trotzdem gab es dieses Jahr etwas zu tun. Der Hänger steht bei mir im Hinterhof und schon vor der Veterama war da ein Reflektor weggebrochen.

Vorbereitungen für den TÜV

Vermutlich war es ein Nachbar mit seinem Fahrrad, da geht es eng zu. Gut, wegen so etwas will man nicht angehalten werden, also besorgte ich erst einmal billige Reflektoren bei eBay. Kostet nicht viel, aber es ärgert mich, dass da jemand etwas kaputt macht und nicht dazu steht.

Vorbereitungen für den TÜV

Fand ich jetzt ehrlich gesagt nicht so hübsch, aber erst einmal TÜV gerecht.

Neben dem Reflektor war auch noch ein Rücklichtglas gebrochen. Da war ich beim Rangieren einmal angeeckt. Und die Gläser der Heckleuchten sind die ersten Opfer, weil sie abstehen. Die Leuchten ist Zubehör, die gibt es zuhauf, ABER: meistens haben sie kein Prüfzeichen. Die Redakteurin von Grip, die den Dreh auf der Techno Classica angeleiert hat, wollte, dass ich auf dem Teilemarkt auf der Messe etwas suche. Da fand ich das Glas ideal. Wie das immer so ist mit dem Fernsehen - zu dem Dreh kam es nicht. Die haben mal wieder nur Optionen ausgelotet. Aber so ein Rücklichtglas kann man ja auch ohne Kamera suchen und ich wurde fündig. Natürlich gab es kein einzelnes Glas, nur komplette Leuchten. Da ich die Dichtung unten drunter nicht brauchte konnte ich die Leuchte von 15,- Euro auf 12,- Euro runterhandeln.

Rückleuchte

Ebenfalls von der TC mitgebracht habe ich einen vierteiligen Reflektor, so wie er ursprünglich am Hänger war. Der Alex vom Fusselforum hatte mir den mitgebracht. Als ich den Reflektor ausgetauscht habe, staunte ich nicht schlecht: Auch der Ersatzreflektor war schon wieder gebrochen.

Reflektor

Langsam werde ich echt sauer. Der zweite Reflektor in diesem Jahr und wieder war es niemand. Was soll die Scheiße? Kein Respekt vor dem Eigentum anderer. Wenn man was versehentlich kaputt macht - dafür gibt es doch Haftpflichtversicherungen. Oder Jägermeisterflaschen oder Sixpacks, mit denen man das wieder gut machen kann...

Aber den Reflektor wollte ich ja glücklicherweise eh wechseln. Nun ist das wieder alles komplett und heile.

Vorbereitungen für den TÜV

Ich sollte mir schnell die Plakette holen, eh wieder ein Reflektor kaputt ist ;-)

Original http://www.fusselblog.de/index.php/Werkstatt/vorbereitungen-fuer-den-tuev

 
10 Apr 2017
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Das Fusselforum auf der Techno Classica 2017

Was eine Woche! Ich bin zurück von der Techno Classica. Und das bedeutet immer eine Woche voller Highlights für uns vom Fusselforum. Vor dem Spaß steht aber immer der Aufbau. Wir haben uns dieses Jahr das Standthema "Vor der Dorfdisse" ausgesucht. Das geht immer demokratisch. Es werden Vorschläge im internen Bereich des Forums gesammelt, dann wird abgestimmt. Danach Ideen und Material gesammelt. Wie der Stand letztendlich aussieht - das entsteht vor Ort. Denn etwas ist uns wichtig: Es soll nicht nach Arbeit anmuten, wenn wir den Stand bauen. Wir wollen Spaß dabei haben.

Montag Vormittags ging es dann los. Der erste Schritt war das Tapezieren. Wir haben die billigste Tapete genommen, die wir finden konnten. Hauptsache der Untergrund ist weiß. Denn die Wände sind oft sehr abgerockt, wenn wir an den Stand kommen. Der Alex hatte eines seiner Lieblingsspielzeuge mitgebracht - das Fichtenmoped und damit wurden sogar Tapetenrollen eingekürzt...

Wir hatten im Vorfeld eher ein mulmiges Gefühl: Reicht das gesammelte Material um durchgehend einen witzigen Stand zu bauen? Wir hatten ja keinen Plan gemacht. Und im Nachhinein mussten wir feststellen: Wir hatten sogar zu viel Material.

Fusselforum Techno Classica 2017

Schritt 2 ist der Teppich. Der kam aus den unterschiedlichsten Quellen. Deshalb mussten wir an vielen Kanten Stückeln. Ist aber egal, Hauptsache der Teppich hat nichts gekostet. Da verlegt man schon einmal gebrauchten Teppich von vergangenen Messen. Und wir haben es geschafft, dass wir in der Mitte einen Streifen roten Teppichs zusammenbekommen haben für den Weg zum zentralen Punkt an unserem Stand: Das Eingangsportal.

Teppich

Micha (Forenname Lupo224) hatte 2 Zimmertüren mitgebracht, ich hatte vorab einen Glücksgriff bei eBay Kleinanzeigen gemacht und 2 Spiegel zum Verschenken gefunden. Alex (Forenname Rolyatmit) kam auf die Idee das Vordach aus 2 Einwegpaletten zu bauen, die Holger (Forenname bullitöter) aus dem Abfallcontainer gezogen hatte.

Fusselforum Techno Classica 2017

Die Säulen bestehen je aus 3 Teppichrollen - Abfall vom Messeaufbau anderer Stände. Und die wurden natürlich stilvoll gekürzt.

Später wurde das Dach noch mit Schrankrückwänden erweitert und mit Tapete überzogen. Radkappen bildeten die Türgriffe.

Mit ein paar Abfallbrettern zauberten wir ein Fachwerk in das Fenster integriert wurden, die vom Sperrmüll stammen. Das Leuchtschild des "Fusselbunker Tanzcafé" hat Alex zusammen mit Ronny (Forenname Käfer67) gebaut und beinhaltete LED Lauflicht.

Fusselforum Techno Classica 2017

Die Seitenwand erklärten wir zum Anbau, der später gebaut wurde und deshalb kein Fachwerk hatte. Das war die Plakatwand. Da wurden erst einmal alte Plakate geklebt und mit Graffiti verschandelt.

Fusselforum Techno Classica 2017

Obendrüber kamen dann "unsere" Plakate, die wir für die Messe gestaltet hatten.

Plakate

Das eine hat Burt gestaltet. Das Model auf dem Plakat ist Wulfi (Forenname DirtyWhiteBoy). Das Bild entstand auf der TC letztes Jahr. Fragt besser nicht warum ;-)

Wulfi

Das andere hat Wulfis Freundin gestaltet. Ausgedruckt hat die Plakate Dette Ecker. Ihr seht schon - viele haben einen Teil beigesteuert. Und ich finde das auch wichtig, dass der Stand nicht das Werk eines einzelnen ist, sondern dass sich da viele einbringen, ihre Kreativität austoben - und wenn es durch Schmierereien ist, die eben vor einer Dorfdisse nicht ausbleiben. Immer diese Schmierfinken...

Plakat

Sitzgelegenheiten aus Einwegpaletten, da noch ein Gag, da noch eine Leuchtreklame, die in der Küche abmontiert wurde, Tiere aus Schrott zusammengeschweißt auf Ölfässern, eine Brauereilaterne, Kippenautomat, ... Insgesamt ergab das einen ganz coolen Messestand.

Fusselforum Techno Classica 2017

Fusselforum Techno Classica 2017

Die ausgestellten Fahrzeuge waren wieder Fahrzeuge, die nach einer Abstimmung im Forum ausgewählt wurden. Der Scirocco ist von Marco (Forenname mangusta), dem wir noch eine Zastrow Hutze mit Klebeband aufgeklebt haben.

Scirocco

Der Käfer ist von Micha. Er fährt nicht wirklich mit den Schult Spoilern herum, die hatte er im Fundus und hat sie nur für die Messe angeschraubt.

Käfer

Für uns wichtig war der Sitzbereich, auf dem man sich gut reinlümmeln konnte, denn wir waren teilweise mit fast 20 Usern am Stand. Von so viel Standpersonal träumen andere Clubstände.

Fusselforum Techno Classica 2017

Es wurde wenig aufgeräumt, der Stand nie gesaugt, es gab Dosenbier. Deswegen waren bei uns auch immer Gäste, denn am Stand Party machen ist einfach tausendmal lustiger, als dumm rumzusitzen, wie es manch andere Clubs machen.

Aber man kann auch rumsitzen und einfach nur die Reaktionen der Besucher betrachten. Von offener Begeisterung bis zum furchtbaren Entsetzen ist da alles zu finden. Es kristallisiert sich aber eine Meinung heraus: Unseren Stand muss man gesehen haben, wenn man auf der TC ist. Er fällt eben so schön aus dem Raster. Wobei manche meinten, dass unser Stand dieses Jahr schon fast konventionell war. Wir arbeiten dran ;-)

Letztendlich wurde unsere Mühe auch belohnt. Bei der Clubstandbewertung bzw. dem "Club-Grand-Prix", wie es offiziell heißt, von 205 ausstellenden Clubs den wunderbaren 3. Platz.

Pokal

Wir machen das nicht, um den Wettbewerb zu gewinnen, aber wir würden lügen, wenn wir behaupten würden, dass wir uns nicht über eine gute Platzierung freuen. Wir finden es klasse, dass man unserem Stand wieder den Spaß anmerkte, den wir beim Bauen hatten und mit dem Spaß die Besucher und die Jury anstecken konnten.

Der 3. Platz ist mit einem Geldpreis verbunden. Erste Ausgabe? Eine Runde Pizza für alle anwesenden Standbetreuer.

Fusselforum Techno Classica 2017

Die Ausgaben für den Stand waren eher lächerlich. Vieles davon kam vom Müll und ging danach auch wieder in den Müll...

Es war eine grandiose Woche. Ich danke wirklich jedem, der dazu beigetragen hat. Sei es dem Marten, wo wir wieder unser Feldlager aufgeschlagen haben und übernachten konnten. Dem Nils für die zentrale Bierversorgung. Allen, die Material beigesteuert haben, auf- und abgebaut haben, den Stand betreut haben, oder einfach nur saugeil aussehen. Ein gut funktionierendes Team von supergeilen Siegertypen. Ich freue mich schon auf die Techno Classica 2018!

Original http://www.fusselblog.de/index.php/das-fusselforum-auf-der-techno?blog=14

08 Apr 2017
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Messealltag auf der Techno Classica

Es ist eine andere Welt. Wir machen ja quasi eine Woche Urlaub hier in Essen, mit Realität hat das wenig zu tun irgendwie. Es ist lustig, feuchtfröhlich aber auch anstrengend - warum auch immer.

Abends ist immer eine Party. Am Mittwoch waren wir von VW eingeladen, am Donnerstag war Creme 21 Party. Traditionell die wildeste Feier.

Techno Classica 2017

Da treffen wirklich fast alle zusammen, die etwas zu sagen haben und feiern mal richtig ab. Es zeigen sich aber auch schon die ersten Ermüdungserscheinungen.

Techno Classica 2017

Was bin ich froh, dass ich bei meiner Größe keine Hochhackigen brauche ;-)

Techno Classica 2017

Das Fernsehen war auch da. Echt. Ich lüge nicht. Nein, es ist kein Aprilscherz mehr ;-)

Techno Classica 2017

Dieses Filmteam war von RTL2 Grip, die eine Reportage über die TC drehten. Sie haben den Stand abgefilmt, ein Interview mit mir gedreht, O-Töne genommen. Ich sag mal so: Ich bin nicht sicher, ob und wann das ausgestrahlt wird, aber lang wird unser Anteil an dem Bericht sicherlich nicht, wir wollen mal realistisch sein. Dafür habe ich zu oft schon mit den Medien zu tun gehabt. Alles über 10 Minuten braucht 2 Drehtage und die waren maximal eine Stunde bei uns.

2 Tage geht das Spektakel noch weiter, heute laufen die Standbewerter durch die Hallen und bewerten die Clubstände. Mal sehen, wie wir abschneiden. Wir bauen ja unseren Stand ja erst einmal unter dem Motto: Wir wollen beim Bauen Spaß haben. Und das sieht man dem Stand (hoffentlich) an. Wenn ein Pokal dabei rausspringt isses gut, wenn nicht, werden wir uns nicht in den Schlaf weinen.

Party on Techno Classica! Wir geben weiter Vollgas!

Original http://www.fusselblog.de/index.php/messealltag-auf-der-techno-classica?blog=14