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27 Dec 2009

Buchtipp: CARS von Stephen Bayley

CarsCover

"Freiheit. Stil. Sex. Power. Bewegung. Farbe." Was für ein Untertitel für ein Buch. Mehr geht nicht, könnte man meinen. Bis man es anfasst. Und aufschlägt. Zum Niederknien.

Die Zeit der Geschenke ist vorbei? Nix da! Dieses Buch macht das ganze Jahr über glücklich. Autofans – und solche, die noch gar nicht wussten, dass Autos zum Niederknien schön sein können. Hinreißende, epochale, blecherne Ikonen. Wie der Lincoln Zephyr von 1939, Lancia Aurelia von 1951, Jaguar E-Type von 1961 oder das fahrende US-Sex-Symbol schlechthin, die frühe Corvette. Cars4

538 Duoton-Fotos haben Autor Stephen Bayley und Fotograf Tif Hunter in ihrem Werk CARS zusammengetragen, eins ist schöner als das andere. 86 Autos aus den Jahren 1908 bis 2003, jedes einzelne wird auf vier Seiten aufwändig präsentiert: erst doppelseitige Aufmachung, stets mittig von der Seite abgelichtet, dann zwei Seiten mit Details. Renault oder Rolls-Royce, Panhard oder Porsche – alle Marken werden gleich behandelt. Allerweltsautos wie der VW Käfer und Exoten wie der Cisitalia von 1947, jedem Exponat wird die gleiche Liebe zum Detail zuteil.

Das Ergebnis ist eine Art Kunstkatalog, 384 gebundene Seiten stark und fast drei Kilo schwer. Ein Werk für die Ewigkeit. Und entsprechend aufgemacht: im schwarzen Textilschuber  und mit schlammfarbenem Velourseinband. Silberfarben eingestanzt und fein säuberlich untereinander aufgelistet: die Worte CARS, FREIHEIT, STIL, SEX, POWER, BEWEGUNG, FARBE. Yeah, dafür leben wir, auch ohne Tom Wolfes „Das bonbonfarbene tangerinrot-gespritzte Stromlinienbaby“ gelesen zu haben (dem diese Aneinanderreihung von Begriffen entspringt).

Der Preis? Kein Schnäppchen, aber angemessen. 75 Euro ruft der Delius Klasing Verlag für die neue Bibel der Ästheten auf (ISBN 978-3-7688-2623-5). Helmut Newtons Lebenswerk SUMO steht als Neuauflage für 100 Euro beim Buchhändler. Und bietet auf 480 Seiten nicht halb so viele geile Bilder.

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Created Sonntag, 27. Dezember 2009 Created by Ralf Bielefeldt Categories Timeline Tags Buch | Buchtipp | Cars | Rezension | Stephen Bayley | Tif Hunter
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29 Aug 2014
Zu den Favoriten hinzufügen   Bernd Frank  

Die Automechanika rückt immer näher...

Der Termin für die Automechanika rückt immer näher. Das bedeutet nicht nur Stress mit dem Bau des EuroHotRods, es muss ja auch ein Stand gestaltet werden. Mein Glück: Mein Stand ist eine Einheit mit der Blogger Lounge.

Blogger Lounge

Bedeutet: Bei mir in Halle 4.1 Stand C51 wird es die Möglichkeit geben, vor Ort am Rechner zu arbeiten, es gibt Sitzgelegenheiten für Gespräche, Steckdosen und Ladegeräte für gängige Geräte etc. Gebaut wird der Stand von einer Messebaufirma, wobei einige Grafiken und Fotos von mir gestellt werden. Und die muss ich nebenbei auch machen.

Heute ist mein Rollup eingetroffen, das ich aufstellen werde, um die Sponsoren zu würdigen und um ein paar Grundinfos zum EuroHotRod zu geben.

Rollup

Alle Blogger sind natürlich eingeladen, die Blogger Lounge zu nutzen. Würde mich über den Austausch mit anderen Bloggern freuen.

Original http://www.fusselblog.de/index.php/die-automechanika-rueckt-immer-naeher?blog=33

29 Aug 2014

Schon drin gesessen: der neue 2014 Mercedes-Benz Marco Polo / Activity

Schon drin gesessen: der neue 2014 Mercedes-Benz Marco Polo / Activity

Als Lütter habe ich damals™ Wiking-Autos gesammelt. Teil meines Stolz war ein VW-Camper Sven Hedin und ein Mercedes-Camper James Cook. Noch während meiner Studenzeit habe ich immer mal nach einem 1:1 Modell eines dieser beiden Fahrzeuge Ausschau gehalten, doch zwischenzeitlich festgestellt, dass die damalige Motorisierung meinen heutigen Vorstellungen nicht mehr so ganz entspricht. Ganz anders der gestern in der Prelude der Camping-Messe Caravan in Düsseldorf debütierte 2014 Mercedes-Benz Marco Polo. Der kompakte Camper basiert nun nicht mehr auf dem ausgelaufenen Viano, sondern auf der neuen Mercedes-Benz V-Klasse. Was soviel heisst, wie “Du fährst einen PKW mit dem Abmessungen eines Busses und merkst es nicht!”. Mit einem Durchschnittsverbrauch zwischen und Litern Diesel auf 100 Kilomter – je nach gewähltem Motor und Getriebe – kann man so einen Camper nun bedenkenlos als Alltagsfahrzeug nutzen. Mit der stärksten Motorisierung springt der Marco Polo dann auch mal eben in XXX Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 200 km/h. Genau SO! stelle ich mir das vor.

Nicht nur die Fahrleistungen sprechen mich an. Man kann durchaus von all den Assistenz-Systemen aus dem Repertoire der V-Klasse profitieren, den Seitenwind- und den Awareness-Assistenten gibt es in der Serienausstattung. Alle weiteren von Mercedes vertrauten Systeme gibt es optional, besonders sinnvoll erscheint mir da auch die 360° Kamera, damit kann man den Camper dann auch bequem in die engeren Parklücken in der Stadt zirkeln. Apropos Stadt, bei einer Höhe von XXXX Meter, sollte man auch in den meisten Parkhäusern und Tiefgaragen einen Parkplatz finden. Billig gibt es keinen Mercedes, der Marco Polo steht für nicht ganz 55.000 Euro in der Basisausstattung im Konfigurator.

Das Ausstelldach, was sich auf Wunsch auch elektrisch anhebt beherbergt ein Doppelbett, welches sich aber noch oben klappen lässt, so dass man im Innenraum auch bequem stehen kann. Das Bett selbst hat sich schon beim Vorgänger bewährt, das Dach wurde zugunsten etwas mehr Fussfreiheit beim Schlafen optimiert. Wer nur zu zweit reist, muss das Hochbett aber auch gar nicht nutzen. Die Rückbank selbst, lässt sich ebenfalls zum Doppelbett umbauen. Ein sehr pfiffiges Detail am Rande – für die beiden Sitzplätze sind in der Rückbank Luftkissen eingearbeitet, die im aufgeblasenen Zustand den Fond-Passagieren ausreichend Seitenhalt bieten sollen. Nutzt man die Rückbank als Bett, so entweicht die Luft, man erhält also eine ebene Schlaffläche. Ganz neu sind die drehbaren Vordersitze, wie man sie ja auch schon vom Mitbewerber VW kennt. Ich denke mal, dass man diese auch zeitnah für die V-Klasse ordern kann.2014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-04
Hat man die Vordersitze dann gegen die Fahrtrichtung gedreht, kann man zusammen mit den Gästen auf der Rückbank an einem kleinen Tisch Platz nehmen, die sich nur nur verschieben, sondern auch zusammenklappen und zwischen Küchenzeilen und Rücksitzbank verstecken lässt. In der Küchenzeile findet man neben einem kleinen Toplader-Kühlschrank einen zweiflammigen Gasherd und ein kleines Spülbecken. Frisch- und Abwassertanks mit einem Volumen von je 40 Litern erlauben einen Hauch von autonomen Leben auf den Reisen. Vielen Staufächer sorgen für ausreichend Stauraum um das Reisegepäck sicher zu verstauen. Sehr schön gelöst fand ich vor allem die Schubladen, die sich mittel eines kleinen Knopfs entriegeln lassen und dann so elegant in ihren Führungen gleiten, wie man das auch hochwertigen Küchen kennt.2014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-16Ohne Küchenzeile müssen die Käufer des 2014 Mercedes-Benz Marco Polo Activity auskommen. Diese Variante richtet sich eher an Familien und Sportler mit höherem Platzbedarf. Der Surfer grillt am Strand und braucht somit keine Küchenzeile. Den Familien kommt das höhere Platzangebot zu Gute. Im Prinzip ist der Marco Polo Activity eine “normale” V-Klasse mit Aufstelldach. Doch auch hier lässt sich die Rücksitzbank als Bett umbauen. der Einstiegspreis liegt dann auch entsprechend günstiger bei nicht ganz 39.000 Euro. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass bei Activity die Einstiegsmotorisierung bei 88 PS anfängt und dieser Motor nur mit einem Forntantrieb ausgestattet ist. Auch das 7-G-Tronic Automatikgetriebe gibt es nicht für die beiden kleinen Motoren, hier muss dann das manuelle 6-Gang-Getriebe bedient werden. Ab dem 136 PS Diesel wird dann die Hinterachse angetrieben und die Automatik ist optional erhältlich. Wer die Sicherheit eines Allradantriebs für sich benötigt oder eben öfter in schwierigem Terrain unterwegs ist, freut sich über die optionale 4MATIC. Diese ist aber nur in Verbindung mit dem 190 PS Diesel und der Automatik erhältlich.2014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-012014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-022014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-032014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-042014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-052014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-062014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-072014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-082014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-092014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-102014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-112014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-122014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-132014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-142014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-152014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-162014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-172014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-182014-Mercedes-Benz-Marco-Polo-Camper-Weltpremiere-Düsseldorf-19In Deutschland kann man den Marco Polo ab sofort bestellen, auf der Caravan in Düsseldorf werden beide Modell in den nächsten Tagen auch dem Messepublikum zugänglich gemacht. Bis zum Jahresende werden die beiden Modelle auch in weiteren 14 Märkten in Europa erhältlich sein, in UK wird es den Marco Polo in der Activity-Version auch erstmalig als Rechtslenker geben.

Original http://auto-geil.de/2014/08/29/schon-drin-gesessen-der-neue-2014-mercedes-benz-marco-polo-activity/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=schon-drin-gesessen-der-neue-2014-mercedes-benz-marco-polo-activity

28 Aug 2014
Zu den Favoriten hinzufügen [1 Benutzer]   Doc Hudson  

Kurz belichtet: Späte Liebe – Daf 55

Im Garten - IIDas war schon ein echter Hingucker, den die Van Doorne’s Automobiel Fabriek N.V. (DAF) da im Jahr 1967 auf den Markt gebracht hat – den DAF 55 mit Variomatic.

Leider haben nicht viele DAF 55 die letzten Jahrzehnte überlebt, weswegen ich mich umso mehr gefreut habe, dass mir Günther & Theresa ihren Oldie für eine kurze Foto-Strecke zur Verfügung gestellt haben.

Der hier von mir gezeigte DAF ist Baujahr 1969, war immer auf deutschen Straßen unterwegs und verfügt mit einem originalen Stahlschiebedach über ein sehr seltenes Extra. Das Fahrzeug präsentiert sich auf den Fotos in einem komplett restaurierten Zustand, der im Original noch viel mehr zu begeistern weiß. Ich übertreibe keineswegs, wenn ich hier von einem tadellosen Zustand spreche.

Nun ja, jetzt heißt dieser Artikel ja im Nebensatz “Späte Liebe” und Ihr möchtet doch bestimmt auch wissen warum. Dies ist aber schnell erklärt. Günther – der jetzige Besitzer dieses Fahrzeugs und selbst ein Kind der 50er Jahre – hat sich den Traum “DAF 55″ erst vor einem halben Jahr erfüllt und in diesem Fall kann man wohl getrost von “Später Liebe” sprechen. Ich wünsche ihm und seinem DAF allzeit Gute Fahrt und möchte mich an dieser Stelle gerne noch einmal dafür bedanken,  dass ich von diesem schicken Kleinod ein paar Fotos machen durfte ;-)

Wer mag, kann sich im folgenden Absatz noch etwas Wissen zur Technik im DAF 55 anlesen. Die ungeduldigen Leser dürfen aber auch gerne sofort zu den Bildern weiterscrollen :-)

 

Der DAF 55 in ein paar Stichworten:

Für den Vortrieb im DAF 55 sorgte damals ein aus dem Renault R8 entliehener Motor, der mit seinen 1,1 Liter Hubraum immerhin für stramme 45 PS gesorgt hat und dies war Ende der 60er weiß Gott keine schlechte Motorisierung. Beatmet wurde das Zwergenherz von einem Vergaser der Marke Solex, der sein Gemisch stets akkurat an die vier Zylinder zu verteilen wusste. Schon damals stand der Name Solex für Qualität und Zuverlässigkeit, was wohl mitunter einer der Gründe war, warum man bei DAF auf diesen Hersteller als Lieferant zurückgegriffen hat.

Die größte Besonderheit am DAF 55 ist und bleibt aber die legendäre Variomatic, wodurch die Fahrzeugbauer bei DAF komplett auf den Einbau eines Getriebes (im klassischen Sinne) und eines Differentials verzichten konnten.

Das Getriebe ersetzt im DAF 55 die Variomatic, bei der ein breiter Keilriemen zwischen zwei Paaren konischer Riemenscheiben läuft. Alleine die Fliehkraft sorgt dann dafür, dass sich je nach Drehzahl das Übersetzungsverhältnis ändert. Wo bei einem klassischen Getriebe die einzelnen Gänge feste Übersetzungsverhältnisse vorgeben, gibt es bei der Variomatic nur die stufenlose Verstellung der Übersetzung.

Ein Differential war ebenfalls überflüssig, da der Schlupf im Riementrieb für den Ausgleich der unterschiedlichen Raddrehzahlen bei Kurvenfahrten gesorgt hat. Alles in allem eine einfache wie auch geniale Konstruktion, welche nicht zuletzt dafür gesorgt hat, dass ein DAF vorwärts wie rückwärts stets gleich schnell fahren konnte.

Letzteres ist allerdings wenig empfehlenswert, da sich bei schnellen Rückwärtsfahrten der Nachlauf der Lenkachse als nachteilig erweist. Was bei der Vorwärtsfahrt für Stabilität und einen angenehmen Geradeauslauf sorgt, verkehrt sich bei der Rückwärtsfahrt sehr schnell ins Gegenteil und kann zu einem unkontrollierbarem Lenkeinschlag führen. Genau dieser dürfte dann ganz schnell für einen Abflug in die Botanik sorgen. Nun gut, man muss ja auch nicht alles ausprobieren ;-)

Manch einer wird jetzt geneigt sein zu behaupten, dass dies vollkommen veraltete Technik sei, die heute absolut niemand mehr nutzt. Doch weit gefehlt! Bis zum heutigen Tage wird diese Getriebeart bei Motorrollern, Mopeds, Quads und Schneemobilen eingesetzt und dort auch stets unter dem Namen “Variomatic”.

Die Firma Mercedes-Benz nutzt übrigens ein ganz ähnliches Prinzip in ihren Autotronic-Automatikgetrieben, woran man sehr schön sehen kann, dass diese Technik sehr wohl bis zum heutigen Tage erfolgreich im Einsatz ist.

In den fünf Produktionsjahren von 1967 bis 1972 wurden circa 164.000 DAF 55 produziert, wobei gerade einmal  knapp 11.000 Modelle in der Ausführung Marathon ausgeliefert worden sind. Diese Variante bot Dank höherer Verdichtung etwas mehr Motorleistung an.

1972 kam dann das Aus für den DAF 55, da in diesem Jahr das Nachfolgemodell DAF 66 auf dem Markt kam. Dieses wurde aber auch nur bis 1975 gebaut, da in diesem Jahr die PKW-Sparte der Marke DAF von der Firma Volvo übernommen wurde. Mit dem DAF 77 – welcher als Volvo 343 am Markt erschien – endete die PKW-Ära bei der Firma DAF. Womit sich auch dieses Kapitel der Autogeschichte schließt …

So! Genug gefachsimpelt. Viel Spaß mit den Bildern.

 

BedienungsanleitungSeitenansichten - IOldschoolIm Garten - IVariomaticStundenglasScheinwerferTachometerVor der ScheuneSchwarzweissDer stolze Besitzer

Original http://www.1001cars.de/wordpress/?p=4088

Created Donnerstag, 28. August 2014 Tags Cars & Bikes | Chronologisch Document type Article
Categories Timeline Author Doc Hudson
28 Aug 2014
Zu den Favoriten hinzufügen   Peter Ruch  

Putins Puppenwagen, Chevrolet Niva 2019

Chevrolet Niva Concept

Seit einigen Jahren gehört der ehemalige Lada-Modellname Niva zum Chevrolet-Imperium. Jetzt endlich wurde etwas daraus gemacht.

An der Moskau Motor Show zeigt Chevrolet, wie der neue Niva aussehen könnte. Das Modell, welches Jahrzehntelang von den russischen Autobauern von Lada produziert wurde, erhält ein für das Zielland so typische, aggressive Aussehen. Russlands Präsident Putin wirds freuen, genauso muss ein echter Offroader aussehen. Mit so einem Offroadteil spielen Grenzen definitiv keine Rolle mehr... GM ist an Lada ebenso beteiligt wie Renault und der PSA-Konzern, die Verflechtungen sind einigermassen: unübersichtlich!
Angetrieben wird das Teil von einem Motor aus dem PSA-Konzern, das bis zu 136 PS leisten könnten. Es ist für den russischen Markt und die angrenzenden Länder gedacht, es dürfte also auch ein schwächeres Modell geben, dass selbst mit übelstem Sprit zurechtkommt. Mit an Bord sind ein Fünfganggetriebe, eine Untersetzung und natürlich Allrad. Noch ist der Niva als Studie angeschrieben, doch bereits 2016 dürfte er bei den Händlern stehen. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass der Niva in Mitteleuropa angeboten wird.
Mehr General Motors gibts im Archiv. Und den speziellen Fahrbericht eines echten Lada gibts hier.

Putins Puppenwagen, Chevrolet Niva 2019

Text: Cha, Fotos: Werk.

Original http://www.radical-mag.com/neuheiten/chevrolet-niva-2019/seite_1-2

28 Aug 2014
Zu den Favoriten hinzufügen   Bernd Frank  

Gestern war Weihnachten

Weiter mit der Arschverlängerung. Ich habe die Strebe in der Mitte herausgetrennt und das Blech etwas hin und hermassiert, bis ich es stimmig fand. Dann ein Blech dagegen geklemmt...

EuroHotRod

...angezeichnet, ausgeschnitten und angepunktet.

EuroHotRod

Das Blech da einfach nach unten zu ziehen, wäre zu wackelig. Also habe ich eine Unterkonstruktion gebaut aus Vierkantrohren. Verschweißt mit dem Unterboden, der Querstrebe oben und den B-Säulen. Und ein Kreuz in der Mitte kann nu wirklich nicht schaden.

Kreuz

Ich denke, ich hab insgesamt die Form ganz gut getroffen, ein wenig Spachteln muss ich aber noch.

EuroHotRod

EuroHotRod

Gekämpft wurde gestern aber an zwei Fronten. Kollege Chili aus dem Fusselforum war da und er hat Abfallholz mitgebracht, aus denen er die Grundflächen der Türverkleidungen gesägt hat und dann die teilweise von Bloglesern zugeschickten Holzteile gepuzzelt und zurechtgesägt hat.

Chili

Ich dachte, ich habe mehr als ausreichend Holzfundstücke, aber es reichte gerade so ums Arschlecken. Hier das Ergebnis:

Türverkleidung

Türverkleidung

Verklebt ist das noch nicht, wir hatten nicht das richtige Material. Die Arbeit hebe ich mir auf, wenn ich durch irgendetwas ausgebremst werde - ist auch ein Job, den ich mal einem Helfer geben kann, der mit anlangen will und ich spontan keine andere Arbeit habe. Chili meinte, ich solle die Heißklebepistole zum Verkleben nehmen, bin mir da aber noch nicht so sicher...

Chili war nicht nur als Helfer da, er hatte auch den Schlussjob einer Transportkette. Ich habe mit Nenad auf Facebook gechattet. Ich hatte für das leider selige Motor Maniacs Magazin je einen Artikel über zwei seiner Autos geschrieben. Einmal über den VW Kübel mit dickem Typ4 Motor und echter Afrika Patina und über den Buggy mit dem Rover V8 im Hack. Und irgendwie kamen wir drauf, dass ich irgendwie Rangierhilfen brauche, um den EuroHotRod aus der Werkstatthölle zu bekommen. Und was dann passierte, kann ich immer noch nicht glauben - er hat mir seine unbenutzten geschenkt.

Rangierhilfen

WOW! Das ist echt wie Weihnachten! Ich kann nur danke sagen.

Ach ja - und es ist noch etwas angekommen: Endlich habe ich alle Türscharniere zusammen.

Gestern war Weihnachten

Wieder ein kritischer Punkt weniger. Ich bin langsam zuversichtlich, dass das was bis zur Messe wird - aber der Teufel steckt im Detail...

Original http://www.fusselblog.de/index.php/gestern-war-weihnachten-1?blog=16

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28 Aug 2014
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The Italian Job, Effeffe Berlinetta 2018

Effeffe Berlinetta

Das Rezept ist simpel, die Umsetzung wunderbar. Altes Design kombiniert mit moderner Technik - der Karosseriebetrieb der Fratelli Frigerio hat es atemberaubend umgesetzt.

Ja, das Auto, die Effeffe Berlinetta sieht aus wie aus den 50er-Jahren. Und hat auch alle Attribute von damals. Von Hand gedengelte Aluminium-Aussenhaut, einen in die Jahre gekommenen Zweiliter-Alfa-Motor und klassische Instrumente. Der Wagen entsteht in reiner Handarbeit in einer Kleinstserie in Italien - eben wie im goldenen Zeitalter der Karosseriebauer. Weit moderner geht es aber beim Fahrwerk und beim Chassis  zu und her. Doppelte Querlenker vorne mit einer ganz speziellen Anlenkung des Federbeins, eine ausgeklügelte Achskinematik hinten und natürlich moderne Scheibenbremsen sorgen dafür, dass man beim Fahren nicht voll und ganz an die 50er-Jahre erinnert wird. Und, die zweisitzige Berlinetta ist leicht, verdammt leicht. 840 kg soll das knapp vier Meter lange Auto wiegen, da dürften die 170 PS aus dem Vierzylindermotor wenig Mühe haben das Auto ordentlich anzuschieben. Noch etwas erinnert an die 50er-Jahre: der Wagen ist nur gerade 156 cm breit, das sind zehn Zentimeter weniger als der neue Smart Fortwo! Die Gangwechsel erfolgen über ein vollsynchronisiertes Fünfganggetriebe, als Topspeed nennt der Hersteller bis zu 240 km/h (abhängig von der gewählten Reifendimension und der daraus resultierenden Endübersetzung). Natürlich gibt es für ein solches Fahrzeug keine Preise, dass muss man mit den Herstellern ausmachen. Wir finden, egal was es kostet: schön, dass es so etwas wieder gibt!

The Italian Job, Effeffe Berlinetta 2018

Text: Cha, Fotos: Werk.

Original http://www.radical-mag.com/neuheiten/effeffe-berlinetta-2018/seite_1-2

28 Aug 2014
Zu den Favoriten hinzufügen [1 Benutzer]   Jan Gleitsmann  

2014 Citroen C3 eHDi115 Red Block – Fahrbericht

Gastbeitrag: Der nachstehende Beitrag entstammt der Tastatur von Journalistin Sarah Sauer, die in unregelmäßigen Abständen mit ihrer Schreibe auch auto-geil.de veredelt. Mehr von Sarah findet ihr in den Ruhr Nachrichten oder auch unter ausfahrt.tv.

Ich nehme es gleich vorweg: Dies wird eine Ode an den Citroen C3 eHdi 115 Red Block, mit einem großen Wermutstropfen. Und nein, ich bin nicht dafür bezahlt worden. Die folgenden Zeilen beruhen einzig und allein auf meiner Wahrnehmung und persönlichen Einstellung. Ich finde ja den normalen Kleinwagen an sich meist spannender als so manche Rennsemmel, denn das, was die Hersteller in diesem Segment anbieten, kann in Sachen Komfort, Ausstattung oder Fahrleistung zum Teil nicht unterschiedlicher sein. Da ich privat auch einen Kleinwagen fahre, war ich sehr gespannt, wie der C3 Red Block und ich zusammenpassen würden.

Der erste Eindruck: Naja. Nicht so ganz meine Formsprache, ein bisschen zu knutschkugelig. Ich stehe mehr so auf Ecken und Kanten. Und auch die Farbe, ein unauffälliges Shark-Grau, hat mich nicht vom Hocker gerissen. Umso schöner der Aha-Effekt beim Einsteigen: Rote Ledersitze vorne und hinten, mit schönen Perforationen. Rot ist eigentlich nicht meine Farbe, aber das sieht nun wirklich schick aus. Nächster Aha-Effekt: Das Einsteigen und Reinsetzen. Herrlich bequem, diese Sitze, vorne mit dreistufiger Sitzheizung, und das Beste: keinerlei beengtes Gefühl, trotz meiner Größe von 1,84m. Allerdings: Null Seitenhalt.

Genügend Kopffreiheit, optimal verstellbares Lenkrad. Nicht nur die Sitze muten schick an, sondern auch das Interieur. Hochwertig, mit diversen schwarzen Hochglanz-Applikationen. Das und die schwarz lackierten Außenspiegelgehäuse sowie Türgriffe, Chromleisten für die Fenster, Alu-Einstiegleiste, die hinten dunkel getönten Fenster, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit roter Radnabenabdeckung oder die Alu-Pedalerie gehören zur Serienausstattung des Modells „Red Block“. Die roten Sitze allerdings, so könnte man meinen, nicht. Diese kosten 890 Euro Aufpreis. Ich vermisse dringend Haltegriffe – nicht zuletzt wegen des fehlenden Seitenhalts – eine vernünftige Leseleuchte vorne und nicht diese Funzel in der Dachmitte sowie Beleuchtungen für die beiden Schminkspiegel in den Sonnenblenden. Da ich den C3 Red Block eher als „Mädchenauto“ einstufen würde, sind doch solche Details irgendwie obligat.Die Instrumente hinter dem Lenkrad sind leicht abzulesen, haben aber zwei kleine Schönheitsfehler, finde ich: Zum einen sind Drehzahlmesser (links) und Tacho (Mitte) analog – weiße Zeiger auf dunkelgrauem Grund – die Spritanzeige (rechts) jedoch digital und orangefarben. Irgendwie wäre da ein weiterer Zeiger stimmiger gewesen. Da aber in diesem Feld auch der Geschwindigkeitsregler und -begrenzer seinen Platz hat, musste das wohl so gelöst werden. Und: Der Tacho ist, was seine Aufteilung betrifft, ein bisschen tricky. Angezeigt werden die Zahlen 30, 50, 70 – dabei ist es mir sehr häufig widerfahren, dass ich zu schnell war. Der Strich zwischen 50 und 70 steht halt für 60, und nicht für 55. 2014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-11Ein weiteres Display findet sich in der Mittelkonsole. Dort ist das Navigationssystem „eMyWay“ inklusive HiFi-System verbaut (1140 Euro Aufpreis). Der 7-Zoll-Farbbildschirm ist ebenfalls gut abzulesen und die Bedienung über einen kleinen Drehknopf oder einen Schalter intuitiv. Ein anderer Knopf gab mir zunächst erst mal Rätsel auf: Oben rechts neben der Tankanzeige montiert, silbrig glänzend, wusste ich damit erst nichts anzufangen. Ein Blick in die Betriebsanleitung verriet: Dabei handelt es sich um einen serienmäßigen Innenraum-Parfumspender! Und ich wunderte mich schon, warum es in dem Auto, sobald ich einstieg, immer so dolle duftete. Zeit, loszufahren. Und wieder Zeit für eine Offenbarung: Hach, was fährt er sich schnittig! Verbaut ist in meinem Testwagen der so genannte eHDi 115 Dieselmotor, also 1,5 Liter, 115 PS, 270 Newtonmeter. Und der macht in dem kleinen, leichten Auto wirklich Spaß! Durchzugsstark, laufruhig, schwungvoll, dazu eine direkte Servolenkung – ich fühle mich prompt eins mit dem C3. Die manuelle 6-Gang-Schlaltung erledigt ihren Job ebenfalls tadellos, vielleicht könnten die Schaltwege noch einen kleinen Ticken kürzer sein. Für den Stadtverkehr und für Landstraßen ist das Auto perfekt. Auffallend ist die doch recht sportliche Federung, und tatsächlich: der C3 Red Block ist 25 mm tiefergelegt und mit einem sportlichen Fahrwerk ausgestattet. Ich habe den Eindruck, der Kleine will mal richtig rennen, deshalb scheuche ich ihn auf die Autobahn. Der rennt wirklich! Ich habe mich in diesem Kleinwagen bei 190 km/h (mehr geht nicht) sicherer gefühlt als in so manch voluminöserer Mittelklasse. Der C3 fährt wie am Schnürchen gezogen, ich kann eigentlich immer im 6. Gang bleiben – und auf der linken Spur. Ich habe dort tatsächlich diverse Oberklassen-Premiummarken-Autos vertrieben. Nicht, dass ich das forciert hätte. Aber ich glaube, die haben damit beim Blick in den Rückspiegel einfach nicht gerechnet, dass ihnen ein C3 Red Block so nahe kommen könnte. Besonders beeindruckend fand ich, dass der Kleine jede Bodenwelle oder Seitenwind-Attacken völlig relaxt geschluckt hat. Auf die elektrische Servolenkung mit variabler Unterstützung ist jederzeit Verlass, da verreißt nichts, auch wenn die Fahrbahn noch so ruckelig ist. Nicht ganz so schön, aber akzeptabel: die Geräuschentwicklung. Man muss die Stimme bei Unterhaltungen doch deutlich heben.2014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-012014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-022014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-032014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-042014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-052014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-062014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-072014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-082014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-092014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-102014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-112014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-122014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-132014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-142014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-152014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-162014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-172014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-182014-Citroen-C3-eHDi115-Red-Block-19Ich habe prompt Lust, eine kleine Reise zu unternehmen, weit weg zu fahren. Ob ich noch wen mitnehme? Da könnte es aber schwierig werden. Der Kofferraum vom C3 Red Block ist nicht gerade groß. Und: Citroen behauptet ja, im C3 hätten locker 5 Personen Platz. Entschuldigung, aber das würde ich keinem empfehlen. Zwar sind die Sitze auch hinten bequem, und ich habe mit meiner Größe so gerade eben Platz – aber ich sehe da dann doch eher Kindersitze denn Erwachsene. Nein, dieses Auto ist für Singles, maximal für Paare, perfekt als Zweitwagen für die City oder für Pendler, vielleicht geht noch ein Großeinkauf hinein. Immerhin ist die Rücksitzbank 1/3 zu 2/3 umklappbar, jedoch ist die Ladefläche nicht eben. Mir als in einer Großstadt lebendem Single aber gefällt der Citroen C3 eHDi115 Red Block richtig gut. Wir passen definitiv zusammen. Noch ein Wort zum Spritverbrauch: 3,8 Liter auf 100 km laut NEFZ. Mhm. Ich bin gut 1000 Kilometer gefahren und habe 5,6 Liter verbraucht. Allerdings, so muss ich gestehen, habe ich nicht darauf geachtet, sparsam unterwegs zu sein. Jetzt aber kommt er, der große, große Wermutstropfen: Er ist so nicht mehr zu bestellen! Warum habe ich dann bis hierhin gelesen, fragt ihr euch? Weil: Es gibt noch Restbestände. Ganz weg vom Fenster ist er also nicht. Sein Grundpreis beträgt 19.580 Euro, mein Testwagen kostete 22.110 Euro. Für ein Kleinwagen schon ziemlich happig, ehrlich gesagt. Ansonsten ist er nur noch als Benziner, als VTi 120 zu bestellen und zu konfigurieren. Dieser hat eine manuelle 5-Gang-Schaltung, 120 PS und startet bei 17.780 Euro. Mensch, Citroen, was habt ihr euch nur dabei gedacht?

Original http://auto-geil.de/2014/08/28/2014-citroen-c3-ehdi115-red-block-fahrbericht/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=2014-citroen-c3-ehdi115-red-block-fahrbericht

27 Aug 2014
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Vom Dunkel ins Licht

Vom Dunkel ins Licht

Auftakt zum Roadmovie

Mit dem Auto nach Südfrankreich. Abenteuer, Straßenromantik, Sonne und Rotwein :-) Bis auf “Abenteuer” stimmt das auch alles. Romantik, Sonne und Rotwein nehme ich gern mit, aber das Abenteuer bleibt schön zu Hause. Urlaub, Leute! Ich werde mit der freiwilligen Babysitterin meines viertelfinnischen Sandmädchens und ihrer großen Schwester unterwegs sein. Was beides meine Töchter sind. Obendrauf gesellt sich der Freund der großen Schwester der Babysitterin, der nicht komplett alles isst was man ihm vorsetzt und gern Caps trägt. Wir vier in einem alten Mercedes. Erst mitten in der Nacht nach Paris, dann nach Agde am Mittelmeer, irgendwo zwischen Montpellier und der spanischen Grenze. Zwei Wochen in einer kleinen Hütte aus Plastik auf einem Campingplatz. Hm. Okay, vielleicht nehme ich das Wort “Abenteuer” doch wieder mit auf die Liste.

Vom Dunkel ins Licht

Einstimmung auf ein anderes Land

Vorfreude ist eine schöne Freude, wenn auch nicht die schönste, finden Sie nicht auch? Gerade war ich noch mit meinem halbfinnischen Fräulein Altona und dem Sandmädchen in Portugal, dann habe ich 10 Tage in Kiel und Hamburg meine Freiberuflichkeit mit Fleiß und Nachtschichten einmal mehr strapaziert – und jetzt ist der Abend vor der Nacht, in der es auf die Bahn geht. Ich freu mich. Ich stapfe durch die verregnete Kieler Innenstadt und kaufe ein, was man so braucht. Reisebrötchen-Kram, Eier, Cola, ungesunde Süßigkeiten. Waren Sie schon mal mit Teenagern und gerade eben flügge gewordenen Menschen im Urlaub? Die sind ganz schön anspruchsvoll. Nix hier Schnitzelbrötchen auf die Hand, man ernährt sich einigermaßen ausgewogen. In der Fußgängerzone vor Karstadt spielen ein paar Jungs lustige, französische Musik. Ist das ein Zeichen? Vielleicht. Ich weiß nicht wofür, aber lustige französische Musik gefällt mir. Notiz an mich selbst: Nachher bei iTunes nach lustiger französischer Musik für unterwegs suchen, schließlich sind es ein paar sehr sehr dunkle und einsame Kilometer bis nach Paris.

Vom Dunkel ins Licht

Waschtag für den Daimler

Der dicke Daimler steht vor seiner ersten echten Bewährungsprobe. Wir kennen uns noch nicht richtig. Ursprünglich wollte ich uns mit dem Taxi in den Süden Europas bringen, allein schon wegen des Tages in Paris ♫ Nach den bisher abgespulten Kilometern mit dem treuen 220 CDI breitet sich allerdings in mir eine ziemliche Erleichterung aus, dass ich diesen alten Plan NICHT umsetzen muss. Zu klapperig war er, zu hart die hinteren kaputten Druckspeicher der Federung und zu defekt die Klimaanlage. Alles ist hingegen gesund an unserem aktuellen Beförderungsmittel, und aus purer Dankbarkeit für diesen Zustand bekommt der alte Herr eine “Alles-was-geht” Wäsche beim örtlichen Supermarkt spendiert. Der Tank ist voll, alle Flüssigkeiten sind befüllt und mit Ersatzdöschen hinten im Werkzeugfach ergänzt. Während die Mädels in der Küche die Reisebrötchen schmieren und der Mann mit der Cap vor der Haustür verträumt eine raucht und den Schafen beim Grasen zuguckt bekommt das alte Lisa-Navi ein paar frische Anweisungen. Es geht die A1 nach Westen, durch die Niederlande an Amsterdam vorbei, dann durch Belgien und über die Nordroute runter nach Paris. Wie ich gestern lesen konnte hat jemand bei TomTom mein Greinen erhört und ein neues Navi auf dem Weg zu mir geschickt. Das bedeutet aber, dass dies die letzte Reise sein wird, bei der die alte Lisa das Sagen hat :-( Na okay, in letzter Zeit war sie ein bisschen bockig. Jetzt kann sie nochmal alles geben. Warum zeigt mir das Teil die ganzen BurgerKing Filialen an??? Verwirrend.

Sur la route

Sur la route

1000 Kilometer. Und dieses mal wollen wir noch mehr von Paris sehen als damals, 2011. Oh mann. Geht das nur mir so, oder rennt die Zeit seit ein paar Jahren schneller als vorher? Oder werde ich einfach nur alt? :-) 1991, 1992, 1993 war ich in Südfrankreich, zweimal mit dem Taunus und ein mal mit dem Granada. 2011 mit dem Audi V8 und 2012 mit Rudolf, meinem metallicgrünen Passat. Heute ist es also das sechste mal, und meine große Tochter ist inzwischen nur unwesentlich jünger als ich damals auf der ersten Tour mit dem Taunus. Argh. Der Nachteil: Wenn das so weitergeht begreife ich vielleicht tatsächlich eines Tages, dass das Leben endlich ist. Wie blöd. Der Vorteil: Die genannte Dame hat einen Führerschein. Der Caps tragende Zitronen-Pasta-Verweigerer auch. Was wiederum bedeutet, dass Papa nicht die ganze Strecke alleine fahren muss, denn der wird wie gesagt nicht jünger *schrei* und freut sich vermutlich im Laufe des Tages über einen kleinen Nap auf dem Rücksitz, irgendwo im Süden dieses Kontinents. Vorher ist ein Nap im kuscheligen Bettchen angesagt. Der Wecker steht auf 2:00 Uhr morgens, wer nachts fährt a) hat keine LKW vor sich und b) steht in keinen Staus mit dumpfbackigen Berufspendlern und c) sollte nicht in seinem gewohnten Trott verweilen und erst gegen 23:00 ins Bett gehen. Ach du Scheiße. Ich muss ja in drei Stunden schon wieder raus! :-( Ich kaufe schnell noch die paar hippen französischen Alben auf iTunes und schiebe die auf mein steinaltes Musik-iPhone, was billiger als ein mp3-Player war. Das Jungvolk baut noch ein paar Häuser und Familien mit SIMS 3 und ich entschlummere derweil für eine viel zu kurze Zeit dem Geschehen…

Vom Dunkel ins Licht

Nachts, wenn alles schläft

*klick* “Zwei Uhr. Die Nachichten.” Waah. Hat es Ihr Radiowecker auch schon geschafft, Sie aus einem wundervollen Traum zu reißen und Sie einsam und hilflos in einem stockdunklen Zimmer zurück zu lassen? Um eine Zeit, in der Sie eigentlich in diesem Traum bleiben sollten? Stattdessen wecke ich das Konglomerat aus Heranwachsenden um mich herum auf und geleite die müde Horde zum komplett fertig gepackten Mercedes. Kiel ist absolut still. Es ist die Nacht von Montag auf Dienstag, rechtschaffene Bürger schlafen friedlich, nicht mal die Vögel sind zu hören. Nur eine einzelne verwirrte Grille zirpt resignierend in der Hecke vor sich hin und stimmt mich ungewollt ein auf das Geschnarze der Zikaden in den Calanques bei Cassis. Da ist sie wieder, die Vorfreude. Und JETZT ist dieser Moment, auf den wir uns die vielen Monate und Wochen gefreut haben. So sehr, wie nur Teenager und junge Erwachsene und deren Papa sich freuen können. Wir haben den ganzen Urlaub noch vor uns, und er beginnt – jetzt. Und auch ohne einen Hauch von Pessimismus wird uns in genau diesem Moment klar, dass es einen weiteren Moment geben wird, an dem wir ins Auto steigen und uns auf den Rückweg machen. Dann ist der Urlaub *schnipps* wie ein Fingerschnippen verdampft. Wieder wird er kommen, dieser Moment. Aber noch nicht jetzt, hier und heute.

Vom Dunkel ins Licht

Man sieht nix. Ist vielleicht besser so

Ich mag die Stimmung in der Nacht. Da ich kein Schichtarbeiter bin und lieber früh aufstehe als Nachts zu schuften wirkt die Dunkelheit auf mich immer wie eine große, fremde Unterwasserwelt. Alles ist gedämpft, langsamer, anders. Die Ladies schleppen müde schlurfend ihre Bettdecken auf den Rücksitz, best Boyfriend (mit Cap) raucht eine Zigarette und ich gucke in den Sternenhimmel. Das habe ich hier viel zu selten gemacht. Wie wunderschön er ist, wenn nicht der Lichterschein der großen Stadt ihn komplett verwässert. Tochter klein plappert aufgekratzt vor sich hin, während Tochter groß sich auf dem Rücksitz an ihren Liebsten kuschelt. Noch fragt niemand nach Reisebrötchen. Ich schütte mir einen letzten großen Kaffee in den Kopf und starte den Diesel. Selbst jetzt, um zehn vor drei, sind auf dem Thermometer noch knapp 18 Grad. Sommer de Luxe im Jahr 2014, möge er uns auch in Südfrankreich erhalten bleiben. Wählhebel auf D und los gehts.

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Dann kann es wohl losgehen

Der erste von 1000 Kilometern bis Paris führt durch das schlafende Kieler Vorörtchen. Kein Mensch ist in keinem Auto irgendwo zu sehen. Na klar, niemand ist so bekloppt und fährt um diese Zeit unter der Woche irgendwo hin. Alle Fenster sind dunkel. Was mag wohl in den Leuten gerade vorgehen, die dahinter schlafen? Träumen sie? Haben sie Hoffnungen und Wünsche? Haben sie Ängste? Bauen sie das Nageln des Common Rail Diesels in ihren Schlaf mit ein? Vor uns liegt die A7. Die scheiß A7. Was habe ich sie mir schon schön geredet, habe über Sonnenaufgänge philosophiert und mich pathetisch in Musik verloren, aber bei allem ist und bleibt sie eine scheiß Autobahn mit scheiß Staus, und das jeden Tag. Jeden einzelnen zwischen Hamburg und Kiel. Der jetzt beschlossene Ausbau zur Dreispurigkeit in den kommenden 10 Jahren wird das nicht besser machen. Entschuldigen Sie diesen Ausbruch. Es ist nicht Tag. Es ist Nacht. Eine Verkehrsdichte wie vor 50 Jahren, hinten schlafen die beiden Großen schon wieder seltsam ineinander verwoben und mein munteres 13jähriges Töchterchen neben mir textet mich fröhlich mit relativistischen Theorien und Ansichten über Freundschaft und Tod zu. Dazu singt uns ZAZ was von Emotionen, dem Richtigen und einem Wiedersehen in Port Coton. Französisch. Wie ich diese Sprache liebe, ihren Singsang und ihre Betonung. Fahr, mein Mercedes, fahr uns vier jetzt nach Frankreich.

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One thru the night

Wie seltsam, durch den Autobahnabschnitt in Hamburg zu rollen und nicht in Stellingen rauszufahren. Die erste Cola ist inzwischen in mir drin, ich bin glockenwach und bekomme eine gewisse Sehnsucht nach der großen und der ganz kleinen Frau, die nicht weit von hier schlafen. Alle anderen in meiner direkten Nähe schlafen inzwischen ebenfalls. Die beiden hinten sowieso und das kleine Wortwunder neben mir ist vor 15 Minuten mitten im Satz einfach weggeratzt. Das alles erfüllt mein Herz mit einer klebrigen Mischung aus Sehnsucht und Liebe. Um mich rum sind so viele liebe Menschen, dass ich manchmal gar nicht weiß, mit wem ich wann wie viel Zeit verbringen möchte. Am liebsten immer mit allen. Doch die Würfel sind gefallen, der Preis für zwei gemeinsame Wochen mit den hier anwesenden schlafenden wundervollen Menschen ist die Entbehrung. Die Distanz zur finnischen Fraktion. Zu der kleinen (bestimmt Papa auch vermissenden) Gurke und ihrer hübschen Mutter. Mann – kann nicht alles haben. Also schicke ich gute Gedanken von hier aus ein paar wenige Kilometer nach Osten und verspreche flüsternd, bald wieder da zu sein. Hinter dem Elbtunnel strahlen die Hafenanlagen wie eine eigene Stadt, und ich bin allein mit den schlafenden jungen Menschen und der Musik. Genug Französisch für den Moment, ich brauche emotional härteren Stoff. Kettcar ist jetzt gut. Die bringen mich zum Weinen und sicher auf die A1 und damit weg von der A7.

Vom Dunkel ins Licht

Aus grau wird langsam blau

Die Mädels und der Mann mit dem großen Kippenvorrat schlafen über Stunden tief und selig. Ab und an räkelt sich mal was im Rückspiegel, und wenn ich mich umdrehe sehe ich Menschen, ineinander verknotet, aber glücklich. Ich lasse den Diesel fliegen und spule Kilometer für Kilometer ab, solange der Berufsverkehr noch in seinem Bett liegt und dieser einen verirrten Grille zuhört. Kennen Sie diese Stimmung, wenn am Horizont langsam der erste Lichterstreif erkennbar wird? Wenn aus der Dunkelheit fast unmerklich erst ein dunkles grau, dann ein blau und dann der neue Tag entsteht?

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Komische Zeiten. Und ich meine komisch nicht im Sinne von witzig, vielleicht ist Ihnen das schon aufgefallen. Einen Teil dieser komischen Zeiten kann ich in Kiel zurück lassen. Einen guten, festen, beruhigenden Teil habe ich traurig in Hamburg zurück gelassen. Und einen ebenfalls guten, konstanten Teil habe ich hier bei mir im Auto. Solange die Sicherungen im Kopf noch den Strom halten geht es immer weiter, in unserem Fall erstmal immer weiter in Richtung Süden. Aus grau wird blau wird hell. Wo sind wir hier eigentlich? Egal, der Kaffee und die Cola wollen zurück ins Meer, der Hunger fordert verbalisierte Gedanken über Reisebrötchen und meine Gliedmaßen bedeuten mir, dass sie sich gern einmal strecken möchten. Parkplatz. Jetzt.

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Verschleißerscheinungen

Olala. Die rund vier Stunden seit unserem dunklen Abflug in Kiel stecken dem alten Mann doch mehr in den Knochen, als er es zugeben möchte. Gut, dass die durchgeknallten Mitreisenden im Gesamtalter von 53 Jahren jetzt wach sind und den Fahrer unterhalten können. Während ich mich recke und strecke wandern die müden Augen über den in der Morgensonne liegenden Parkplatz. Auch diese Atmosphäre mag ich, der erwachende Tag, Trucker, die Kaffee holen und vorbeiziehende Karawanen von Blech. Der Verkehr wird auf der Autobahn langsam dichter und es wird merklich wärmer. Aus dem Auto dringt lustige französische Musik, ich glaube das ist jetzt Gregoire. Na ja, nicht wirklich lustig, im Gegensatz zum jüngst ausgetretenen Volk. Giggelnd und brabbelnd kommen die drei aus den Büschen zurück und fragen nach den Brötchen, die irgendwo im Kofferraum in einer Papiertüte liegen. 13 Jahre und 18 Jahre. Und die beiden fahren freiwillig mit ihrem Papa mit dem Auto auf einen Campingplatz nach Frankreich, statt mit ihren Homies irgendwo auf den Ballermann. Okay, ein Homie ist einfach mitgekommen :-)

Vom Dunkel ins Licht

Der Raumgleiter und die Crew

Aber wieder einmal denke ich so bei mir, dass ich vielleicht in der Vergangenheit nicht restlos alles falsch gemacht habe, wenn das bei meinen Kindern die Definition für einen guten Urlaub ist. Ich selbst bin ja auch lange mit meinen Eltern unterwegs gewesen, aber mit 15 wollte ich irgendwie auch mal alleine los. Mit dem Fahrrad nach Uelzen und so. Das ist eine andere Geschichte :-) Die drei fühlen sich anscheinend wohl in Erwartung von Palmen und Sonne, und wenn sie als Preis dafür den einen oder anderen abgegriffenen 90er Jahre Witz von mir und die ab und an mal aufpoppenden Geschichten von “früher” ertragen müssen (mein halbfinnisches Fräulein sagt immer “Vati erzählt aus dem Krieg”. Die doofe…) scheint das für sie ein guter Tausch zu sein. Auch der immer gut gekleidete, gut gebaute junge Mann mit der Mütze findet langsam seine Silben wieder. Das könnte ne echt gute Zeit werden, denke ich gerade…

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Endlich kann man mal was sehen

Ich fühle mich darüber hinaus perfekt durchorganisiert. Und wer mich kennt weiß, dass ich dieses Gefühl und diesen Zustand eher selten erlebe. Ich habe einen Umschlag mit rund 120 Euro für die Autobahnmaut in Frankreich dabei. In dem steckt auch bar das Geld für das Mobile Home in Agde und das Hotel in Paris. In einem anderen sind 500 Euro für Diesel drin. Genau so viel Geld steckt in einem weiteren Umschlag, das sind pro Tag auf dem Campingplatz 50 Euro Essensgeld für 4 Personen. Ob das reicht? Wenn nicht müssen wir mit der Gitarre rumziehen, singen und Geld sammeln. Na und? Das hat 1992 auch schon mal ganz hervorragend funktioniert ♫ Darauf ein Brötchen mit Jagdwurst. Auch wenn inzwischen die Sonne hinter den Wolken aufgeht – für die gekochten Eier finde ich es noch ein bisschen zu früh.

Vom Dunkel ins Licht

Reisebrötchen. Ich liebe es ♫

Dieser erste Stop mit der just erwachten Brut war ein kurzer, knapper Halt, wir wollen Strecke machen, solange wir Strecke machen können. Paris lockt mit dem Eiffelturm und ein paar anderen baulichen Schönheiten links und rechts von der Seine, da kann man ja gar nicht früh genug aufschlagen. Inzwischen ist die goldene Dämmerung einem grauen Wolkenhimmel in den Niederlanden gewichen. Dass hier die Straße schnurgeradeaus geht ist schön, dass die Autos irgendwie nicht mehr werden auch aber dass wir keine Zeit für Amsterdam haben nicht :-( Schade. Ist lange her, dass ich da war. 1997 glaube ich. Irgendwo muss noch eine sehr schräge Jacke rumhängen, die ich mir da gekauft habe, die muss ich mal suchen. Weiß mit schwarzen Rändern und ganz vielen Schriftzeichen drauf. Hm. Nee, vergessen Sie den letzten Satz ;-) Die Führerscheininhaber sind zwar wach, aber zu träge zum Autofahren. Also lassen wir erstmal die Sitzverteilung so wie sie ist. Wach genug bin ich auch, vielleicht wollen die beiden ja morgen auf der zweiten Etappe mal vorn hinterm Stern sitzen. Wir lassen uns von weniger melancholischer Musik beglücken, seit das Handy von hinten ans Radio angestöpselt wurde und fette Bässe sich mit groovigen Beats abwechseln. Warum nicht? Ein bisschen gute Laune auf dem Weg in den Süden kommt jetzt gut. Sobald wir den Sendebereich der durchgeknallten Holländer verlassen könnte man auch mal nach einem guten Radiosender suchen.

Vom Dunkel ins Licht

Durch echt viele Länder heute

Was folgt sind Anekdoten von Navis, die so alt sind, dass die mal wieder die Ausbaustraßen nicht kennen und einen deshalb auf ausladenden Umwegen über Strecken lotsen, die man nicht genommen hätte, wenn man den gut lesbaren Schildern gefolgt wäre. Außerdem Geschichten von Mautstellen, von Schranken, die einen nur durchlassen wenn man mittlere Geldbeträge in ihnen versenkt und von freundlichen Menschen in Kassenhäuschen, die einem bon voyage wünschen. Ah. Wir sind also endlich in Frankreich. Diese Geschichten in ihrer gesamten Breite erspare ich Ihnen, denn die haben Sie schon in verschiedenen Farben mannigfaltig in vergangenen Blogs zum Thema gelesen. Nicht? Dann suchen Sie mal, da finden Sie so einiges :-)

Fast da

Fast da

Auf den Zubringerstraßen von Paris beginne ich erneut, mich intensiv auf mein neues Navi zu freuen. Die alte Lisa ist total überfordert, die Straßenführung ist verwirrend und das lustige Umschalten auf die französische Sprechstimme “Kathérine” hat uns a) keine Besserung der Verwirrung und b) einen weiteren kleinen Umweg beschert, weil ich in den entscheidenden Momenten nicht verstanden habe, was die zu mir gesagt hat. Also wechsel ich wieder zurück zur Custom Voice, was die Stimmen der beiden anwesenden Töchter von anno 2009 oder so in der Schweiz beinhaltet, die mir aus Langeweile Fahranweisungen aufs Navi pöbelten, als ich mir ein paar Autos anguckte. Hallo Hauptstadt der Franzosen. Stadt der Liebe. Stadt der Touristen. Stadt, wo wir ein erstaunlich preiswertes Hotel mit zwei Doppelbetten in einem Zimmer gefunden haben. Im Netz. In der realen Welt müssen wir es nun noch einmal finden. Um 2:45 Uhr heute Nacht haben wir in Kiel abgelegt, und um 13:00 Uhr sind wir in Paris. Aus Norddeutschland kommend, wohlgemerkt. Ich finde das erstaunlich schnell und denke darüber nach, ab und an mal statt auf einen HotDog mit Blick auf die Nordsee nach Dänemark vielleicht lieber auf ein paar Crepes mit Blick auf Sacre Coer nach Paris zu fahren :-)

Vom Dunkel ins Licht

Namen, die ich lesen will

Ein gutes Hotel in Paris zeichnet sich dadurch aus, dass eine Tiefgarage vorhanden ist. Dass die in unserem Fall pro Nacht fast ein Viertel des Zimmerpreises kostet liegt vor allem an dem günstigen Zimmerpreis. Andererseits ist mitten in Paris ein Parkplatz eigentlich nicht mit Geld aufzuwiegen, vor diesem Hintergrund ist das schon wieder preiswert. Also soll es so sein. Ich ziehe Bilanz. Keine Panne, nicht mal eine leuchtende Warnlampe bis hier. Kein nennenswerter Ölverbrauch. Durchschnittsverbrauch beim ersten Tankstop: 6,8 Liter Diesel auf 100 Kilometern. Und das voll beladen mit vier Personen und Gepäck und mit seit 8:00 Uhr permanent mitlaufendem Klimakompressor, weil die Sonne von außen rein wollte und der Muff von Menschen und Lebensmitteln raus. Drei Reisebrötchen sind noch übrig. Ich freu mich schon wieder. Das ist nun keine Vorfreude mehr, das ist Freude. Ich bin in Paris. In DEM Paris, hey, an einem ordinären Dienstag Nachmittag :-D

Vom Dunkel ins Licht

Wo parken, wenn nicht hier?

Tickend und knackend kühlt der Daimler nach diesem Marathon für Kolben und Radlager ab. Die vier Reisenden checken ein und bringen das Gepäck aufs Zimmer, was nicht groß, aber gemütlich und sauber ist. Wir wollen hier nur schlafen, mehr nicht. Und das werden wir nach einer Tour durch die City (nach einer Tour durch halb Europa) sicherlich gut. Aber jetzt noch nicht. Die Stadt der Liebe wartet auf uns. Und schon vermisse ich den kleinen Plauderfrosch und seine Mama…. Argh. Zwei Wochen sind ganz schön lang. Aber ich bin mir sicher, dass meine drei Mitreisenden mir die Zeit schon verzaubern werden :-) “Abenteuer” war das nicht, aber: Heute haben wir die Sonne über der Autobahn aufgehen sehen und vier Länder durchquert. Vorhin waren wir noch in Kiel, jetzt sind wir in Paris. In Frankreich. Auf dem Weg ans Mittelmeer. Ich könnte noch ewig so weiterphilosophieren.

Sandmann

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Created Donnerstag, 28. August 2014 Tags mercedes | paris | Reise Reise | Reisebrötchen | Roadmovie | S210 | Sternstunden | Südfrankreich | T-Modell | Urlaub Document type Video
Categories Timeline Author Jens Tanz
27 Aug 2014

Fahrbericht: Nissan Qashqai 1.6dCI Xtronic

Erfolgreich ist er, der Nissan Qashqai. Das war bei seiner ersten Generation durchaus eine Überraschung. Aber Nissan hat damals alles richtig gemacht und hat früh die Nachfrage nach so genannten Crossover-Modellen bedienen können. Dem Qashqai in seiner zweiten Generation soll alles mit ein wenig mehr Lifestyle von der Hand gehen. Vorbei daher auch die Zeiten eines eher zurückhaltend gezeichneten SUV. Der neue Qashqai wirkt bereits im Stand dynamisch und sportlich. Die Griff zum schnittigen SUV scheint beim Nissan Qashqai – trotz des Namens – einfach nur ein logischer Schritt zu sein. Der Qashqai bietet deutlich mehr Platz als der Nissan Juke, ist aber kürzer und damit besser für die Stadt geeignet als der neue X-Trail. Schaut man sich die Nissan-Crossover-Palette an, dann ist der Qashqai die “goldene Mitte”.

Nissan Qashqai 1.6 dCI Xtronic

Die cleverste Qashqai-Variante?

Bei einer erste Testfahrt zu Beginn des Jahres konnte ich dem Qashqai mit dem neuen 1.2 Liter Turbo-Vierzylinder  auf den Ladedruck fühlen. Und auch wenn man es im ersten Moment nicht glauben mag, die Idee mit dem kleinen Turbo-Benziner ist gar nicht so doof. Das liegt an den 190 Nm die der Turbo dem Motörchen abringt und die bereits bei 2.000 Umdrehungen zur Stelle sind. Der 1.6 dCi kann das natürlich ein wenig besser. Kommt er doch mit immerhin 320 Nm, die zudem früher (ab 1.750 U/min) anliegen, zum Dienst im Alltag. Das Plus an Drehmoment ist immer zu spüren und lässt den Qashqai noch einmal deutlich souveräner wirken. Verkuppelt man den Diesel mit der Xtronic getauften Automatik, dann spart man sich zudem das rühren im Getriebe.

Die Basics:

  • 2 Wochen im Test
  • 1.300 Testkilometer 
  • Basispreis: 28.950 €
  • Testwagenpreis: 33.500 €

Testverbrauch:

Diesel oder Benziner? Automatik oder Schaltung?

Nissan lässt dem Qashqai-Käufer derzeit keine großen Wahlmöglichkeiten. Den 1.2 Liter Turbo-Benziner gibt es nur in einer Variante mit 6-Gang Schaltgetriebe. Den 130 PS Diesel kann man entweder als Schalter ordern, oder als Xtronic mit einer stufenlosen Automatik.

So fährt sich der Nissan Qashqai 1.6 dCi Xtronic

Die 130 PS klingen erst einmal nach Langeweile. Dank des fülligen Drehmomentverlaufes lässt sich der 1.6 dCi nach dem Testzeitraum als idealer Motor für den Qashqai ausmachen. Auf langen Strecken findet sich der Motor, der nie wirklich leise zu Werke geht und aus seinem Selbstzünder-Prinzip keinen Hehl macht, in seinem Metier wieder. Trotz Automatik lässt sich der Qashqai über längere Strecken sparsam bewegen, ohne dabei die Nerven durch einen aufheulenden Motor zu strapazieren. Die Abstimmung des stufenlosen Getriebes hat Nissan gut hinbekommen. Die Zeiten in denen diese Getriebeart bei mehr Gaseinsatz zuerst einmal den Motor hat aufheulen lassen um dann mit hohen Drehzahlen den Wunsch nach Beschleunigung zu erfüllen – sie scheinen endgültig vorbei. Das stufenlose Getriebe ist gut an den Drehmomentverlauf des Diesels angepasst und hält die Motordrehzahl gerne dort, wo am meisten Kraft vorhanden ist.

Der Diesel fühlt sich auf der Vorderachse schwerer an, ein wenig weicher, als der 1.2 DIG-T den ich zuvor gefahren bin. Ganz generell gilt für beide Varianten: Das Fahrwerk wirkt gut abgestimmt, reagiert auf kurze Stöße, wie man diese bei Autobahn-Querfugen erlebt, jedoch ein wenig hölzern. In beiden Fällen waren jedoch 19 Zoll Räder der Tekna-Ausstattung montiert. Hier rollen Reifen in der Dimension: 225/45-19. Die schmalen Flanken scheinen für die Abstimmung des Fahrwerks ein Plus in der Agilität zu bewirken, das erkauft man sich jedoch mit mehr Sensibilität bei Querfugen und Rillen. Das ist nicht ungewöhnlich, sollte einem jedoch bewusst sein.

Nissan Qashqai 16 1.6 dCi Fahrbericht

Ausstattung: Tekna, natürlich.

Denn an der höchsten Ausstattungslinie Tekna führt eigentlich kein Weg vorbei. Nur diese Variante bietet den großen Komfort und den leichten Luxus den man sich im Segment eines solchen Crossover doch auch wünscht. Von den Voll-LED Scheinwerfern an der Front, über die getönten Scheiben, bis hin zum Nissan Connect Navigationssystem mit 360° Kamera-Blick.   Die Teilleder-Sitze und das große Panorama-Dach machen den Luxus des Mittelstandes komplett. Dazu gehören dann aber auch die 19-Zoll Felgen, sehen gut aus, schmälern aber den Fahrkomfort.

Nissan Qashqai 39 1.6 dCi Fahrbericht

Die Frage der Fragen

Wer selbst schaltet – der steht nun vor der Wahl: Den Modernen Turbo-Benziner, oder den kräftigeren, aber teureren Diesel wählen?

Nissan Qashqai 1.2 DIG-T Tekna 1.6 dCi Tekna
Kaufpreis: 27.800 € 31.900 €
Kfz.-Steuer: 92 € 200 €
km-Kosten laut ADAC: 49,4 ct/km 52,2 ct/km

Schaut man sich Kosten an, so scheint die Antwort eindeutig zu sein. Der Benziner gewinnt das Kosten-Kapitelt mit Vorsprung und für die niedrigere Anschaffung, hier spart man bereits 4.100 €, damit lässt sich ein schöner Urlaub mit der ganzen Familie verbringen.

Wer jedoch nicht schalten will, der findet die Antwort derzeit ganz automatisch beim Selbstzünder. Nissan macht es den Kunden mit dem attraktiven Qashqai derzeit nicht leicht. Man muss schon genau wissen, was man will – worauf man abfährt.

Der kleine 1.2 DIG-T hat seinen Reiz, und er macht den neuen Qashqai richtig preiswert. Der größere Diesel kann im Alltag, vor allem mit dem stufenlosen Getriebe alles besser, ist auf der Autobahn souveräner, und spart sobald man über lange Distanzen unterwegs ist.

Nissan Qashqai 52 1.6 dCi Fahrbericht

Fazit:

Die simple Antwort auf die Frage:  Welcher Qashqai ist der cleverste Kauf?

Es kommt darauf an.

Wie so oft :)

Der Einstiegsmotor ist keine üble Spaßbremse, und wer nicht mehr als 15.000 Kilometer im Jahr unterwegs, trifft eine clevere Entscheidung wenn er den 1.2 DIG-T wählt, selbst schaltet, dafür aber eben auch ordentlich spart.

Wer sich bereits beim Kauf des Crossover von Nissan auf der Underdog-Seite wähnt und dafür lieber mit ordentlich Drehmoment und ohne zu schalten durch die City fahren will – wer am Ende gar oft auch die Langstrecke unter die Räder nimmt, der ordert natürlich den 1.6 dCi – alles andere wäre weniger clever.

 

 

Nissan Qashqai 56 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 04 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 08 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 09 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 11 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 13 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 17 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 20 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 36 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 37 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 38 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 44 1.6 dCi FahrberichtNissan Qashqai 47 1.6 dCi Fahrbericht

 

 

Technische Daten:Verbrauch und Emissionen:
Leistung: 130 PS
Kraft: 320 Nm / 1.750 U/min
Beschleunigung 0-100 km/h: 11.1 Sek. 
Höchstgeschwindigkeit: 183 km/h 
Effizienzklasse: A
Abgasnorm: EU5b
Verbrauch kombiniert nach NEFZ: 4.6 l/ 100 km 
CO²-Emission kom.: 119 g/km
Daten lt. Hersteller.

 

Aktuelle Suchanfragen::

Original http://mein-auto-blog.de/fahrbericht-nissan-qashqai-1-6dci-xtronic-95973/

27 Aug 2014
Zu den Favoriten hinzufügen   Peter Ruch  

100 Jahre Maserati (15), Maserati A6GCS/53 Berlinetta, 1953-1804

Maserati A6GCS/53 Berlinetta, 1953

Wir kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: der 53er A6GCS/53 Berlinetta, eine der Meisterleistungen von Pininfarina.

Die A6-Reihe war schon etwas in die Jahre gekommen, 1952, 1953, zwar immer noch etwas vom Besten, was man als Privatfahrer für Rennen kaufen konnte. Da gab es noch ein paar Chassis, und Maserati wollte, dass Pininfarina damit etwas anfängt. Bloss: Pininfarina stand gerade vor dem Abschluss eines grossen Deals mit Ferrari, da stand etwas gar viel auf dem Spiel für die Turiner (man kennt ja die Story, wie schwierig sich die Anfänge gestalteten zwischen Pininfarina und Enzo Ferrari, das legendäre Treffen in der Mitte zwischen Turin und Modena auf einer Autobahn-Raststätte). Also wurde die Chassis an einen gewissen Guglielmo Dei verkauft, der beuaftragte dann Pininfarina - und selten wurde ein Geheimnis so wunderbar gestaltet.
Also, 2-Liter-Rennmotor, Reihen-Sechser, 170 PS. Der Wagen, bezeichnet als Berlinetta, wog dann 740 Kilo. Vier Stück wurden gebaut, 1954/55. Und wohl nicht viele Maserati waren schöner, aufregender: näher am Wahnsinn.
Hier: eine Übersicht über die schönsten Maserati der vergangenen 100 Jahre.

Maserati A6GCS/53 Berlinetta, 1953

Original http://www.radical-mag.com/oldtimer/maserati-a6gcs_53-berlinetta_-1953-1804/seite_1-2

 
27 Aug 2014

2015 Volvo XC 90 – Statische Präsentation – Fakten und Videos

2015-volvo-xc 90


Video – 2015 Volvo XC 90 auf Youtube ansehen


Watch Video – 2015 Volvo XC 90 on Youtube

Die Vorgeschichte zum 2015 Volvo XC 90
2002 wurde der Volvo XC 90 erstmalig vorgestellt, nur ein Facelift gab es für den SUV (2006) und über 630.000 Einheiten sind bis dato verkauft worden. Zwischenzeitlich wurde der Hersteller von Ford übernommen und 2010 an Geely veräußert. Der neue XC 90, der im Frühjahr 2015 auf den Markt kommen wird, ist ein komplett neu entwickeltes, eigenständiges Auto – und geht Hand in Hand mit einer ebenfalls neuen, modularen Plattform, SPA genannt. SPA steht für “skalierbare Produkt-Architektur”, vier Jahre lang haben die Volvo-Ingenieure an der Realisierung der modularen Plattform SPA gearbeitet. Mit SPA sollen bisherige Design-Einschränkungen etwa bei Radstand, Überhang, Fahrzeug-Gesamthöhe und Höhe der Frontpartie hinfällig werden.

Das Design
Am augenfällisgten ist die Frontpartie des neuen Volvo XC90. Sie wird von T-förmigen Tagfahrleuchten geprägt. Das Design-Team hat ihnen den Namen „Thors Hammer“ gegeben, angelehnt an das Werkzeug des legendären nordischen Donnergotts.
Im Innenraum überzeugen schon jetzt bequeme Ledersitze, ein digitales Cockpit und ein völlig neues Infotainmentsystem. Das Display mutet wie ein Tablet an, zeigt sich aber gut durchdacht und mit einer intuitiven Menüführung. Zahlreiche Bordbedienfunktionen werden via Touchscreen gesteuert. Es gibt aber auch ein Head-Up-Display. Volvo wird mit seinem Infotainmentsystem Sensus übrigens sowohl Apple CarPlay als auch GoogleAndroid Auto unterstützen.

Die Motoren
Für den Vortrieb des neuen Volvo XC90 stehen verschiedene Motoren der neuen Drive-E Generation zur Verfügung. Die Zweiliter-Vierzylinder-Diesel und -Benziner mit unterschiedlicher Aufladung decken eine Bandbreite zwischen 190 und 320 PS ab, der stärkste Bi-Turbo Diesel (D5) hat eine Leistung von 225 PS und ein Drehmoment von 470 Nm.
In der Topversion des Volvo XC90 kommt ein neuer Twin-Engine-Antriebsstrang zum Einsatz, der den 2,0-Liter-Vierzylinder mit Turbo- und Kompressor-Aufladung und einem Elektromotor kombiniert. Die Systemleistung beträgt rund 294 kW (400 PS) bei einem CO2-Ausstoß von 60 Gramm pro Kilometer (NEDC).

Die Sicherheit
Sicherheit ist bei Volvo DAS Thema. Jetzt haben sie sogar die “Vision 2020″ ins Leben gerufen. Volvo will seine Fahrzeuge bis 2020 soweit aufgerüstet haben, dass kein Volvo-Passagier mehr bei einem Unfall zu Schaden kommt. Mit dem neuen XC 90 kommen also viele, viele Sicherheitssysteme, hier ein Überblick:

Die Weltneuheit Run off Road Protection mit Safe Positioning ist gleichzeitig ein aktives und passives Sicherheitssystem. Der neue Volvo XC90 erkennt, wenn das Fahrzeug von der Fahrbahn abkommt, und strafft automatisch die vorderen Sicherheitsgurte, um die Insassen sicher auf den Sitzen zu halten. Die Gurte bleiben solange fest angezogen, wie das Fahrzeug sich bewegt. Ein energieabsorbierender Bereich zwischen Sitz und Sitzrahmen beugt zudem Wirbelsäulenverletzungen vor. Dieser reduziert die vertikalen Kräfte, die bei einem harten Aufprall des Fahrzeugs abseits der Fahrbahn entstehen und auf die Passagiere einwirken können, um bis zu ein Drittel.

Weltneuheit Nummer 2: Kreuzungsassistent
Der Volvo XC90 ist das weltweit erste Fahrzeug, das mit einem automatischen Notbremssystem für Kreuzungsbereiche ausgerüstet ist. Das System bremst den Volvo XC90 automatisch ab, wenn der Fahrer beim Abbiegen in den Gegenverkehr zu steuern droht.

Präventiver Schutz bei Heckkollisionen
Rückwärts gerichtete Radarsensoren erkennen einen bevorstehenden Heckaufprall und veranlassen ein Straffen der Sicherheitsgurte, um eine optimale Sitzposition der Passagiere zu gewährleisten. Zusätzlich wird der Fahrer des nachfolgenden Fahrzeugs durch das schnelle Aufleuchten des Warnblinklichts gewarnt. Die Bremsen werden aktiviert, um die Auswirkungen des Aufpralls auf die Insassen zu verringern.

Schutz vor Überschlägen
Der neue Volvo XC90 ist serienmäßig mit der jüngsten Generation des Überschlag-Schutzsystems Roll Stability Control (RSC) ausgestattet. Die Sensoren des Systems können Fahrsituationen erkennen, die das Risiko eines Überschlags in sich bergen. Sobald die ermittelten Werte auf die unmittelbare Gefahr eines Überschlags hindeuten, werden eines oder mehrere Räder kontrolliert abgebremst und die Motorleistung gedrosselt, um die Stabilität des Fahrzeugs wiederherzustellen. Ist ein Überschlag nicht mehr zu verhindern, werden die Vorhang-Airbags ausgelöst.

Volvo City Safety
„City Safety“ steht künftig für alle automatischen Notbremssysteme von Volvo – die alle auch zur Serienausstattung des Volvo XC90 zählen. City Safety erfasst Fahrzeuge sowie Fahrradfahrer und Fußgänger, die sich vor dem Fahrzeug befinden – bei Tag und erstmals auch bei Nacht.

Erweiterte Verkehrszeichen-Erkennung
Der Volvo XC90 ist das erste Fahrzeug mit serienmäßiger Verkehrszeichen-Erkennung. Das System wurde weiter verbessert und erfasst nun eine noch größere Anzahl verschiedener Verkehrszeichen, die auf der digitalen Instrumentenanzeige dargestellt werden.

Die Assistenten
Auch in Sachen Assistenzsysteme lässt Volvo sich nicht lumpen. Mit an Bord sind beispielsweise:
Stau-Assistent
Warnung vor Fahrzeugen im toten Winkel
Automatisches Einparken in Parkbuchten und parallele Parklücken
360-Grad-Rundumsicht aus der Vogelperspektive
Cross Traffic Alert warnt vor rückwärtigem Verkehr beim Ausparken

Der Preis
Los geht es im Jahr 2015 zu einem Preis ab 49.400 Euro, jedoch können ganz frühe Fans jetzt schon zuschlagen. Ab dem 03. September kann man sich einen von 1927 Exemplaren sichern. Eine Hommage an das Gründungsjahr des Herstellers: Der Volvo XC90 First Edition fährt in der Lackierung Onyx Schwarz-Metallic sowie mit 21 Zoll großen 8-Speichen-Leichtmetallfelgen vor. Komfortsitze inklusive Belüftung und Sitzheizung, die mit amber-braunem Nappaleder bezogen sind, Echtholz-Einlagen im Bereich von Türen, Armaturenbrett und der Mittelkonsole. Die individuelle Seriennummer findet sich auf den illuminierten Einstiegsleisten wieder, die ebenso wie das Emblem am Heck exklusiv mit dem Schriftzug First Edition gekennzeichnet sind. Dies gilt auch für den mit Polsterleder ummantelten Fahrzeugschlüssel.

AUSFAHRT-TV

 

Bericht zum 2015 Volvo XC 90 auf auto-geil.de

Bericht zum 2015 Volvo XC 90 auf rad-ab.com

Original http://ausfahrt.tv/2015-volvo-xc-90-statische-praesentation-fakten-und-videos/

27 Aug 2014

Automobil-Salon Paris 2014: Der neue Suzuki Vitara

Suzuki enthüllt auf der Mondial de l’Automobile 2014 in Paris den neuen Vitara. Vom 2. bis 19. Oktober 2014* steht der Suzuki Messestand 511 in Halle 1 ganz im Zeichen der Weltpremiere. Das Serienfahrzeug basiert auf der in Frankfurt auf der IAA 2013 vorgestellten Studie Concept iV-4.

Mit einem authentischen Suzuki SUV-Design, ALLGRIP Allradantrieb, fortschrittlicher Technologie, Individualisierungsmöglichkeiten bei Karosserie und Innenausstattung sowie geringen Verbrauchswerten präsentiert der Allradspezialist Suzuki ein völlig neu entwickeltes SUV.

Pressemeldung

Aktuelle Suchanfragen::

Original http://mein-auto-blog.de/automobil-salon-paris-2014-der-neue-suzuki-vitara-83544/

Created Mittwoch, 27. August 2014 Tags 2014 | automobilmesse | Björn Habegger | mondial | paris | Paris 2014 | Suzuki | vitara Document type Article
Categories Timeline Author Bjoern Habegger

Mehr lesen von : Ralf Bielefeldt

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12 Oct 2011

Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer

Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer Ducati hat in Italiens Motor-City Modena die geschrumpfte Version seines Streetfighter vorgestellt: 848 statt 1099 ccm, 132 statt 155 PS, 12.190 statt 18.990 Euro. Von allem ein bisschen weniger – nur nicht vom Fahrspaß. Der kleine Straßenkämpfer legt deutlich bessere Manieren an den Tag als sein großer Bruder, der künftig unter dem Namen "Streetfighter S" antritt. Der leicht erhöhte Lenker (plus 20 mm) führt zu einer etwas entspannteren Sitzposition, das überarbeitete Fahrwerk zahlt spürbar auf Handling und Gutmütigkeit des martialischen Naked-Bikes ein.

Der bissige Testastretta-Motor arbeitet wie die "großen" Modelle Diavel und Multistrada 1200 mit der Ducati-typischen 11°-Technologie (Überschneidung der Öffnungszeiten von Ein- und Auslassventilen um elf Grad). Für extreme Schräglagen soll der MotoGP-bewährte Pirelli Diablo Rosso Corsa sorgen. Auf der 848 trägt er die Konfektionsgröße 180/60 (Streetfighter S: 190/55 ZR 17).

Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer Streetfighter 848: Ducatis kleiner Straßenkämpfer

Drei Farben hat Ducati für den kleinen Streetfighter im Programm: das klassische "Ducati Red", das neue "Fighter Yellow" (was stark an gelbe Fahrbahnmarkierungen erinnert) und das stylische "Dark Stealth" (matt-schwarz). Offizielle Publikumspremiere feiert der nackte Italiener Anfang November auf der Motorradmesse EICMA in Mailand. Danach geht es in den Handel.

Der Fachpresse hat Ducati seinen neusten Spross vorab präsentiert auf dem "Autodromo di Modena". Eine Doppelpremiere der besonderen Art: Ducati durfte als erster Kunde überhaupt auf den funkelnagelneuen 2007 Meter langen Kurs. Mitinhaber Livio Grassi nennt die Strecke liebevoll "Klein-Indianapolis". Acht Rechts-, drei Linkskurven, dazu eine 477 Meter lange Gerade und mehr als 8000 Quadratmeter Boxenfläche. Neben Herstellern und Motorsportclubs dürfen auch "Normalsterbliche" den Kurs nutzen. Auf zwei und vier Rädern.

 

Links:

Allgemein: www.ducati.de

Streetfighter 848: http://www.ducati.de/bikes/streetfighter/848/index.do

Streetfighter S: http://www.ducati.de/bikes/streetfighter/streetfighter_s/1496/index.do

Autodromo: http://www.autodromodimodena.it/

EICMA: http://www.eicma.it/en/

06 May 2011

VW Polo R WRC: World Rally Championship statt Dakar

VW Polo R WRC - Präsentation auf SardinienVolkswagen verabschiedet sich von der Rallye Dakar. Nach drei Siegen in Folge wird 2012 kein werkseigener Race Touareg beim Wüstenspektakel starten. Dafür lassen es die erfolgsverwöhnten Wolfsburger künftig auf vier Kontinenten krachen statt nur auf einem: Ab 2013 startet VW offiziell in der WRC. Der Rallye-Weltmeisterschaft kann das nur guttun: Beim sparsam inszenierten zeremoniellen Start des Laufs auf Sardinien im Hafen von Olbia war am Donnerstagabend deutlich weniger los als im „Warehouse“ nebenan, wo Volkswagen die Motorsport-Fachwelt zur PK lud – trotz der offiziellen Premiere des bulligen Mini Countryman WRC.

Basismodell für den neuen Motorsport-Renner ist der VW Polo. Zwei Jahre nach seiner Fahrpräsentation auf Sardinien tritt der breitschultrige Erbe des seligen Rallye-Golf als stärkster Polo aller Zeiten an. Mächtige Radkastenverbreiterungen, riesiger Lufteinlass vorn, Hutze auf dem Dach, monströser Heckflügel – mit dem Vorbild aus den 80ern, der im Vorraum mit einer Armada aufgesetzter Zusatzscheinwerfer geradezu rührend an die Rallye-Erfolge früherer Tage erinnert, hat der Polo R WRC sehr wenig bis nichts gemein.

Enthüllt wurde der weiße Ford- und Citroen-Schreck (bislang die dominierenden Marken in der WRC) vom kleinen Darth Vader aus dem aktuellen Passat-Spot – beziehungsweise von seinem Double. Im Kostüm steckte Neel, der Sohn eines VW-Mitarbeiters. Was der Knirps vor den Augen von Motorsport-Legenden wie Michèle Mouton und Jacky Ickx gekonnt freilegte, soll es pünktlich zum ersten Roll-out 2011 auf 300 PS bringen. Noch werkelt nicht einmal das 1,6-Liter-Originaltriebwerk im Polo R WRC. Abends beim Dinner am Pool wurde der Bolide leise und unauffällig ins Rampenlicht geschoben. Für den Abtransport am nächsten Morgen sorgte ein elektrisch angetriebenes Golf-Wägelchen.

VW Polo R WRC - Präsentation auf SardinienVW Polo R WRC - Präsentation auf Sardinien VW Polo R WRC - Präsentation auf SardinienVW Polo R WRC - Präsentation auf SardinienVW Polo R WRC - Präsentation auf SardinienVW Polo R WRC - Präsentation auf SardinienVW Polo R WRC - Präsentation auf SardinienVW Polo R WRC - Präsentation auf SardinienVW Polo R WRC - Präsentation auf Sardinien

Alle Bilder: Der Polo R WRC in der Galerie

Exakte technische Daten hatte Volkswagen Motorsport logischerweise noch nicht in petto. Nur so viel: Das Engagement in der World Rally Championship der FIA ist zunächst bis 2015 angelegt. Eine entscheidende Rolle beim Aufbau des neuen Teams wird der mehrfache Rallye-Weltmeister Carlos Sainz spielen, der VW auch nach dem Ende des Dakar-Engagements erhalten bleibt. Für die Suche nach Fahrern will sich Motorsportchef Kris Nissen Zeit lassen. „Es gibt keinen Grund zur Eile. Es wäre natürlich toll, wenn wir einen neuen Walther Röhrl in Deutschland hätten, das würde uns und der WRC sicher helfen.“ Grundsätzlich stünde aber das fahrerische Können über der Nationalität. Erste Bewerber gäbe es bereits.

Ein Ass haben Nissen und Co ohnehin im Ärmel: Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah schnuppert dieses Jahr erste WRC-Luft. In einem Ford Fiesta S2000.

Link: Volkswagen Motorsport

 

17 Feb 2011

Ggf. reserviert

file:///Users/Bieli/Desktop/Bahnfahren.jpg Ich habe es getan. Ich bin umgestiegen. Abenteuer Bahnfahren. Für jemanden wie mich, der bevorzugt auf eigener Achse unterwegs ist, ein echter Schritt. Aber es musste sein. Das Wetter. 350 Kilometer durch Eis und Schnee, das ist keine Freude dieser Tage, wenn noch andere Autos auf der Straße sind. Also Schienenstrang statt Asphaltband. Die höfliche Form der Fortbewegung.

Entschuldigung. Permanent sagt einer Entschuldigung bei der Bahn. Am Bahnhof, im Zug, am Platz. Entschuldigung für die Verspätung. Entschuldigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten. Entschuldigung, das ist mein Platz.

„GGF. RESERVIERT“. In roten Lettern steht das über allen 62 Plätzen in Wagen 22. „Das hat nichts zu bedeuten“, beruhigt ein grauhaariger Mann seine sehr blonde Frau, „setz dich ruhig hin.“ Eine Station weiter frisst er seine Worte. „Entschuldigung, Platz 51 habe ich. Fenster.“ Wortlos schaut der Reservierungslose die kleine Übergewichtige neben seinem Platz an, mürrisch steht er auf und zerrt den just verstauten Koffer seiner Frau wieder aus der Gepäckablage. Die schaut verblüfft. „Hattest du nicht gesagt ...“

Tumult liegt in der Luft. Überall im schmalen langen heißen Wagen stehen jetzt GGFs neben ihren Plätzen. „Entschuldigung...“ „Äh, Entschuldigung, ...“ „Entschuldigung, ähm, ...“ Aufstehen, hinsetzen, Stau im Gang. Ungeduld und Unverständnis machen sich breit. Dann die Durchsage: „Die Reservierungsanzeige über den Sitzplätzen ist außer Funktion. Wir bitten um Entschuldigung. Bitte geben Sie die Plätze gegebenenfalls frei, wenn jemand eine Reservierung hat.“

Ein sehr dünner Mann mit sehr dünnen Haaren und sehr schmalem Bärtchen begehrt die Fahrkarten. Entschuldigung sagt der Blau-Uniformierte nicht, aber „Bitte“. Bahnfahren ist so nett.

Created Donnerstag, 17. Februar 2011 Document type Article
Categories Timeline Author Ralf Bielefeldt
20 Jan 2010

Gestatten: Mini Countryman, das Web-Frühchen

P90055094 Es ist mal wieder soweit: Das Internet hat das nächste Frühchen geboren! Der Mini Countryman, lange angekündigter und von Lifestylesüchtigen sehnlich erwarteter Crossover aus dem Hause BMW-Mini, sollte eigentlich erst im Februar 2010 ans Licht der Öffentlichkeit gelangen, in gefühlter Reichweite des 80. Genfer Salons. Das war einigen US-Bloggern viel zu lange hin - hielten sie doch bereits (woher auch immer) erste Bilder in Händen. Und diesen Schatz wollten sie anständigerweise mit der ganzen Welt teilen. Mini tat das einzig Richtige in solch einer Situation: offizieller Frühstart, alle Bilder frei! Here we go.

Auf dem Pariser Salon 2008 debütierte die Studie Mini Crossover Concept, auf der North American International Auto Show (NAIAS) 2010 in Detroit folgte mit dem gestrippten Mini Beachcomber Concept der nächste Appetitanreger, und nun endlich ist es soweit: Mini präsentiert seine vierte Baureihe, den Countryman. Zur offiziellen Freigabe der Bilder spendieren die Münchner zeitgemäß die passende Facebook-Seite. Wenn schon Frühstart, dann doch bitte richtig.P90055065P90055066P90055069

Anfang März 2010 dürfen Autofans den knapp 4,10 Meter langen Countryman erstmals anfassen. Dann steht er als eines der Highlights des Genfer Salons im Scheinwerferlicht am viel zitierten Lac Lemans. Was es da sonst noch alles Schönes zu sehen gibt, haben die fleißigen Kollegen von autobild.de und ams.de wie üblich auf Sonderseiten zusammengetragen. Über den Mini Countryman wissen beide einhellig zu berichten, dass er zu Preisen ab 25.000 Euro zu haben sein soll. Für die serienmäßig mit dem neuen Allradantrieb "ALL4" ausgestatteten Cooper D (116 g/km CO2, 82 kW/112 PS) und Cooper S (146 g/km CO2, 135 kW/184 PS) werden bis zu 4000 Euro mehr fällig. Nackelig, versteht sich.

Die Mini-typischen Accessoires (Panoramaschiebedach, breite Räder, Zentraldisplay mit Navi etc.) kosten wie gewohnt Aufpreis. Am Ende des Tages steht ein einigermaßen "individualisierter" Countryman vermutlich für 35.000 Euro in der Tiefgarage oder vor der 18-Euro-warm-pro-qm-Altbauwohnung. Dafür gibt es mit ein bisschen Verhandlungsgeschick auch schon einen (eher nackten) Audi Q5 oder BMW X3, das nur mal so, aber wohl kein "Go-Kart-Feeling mal vier" - das nämlich verspricht Mini allen Käufern des Countryman. Der optinale Allradantrieb soll für selig machenden Vortrieb in allen Lagen sorgen. Im Normal-Modus gehen 50 Prozent der Kraft an die Hinterräder, im Extremfall heißt es auch mal: Alle Pferdchen nach hinten! Elektronische Helferlein wie DSC, DTC und die Sperrfunktion des Vorderachsdifferenzials regeln den Rest. Wer auf ALL4 verzichtet, ist klassisch mit Frontantrieb unterwegs.

Was hat er sonst zu bieten, der Countryman. Gewohnt lässige Optik, klar. Hexagon-Kühlergrill, in die Motorhaube eingelassene Scheinwerfer, aufrecht stehende Heckleuchten, vom Clubman bekannte Proportionen, anders als der aber vier echte Türen und etwas mehr Bodenfreiheit. Siebeneinhalb Zentimeter ragt das Dach höher auf als bei der Mini Limousine. Damit ist der Countryman von nah und fern immer noch kein klassisches SUV, aber ein echt durchtrainiertes Kerlchen, quasi der Jaden Smith der Querfeldeinrenner. P90055103P90055101P90055102

Drinnen gibt es serienmäßig vier Einzelsitze. Eine geteilte Dreierbank für den Fond ist alternativ ohne Aufpreis zu haben. Neues Stilmittel im Hause Mini ist das "Center Rail", eine konsequent von vorn bis hinten durchgezogene schmale Mittelkonsole, auf der man allerlei "Clip-In-Elemente" unterbringen kann: bewegliche Cupholder, Aschenbecher, Brillenhalter, Handyhalter etc. Drei Benziner und zwei Dieselmotoren hat Mini im Angebot. Die langsamste Maschine (mini One D Countryman) rennt 170 km/h Spitze, die schnellste (Cooper S) 215 km/h. Und falls sich jemand ernsthaft für Ladevolumen interessieren sollte: 350 bis 1170 Liter gehen rein, je nach Bestuhlung.

Als Verkaufsstart peilt Mini den Herbst 2010 an. Bis dahin sollten sich Mini-Puristen an die neue Frontvariante gewöhnt haben: Der Cooper S Countryman tritt mit tief herunter gezogenen Mundwinkeln an. Erinnert ein bisschen an den jahrelang kultivierten Machobart von Rocklegende Freddie Mercury. Aber das kann ich mir auch einbilden. P90055105P90055106P90055107P90055090P90055091P90055092P90055093P90055095P90055096P90055097P90055098P90055099P90055100P90055060P90055061P90055067P90055062P90055063P90055064P90055071P90055073P90055074P90055072P90055081

 

 

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20 Nov 2009

Weltpremiere Audi A8 in Miami

Michael Dick ZeichnungAudi lässt es zum Abschluss seiner 100-Jahr-Feier noch mal so richtig krachen: Am 30. November enthüllen die Herren der vier Ringe die nächste Generation des Audi A8. Nein, nicht daheim in Ingolstadt. Drüben. Auf der anderen Seite des Teichs. Am Strand von Miami. Und wir sind dabei!

Vorsprung durch Technik trifft die Kunst des Fortschritts. So oder so ähnlich lautet das Motto, wenn am 29. Dezember ein Flieger voller Journalisten in München abhebt und zur ultimativen Premieren-Sause in die Staaten startet. Audi ist „Automotive Sponsor“ des alljährlichen Design-Doppels Design Miami und Art Basel Miami Beach. Und nutzt die trendige Veranstaltung fürs furiose Finale seiner 100-Jahr-Feierlichkeiten. Die Weltpremiere des neuen Audi A8. Im Beisein von motorkultur.com. Hach.

In der bonschefarbenen Enklave der finanziell Unabhängigen sind Kunst und Design das A und O des menschlichen Seins. Ein wunderbarer Ort, um eine Stilikone wie den Audi A8 - den Ur-Enkel von Sandmanns stolzem V8 - zu entpacken. Als visuellen Höhepunkt der Vernissage „The Art of Progress“, die Kunst des Fortschritts/des Weiterkommens/der Vorwärtsbewegung, die im eigens errichteten Audi Pavillon auch nach der Weltpremiere Besucher anlocken soll. Vom 2. bis zum 5. Dezember 2009 ist der Satellit der Design Miami und der Art Basel Miami Beach geöffnet und für alle Interessierten zugänglich. Täglich von 12 bis 20 Uhr, Ecke 45th & Collins Avenue, östlich der großen Parkfläche.

Audi Pavilion_World Premiere A8

Vorab gibt es aber erst einmal Sandkastenspiele vom Feinsten. Am Abend des 30. November versammelt Audi im „temporären Museumskonstrukt“ am Strand von Miami Beach Kunstliebhaber, Kunstschaffende und Autofans aus aller Welt. Jede Menge Promis werden sicherlich auch dabei sein. Und natürlich Tom Dixon. Der britische Top-Designer präsentiert „The Light Light“, (s)eine Installation aus Aluminium und LED-Licht. Weiterer Kunstleckerbissen und artgerechter Rahmen für den neuen Audi A8 sind ausgewählte Kunstwerke der neuen Ausstellung „Beg Borrow and Steal“ aus der Rubell Family Collection, eine der weltweit bedeutendsten Kunstsammlungen, heißt es.

Weltpremiere des neuen Audi A8 Weltpremiere des neuen Audi A8 Weltpremiere des neuen Audi A8

Wer zufällig in der Gegend ist, aber keine Einladungskarte hat: In der Audi Lounge im Miami Design District (NE 39th Street and 1st Court, täglich 11 bis 19 Uhr) wird der A8 während der Design Miami und Art Basel Miami Beach in einer „neuartigen Installation“ zu sehen sein, verspricht Audi allen Besuchern. Alternativ kann der Aluminium-Kreuzer im Januar 2010 in Detroit begutachtet werden. Auf die LA Auto Show nimmt Audi sein neues Flaggschiff noch nicht mit. Fotos von der Präsentation in Miami gibt es in Kürze im Kulturnetzwerk von motorkultur.com und stilkultur.com.

Link: Audi Galerie
Link: Audi A8 Galerie

Created Freitag, 20. November 2009 Tags 2009 | Art Basel | Audi A8 | Design Miami | Miami Beach | November | Rubell Family Collection | Tom Dixon | Weltpremiere Document type Article
Categories Timeline Author Ralf Bielefeldt
21 Oct 2009

Tokyo Motor Show: Toyota allein zuhaus

Na so was: Japan feiert Automesse. Und kein großer ausländischer Autobauer ist dabei. Zu sehen gibt es trotzdem was auf der 41. Tokyo Motor Show. Vor allem viel freien Teppich.

Dreiräder, Busse und Nutzfahrzeuge waren die Stars der ersten Tokyo Motor Show. Anno 1954 fand Japans bedeutendste Automesse erstmals statt. Hibiya-Park, Chiyoda lautete damals die Adresse für alle, die etwas bewegen wollten im Land der aufgehenden Sonne. Das hat fraglos geklappt: Japans mächtigster Autohersteller Toyota ist inzwischen der größte Autobauer der Welt. Hätte irgendjemand das vor 54 Jahren prophezeit, wäre er vermutlich eingewiesen worden. Genau wie alle jene, die vor zwei, drei Jahren vorhergesagt hätten, dass die TMS von der weltweit schrillsten Automesse zur Lokalveranstaltung verkümmert.

Genau das ist 2009 passiert: Kein einziger namhafter ausländischer Hersteller hat sich auf der Makuhari Messe um eine Ausstellungsfläche bemüht. Volkswagen nicht, BMW nicht, Mercedes-Benz nicht. Keiner da. Alpina D3Das darf man keineswegs als Vergeltung werten für die spärliche Teilnahme japanischer Autobauer an der diesjährigen IAA (u.a. fehlten Honda, Nissan und Mitsubishi), oh nein, Sparen ist angesagt. Die Globalisierung frisst ihre Kinder. So schnell geht das manchmal.

Einzig Burkard Bovensiepen zeigt Flagge: Der Alpina-Boss darf sich rühmen, einige der PS-stärksten Exponate der 2009er Show im Gepäck zu haben. Weltpremiere für den langen B7 mit 507 PS, die Über-Version des neuen 7ers. Bescheiden sollen sich andere: Unter 360 PS machen es seine BMW-Benziner nicht, der dieselnde D3 kommt auf 214 PS. Im Heer der Elektromobile und Kleinstfahrzeuge fällt er damit fraglos auf. Und hält das deutsche Fähnlein hoch. Jedenfalls einer. Die Japaner danken es ihm.

Toyota iRealAutos in Würfelform, Einsitzer, rollende Juke-Boxen – nirgends waren die Studien einst abgefahrener, die Kostüme der Hostessen schriller und das allgemeine Staunen und Drängeln größer als auf der Tokioter Bühne. Vorbei. Tristesse beklagen alle namhaften Autoportale. Auf jeder Zuchtbullerversteigerung sei mehr los. Originelle Exponate gibt es gleichwohl: Toyota schickt z.B. den i-Real auf den Catwalk, eine Art mobilen Zahnarztstuhl mit Lithium-Ionen-Akku und verschiedenen Grundgeschwindigkeiten (sechs km/h im aufrechten „Walking Mode“, 30 km/h im eher liegenden „Cruising Mode“), Nissan punktet mit dem 1,10 Meter breiten Land Glider, einem Retro-Kabinenroller mit E-Antrieb, in dem zwei Personen hintereinander sitzen und dank Neigetechnik synchron in Kurven Blickkontakt zur Bordsteinkante aufnehmen können.

Lexus LFASerienreifes gibt es natürlich auch: Lexus gibt endlich den LFA frei - baut ihn aber erst in 18 Monaten. Ohne den bisherigen Bindestrich, dafür mit strammen 560 reinen Benzin-PS, die für Bovensiepsche 325 km/h Spitze reichen sollen. Konzernmutter Toyota zeigt den SAI, so eine Art Prius für Große. 190 PS machen ihm Lexus-Beine. Der Antrieb stammt aus dem HS 250h. Mit der Leistung wachsen die Maße: 4,62 statt 4,46 Meter – Hybrid wird erwachsen, wir haben es schon immer gewusst.

Mehr über die Stromer der 41. Tokyo Motor Show (24.10. bis 4.11.) verrät uns Olli Lauter, der ist für motorkultur.com vor Ort. Zur Einstimmung gibt es hier das Beste der 63. IAA. Sören Bartels, Inhaber der Agentur „ICU – UCme“, und Peter Irgendwer, besser bekannt als „Peter, der Lude“, haben für kiezcars.de den ultimativen Messerundgang hingelegt. Brixx sei Dank.

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